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Vermögensverwaltung 2016

Zeit der (Ver)-Suche

Das Jahr 2016 war vor allem durch die Suche nach geeigneten Anlagemöglichkeiten im Immobilienbereich geprägt. Ziel war es, eine Immobilie zu erwerben und das Gebäude im Erbbaurecht an die Bewohner/innen weiter zu geben. Aufgrund der niedrigen Zinsen scheint das Modell der Vergabe von Erbbaurechten jedoch nur unter bestimmten Konstellationen sinnvoll. Die Stiftung hatte zwar mehrfach Anfragen von Wohnprojektgruppen, die auch bereit waren, das Modell umzusetzen, in der konkreten Ausgestaltung entschieden sich die Gruppen dann aber eher für eine direkte Finanzierung des Gesamtprojekts mit Banken und Direktkrediten oder der Hauskauf kam nicht zustande, weil die Verkäufer, dann doch nicht an die Hausgruppe und die Stiftung verkaufen wollten. So verlief die Suche trotz mehrerer interessanter Angebote erst einmal ohne Ergebnis, allerdings konnte die Stiftung verschiedene Erfahrungen sammeln und zahlreiche Kontakte in eine Szene knüpfen, mit der sonst eher wenige Berührungspunkte bestehen.

Ein erster Versuch gemeinsam mit einer Gruppe Berliner Hausbewohner/innen im Rahmen eines gemeindlichen Vorkaufsrechtes in Kreuzberg-Friedrichshain begünstigt zu werden, fiel leider dem Berliner Wahlkampf zum Opfer. Trotzdem zeichnen sich in diesem Bereich interessante Entwicklungen ab, die wir 2017 weiter verfolgen werden.

Unter finanziellen Aspekten verlief das Jahr 2016 komplikationslos. Der Überschuss in der Vermögensverwaltung betrug 398 T€ und lag mit 63 T€ über dem Vorjahresergebnis. Allerdings gingen die ordentlichen Erträge weiter zurück auf nur noch 338 T€.

Da erneut drei Anleihen endfällig wurden reduzierte sich der ertragssichere Bestand festverzinslicher Wertpapiere weiter auf ein neues Minimum von rund 1,5 Mio. €. Damit verliert die ursprünglich größte Assetklasse weiter an Bedeutung und der Druck eine geeignete Alternative zu finden wächst.

Im Vergleich zum Vorjahr hielten sich die Aufwendungen mit 42 T€ in Grenzen, der größte Posten waren Abschreibungen von 32 T€, die vor allem auf Aktien, eine Anleihe und zwei Fonds entfielen.

Diese Aufwendungen konnten durch Zuschreibungen (auf vorher abgeschriebene Wertpapiere) und dem Buchgewinn auf eine endfällige inflationsgeschützte Anleihe der Bundesrepublik – die 2007 erworben worden war – mehr als ausgeglichen werden. Der Überschuss aus diesen Wertveränderungen der Stiftungskapitalanlage in Höhe von 64 T€ wurde in die Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten (Kursgewinnrücklage) eingestellt, da es sich um Wertschwankungen des Stiftungskapitals handelt und nicht um ausschüttungsfähige Erträge.

Der Überschuss in der Vermögensverwaltung von 398 T€ entspricht rund 2,4% Ertrag bezogen auf das Stiftungskapital.

Inhaltlich hat sich der Vorstand mit weiteren Anlagemöglichkeiten beschäftigt insbesondere unter ethischen Aspekten.

So hat die Stiftung 300 T€ in den von der gls-Bank angebotenen SANAD-Fonds – für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen der Region Mittlerer Osten & Nordafrika investiert. Der Fonds wurde 2011 auf Initiative der KfW mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der EU gegründet. Seinem Namen entsprechend (sanad bedeutet Unterstützung) soll der Fonds mittels Kleinkrediten insbesondere die Beschäftigung von jungen Menschen im Mittleren Osten und Nordafrika fördern. Über den Erwerb eines solchen Fonds versucht die Stiftung ihren inhaltlichen Auftrag auch im Bereich der Vermögensverwaltung umzusetzen.

Über den Kontakt des ehemaligen Fachpromotors für Klima- und Ressourcengerechtigkeit in Berlin hat sich eine Zusammenarbeit mit der NRO Urgewald ergeben. Als Ergebnis haben wir eine Aktie von Rheinmetall AG und 250 Aktien von EnBW AG erworben. Die damit verbundenen Stimmrechte werden von der Stiftung jeweils an die von Urgewald benannten Personen übertragen, damit diese auf den Hauptversammlungen entsprechende Öffentlichkeitsarbeit machen können. Die Zusammenarbeit mit den kritischen Aktionärinnen und Aktionären e.V. wurde wie in den Vorjahren fortgesetzt.

Da sich die Stiftung in ihren Anlagerichtlinien zur Zusammenarbeit mit Genossenschaftsbanken bekennt, wurden 2.000 Genossenschaftsanteile von der Berliner Volksbank erworben.

Zum Stichtag 31.12.2016 verfügte die Stiftung inklusive liquider Mittel (Sach- und Finanzanlagen nach Kurswerten und Guthaben bei Banken) über ein Vermögen von 19,969 Mio. €, womit das Stiftungsvermögen ungeschmälert erhalten ist.

Der Aktienanteil am Gesamtvermögen (einschließlich der in Mischfonds enthaltenen Aktien) liegt bei rund 15,4 %.

Die im Haushaltsjahr zugeflossenen Mittel aus endfälligen und verkauften Wertpapieren wurden nicht vollständig reinvestiert, es besteht ein Überhang von rund 174 T€. Da weitere Investitionen aus den Vorjahren offen sind, blieben die liquiden Mittel daher vergleichsweise hoch.

Da die Inflation 2016 mit 0,5 % recht niedrig war, hat die Stiftung (gerechnet auf das nominale Stiftungskapital) mit der Einstellung von 215 T€ in die freie und Kapitalerhaltungs- Rücklage eine ausreichend hohe Rücklage für den Inflationsausgleich gebildet.

Aufteilung der Finanzanlagen per 31.12.2016 nach Wertpapiertypen:

 
 
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