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Gewinn- und Verlustrechnung 2016

 

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2016

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Aufwendungen und Erträge wurden unter Beachtung von § 246 Abs. 2 HGB auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
1.   Zuwendungen
: Dieser Posten weist die Höhe der Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Engagement Global gGmbH für verschiedene Förderprogramme der Stiftung aus. Dazu gehören der EZ-Kleinprojektefonds (192 T€), das SDG-Programm (400 T€), das WSD-Programm (485 T€), das Promotor*innenprogramm in Ostdeutschland (569 T€) und das Programm zur Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungs-und Inlandsarbeit in Brandenburg durch kirchliche Eine-Welt-Arbeit (84 T€). Letzteres wurde in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst mit 56 T€ bezuschusst. Aus den ostdeutschen Bundesländern erhielt die Stiftung Zuwendungen für das Promotor*innenprogramm in Berlin (190 T€), Mecklenburg-Vorpommern (65 T€), Brandenburg (100 T€) und Sachsen (56 T€) sowie weitergeleitete Mittel von der agl e.V. Außerdem stellte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg 32 T€ für das Programm Jugend für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung.
2.   Sonstige Erträge: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen (780 T€), die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (s. a. Sonstige Aufwendungen). Weiterhin enthält die Position Erlöse für diese Verwaltungsaufwendungen (88 T€), Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere (18 T€), Buchgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (82 T€) sowie nicht in Anspruch genommene bzw. zurückgezahlte Fördermittel und Rückstellungen aus den Vorjahren (13 T€) und Spenden/sonstige Erträge (9 T€).
3.   Aufwendungen für Projekte: In dieser Position sind die gesamten Förderzusagen für Projekte ostdeutscher Nichtregierungsorganisationen und Projekte der Stiftung 2016 ausgewiesen, auch wenn die Fördermittel noch nicht ausgezahlt sind. Abgezogen sind Rückzahlungen aus 2016 bewilligten Projekten, die bereits abgeschlossen sind sowie nicht in Anspruch genommene Mittel.
4.   Personalaufwand: Dies beinhaltet die Gehälter für die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle einschließlich der Sozialabgaben. Aufgrund der gestiegenen Projektaufwendungen und der
Ausweitung des LEZ-Förderprogramms wurden die Personalkapazitäten der Geschäftsstelle auf 5 VZ erhöht. 2016 waren in der Geschäftsstelle drei Mitarbeiter/innen in Vollzeit und drei
MitarbeiteInnen in Teilzeit beschäftigt sowie jeweils eine PraktikantIn. Zum 1. Januar 2016 wurden die Gehälter der MitarbeiterInnen weitgehend an den Tarif 2015b des TV-L des Landes Berlin angepasst.
5.   Sonstige Aufwendungen: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen, die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit
verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (780 T€) und die dabei entstehenden Verwaltungsaufwendungen (7 T€). Des Weiteren sind in dieser Position die Aufwendungen im Bereich der Vermögensverwaltung sowie die Kursverluste erfasst, die beim Verkauf von Wertpapieren entstanden sind (10 T€), Aufwendungen der Geschäftsstelle wie Miet-, Energie-, Telefon-, Reisekosten, Porto, Versicherungen, Zeitungen, Zeitschriften (24 T€), die Arbeit der Gremien (4 T€), sowie Prüfungskosten (5 T€). Die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung betrugen 10 T€. Die Zunahme der Sonstigen Aufwendungen ist ausschließlich auf den Zuwachs der von der Stiftung verwalteten LEZ-Fördermittel von 502 T€ auf 780 T€ zurückzuführen.

6.   Erträge aus Beteiligungen
: Es fielen keine Erträge aus Beteiligungen an.
7.   Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen: Diese Position enthält die jährlichen Erträge aus den Wertpapieren, hauptsächlich Zinsen, Fondsausschüttungen und Dividenden.
8.   Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: In dieser Position werden die Zinserträge aus Fest- und Tagesgeldanlagen nachgewiesen.
9.   Abschreibungen auf Finanzanlagen: Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Wertberichtigung von Wertpapieren, wenn deren Kurswert zum 31.12.2016 niedriger als der Buchwert war. Bei zehn Aktien mussten kleinere Beträge abgeschrieben werden, außerdem fielen bei drei Fonds und einer Anleihe Abschreibungen bis zu 10 T€ an.
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:
2016 fielen keine Steuern an.
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss: Aus den Erträgen und Aufwendungen verblieb ein Überschuss von 215 T€. Dieser wurde im Wesentlichen aus dem Überschuss in der Vermögensverwaltung in Höhe von 398 T€ erzielt. Der Fehlbetrag im ideellen Bereich (Fördertätigkeit der Stiftung) belief sich auf -186 T€.
12. Entnahme aus den Rücklagen: Ein Teil der Fördertätigkeit des laufenden Jahres (15 T€) wurde wie geplant und entsprechend dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung aus der im Vorjahr gebildeten Rücklage für satzungsgemäße Zwecke finanziert.
13. Zuführung zu Rücklagen: Zur Sicherung der Fördertätigkeit 2017 wurden der Rücklage für satzungsgemäße Zwecke die entnommene Summe wieder zugeführt (15 T€). Die dem Stiftungskapital zuzurechnenden nicht ausschüttungsfähigen Erträge aus Zuschreibungen und realisierten Buchgewinnen abzüglich Abschreibungen und Kursverlusten wurden in Höhe von 64
T€ in die Sonstige Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten eingestellt. Der verbleibende Überschuss in Höhe von 152 T€ wurde der Freien Rücklage zugeführt

 
 
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