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Jahresveranstaltung 2018

(K)Ein bisschen Frieden... (k)ein bisschen Bewegung...
Wie kann die Entwicklungspolitik zu einer friedlicheren Welt beitragen?

Einladung zur Jahresveranstaltung der Stiftung Nord-Süd-Brücken
15. Juni 2018, 15 Uhr
Haus der Demokratie, Berlin

222 gewaltsam ausgetragene Konflikte (darunter 20 Kriege der höchsten Eskalationsstufe) zwischen Staaten oder innerhalb von Staaten, zwischen unterschiedlichen Gruppierungen, religiös, ideologisch, materiell oder ethnisch motiviert – so lautet die Bilanz des „Konfliktbarometer 2017“ vom Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung.
Syrien, Jemen, Afghanistan, Irak, Kongo, Äthiopien, Somalia, Myanmar, Philippinen, Mexiko, Ukraine... Dies sind nur einige Länder, in denen Kriege und gewaltsame Konflikte Hunderttausende Tote und unendliches Leid für die Bevölkerung bedeuten. Vertreibung, Flucht und Zerstörung der Infrastruktur sind die Folgen. Die betroffenen Menschen sind häufig traumatisiert.
Nur: Warum bleibt hierzulande die Empörung aus, die Entrüstung, die Wut? Warum gibt es keine Massendemonstrationen, Blockaden, Sit-Ins? Wo sind die Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“? Warum gibt es heute keine Anti-Kriegs- und Friedensbewegung, wie sie Mitte der 60er Jahre unter dem Eindruck des Vietnamkrieges in den USA, Europa, Japan und anderen Ländern entstanden ist?
Zugegeben: Die Beschaffenheit von inner- und zwischenstaatlichen Konflikten und Kriegen hat sich über die Jahrzehnte verändert. Die Konstellationen von Gegnern und Konfliktparteien sind unübersichtlicher geworden. Die Unübersichtlichkeit und Komplexität vieler Konflikte (z.B. im Kongo) ist ein Grund, warum es nicht mehr so einfach ist, Partei zu ergreifen und friedenspolitisch zu mobilisieren. Menschen engagieren sich dann für den Frieden, wenn sie eine Perspektive, einen Friedensplan, eine Roadmap sehen.
Und dennoch: Die geringe Empörung gegenüber den heutigen Kriegen ist ebenso erklärungsbedürftig wie das überschaubare Engagement für Frieden in der Politik, in der Bevölkerung und auch in der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft.

Der Vortrag
Dr. Martina Fischer ist langjährige Friedensforscherin am Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung und gegenwärtig Referentin für Frieden und Konfliktforschung bei Brot für die Welt. In ihrem Vortrag wird sie sich mit den oben genannten Fragen der Veränderung von Konflikten und Entwicklungen der Friedensbewegung ebenso beschäftigen wie mit der Frage nach der Verbindung von entwicklungs- und friedenspolitischer Arbeit. Hierbei wird sie auch den Ansatz von Brot für die Welt für „einen gerechten Frieden“ vorstellen. Abschließend wird sie zentrale friedenspolitische Herausforderungen benennen und Voraussetzungen skizzieren, so dass friedenspolitisches Engagement verbreitert und eine „Bewegung“ in Gang gesetzt werden könnte.

Die Podiumsdiskussion
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ein Podium mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Vertreter*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren, wie unter den Bedingungen von Krieg und gewaltsamen Konflikten eine Solidarität mit und Unterstützung der Bevölkerung und der betroffenen Gruppen aussehen kann?

Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Nachmittag mitzudiskutieren und zu überlegen, wie in der entwicklungspolitischen Arbeit die friedenspolitische Wirksamkeit erhöht werden kann.


PROGRAMM

14.45 Uhr Ankommen und Begrüßungskaffee

15.00 Uhr Begrüßung
Kerstin Ramirez-Voltaire, Ratsvorsitzende der Stiftung Nord-Süd-Brücken

15.15 Uhr Vortrag
Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden – Wie motiviert man für Globales Engagement?
Dr. Martina Fischer, Friedensforscherin, Brot für die Welt

15.45 Uhr Diskussion

16.15 Uhr Kaffee

16.45 Uhr Podiumsdiskussion
Make love not war – Wie kann Entwicklungspolitik Engagement für Frieden stärken?
Yasmine Merei, syrische Schriftstellerin, Journalistin, Vorsitzende der Women for Common Spaces Initiative
Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer, Engagement Global gGmbH
Christof Starke, Geschäftsführer Friedenskreis Halle e.V.
Moderation:
Andreas Rosen, Stiftung Nord-Süd-Brücken

17.30 Uhr Diskussion

18.00 Uhr Fingerfood

Damit wir besser planen können, bitten wir um Anmeldung – telefonisch, per E-mail oder Fax – bis zum 8. Juni 2018.
Ihre Anmeldung gilt als bestätigt, wenn Sie nichts Gegenteiliges von uns hören. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Veranstaltungsflyer zum Downloaden/Ausdrucken

 
 
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Kontakt

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Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
Tel: +49 30 42 85 13 85
Fax: +49 30 42 85 13 86
info@nord-sued-bruecken.de
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