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Einladung zur Jahresveranstaltung 2015

Von MDG zu SDG – Alter Wein in neuen Schläuchen? Chancen für die nicht-staatliche Entwicklungspolitik?

Jahresveranstaltung der Stiftung Nord-Süd-Brücken
19. Juni 2015, 14.00 Uhr, Haus der Demokratie, Berlin

Im September 2015 werden im Rahmen eines UN-Gipfels Staats- und Regie-rungschefs aus allen Ländern die „Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDG)” verabschieden. Das neue Zielsystem ist die Nachfolge-Agenda der in diesem Jahr auslaufenden Millenniumsentwicklungsziele (MDG) . Grundlage der SDG sind die Ergebnisse der „Offenen Arbeitsgruppe“ (OWG) der UN-Generalversammlung, die im Juli 2014 vorgestellt wurden. Die Arbeitsgruppe der UN schlägt 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung vor. Im Vergleich mit den acht Millenniumszielen sind Qualitätssprünge sichtbar: so die stärkere Verschränkung von umwelt- und entwicklungspolitischen Themen und die Tatsache, dass es sich bei den SDG um Ziele handelt, die von allen Staaten gleichermaßen umgesetzt werden sollen, während die 2001 aufgestellten ersten sieben MDG sich ausschließlich an die Länder des Globalen Südens richteten.
Die Regierungen weltweit wurden aufgefordert, das neue Zielsystem mit den 17 Zielen in „nationale Umsetzungsstrategien“ zu gießen. Die Bundesregierung hat bereits im Dezember 2014 die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie als den Umsetzungsrahmen für die SDG identifiziert. Erwartet wird, dass der Rat für Nachhaltige Entwicklung Ende Mai dieses Jahres seinen Abschlussbericht zur Integration der SDG in die Nachhaltigkeitsstrategie vorlegen wird.

Mit der Jahresveranstaltung möchten wir über den Stand der sogenannten Post-2015-Agenda informieren und darüber, welche Vorschläge zur Umsetzung der SDG in Deutschland vorliegen. Wir möchten der Frage nachgehen, welche Herausforde-rungen und Chancen das neue Zielsystem für entwicklungspolitische Vereine bietet. Und wir möchten kritische Stimmen aufnehmen, die hinterfragen, ob der immense personelle und organisatorische Aufwand, der weltweit mit der Diskussion der SDG betrieben wird, den tatsächlichen Mehrwert gegenüber den MDG rechtfertigt. Die MDG wurden u.a. kritisiert, weil sie suggerierten, Armutsbekämpfung sei machbar, ohne die zugrunde liegenden sozialen Mechanismen von Ausschluss und ökonomische Strukturen ungleicher Verteilung anzurühren (Christa Wichterich). Liegt den SDG ein anderes Verständnis von Armutsbekämpfung, Gerechtigkeit und Teilhabe an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zugrunde?

Im Anschluss an die Diskussion möchten wir drei Mitglieder der Stiftungsgremien würdigen, die sich nicht nur beruflich, sondern auch ehrenamtlich im Vorstand und Rat der Stiftung Nord-Süd-Brücken dafür eingesetzt haben, ökonomische, soziale und patriarchalische Ungerechtigkeiten und Rassismus zu überwinden.

Programm
14.00 Uhr
Begrüßung durch die Ratsvorsitzende Kerstin Wippel

14.15 Uhr Vortrag und Rückfragen
Stand der Debatte über die SDG. Was ist tatsächlich neu und welche Anknüpfungspunkte ergeben sich für die Zivilgesellschaft?
Jens Martens, Direktor Global Policy Forum

15.15 Uhr Kaffee

15.30 Uhr Podium und Diskussion
SDG – Welche Chancen ergeben sich für entwicklungspolitische Akteure in ihrer Arbeit?
Drei Perspektiven und eine Kommentierung:
Stärkere Verankerung von umwelt- und entwicklungspolitischen Themen
Rita Trautmann, arche noVa e.V., Dresden
Bessere Anknüpfungsmöglichkeiten in der Bildungsarbeit
Thomas Schmidt, Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.
Chancen einer gestärkten Teilhabe von MigrantInnen?
Aziz Lamere, moveGLOBAL e.V., Berlin
Kommentierung: Welche Möglichkeiten der Unterstützung bietet das BMZ zivilgesellschaftlichen Trägern?
BMZ-Unterabteilungsleiter Dr. Bernhard Felmberg
Moderation: Andreas Rosen, Stiftung Nord-Süd-Brücken

16.45 Uhr
Verabschiedung von drei langjährigen Gremienmitgliedern der Stiftung Nord-Süd-Brücken
Engagierte aus ostdeutschen Vereinen (Birgit Mitawi, RAA Brandenburg; Andrea Krönert, Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V; Anne Schicht, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen) würdigen
Eberhard Bauer, Vorstandsvorsitzender u. Ratsmitglied (zwölf Jahre)
Ursula Pattberg, Ratsvorsitzende u. Vorstandsmitglied (zwölf Jahre)
Herbert Sahlmann, Mitglied des Vorstands (zehn Jahre)

17.30 Uhr Umtrunk und Fingerfood

Flyer-Download hier

 
 
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Fax: +49 30 42 85 13 86
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