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Beiträge zu Dambisa Moyo „Dead Aid“

Das Fachgespräch „Tödliche Hilfe und hilfreiche Totengräber?“ auf Grundlage des Buches „Dead Aid“ von Dambisa Moyo fand großen Zuspruch. Eingeladen hatte die Stiftung Nord-Süd-Brücken in Kooperation mit VENRO und dem Seminar für Ländliche Entwicklung. Über 200 TeilnehmerInnen aus Nichtregierungsorganisationen, entwicklungspolitischen Institutionen sowie aus migrantischen und universitären Zusammenhängen kamen am 27.1.10 ins Berliner Haus der Demokratie und verfolgten den Vortrag von Professor Theo Rauch (FU Berlin) bzw. die anschließende Kommentierung durch Dr. Bekele (Lehrbeauftragter FU Berlin) Ulrich Post (VENRO-Vorstandsvorsitzender) und Dr. Jürgen Zattler (Unterabteilungsleiter BMZ).

Im Laufe des Fachgespräches wurde deutlich, dass Dambisa Moyo zwar einige berechtigte Kritikpunkte an der internationalen Entwicklungszusammenarbeit benennt. Sie sind aber nicht neu und werden zuweilen auch von staatlichen bzw. nichtstaatlichen EZ-Akteuren selbst kritisiert (z.B. der Markt-Protektionismus der EU und USA, die für die sog. Entwicklungsländer sehr schädlichen Agrar- und Export-Subventionen sowie der Paternalismus vieler Geberinstitutionen).

Letztlich waren die allermeisten Diskutanten, auch jene aus dem Publikum, einer Meinung: Man könne die Entwicklungszusammenarbeit nicht dafür verantwortlich machen, dass nach fünf Jahrzehnten Entwicklungszusammenarbeit weder die Armut beseitigt wurde noch die dortigen wirtschaftlichen Entwicklungen substanziell vorangekommen ist. Bei einer solchen sehr verkürzten Analyse würde die Wirkung der Hilfe bei weitem überschätzt und andere politische und weltwirtschaftlich Rahmenbedingungen außer Acht gelassen.

Theo Rauch betonte abschließend, man müsse sich ernsthaft mit der Kritik von Frau Moyo auseinandersetzen. So zum Beispiel mit der Frage, wann und unter welchen Umständen lähmen Hilfsgelder und entwicklungspolitische Projekte die Eigeninitiative und Verantwortlichkeit der Partner im Süden? Prof. Rauch merkte aber auch an, dass Moyo mit ihrem sehr einseitigen Ansatz (Ende der EZ in fünf Jahren) am anderen Ende einer ebenso verkürzten Sichweise eines Jeffrey Sachs steht, der unter dem Stichwort des „big push“ meint, mit der Verdopplung der Entwicklungsgelder ließe sich die weltweite Armut erfolgreich bekämpfen.

Hier können Sie sich das Fachgespräch anhören.

Hier können Sie eine komprimierte Fassung (mono, 22kHz, 60 Mb) herunterladen.

Präsentation von Prof. Theo Rauch

Tödliche Hilfe oder tödlicher Handel - Artikel im Neuen Deutschland vom 2. Februar 2010

Buchbesprechung Dead Aid

 
 
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