Bild

Glossar Finanzen

glossar Projektmanagement → hier

Personalausgaben

sind die Lohn- und Gehaltskosten für festangestellte MitarbeiterInnen, die in der Regel sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Die Personalausgaben setzen sich zusammen aus dem Arbeitnehmerbrutto plus dem Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung (inklusive U1, U2 und Insolvenzumlage). Bei den meisten Fördermittelgebern können auch die anteiligen Kosten für die Berufsgenossenschaft mit dazu gerechnet werden. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den tariflichen Bestimmungen bzw. freier Vereinbarung, wenn keine Tarifbindung vorliegt. Bei der Finanzierung von Personalausgaben aus öffentlichen Mitteln gilt das sogenannte „Besserstellungsverbot“, d.h. die MitarbeiterInnen dürfen nicht besser als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst bezahlt werden. Gleichzeitig gilt das Mindestlohngesetz (MiLoG), d.h. die Mitarbeiter/innen müssen eine bestimmte Mindestvergütung pro Stunde erhalten. 

Honorare

freiberufliche Leistungen (z.B. von Bildungsreferenten, Schriftsteller, Wissenschaftler, Künstler, Webdesigner etc.) werden im allgemeinen in Honorarform vergütet. Der Honorarzahlung sollte ein Honorarvertrag zugrunde liegen, in dem die die erbrachte Leisrtung ausführlich beschrieben wird, insbesondere genaues Thema, Ort und Zeitraum. Die Zahlung sollte auf der Grundlage einer Honorarrechnung erfolgen, diese muss mindestens eine Rechnungsnummer, Beschreibung der Tätigkeit (Thema, Ort, Zeitraum), Angaben zu dem Vertragspartner, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer enthalten. Die Umsatzsteuer muss ausgewiesen sein oder ein Hinweis auf eine Umsatzsteuerbefreiung vorliegen.

Sachausgaben

Wenn nicht genauer spezifiziert, enthält diese Position alle im Rahmen der Projektdurchführung anfallenden Kosten für Materialien, Geräte, Mieten, Dienstleistungen, Druckkosten etc.

Fahrtkosten (Reisekosten)

Die Fahrtkostenabrechnung muss den Namen des Reisenden, das Reiseziel, den Reisebeginn, das Reiseende und den Projekt bezogenen Reiseanlass beinhalten. In der Regel werden von den Fördermittelgebern dafür Formulare zur Verfügung gestellt. Als Grundlage für de Erstattung von Reisekosten dient in der Regel das Bundesreisekostengesetz (BRKG). Danach sind die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (2. Klasse) oder bei notwendigen Fahrten mit einem Privatfahrzeug 0,20 ct/km (bis max. 130 €) abrechnungsfähig.

Verwaltungskosten

Verwaltungskosten sind Kosten für

  • Die Wahrnehmung übergeordneter Management- und Controlling-Aufgaben (z.B. für die Sitzungen des Vorstandes oder Geschäftsführers eines Projektträgers mit dem Projektmanager
  • Allgemeine Buchhaltungskosten, wenn in deren Rahmen auch die Projektbuchhaltung wahrgenommen wird, diese also nicht explizit (räumlich, zeitlich, personell, technisch etc.) abgegrenzt ist
  • Allgemeine Ausgaben für Kommunikation (Porto, Telefon, Internet etc.)
  • Allgemeine Ausgaben für Büromaterial (Papier, Druckerpatronen etc.), sofern sie nicht den Projektmassnahmen direkt zugeordnet werden können.

Verwaltungskostenpauschale

Um die Abrechnung und Nachweisung von Verwaltungskosten zu vereinfachen, gewähren viele Fördermittelgeber statt der konkreten Verwaltungskosten eine Pauschale, deren maximale Höhe sich prozentual nach den Projektkosten richtet (z.B. 10% der Projektkosten). Die Pauschale kann jedoch nur in der Höhe wie tatsächliche Verwaltungskosten angefallen sind, genutzt werden. Bei vertiefter Prüfung sind die tatsächlichen Kosten nachzuweisen.

Eigenmittel

sind alle Mittel über die die NRO verfügt, die nicht zweckgebunden für das Projekt von anderen Gebern bewilligt wurden also Spenden, Sponsoringeinnahmen, Rücklagen aus Vereinsvermögen. In einigen Förderprogrammenkönnen auch eigene Sacheinlagen, z.B. gespendete valorisierbare Geräte und valorisierbare freiwillige (ehrenamtliche) Arbeit als Eigenmittel anerkannt werden (siehe Finanzierungsbedingungen).

Drittmittel

sind Zuschüsse anderer Geber (Stiftungen, andere öffentliche und private Einrichtungen), die auf Antrag gewährt und abgerechnet werden müssen.

Einnahmen

Werden bei der Durchführung des Projektes Einnahmen erzielt, sind diese in der Regel für die Finanzierung des Projektes einzusetzen. Dies können Eintrittsgelder, Verkaufserlöse, Teilnehmerbeiträge sein.

valorisierte Leistungen

Die Valorisierung von Leistungen bedeutet die Inwertsetzung von Arbeitsleistungen, denen kein realer Geldfluss gegenübersteht. Sie zeigen den Wert des ehrenamtlichen Engagements. Ferner können kostenlose (von Dritten) zur Verfügung gestellte Sacheinlagen (z.B. Infrastruktur wie technische Ausstattung, Tagungsräume und/oder z.B. Unterkunft und Verpflegung) als Eigenmittel angerechnet werden. Ob diese in die Kosten eines Projektes eingerechnet werden können, wird von den Zuschussgebern unterschiedlich gehandhabt.

 
 
Creative Commons License   © stiftung nord-süd-brücken:  Die Inhalte dieser website sind unter den Bedingungen einer Creative Commons Lizenz verwendbar.