... aus den Projekten (klick mich)     
 

Vermögensverwaltung 2017

Was lange währt, wird gut …

2017 ging die Suche nach einer Immobilie, die dann im Erbbaurecht an die Bewohner/innen oder eine entsprechende Struktur weiter veräußert wird weiter. Es fanden Treffen mit verschiedenen Mieterinitiativen aus Berlin und Brandenburg statt.

Erfolgreich aus Sicht der Stiftung und der Mieterinitiative war letztlich die Anfrage einer Hausgemeinschaft aus Kreuzberg/Zossener Straße, deren Haus Ende 2016 verkauft worden war.

Durch das Engagement der Mieter/innen und der Stiftung hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im März 2017 ein Vorkaufsrecht zum Kaufpreis zugunsten der Stiftung Nord-Süd-Brücken ausgeübt. Die Stiftung musste sich dafür zur Einhaltung der milieuschutzrechtlichen Auflagen gegenüber dem Bezirksamt verpflichten, die u.a. einen Verzicht auf teure Modernisierungen und ein Verbot der Umwandlung in Wohnungseigentum beinhalten. Die Kaufsumme musste vorab auf einem Konto hinterlegt werden.

Die Bewohner/innen haben sich in einem Hausvereins zusammengeschlossen und beabsichtigen das Gebäude im Rahmen einer GmbH des Mietshäusersyndikats langfristig im Erbbaurecht zu übernehmen. Um den Eigenbeitrag der Hausgruppe zu sichern wurde vor Unterzeichnung der Verpflichtungsvereinbarung eine entsprechende Treuhandvereinbarung mit dem Hausverein abgeschlossen und eine Anzahlung auf das Erbbaurecht hinterlegt.

Wie zu erwarten haben Käufer und Verkäufer Widerspruch gegen die Entscheidung des Bezirks eingelegt, der vom Bezirk jedoch abgelehnt wurde. So folgten deren Klagen vor dem Verwaltungsgericht. Da der Verkäufer jedoch ein Interesse am Vollzug des Verkaufs hatte, hat er sich letztlich mit dem „verhinderten“ Käufer auf eine Rücknahme der Klagen verständigt.

Ende November 2017 wurde die Ausübung des Vorkaufsrechtes durch den Bezirk rechtskräftig und der Kauf der Immobilie durch die Stiftung mit einem entsprechenden notariellen Vertrag zwischen Verkäufer und Stiftung abschließend geregelt.

Im Verlauf des Jahres wurden bereits Fragen des Erbbaurechts und der zukünftigen Übernahme des Gebäudes durch die Mieter/innen besprochen. Der Abschluss des Erbbaurechtsvertrages ist für 2018 geplant.

Finanziell verlief das Jahr 2017 in der Vermögensverwaltung besser als erwartet. Die ordentlichen Erträge sanken zwar im Vergleich zum Vorjahr um knapp 12 T€ (-3,4%), das war allerdings bereits eingeplant. So war erneut eine Anleihe endfällig geworden und aufgrund der Zinssituation war mit sinkenden Erträgen bei den Fonds kalkuliert worden. Die Kursentwicklung verlief jedoch recht positiv und es kam zu Zuschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 56 T€. Es gab nur geringe Aufwendungen für Abschreibungen auf Wertpapiere sowie die neu erworbene Immobilie (14 T€). Da es nur zu geringen Buchgewinnen kam im Vergleich zum Vorjahr (-80 T€) betrug der Überschuss in der Vermögensverwaltung am Jahresende insgesamt 374 T€ (Vj. 398 T€).

Da die Erträge aus Buchgewinnen und Zuschreibungen die Abschreibungen und Kursverluste überstiegen, wurde der Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten (Kursgewinnrücklage) ein Betrag von knapp 41 T€ zur Stärkung des Stiftungskapitals zugeführt.

Der Überschuss in der Vermögensverwaltung von 374 T€ entspricht rund 2,2% Ertrag bezogen auf das Stiftungskapital.

Zum Stichtag 31.12. verfügte die Stiftung inkl. liquider Mittel (Sach- und Finanzanlagen nach Kurswerten und Guthaben bei Banken) über ein Vermögen von 20,309 Mio. €, womit das Stiftungsvermögen ungeschmälert erhalten ist.

Der Aktienanteil am Gesamtvermögen (einschließlich der in Mischfonds enthaltenen Aktien) liegt bei rund 16,1 %.

Durch den Kauf der Immobilie konnte die hohe Liquidität aus den Vorjahren abgebaut werden und liegt jetzt in einem Bereich von rund 8% des Stiftungsvermögens.

Die Inflation lag 2017 bei 1,9 %. Die Stiftung hätte daher Rücklagen von 320 T€ (gerechnet auf das nominale Vermögen) zur Stärkung des Stiftungskapitals bilden müssen. Zur Verfügung standen jedoch nur 243 T€ von denen 18 T€ zusätzlich für ideelle Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Die Einstellung von knapp 225 T€ in die freie und Kapitalerhaltungs- Rücklage reicht daher nicht aus, einen vollständigen Inflationsausgleich zu erzielen.

Aufteilung der Finanzanlagen per 31.12.2017 nach Wertpapiertypen:

 
 
FAQ Förderung

Wenn Sie einen Antrag an die Stiftung stellen wollen, sollten Sie zuerst hier schauen ...

weiter »
Landesstelle EZ Berlin

Wenn Sie Fördermittel des Landes Berlin beantragen wollen, finden Sie hier Informationen.

weiter »
Kontakt

Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
Tel: +49 30 42 85 13 85
Fax: +49 30 42 85 13 86
info@nord-sued-bruecken.de
Kontaktformular »

Datenschutz

Hier finden Sie unsere Informationen zum Datenschutz

Datenschutzerklärung
 
Creative Commons License   © stiftung nord-süd-brücken:  Die Inhalte dieser website sind unter den Bedingungen einer Creative Commons Lizenz verwendbar.

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.