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Gewinn- und Verlustrechnung 2015

GuV09

 

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2015

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Aufwendungen und Erträge wurden unter Beachtung von § 246 Abs. 2 HGB auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
1.   Zuwendungen
: Dieser Posten weist die Höhe der Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Engagement Global gGmbH für verschiedene Förderprogramme der Stiftung aus. Dazu gehören der EZ-Kleinprojektefonds (163 T€), das SDG-Programm (386 T€), der Personalkostenförderfonds (182 T€), das Promotor/innenprogramm in Ostdeutschland (467 T€) und das Programm zur Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungs-und Inlandsarbeit in Brandenburg durch kirchliche Eine-Welt-Arbeit (51 T€). Letzteres wurde in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst mit 34 T€ bezuschusst. Aus den ostdeutschen Bundesländern erhielt die Stiftung Zuwendungen für das Promotor/innenprogramm in Berlin (172 T€), Mecklenburg-Vorpommern (55 T€), Brandenburg (76 T€) und Sachsen (26 T€) sowie weitergeleitete Mittel von der agl e.V. Außerdem stellte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg 30 T€ für das Programm Jugend für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung.
2.   Sonstige Erträge: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen (502 T€), die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (s. a. Sonstige Aufwendungen). Weiterhin enthält die Position Erlöse für diese Verwaltungsaufwendungen (56 T€), Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere (69 T€), Buchgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (51 T€) sowie nicht in Anspruch genommene bzw. zurückgezahlte Fördermittel und Rückstellungen aus den Vorjahren (27 T€) und Spenden (12 T€).
3.   Aufwendungen für Projekte: In dieser Position sind die gesamten Förderzusagen für Projekte ostdeutscher Nichtregierungsorganisationen und Projekte der Stiftung 2015 ausgewiesen, auch wenn die Fördermittel noch nicht ausgezahlt sind. Abgezogen sind Rückzahlungen aus 2015 bewilligten Projekten, die bereits abgeschlossen sind sowie nicht in Anspruch genommene Mittel.
4.   Personalaufwand: Dies beinhaltet die Gehälter für die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle einschließlich der Sozialabgaben. 2015 waren in der Geschäftsstelle drei MitarbeiterInnen in Vollzeit beschäftigt, zwei MitarbeiterInnen in Teilzeit und jeweils eine Praktikant/in. Seit November 2012 orientiert sich die Vergütung am TV-L des Landes Berlin und blieb 2015 unverändert. Die Rückstellungen für bisher nicht genommenen Urlaub konnten gegenüber dem Vorjahr leicht verringert werden.
5.   Sonstige Aufwendungen: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen, die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit
verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (502 T€) und die dabei entstehenden Verwaltungsaufwendungen (4 T€). Des Weiteren sind in dieser Position die Aufwendungen im Bereich der Vermögensverwaltung sowie die Kursverluste erfasst, die beim Verkauf von Wertpapieren entstanden sind (42 T€), Aufwendungen der Geschäftsstelle wie Miet-, Energie-, Telefon-, Reisekosten, Porto, Versicherungen, Zeitungen, Zeitschriften (26 T€), die Arbeit der Gremien (5 T€), sowie Prüfungskosten (5 T€). Die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung betrugen 9 T€. Die Zunahme der Sonstigen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die höheren Aufwendungen in der Vermögensverwaltung zurückzuführen.
6.   Erträge aus Beteiligungen
: Diese Position enthält die jährlichen Erträge aus Beteiligungen an geschlossenen Fonds. 2015 konnten keine Erträge erzielt werden.
7.   Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen: Diese Position enthält die jährlichen Erträge aus den Wertpapieren, hauptsächlich Zinsen, Fondsausschüttungen und Dividenden.
8.   Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: In dieser Position werden die Zinserträge aus Fest- und Tagesgeldanlagen nachgewiesen.
9.   Abschreibungen auf Finanzanlagen: Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Wertberichtigung von Wertpapieren, wenn deren Kurswert zum 31.12.2015 niedriger als der Buchwert war. In den Abschreibungen ist im Wesentlichen die Wertberichtigung an einem geschlossenen Immobilienfonds (Österreich) in Höhe von 82.500 € enthalten. Außerdem mussten elf Wertpapiere (überwiegend Aktien) mit einem Betrag zwischen 100 € und 5.000 € abgeschrieben werden.
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:
Aus den Erträgen und Aufwendungen verblieb ein Überschuss von 129 T€. Dieser wurde im Wesentlichen aus dem Überschuss in der Vermögensverwaltung in Höhe von 334 T€ erzielt. Der Fehlbetrag im ideellen Bereich (Fördertätigkeit der Stiftung) belief sich auf -209 T€.
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag: 2015 fielen keine Steuern an.
12. Entnahme aus den Rücklagen: Ein Teil der Fördertätigkeit des laufenden Jahres (13 T€) wurde wie geplant und entsprechend dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung aus der im Vorjahr gebildeten Rücklage für satzungsgemäße Zwecke finanziert.
13. Zuführung zu Rücklagen: Zur Sicherung der Fördertätigkeit 2016 wurden der Rücklage für satzungsgemäße Zwecke 25 T€ zugeführt. Der verbleibende Überschuss in Höhe von 117 T€ wurde der Freien Rücklage zugeführt.

 
 
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