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Praxisworkshop zum Reverse-Programm

Der Rahmen für „weltwärts-Süd-Nord“ steht, jetzt warten alle auf den Startschuß

Am 19.12.2012 trafen sich 20 Vertreterinnen von weltwärts-Entsendeorganisationen, RückkehrerInnen aber auch interessierten Einsatzstellen in der Stiftung Nord-Süd-Brücken, um über die geplante Süd-Nord-Komponente. Süd-Nord-Komponente ist ein Vorschlag für den Namen des lange geforderten Reverseprogramms. Im Rahmen des Folgeprozesses der Evaluation wurde die Erprobung der Süd-Nord-Komponente als im Rahmen eines auf drei Durchgänge angelegten Pilotprogramms beschlossen. Dafür wurde ein Konzeptentwurf erarbeitet, der im Herbst mit VertreterInnen von Partnerorganisationen im Globalen Süden diskutiert wurde.

Ausgangspunkt des Workshops war somit auch die Erörterung der Kernpunkte des Konzeptentwurfes durch Jan Wenzel, der die AG Reverse im Rahmen des Folgeprozesses mit koordiniert hat. Nachdem sich alle ein Grundverständnis vom geplanten Pilotprogramm gemacht hatten und Fragen geklärt werden konnten, analysierte Maya Markwald vom Verein Zugvögel e.V. - Interkultureller Süd-Nord-Austausch den Konzeptentwurf aus einer machtkritischen Perspektive. Sie kritisierte unter anderem die Verflechtung des gesamten weltwärts-Programms in den westlich geprägten Entwicklungsdiskurs, die Verteilung der Gestaltungs- und Entscheidungsgewalt für das Programm im globalen Norden, sowie die mangelnde Beteiligung der PartnerInnen an der Erstellung des Konzeptentwurfs. Trotz der Kritik waren sich die Anwesenden einig, dass die Einführung der Süd-Nord-Komponente ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei. Es müsse aber bei der Begleitung darauf geachtet werden, dass die Partnerorganisationen in die Begleitung der Pilotphase und die weiteres Gestaltung der Süd-Nord-Komponente einbezogen werden.

Am Nachmittag wurden Aspekte der Umsetzbarkeit des Konzeptes diskutiert. Im Vordergrund stand, in welcher Form sich die TeilnehmerInnen am Programm beteiligen können. Hier zeigte sich, dass ein sehr großes Interesse daran besteht, als Aufnahmeorganisation an dem Pilotprogramm teilzunehmen. Auf die Frage, wann der Pilot gestartet werden könne und sich die Organisationen für die Pilotphase bewerben könnten, wies Jan Wenzel auf noch ausstehende Abstimmungen bezüglich der Verwaltungsverfahren für die Fördermittel hin. Da die Klärung dieser für die Antragsteller wichtigen Informationen noch einige Zeit benötige, rechne er mit einer Ausschreibung erst im 2. Quartal 2013.

Da es gerade für kleinere Organisationen essentiell ist, sich in diesem Rahmen zu vernetzen und gegenseitig zu unterstützen, gab es Raum sich darüber auszutauschen, wer welche Aufgaben übernehmen könnte, wer wobei Unterstützung benötigt und wie miteinander kooperiert werden kann.

Für die TeilnehmerInnen bot der Workshop die Möglichkeit, sich zu informieren, um eine Entscheidung zur Teilnahme an der Pilotphase vorzubereiten. Das Interesse nach dem politischen Erstreiten der Süd-Nord-Komponente und der konzeptionellen Arbeit nun in die Umsetzung einzutreten ist groß. Alle sind nunmehr gespannt, wann dafür der Startschuss fällt.

Yvonne Naundorf und Jan Wenzel

 
 
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