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Nachlese vom 11. Juni 2010

20/10: Armut, Ausbeutung oder Anspruch halbieren? Welche Wege führen zum Erreichen der Millenniumsziele?

Unter diesem Titel fand am 11. Juni 2010 im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte die Jahresveranstaltung der Stiftung Nord-Süd-Brücken statt.

Ein Bericht über die Veranstaltung, der am 15. Juni 2010 im Neuen Deutschland veröffentlicht wurde, findet sich hier.

Vor zehn Jahren verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Millenniumserklärung. Etwas später folgten die acht Millenniumsentwicklungsziele (MDG) zu Armutsbekämpfung, Bildung, Mutter-Kind-Gesundheit, HIV-Aids, Ressourcenschutz und Welthandel. In diesen Bereichen wurden universelle und nationale Zielvorgaben und Indikatoren aufgestellt, um die Situation in den sogenannten Entwicklungsländern substanziell zu verbessern.

Seither wurde viel über die Ziele selbst und über mögliche Wege ihrer Umsetzung diskutiert. Es gab Konferenzen über die notwendig zu steigernde Entwicklungsfinanzierung (Monterrey 2002 und Dohar 2008) und über eine verbesserte Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (Pariser Erklärung, März 2005). Eine erste Bilanz beim UN-Gipfel von New York im September 2005 fiel – mit Blick auf die geringe Umsetzung der Zielvorgaben – kritisch aus. Und im Vorfeld der ausstehenden „Zweidrittel-Bilanz“ beim Millenniumsgipfel am 20. September 2010 findet der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon deutliche und warnende Worte zum Stand der Umsetzung der Millenniumsziele: "Unsere Welt besitzt das Wissen und die Ressourcen, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Dies nicht zu schaffen, wäre ein inakzeptables Versagen – moralisch wie praktisch. Wenn wir versagen, werden sich die Risiken dieser Welt – Instabilität, Gewalt, Epidemien, Umweltzerstörung und unkontrollierbares Bevölkerungswachstum – vervielfachen."

Zweifelsohne ist die Diskussion der Millenniumsentwicklungsziele eine komplizierte und vielschichtige Angelegenheit. Es gibt nicht nur Versagen und Nicht-Erreichung der Ziele. Es gibt auch einzelne Ziele und Regionen, bei und in denen Erfolge zu vermelden sind: Zum Beispiel beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und der Bekämpfung von Malaria, oder bei der Armutsbekämpfung in China und in Ghana.

Fragen zur Diskussion:
Im Rahmen der Jahresveranstaltung sollten Vertreter/innen staatlicher und nicht-staatlicher Entwicklungszusammenarbeit die entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen der Millenniumsziele reflektieren und u.a. folgende Fragen beantworten: Wie ist der Stand der Umsetzung, welche Erfolge und Probleme gibt es? Welche positiven Wirkungen haben konkrete Auslandsprojekte bei der Armutsbekämpfung? Und wo lassen sich in Deutschland Ansatzpunkte identifizieren, um wirkungsvoll zur weltweiten Armutsbekämpfung beizutragen?

Download des Veranstaltungsflyers hier

 

 
 
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