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Projektdatenbank

Initiative Selbständiger ImmigrantInnen e.V.

Kurzbeschreibung des Projekts

Das Projekt wollte ursprünglich eine öffentliche Diskussion anregen zur Rolle von migrantischen Müttern in Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und diese Reflektion mit einer Fotoausstellung verbinden. Wegen der Mittelbeschränkung wurde die Fotoausstellung hinten angestellt, wir haben uns auf die Durchführung der Workshops beschränkt, welche zum Ziel haben, Synergien zuwischen eher vereinzelten Frauen zu schaffen und konkrete Handlungsoptionen im hiesigen Raum und später evtl. hin zu den Heimatländern zu entwickeln.

Die vier aufeinander folgenden Workshops folgten methodisch dem partizipativen Ansatz, der eine Annäherung an die Themen wie: Reflektion über unseren migratorischen Prozess als Mütter nach Deutschland und dessen Bedeutung innerhalb der globalen, bikulturellen Erziehung unserer Kinder; welches kann unser Beitrag sein und welche Bedeutung haben kollektive entwicklungspolitische Aktionen in der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte.

Innerhalb der Workshops kamen die TN sehr schnell zu der Erkenntnis, dass das Einander- Kennenlernen und sich Austauschen ein Prozess ist, den sie nur dann bereit sind in ihren migrantisch- entwicklungspolitischen Handlungsbereich aufzunehmen, nachdem sie sich über die integrativen Hürden und individuellen Diskriminierungserfahrungen in dieser Gesellschaft ausgetauscht haben. Als migrantische Mütter in Berlin zu leben, hat offensichtlich bei den meisten der TN schwerwiegende psychosoziale Folgen der Ausgrenzung und der Isolation verursacht, sodass Aspekte der Selbstwertschätzung in den Vordergrund der Gruppen-Kommunikation gestellt werden mussten, um eine ausreichende Vertrauensbasis für inhaltliche Themen zu schaffen. So wurden dann im Fachvortrag „Entwicklungspolitische Bildungsarbeit“ bewusst die Empoweraspekte der EP-Bildungsarbeit gemeinsam heraus gearbeitet und diskutiert.

In der abschließenden Planung fanden diese Bedarfe unmittelbaren Niederschlag. Jedoch wurden in der Entwurfsphase des Projektes die gravierenden Aspekte der erfahrenen Ausgrenzungserfahrungen unterschätzt. Die Gruppe wird weiter zusammenarbeiten. Die Perspektive ist, über einen gemeinsamen Empowerment -Prozess zu einem möglichen gemeinsamen Handlungsplan im entwicklungspolitischen Bereich zu kommen.

Wir möchten hervorheben, dass durch die Zusammenarbeit in den Workshops eine Gruppe von kompetenten und engagierten Frauen zusammengefunden hat, welche die Absicht hat, ihre Teilhabemöglichkeiten in deutschen Institutionen, welche Mütter verschiedener Nationalitäten betreuen und beraten, zu prüfen und zu verbessern.

Das geschaffene Netzwerk lässt hoffen, dass sich deren Aktionen in verschiedenen Bereichen werden ausweiten können in den öffentlichen und auch privaten Bereich wie Kitas, Vereine, Mütterclubs und andere Migrantenorganisationen. Die Gruppe will als „Gruppe lateinamerikanischer Mütter“ interagieren im öffentlichen Leben sowie die Entwicklungszusammenarbeit mit unseren Ursprungsländern bekannt machen und begleiten.

Projektziele

Einen entwicklungspolitisch orientierten Austausch unter lateinamerikanischen Müttern über ihre Rolle als Mütter und Frauen bezüglich der Entwicklungszusammenarbeit in ihrem Lebensumfeld initiieren.

Die spezifischen Beiträge und entwicklungspolitischen Handlungsmöglichkeiten innerhalb ihrer Rolle als migrantische Mutter und ihrer Lebenszusammenhänge identifizieren.

Auf der Grundlage unserer interkulturellen Perspektive und gemeinsam entdeckter Potentiale kollektive Aktivitäten umsetzen und den Austausch über die Erfahrungen und Ergebnisse koordinieren.

Details

Jahr:
2009
Institution:
Initiative Selbständiger ImmigrantInnen e.V.
Bezeichnung:
Lateinamerikanische Mütter in der Entwicklungszusammenarbeit
Projektsumme:
800,00
bewilligte Summe:
700,00
Projektland:
Deutschland
E-Mail:
siehe website 
Link:
 
 
 
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