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Entwicklungspolitik to go*

*„Entwicklungspolitik to go“ will entwicklungspolitische Themen und Akteure raus aus den Zentren Berlin und Bonn und rein in die Regionen holen. Entwicklungspolitik to go will unterschiedliche Akteure miteinander ins Gespräch bringen: Staat, NRO-Vertreter/innen und Aktivist/innen. Und Entwicklungspolitik to go will praktische Beiträge für ein zeitgemäßes, erweitertes Verständnis von Entwicklungspolitik beisteuern.

Das Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWNT) und die Stiftung Nord-Süd-Brücken laden ein nach Neudiethendorf (bei Erfurt) am 4. und 5. September 2018 zur Konferenz

Entwicklungspolitik to go*2018
Was ist Globalisierung von unten? Entwicklungspolitische Beiträge zu(r) transkulturellen Gesellschaft(en)

„Die Industrieländer sind die Gewinner der Globalisierung“, doch gleichzeitig treibt die „Angst vor Globalisierung“ die Wähler*innen dazu, ihre Stimme Populist*innen zu geben. Dieser Widerspruch verdeutlicht die Komplexität und gesellschaftliche Fragmentierung unserer globalisierten Welt sowie die Schwierigkeiten, die wir haben, uns in ihr zu orientieren – als Einzelpersonen und als Gesellschaft.
Vereine und Initiativen der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit verstehen sich als Vermittler*innen zwischen verschiedenen globalen Perspektiven und möchten Orientierung in der globalisierten Welt bieten. Sie wollen mehr Menschen dafür gewinnen, ihr Denken und Handeln an der Eine Welt-Verantwortung zu orientieren und für politische Veränderungen im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung aktiv zu werden. Entwicklungspolitischen Akteur*innen gelingt es jedoch nicht immer, diejenigen zu erreichen, die Globalisierung oder gar globale Gerechtigkeit als Bedrohung empfinden.
In der Diskussion um die Auswirkungen der Globalisierung wird jedoch gerne übersehen, dass die negativen Folgen der Globalisierung für die Menschen im globalen Süden existenzieller, komplexer und tiefgreifender sind.
Was also tun? Welche Antworten können entwicklungspolitische und andere zivilgesellschaftliche Akteur*innen geben und wie können sie diejenigen erreichen, die schwer zu erreichen sind?
Gesucht wird die gemeinsame Idee einer global-solidarischen, postkolonialen, nicht-rassistischen Weltgesellschaft. Um diese zu finden, müssen ausgetretene Pfade verlassen, neue Netze geknüpft, aber auch bewährte Partnerschaften gestärkt werden. Den Menschen, die von der Globalisierung negativ betroffen sind, muss die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre Perspektiven, aber auch ihre Unsicherheiten und Ängste zu artikulieren und zu besprechen.
Dafür müssen Fragen gestellt werden: zu verschiedenen Identitäten, wie wir künftig leben, arbeiten und wirtschaften wollen. Und auch, wie wir unsere Ideen und Konzepte durch Bildung, Medien oder zivilgesellschaftliche Kampagnen weiterspinnen können. Kurzum, wir suchen das Narrativ einer Globalisierung von unten in einer transkulturellen Weltgesellschaft. Finden werden wir es nicht in zwei Tagen, dafür ist die Sachlage zu komplex. Aber wir möchten mit der Konferenz Entwicklungspolitik to go 2018 den Findungsprozess weiter vorantreiben.
Die Konferenz beginnt mit einer Phase des Ankommens und des Austauschs über Erwartungen und Fragen. Dann folgt ein Input über Geschichte und Geschichten der Globalisierung in Bezug auf Thüringen. Damit wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Globalisierung nichts Neues ist. Die anschließende Diskussion mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft widmet sich zwei Schwerpunkten:
„Ist die Globalisierung in der Sackgasse? - Auswirkungen und Bewertungen der Globalisierung“ sowie „Wie kann eine zukunftsfähige transkulturelle Gesellschaft gestaltet werden?“
Angereichert wird die Diskussion mit kurzen Inputs aus dem Publikum.
Die Workshops decken verschiedene Themenbereiche innerhalb der beiden Schwerpunkte ab. Sie werden von Beiträgen eingeleitet, die eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte und Positionen geben und bieten dann Raum für Diskussionen, Entwicklung gemeinsamer Visionen, Methoden etc.. In jedem Workshop sollen Süd- und Migrationsperspektiven integriert werden.
Die erste Workshopphase fokussiert sich auf die Auswirkungen und Bewertungen der Globalisierung. Im ersten Workshop stehen glokale Partnerschaften, also die globalen Auswirkungen lokaler Handlungen im Mittelpunkt. Ein weiterer Workshop behandelt die Überwindung der Kluft zwischen Stadt und Land – es wird angeregt, das Verhältnis von sozialen und geographischen Räumen zu überdenken. Im dritten Workshop wird der Frage nach Identitäten und ihrer Bedeutung in der globalisierten Welt nachgegangen. Ein vierter Workshop beleuchtet den Zusammenhang zwischen Wirtschaft, Arbeit und Globalisierung und ihren Auswirkungen.
Die zweite Workshopphase steht unter der Frage, welche Visionen wir für den Neustart der Globalisierung brauchen und wie eine zukunftsfähige transkulturelle Gesellschaft gestaltet werden kann. Der erste Workshop zeigt zukunftsfähige Visionen für neue Netzwerke und Partner*innen auf. Im zweiten Workshop wird die Rolle der Medien in einer globalen Gesellschaft untersucht. Der dritte Workshop handelt von transformativer Bildung, welche die Fähigkeit und die Bereitschaft stärkt, in einer Weltgesellschaft zu leben und Globalität wahrzunehmen, sowie die Kompetenzen vermittelt, die für eine nachhaltige Lebensgestaltung und demokratische Teilhabe notwendig sind. Neue Aktionsformen werden in einem weiteren Workshop vorgestellt, die Teilnehmer*innen erarbeiten gemeinsam, wie mit diesen Aktionsformen neue Zielgruppen angesprochen werden können.
Die Ergebnisse und Fragestellungen, die in den Workshops entwickelt wurden, werden am Schluss der Konferenz gemeinsam reflektiert und diskutiert. Die daraus folgenden Resultate sollen Anregungen geben für die zukünftige Arbeit von Teilnehmenden und Entscheidungsträger*innen in Bund, Ländern und Kommunen.
Dazu werden die Endergebnisse zum Abschluss der Konferenz an Politiker*innen und Förder*innen übergeben.

Veranstaltungsprogramm

 
 
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