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Was kommt nach den MDG?

Aktueller Stand und Perspektiven der Diskussion über eine Post-2015-Entwicklungsagenda

mit
Jens Martens,
Geschäftsführer des Global Policy Forum Europe, Bonn

und anschließendem Kommentar von
Claus Körting,
Projektleiter Deine Stimme gegen Armut - Entwicklung braucht Beteiligung VENRO - Büro Berlin

Achtung neuer Veranstaltungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Fachgespräch am Donnerstag, 17. Oktober 2013, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Veranstaltungsraum der Stiftung Nord-Süd-Brücken, Greifswalder Str. 33a, 10405 Berlin

Im Jahr 2015 endet die Frist zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG). Zwei Jahre davor fällt die Zwischenbilanz durchwachsen aus: Zwar wurde das Ziel bereits erreicht, den Anteil der von extremer Armut Betroffenen zu halbieren. Dieses Ergebnis ist jedoch vor allem dem Aufschwung in Ostasien geschuldet, während sich z.B. in vielen Ländern Subsahara-Afrikas die Bedingungen kaum oder gar nicht verbessert haben. Noch immer leben 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut, 780 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Zahl der Menschen ohne Zugang zu grundlegender sanitärer Versorgung liegt sogar bei 2,5 Milliarden.
Derweil laufen die Verhandlungen über eine Post-MDG-Entwicklungsagenda auf Hochtouren: Wie geht es weiter nach 2015? Sollen die ursprünglichen MDG nur verbessert werden? Sollen sie um einige Ziele ergänzt werden? Oder ist ein komplett neues Rahmenwerk erforderlich, welches die vielfältige Kritik an den MDG aufnimmt und neben dem Ziel, die weltweite Armut zu bekämpfen, auch das Ziel der nachhaltigen Entwicklung und die globalen Rahmenbedingungen in den Blick nimmt, welche der Entwicklung häufig im Weg stehen? Und welche Rolle sollen in diesem Zusammenhang die „Sustainable Development Goals“ (SDG) spielen, die nach einem Beschluss der Rio+20-Konferenz im Juni 2012 derzeit von einer intergouvernementalen Arbeitsgruppe erarbeitet werden?
Am Verhandlungsprozess ist eine Vielzahl von Akteuren beteiligt. So werden z.B. in über 50 Ländern regionale und thematische Konsultationen durchgeführt. Ein hochrangiges Expertengremium, das vom UN-Generalsekretär einberufen wurde und in dem u.a. Ex-Bundespräsident Horst Köhler mitwirkte, hat im Juni 2013 seinen richtungsweisenden Bericht „Eradicate Poverty and Transform Economies through Sustainable Development“ vorgestellt. Auch die Zivilgesellschaft beteiligt sich am Prozess. So veröffentlichte der Verband Entwicklungspolitischer deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) vor kurzem einen Katalog mit zivilgesellschaftlichen Anforderungen an die zukünftige Entwicklungsagenda. Den Expertenbericht kritisierte VENRO, da er trotz einiger positiver Ansätze keine ausreichende Grundlage für den nötigen sozial-ökologischen Wandel bilde.
Am 25. September wird nun im Rahmen der 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ein sogenanntes „MDG Special-Event“ stattfinden, bei dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon einen Bericht mit Empfehlungen vorlegen wird. Von diesem Bericht werden neben einer Bilanz der MDG und konkreten Empfehlungen für ihre Erreichung bis 2015 auch Empfehlungen für die Post-2015-Entwicklungsagenda erwartet, sowie ein konkreter Zeitplan für den weiteren Prozess.
Jens Martens, Geschäftsführer des Global Policy Forum Europe, begleitet seit Jahren kritisch den Prozess der Umsetzung der MDG, verfolgt die aktuelle Debatte über eine Nachfolgeagenda aufmerksam mit und wird beim UN-Gipfel in New York im September persönlich vor Ort sein. Sein Vortrag und die anschließende Diskussion soll unter anderem folgende Fragen aufgreifen:
-    Welche gegenwärtigen Initiativen gibt es? (z.B. Bericht des HLP)
-    Was werden UN und Bundesregierung nach Sept. 2013 bis 2015 umsetzen?
-    Welche Rolle kann und sollte die Zivilgesellschaft in der Erarbeitung der Nachfolgeagenda spielen?
-    Welche zivilgesellschaftlichen Initiativen u. Strategien für eine wirklich armutsorientierte und zugleich nachhaltige Entwicklung gibt es? (SDG)
Im Rahmen der anschließenden Diskussion wird Claus Körting, Projektleiter von Deine Stimme gegen Armut - Entwicklung braucht Beteiligung, VENRO - Büro Berlin, aus Sicht des Verbandes kommentieren, welche Forderungen und Initiativen sich aus dem Gipfel und möglichen Nachfolgeprozess für entwicklungspolitische Zivilgesellschaft ergeben.

Da der Veranstaltungsraum nur eine begrenzte Teilnehmer/innenzahl aufnehmen kann, bitten wir um eine verbindliche schriftliche Anmeldung bis zum 10.10.2013 unter info@nord-sued-bruecken.de oder 030 – 42 85 13 85.

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