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Wir trauern um Kathrin Buhl

Kathrin Buhl im Büro der StiftungKurz vor Weihnachten hat uns die Nachricht erreicht, dass Kathrin Buhl völlig überraschend in Sao Paulo gestorben ist. Sie war gerade 51 Jahre alt geworden. Bis heute können wir diese unfassbare Nachricht kaum glauben.

Kathrin leitete seit 2007 das Auslandsbüro der Rosa-Luxemburg Stiftung in Brasilien. Diese Arbeit hat sie glücklich gemacht, weil es ihr die direkte Zusammenarbeit und Begegnung mit den Menschen der sozialen Bewegungen in Brasilien und anderen Ländern Lateinamerikas ermöglichte. Bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken hat sie von 1994 bis 2007 gearbeitet, zuerst als Projektreferentin, dann als Geschäftsführerin. Sie hat die Stiftung maßgeblich mit aufgebaut, inhaltlich und konzeptionell wurde die Stiftung von ihr tief und nachhaltig geprägt. Für die Solidaritätsgruppen der Zivilgesellschaft Ostdeutschlands war sie eine wichtige Unterstützerin und Netzwerkerin.

Das allein würde jedoch nicht erklären, warum sie von allen so geschätzt wurde. Es war auch sie selbst, ihre Zugewandtheit, ihr Charme und ihr klares Denken. Die Begegnungen mit ihr waren immer sehr inspirierend.

Ihr plötzlicher Tod hat uns geschockt. Wir denken voller Trauer an sie, gleichzeitig sind wir auch dankbar, mit ihr an den Zielen der Solidarität zusammengearbeitet zu haben.

Unsere Gedanken sind bei ihren Töchtern Kati und Lisa und ihrer Enkeltochter Sarah.

Die MitarbeiterInnen und Gremienmitglieder der Stiftung Nord-Süd-Brücken

 


Ihre Beisetzung findet am 30.1.2013 um 13 Uhr auf dem Georgen-Parochial-Friedhof II, Landsberger Allee 48 statt.
Im Anschluss an die Beisetzung findet eine Trauerfeier für Kathrin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1 statt. Dort wird weitere Zeit und Raum sein, sich gemeinsam an Kathrin zu erinnern und ihrer zu gedenken.
Wer statt Blumen lieber Geld spenden möchte, kann dies zugunsten von Projekten in Lateinamerika auf das Spendenkonto der Stiftung Nord-Süd-Brücken, Kto.: 3 15 15 15, BLZ: 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft tun. Gemeinsam mit der Familie werden wir über den Einsatz dieser Mittel entscheiden, die Projekten und Ideen zugute kommen sollen, die Kathrin geschätzt und unterstützt hat.


 

Liebe Stiftung,
mit großem Schmerz habe ich vom Tod von Kathrin erfahren. So wie Ihr und all die, die sie kannten, schätzten und liebten, bin auch ich sprach- und fassungslos. Kann es mir kaum vorstellen. Sie war eine guerillera der besonderen Art. Ihr Kampf hinterließ Hoffnung, Liebe, Solidarität. Sie überzeugte mit ihrer Intelligenz und Charme. Und sie war eine Freundin, deren Blick und Lächeln ich nicht vergessen werde. Ich möchte Euch und Kathrins Kindern meine tiefe Anteilnahme kund tun.
In tiefer Trauer
Carlos Echegoyen (Vorstandsmitglied der Stiftung von 1994–1997)


„... Sie wird für uns immer eine tolle Frau und Kämpferin sein..., ich hatte in ihr immer eine Unterstützerin und Weggefährtin, besonders beim Stiftungsrat, zu deren Sitzungen ich nicht selten die einzige Frau außer der Geschäftsstelle war.“
Krista Nowak, Fair-Handelsberaterin Berlin-Brandenburg und Baobab-Infoladen e.V.


„... Vielen Dank, dass Sie mich informiert haben. Kathrin hat dieses beherzte Zupacken, dieses unkomplizierte Herangehen an Dinge, dieses tiefe Verständnis für die Eigenarten der Gruppen und Organisationen im Umfeld der Stiftung sowie der Gremien gehabt, das hat sie bestimmt auch in Brasilien erfolgreiche Arbeit machen lassen.“
Prof. Dr. Matthias Weiter, Humboldt Universität zu Berlin


