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Vermögensverwaltung 2014

Im Westen nichts Neues

2014 war von Kontinuität in der Vermögensverwaltung geprägt. Weder gab es politische Ereignisse, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögensanlage hatten, noch änderten sich die finanziellen Rahmenbedingungen. Die immer mal wieder angekündigte „Zinswende“ blieb aus, im Gegenteil, die Umlaufrendite kannte nur die Richtung bergab. Die Problematik, endfällige Anleihen ersetzen zu müssen, die uns seit einigen Jahren begleitet, bleibt bestehen und eine Änderung ist nicht in Sicht. Durch die sinkenden Zinsen werden die ordentlichen Erträge immer geringer und eine baldige Umkehr ist nicht absehbar. So fielen 2014 nur noch 411 T€ (Vj. 447 T€) an Zinsen, Dividenden und Fondsausschüttungen an. Der Rückgang der Anleihezinsen und Fondserträge um 57 T€ konnte dabei durch steigende Erträge aus Darlehenszinsen +22 T€ abgemildert werden.

Auch die weiteren außerordentlichen Erträge wie Kursgewinne und Zuschreibungen waren rückläufig. Kursgewinne konnten aus endfälligen Anleihen (24 T€) und aus dem Verkauf von zwei Einzelaktien (14 T€) generiert werden. Eine der Einzelaktien (Royal Dutch Shell) wurde aus ethischen Gründen verkauft, da die weitere Vorbedingung hierfür – die Überschreitung des Einstandskurses – erfüllt war.

Die Zuschreibungen sanken auf 46 T€ (Vj. 195 T€). Dies ist allerdings ein normaler Prozess, da viele Wertpapiere inzwischen ihre zwischenzeitlichen Wertverluste aufgeholt haben. Die Möglichkeiten für Zuschreibungen sind also aus bilanziellen Gründen begrenzt.

Tabelle: Erträge zwischen 2010–2014

Moderat waren ebenfalls die Aufwendungen in der Vermögensverwaltung mit 24 T€, wovon 23 T€ für Abschreibungen anfielen, davon die Mehrzahl auf Aktien im Depot der Berliner Volksbank.

Der Überschuss in der Vermögensverwaltung ist wegen der sinkenden Erträge auf 471 T€ (Vj. 676 T€) gesunken. Inzwischen beträgt der Überschuss in der Vermögensverwaltung nur noch ein Drittel der Zuwendungen im ideellen Bereich. Dementsprechend verschieben sich auch die zeitlichen Ressourcen in der Stiftungsarbeit. Der zeitliche Anteil, der für die Vermögensverwaltung zur Verfügung steht, sinkt tendenziell, da der Zeitaufwand im ideellen Bereich steigt.

Trotzdem blieb Zeit, sich mit grundsätzlichen und strategischen Fragen zu beschäftigen. So bestätigte der Vorstand im April noch einmal die gegenwärtige Anlagestruktur und Verwaltungsform. Auch der momentane Fokus auf Immobilien bleibt vorerst, auch wenn die Umsetzung weiter schwierig erscheint.

Es wurden weitere vier Darlehen an Gruppen des Mietshäusersyndikats vergeben, ein Darlehen für eine Gruppe in Berlin wurde aufgestockt. Erstmals kam eine Zusammenarbeit mit der Selbstverwalteten Ostberliner Genossenschaft eG zustande, der ebenfalls ein Darlehen für den Kauf eines Berliner Mietshauses gewährt wurde.

Auch ein weiteres, lange in der Diskussion befindliches gewerbliches Vorhaben in Verden an der Aller – das Norddeutsche Zentrum für nachhaltige Bauen – erhielt ein Darlehen.

Ein erster Versuch im Bereich Erbbaurecht aktiv zu werden, scheiterte allerdings. Die Gruppe Rathaussterne Lichtenberg e.V., die gemeinsam mit der Stiftung ein Grundstück in Lichtenberg vom Liegenschaftsfonds des Landes Berlin erwerben wollte, verlor das Vergabeverfahren, eine Berliner Wohnungsbaugesellschaft erhielt den Zuschlag.

Auch mit Alternativen zu einer direkten Immobilienanlage in Form von Immobilienfonds sowie den Risiken und rechtlichen Rahmenbedingungen von Investitionen im Immobilienbereich  beschäftigte sich der Vorstand. So wurde der Kauf von zwei Immobilienfonds geprüft, eine Entscheidung darüber aber vorerst zurückgestellt.

Die Kurswerte der Wertpapiere stiegen unter Berücksichtigung der Ausschüttungen für den ideellen Bereich zum 31.12.14 um 3,6%, im Rückblick seit dem 1.1.2012 insgesamt um 9,2 %.

Zum Stichtag 31.12. verfügte die Stiftung inkl. liquider Mittel (Finanzanlagen nach Kurswerten und Guthaben bei Banken) über ein Vermögen von 19,731 Mio. €, womit das Stiftungsvermögen ungeschmälert erhalten ist.

Der Aktienanteil liegt analog zum Vorjahr weiterhin bei rund 15 %.

Die im Haushaltsjahr zugeflossenen Mittel aus endfälligen und verkauften Wertpapieren wurden vollständig reinvestiert, allerdings besteht noch ein Überhang aus den Vorjahren, der investiert werden muss. Die liquiden Mittel blieben daher vergleichsweise hoch und zum Vorjahr unverändert.

Da die Inflation 2014 mit 0,9 % recht niedrig war, hat die Stiftung (gerechnet auf das nominale Stiftungskapital) mit der Einstellung von 186 T€ in die sonstige und freie Rücklage eine ausreichend hohe Rücklage für den Inflationsausgleich gebildet.

Aufteilung der Finanzanlagen per 31.12.2014 nach Wertpapiertypen:

 
 
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