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Geschäftsbericht 2010 erschienen

Leuchtürme im Osten Deutschlands

Über entwicklungspolitische Bildungsarbeit in der Peripherie und warum diese finanziert werden muss

Im vergangenen Jahr hat die Stiftung mehr als 837 TEUR an Fördermitteln an entwicklungspolitische Organisationen in den neuen Bundesländern vergeben. Sie hat damit das drittbeste Ergebnis seit Gründung der Stiftung erreicht. Dieses gute Ergebnis konnte nur mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) erreicht werden.
Gefördert wurden 154 Einzelprojekte, der größte Teil der Förderung wurde für entwicklungspolitische Inlandsprojekte eingesetzt. 688 TEUR wurden für diese Projekte bewilligt. Der Rest ging in die Förderung von Auslandsprojekten und die Finanzierung einer Studie.
Das vermutlich wirkungsvollste Instrument der Stiftung ist die Personalkostenförderung. Derzeit werden 28 Stellen bei 24 Vereinen in den neuen Bundesländern mit Zuschüssen gefördert. Für die Personalkostenförderung hat die Stiftung im vergangenen Jahr 393.532 Euro bereitgestellt. Die Personalkostenförderung ist damit auch der größte Einzelbereich in der Förderung der Stiftung.
Personalstellen entwicklungspolitischer Vereine werden seit 1996 gefördert. Die Stiftung hat damit einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung und Stabilisierung der entwicklungspolitischen Arbeit in den neuen Bundesländern geleistet, da nur wenige Fördereinrichtungen bereit sind, Personalkosten zu finanzieren.
Die Personalkostenförderung steht auch im Zentrum des redaktionellen Teils des Geschäftsberichtes. In neun Beiträgen von entwicklungspolitischen Organisationen, die eine Personalkostenförderung
erhalten, wird anschaulich und überzeugend dargestellt, welche Wirkungen mit der Förderung von Personalstellen erzielt werden.
So schildert der Welt Laden in Greifswald, wie es mit Unterstützung der Stiftung gelungen ist, den Weltladen in einen attraktiven Laden in der Innenstadt zu verwandeln, den Generationenwechsel zu vollziehen und neue initiativen in den entwicklungspolitischen Inlandsarbeit zu starten.
Das ebenfalls geförderte Beratungsprojekt moveglobal für migrantisch-diasporische Vereine des Berliner entwicklungspolitischen Ratschlages belegt eindrucksvoll die Wirkung dieses Projektes. Lucia Muriel berichtet, wie wichtig es ist, dass MigrantInnen von MigrantInnen beraten und begleitet werden. Das Projekt hat daran mitgewirkt, dass sich viele neue Vereine gegründet haben, dass sich MigrantInnen in entwicklungspolitischen Netzwerken aktiv einbringen.
Weitere Beiträge berichten von der täglichen Arbeit einer Fairhandelsberaterin in Mecklenburg-Vorpommern, von den Mühen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Torgau auf dem Land Sachsens oder von der entwicklungspolitischen Arbeit in Brandenburg, die seit vielen Jahren Menschen aus Sansibar und Brandenburg zusammenbringt.
Das Personalkostenförderprogramm wird für die Stiftung auch in den nächsten Jahren das wichtigste Instrument bleiben, um den Aufbau und die Weiterentwicklung entwicklungspolitischer Organisationen in den neuen Bundesländern voranzubringen.

Der 65-seitige Geschäftsbericht mit den anschaulichen neun Beiträgen kann Ihnen gerne postalisch oder als PDF-Datei zugeschickt werden. Die Möglichkeit zum Download besteht  hier.

 
 
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