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Projektdatenbank

Inkota-netzwerk e.V.

Kurzbeschreibung des Projekts

Das Jahr 2009 war ein trauriges Rekordjahr: Erstmals vermeldeten die Vereinten Nationen, dass weltweit eine Milliarde Menschen unter Hunger leiden – so viele wie niemals zuvor. Allein in diesem Jahr stieg die Anzahl der Hungernden um 100 Millionen Menschen an. Das versprochene Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, Hunger und Armut bis zum Jahr 2015 zu halbieren, ist damit kaum mehr zu erreichen. Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen im Bereich „Welternährung und Landwirtschaft“ griff INKOTA somit eines der dringendsten entwicklungspolitischen Themen auf.

Im Zentrum des Projektes „Wer ernährt die Welt?“ stand dabei die Frage, wie eine nachhaltige und wirksame Hungerbekämpfung aussehen kann. In diesem Zusammenhang gelang es nicht nur Menschen mit Bildungsveranstaltungen zu informieren und ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil zu wecken, sondern sie auch für ein entwicklungspolitisches Engagement zu mobilisieren. Über 10.000 Menschen nahmen beispielsweise an einer Protestpostkartenaktion gegen die Vertreibung von Kleinbauern in Kolumbien, die dem Anbau von Palmölpflanzen weichen mussten. Sie setzten damit ein deutliches Zeichen für eine gerechtere Welt.

Methodisch erprobte INKOTA im Projektjahr 2009 mittels der Nutzung des so genannten Web 2.0 einen neuen Ansatz um Zielgruppen zu erreichen. Mit der Online-Aktion „Kandidatencheck“ brachte INKOTA das Thema Welternährung und Hungerbekämpfung bei 1.500 Kandidaten für den Bundestag auf die Agenda. Begleitend konnten die Internet-Nutzer beispielsweise in einem Diskussionsforum über Strategien zur Hungerbekämpfung diskutieren, an Online-Umfragen teilnehmen oder E-cards versenden. An der Online-Aktion „Kandidatencheck“ nahmen auch die Spitzenpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien teil und beantworteten sieben Fragen zu Landwirtschaft, Globalisierung und Welternährung. Tausende WählerInnen nutzten das Angebot und informierten sich auf der INKOTA-Webseite über die Positionen ihrer Direktkandidaten zu den Themen Agrarhandel, Gentechnik und Agrarkraftstoffe. Mit den verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten und umfangreichen Bildungsmaßnahmen konnte INKOTA wesentlich dazu beitragen eine breite Öffentlichkeit differenziert über die Ursachen des weltweiten Hungerproblems zu informieren.

Projektziele

  • Eine breite Öffentlichkeit wird über die Millenniumsentwicklungsziele mit einem speziellen Fokus auf das MDG I (Armuts- und Hungerbekämpfung) informie

  • Die Zielgruppen setzen sich kritisch mit Problemen und Konfliktfeldern in der globalen Landwirtschaft auseinader.

  • Die Zielgruppen erhalten Informationen über alternative Konzepte und Projekte kleinbäuerlicher Landwirtschaft aus den Ländern des Südens.

  • Medien werden zum Thema Hunger, Ernährungssicherheit und Landwirtschaft informiert und berichten über die Aktionen und das Anliegen von INKOT

  • 10.000 Menschen beteiligen sich an Mitmachaktionen von INKOT

  • BürgerInnen und Bundestagsabgeordnete bzw. -kandidatInnen treten über eine Online-Plattform in Dialog und tauschen sich über Möglichkeiten der Hungerbekämpfung, die Rolle von Kleinbauern für die Ernährungssicherheit und die damit verbundenen Konfliktfelder aus.

  • Bundestagsabgeordnete setzen sich mit der Rolle einer kleinbäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft für die Hungers- und Armutsbekämpfung sowie für den Klimaschutz auseinander.

Details

Jahr:
2009
Institution:
Inkota-netzwerk e.V.
Bezeichnung:
Bildungs-, öffentlichkeits-, und Kampagnenarbeit zum Thema Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft
Projektsumme:
107.134,00
bewilligte Summe:
9.402,00
Projektland:
Deutschland
E-Mail:
siehe website 
Link:
www.inkota.de 
 
 
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