... aus den Projekten (klick mich)     
 

entwicklungspolitische Infotour

Beeindruckend pünktlich traf sich am Montag, den 18. Juni 2012 um 08.00 Uhr eine 35-köpfige Reisegruppe vor dem BMZ-Gebäude in Berlin. In den weißen Bus von „Prima-Klima-Reisen“ stiegen Vertreter/innen aus den BMZ-Referaten 114 (Bürgerschaftliches Engagement) und 110 (Private Träger, weltwärts), von der Servicestelle Engagement Global, von VENRO und der Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke sowie Mitarbeiter/innen von ostdeutschen Vereinen und den Landesnetzwerken und Vertreter/innen der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Organisiert hatte die Bus-Tour die Stiftung Nord-Süd-Brücken. Anlass und Ziel der entwicklungspolitischen Informationstour durch die ostdeutschen Bundesländer war es, der Geschäftsführung der Anfangs des Jahres eingerichteten Servicestelle Engagement Global und der neuen BMZ-Referats-Leitung 114, aber auch den Kolleg/innen aus den verschiedenen Programmen der EG bzw. der BMZ-Referate die Arbeit und Herausforderungen der ostdeutschen entwicklungspolitischen NRO-Szene vorzustellen. Zudem sollten Möglichkeiten der direkten Begegnung und des Austausches zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren geschaffen werden.

Und los ging die Ochsen-Tour in 36 Stunden durch sechs Bundesländer. Der erste Stopp war das sogenannte „Afrikanische Viertel“ im Berliner Wedding. Migrantische und postkoloniale Gruppen, die u.a. im Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag organisiert sind, skizzierten die koloniale Vergangenheit des Viertels und verwiesen auf die Notwendigkeit der antirassistischen Einordnung und auf die Bedeutung des Themas für die Entwicklungspolitik.

Vom Wedding ging es bei schönstem Wetter weiter – über Landstraße – nach Neustrelitz/MVP, wo in der Alten Kachelofenfabrik entwicklungspolitische Gruppen aus Rostock und Greifswald sowie das Landesnetzwerk MV die Gruppe begrüßten. Anhand von vier thematischen Stationen wurden die Wirkungen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und die Arbeit mit Multiplikatoren dargestellt. Beim anschließenden vegetarischen Mittagessen in der denkmalgeschützten Fabrik konnten die Gespräche im kleinen Kreis vertieft werden.

Nach dem Essen fuhr der Bus gen Süden nach Potsdam. Während der Fahrt war Zeit für ein Mittagsschläfchen oder für informelle Gespräche mit den Sitznachbarn. Aber, wir nutzten die Busfahrten in den zwei Tagen auch immer wieder für kurze Präsentationen: Unter anderem berichtete eine Fair-Handelsberaterin von den Potenzialen und Grenzen des Fairen Handels in Flächenländern, ein Kollege aus Quedlinburg verband die antirassistische mit der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und das Landesnetzwerk Sachsens (ENS) führte ein interaktives Quizz zur Landes-Lobbyarbeit durch.

In Potsdam-Babelsberg wurden wir im Hause der RAA Brandenburg von verschiedenen Gruppen aus Brandenburg und Berlin bei Kaffee und Kuchen willkommen geheißen. Der Schwerpunkt der Diskussion lag hier bei den breitenwirksamen ostdeutschen Bildungs- und Informationstagen (BIT) und dem Berliner entwicklungspolitischen Bildungsprogramm (benbi). Die BREBIT z.B. wird an rund 40 verschiedenen Orten in Brandenburg durchgeführt und erreichet 4.000 Menschen. Das Benbi findet konzentriert an vier aufeinander folgenden Tagen in dem FEZ Berlin-Wuhlheide statt und erreicht 2.000 Schüler/innen.

Auf der Weiterfahrt von Potsdam nach Halle/Saale konnte auch ein heftiges Gewitter mit Hagel die Tourplanung und gute Laune nicht durcheinanderbringen. Der anstrengende Tag wurde in dem viel besungenen Biergarten „Krug zum Grünen Kranze“ zu später Stunde beendet.

Am nächsten Morgen waren wir Gast des Jugendzentrums Pusteblume in Halle/Neustadt. Dort simulierte der Friedenskreis Halle seine entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Kitas. Das war derart beeindruckend, so dass wir tatsächlich erstmalig zu spät abfuhren und folglich in Leipzig zu spät ankamen.

In Leipzig-Connewitz, wo der Eine Welt Leipzig e.V. mit seinem schönen Weltladen in einer Einkaufspassage sitzt, wurde die Reisegruppe in den Veranstaltungsraum im ersten Stock gezwängt. Es folgten Präsentationen zu der Auslandsprojektarbeit des Vereins in Äthiopien und in der Ukraine.

Dem schloss sich eine Podiumsrunde mit migrantischen Berater/innen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin zu der Stärkung von Migrantenorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit an. Anschließend gab es noch einen fairen Mittagssnack und ein Gruppenfoto, organisiert von der Außenstelle „Mitteldeutschland“ der Servicestelle Engagement Global, bevor wir unsere letzte Station Jena ansteuerten.

Zum Abschluss der Reise wurde es ehrwürdig und gediegen: Vertreter des Eine Welt-Haus Jena und des Thüringer Landesnetzwerkes empfingen die Reisegruppe gemeinsam mit einer Vertreterin der Stadt im Rathaus Jena. Dort erfuhren wir einiges über die Erfolgsbedingungen der Städtepartnerschaft von Jena und San Marcos/Nigaragua sowie über die Bedeutung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit für die Stadt Jena und die entwicklungspolitischen Gruppen.

Eine viertel Stunde früher als angepeilt erreichte die Reisegruppe, einige hatten sich schon in Jena in unterschiedliche Richtungen verabschiedet, am Dienstagabend um 19.45 wieder den Ausgangspunkt des Berliner-BMZ-Sitzes.

Die schriftlichen und mündlichen Rückmeldungen auf die Info-Tour waren sehr positiv. Wir hoffen, dass alle Beteiligten für ihre Arbeit wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen mitgenommen haben und diese in die künftige Zusammenarbeit wirkungsvoll einfließen werden.

Der Aufwand für die Tour wurde von der Stiftung aus ihren eigenen Mitteln, die für die Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen waren, finanziert und betrug 4.358 €.

 
 
FAQ Förderung

Wenn Sie einen Antrag an die Stiftung stellen wollen, sollten Sie zuerst hier schauen ...

weiter »
Landesstelle EZ Berlin

Wenn Sie Fördermittel des Landes Berlin beantragen wollen, finden Sie hier Informationen.

weiter »
Kontakt

Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
Tel: +49 30 42 85 13 85
Fax: +49 30 42 85 13 86
info@nord-sued-bruecken.de
Kontaktformular »

immer aktuell (RSS)

Abonnieren Sie unseren RSS-Feed, um aktuelle Informationen auf einem Blick zu sehen ...

RSS-Feed
 
Creative Commons License   © stiftung nord-süd-brücken:  Die Inhalte dieser website sind unter den Bedingungen einer Creative Commons Lizenz verwendbar.