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Gewinn- und Verlustrechnung 2017

 

 

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2017

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Aufwendungen und Erträge wurden unter Beachtung von § 246 Abs. 2 HGB auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
1.   Zuwendungen
: Dieser Posten weist die Höhe der Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Engagement Global gGmbH für verschiedene Förderprogramme der Stiftung aus. Dazu gehören der EZ-Kleinprojektefonds (334 T€), das SDG-Programm (400 T€), das WSD-Programm (643 T€), das Promotorinnenprogramm in Ostdeutschland (642 T€) und das Programm zur Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungs-und Inlandsarbeit in Brandenburg durch kirchliche Eine-Welt-Arbeit (80 T€). Letzteres wurde in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst mit 56 T€ bezuschusst. Aus den ostdeutschen Bundesländern erhielt die Stiftung Zuwendungen für das Promotorinnenprogramm in Berlin (190 T€), Mecklenburg-Vorpommern (65 T€), Brandenburg (100 T€) und Sachsen (183 T€) sowie weitergeleitete Mittel von der agl e.V. Außerdem stellte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg 32 T€ für das Programm Jugend für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung.
2.   Sonstige Erträge: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen (800 T€), die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (s. a. Sonstige Aufwendungen). Weiterhin enthält die Position Erlöse für diese Verwaltungsaufwendungen (90 T€), Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere (56 T€), Buchgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (2 T€) sowie nicht in Anspruch genommene bzw. zurückgezahlte Fördermittel und Rückstellungen aus den Vorjahren (26 T€) und Spenden/sonstige Erträge (6 T€).
3.   Aufwendungen für Projekte: In dieser Position sind die gesamten Förderzusagen für Projekte ostdeutscher Nichtregierungsorganisationen und Projekte der Stiftung 2017 ausgewiesen, auch wenn die Fördermittel noch nicht ausgezahlt sind. Abgezogen sind Rückzahlungen aus 2017 bewilligten Projekten, die bereits abgeschlossen sind sowie nicht in Anspruch genommene Mittel.
4.   Personalaufwand: Dies beinhaltet die Gehälter für die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle einschließlich der Sozialabgaben. 2017 waren in der Geschäftsstelle drei Mitarbeiter/innen in Vollzeit und drei Mitarbeiter/innen in Teilzeit beschäftigt sowie jeweils eine Praktikant/in. Zum 1. Juli 2017 wurden die Gehälter der Mitarbeiter/innen weitgehend an den Tarif 2017 des TV-L des Landes Berlin angepasst.
5.   Abschreibungen auf Vermögensgegenstände und Sachanlagen: In dieser Position ist die Abschreibung für die im Geschäftsjahr erworbene Immobilie enthalten.
6.   Sonstige Aufwendungen
: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projektmittel für Berliner Nichtregierungsorganisationen, die im Auftrag der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit verwaltet und an die Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet wurden (800 T€) und die dabei entstehenden Verwaltungsaufwendungen (5 T€). Des Weiteren sind in dieser Position die Aufwendungen im Bereich der Vermögensverwaltung sowie die Kursverluste erfasst, die beim Verkauf von Wertpapieren entstanden sind (3 T€), Aufwendungen der Geschäftsstelle wie Miet-, Energie-, Telefon-, Reisekosten, Porto, Versicherungen, Zeitungen, Zeitschriften (26 T€), die Arbeit der Gremien (3 T€), sowie Prüfungskosten (5 T€). Die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung betrugen 11 T€. Die Zunahme der Sonstigen Aufwendungen ist auf den Zuwachs der von der Stiftung verwalteten LEZ-Fördermittel von 780 T€ auf 800 T€ zurückzuführen.
7.   Erträge aus Beteiligungen: Es fielen Erträge auf eine Genossenschaftsbeteiligung bei der Berliner Volksbank an.
8.   Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen: Diese Position enthält die jährlichen Erträge aus den Wertpapieren, hauptsächlich Zinsen, Fondsausschüttungen und Dividenden.
9.   Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: In dieser Position werden die Zinserträge aus Festgeldanlagen nachgewiesen. Erstmals fielen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung an, die ebenfalls in dieser Position ausgewiesen sind.
10. Abschreibungen auf Finanzanlegen:
Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Wertberichtigung von Wertpapieren, wenn deren Kurswert zum 31.12.2017 niedriger als der Buchwert war. Bei sechs Aktien mussten kleinere Beträge abgeschrieben werden, außerdem fielen bei einem Fonds und einer Anleihe Abschreibungen bis zu 7 T€ an.
11. Steuern auf Einkommen und Ertrag: 2017 fielen keine Steuern an.
12. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss: Aus den Erträgen und Aufwendungen verblieb ein Überschuss von 243 T€. Dieser wurde im Wesentlichen aus dem Überschuss in der Vermögensverwaltung in Höhe von 374 T€ erzielt. Der Fehlbetrag im ideellen Bereich (Fördertätigkeit der Stiftung) belief sich auf -135 T€.
13. Entnahmen aus den Rücklagen: Die Ausgaben des laufenden Jahres wurden vollständig aus den laufenden Einnahmen finanziert. Die Rücklagen wurden nicht beansprucht.
14. Zuführung zu den Rücklagen: Aufgrund des guten Jahresergebnisses und zur Sicherung der Fördertätigkeit der kommenden Jahre wurden der Rücklage für satzungsgemäße Zwecke 18 T€ zugeführt. Die dem Stiftungskapital zuzurechnenden nicht ausschüttungsfähigen Erträge aus Zuschreibungen und realisierten Buchgewinnen abzüglich Abschreibungen und Kursverlusten wurden in Höhe von 41 T€ in die Sonstige Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten eingestellt. Der verbleibende Überschuss in Höhe von 184 T€ wurde der Freien Rücklage zugeführt.

 
 
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