Ach Kathrin, wir waren doch zum Besuch in Brasilien verabredet.  Aber schon geraume Zeit habe ich deine langen nächtlichen Mail-briefe vermisst, die stets wie das Eintauchen in anderes Leben waren – ja, ich glaube, du hast Vielen ein Anderssein ermöglicht. Als du nach einem Jahr feststelltest, das der eine Koffer immer noch nicht ausgepackt war...
Mit dir konnte man erleben und mitfühlen, im Hier und doch woanders sein. Dein Charme konnte gespannte Debatten entkrampfen, dein Temperament langweilige Selbstdarstellung vertreiben.
Eine Rauchpause auf dem Balkon des ersten Stiftungsbüros in der Georgenkirchstraße..., der lange Spaziergang auf dem was-auch-immer-Seminar mit deinen noch halbwüchsigen Töchtern im Harz..., du warst selten müde und traurig, oft bewundernswert abgebend, stärkend und tolerant.
Nun also kein Wiedersehen in Sao Paulo, aber deine Stimme, dein Lachen erinnern, das bleibt. Danke für die Zeit mit Dir, für Momente von Vertrautheit, mit Freude und mit Staunen. 
Nos vemos otra vez.
Rolf Wettstädt (Mitglied des Stiftungsrates 1995–1997 und des Vorstands 1997–2006 als Vertreter für das Land Brandenburg


Liebe Freunde und Freundinnen der Stiftung Nord-Süd-Brücken,
Katrin Buhl war eine wunderbare Mentorin für die sich in der EZ und der interkulturellen Arbeit engagierenden Menschen aus den ostdeutschen Ländern. 
Und so ganz nebenbei hat Sie auch dazu beigetragen, dass sich in den Projekten auch sehr private Beziehungen entwickeln (konnten). So ist es bei uns geschehen. Und das macht den plötzlichen Verlust von Kathrin so bitter für uns. Bitte übermittelt unser Mitgefühl an die gesamte Familie.
Chandralekha Trettin-Deb & Lutz Trettin


Zum Tod von Kathrin Buhl
der plötzliche Tod ist immer unfassbar. Um so mehr, wen es jemanden trifft, der so im Leben stand, so präsent war durch Worte, Taten und einem Geist, der, die Dinge emotional aber fundiert beschrieb. Auch über grosse Distanzen hinweg. Kathrin war für mich das Gesicht der über die Vereinigung herüber geretteten Solidarität der DDR jenseits staatlichem Kalküls mit den Unterdrückten und Entrechteten. Für die setzte sie sich mit unglaublich viel Fachkenntnis ein. Wir haben uns unmittelbar nach der Wende kennen gelernt. Sie war die Brücke zwischen unseren beiden Stiftungen und für mich auch eine Brücke zu der anderen Traditionslinie der Solidaritätsbewegung Berlins. Von vielen sagt man, wir werden sie nicht vergessen. Ihr Andenken ist es wert in eine Form gegossen zu werden, die ein Gedenken zum Handeln motiviert.
Peter Schrage-Aden, AG 3 Welt hier, Umverteilen, Stiftung für eine, andere Welt.


Trauer um Kathrin Buhl
Die Trauer versteckt sich noch hinter dem Unbegreifbaren, dem Nichtglaubenkönnen, dass Kathrin nicht mehr am Leben ist. Ich sehe sie in der Stiftung Nord-Süd-Brücken und bei vielen Veranstaltungen. Ihre kaum zähmbaren blonden Haare, ihre flinken Bewegungen, nie hektisch, immer hellwach.  Gut gelaunt, freundlich und mit enormen Wortwitz, der in schwierigen Situationen frischen Wind in die Köpfe bringen konnte. Eine engagierte, emanzipierte Frau, die sich und ihre Positionen nicht versteckte, sich nicht anbiederte, die klar dachte und sich klar äußerte. Kathrin, mit der es Spaß machte, einen Wein zu trinken, eine Zigarette zu rauchen, über die Welt im Ganzen und das, was für eine bessere Welt machbar beigetragen werden kann, zu denken und zu reden. Ich sah  sie  das letzte Mal in Berlin, in ihrer Wohnung zwischen gepackten Kisten, wenige Tage, bevor sie nach Brasilien abflog. Sie freute sich auf die neue Herausforderung. Danach kamen ihre Berichte per mail, auch die wach, witzig, Beobachtungen und Ananylsen auf den Punkt gebracht und bildhaft, dank ihrer wunderbaren Fähigkeit zu Sprachspielen.  Das Alles wird nun fehlen, plötzlich weggerissen und erst mit der Zeit wird der Schmerz über den Verlust des Menschen Kathrin Buhl im Bewusstsein ankommen.
Marina Grasse, Ehemaliges Mitglied des Vorstands Nord-Süd-Brücken


„... die Nachricht von Kathrin Buhls plötzlichem Tod hat auch bei mir einen Schock und Unverständnis, vor allem aber Trauer ausgelöst. Mit Euch und ihrer Familie bin ich traurig. In Eure guten Worte kann ich nur einstimmen. Ich habe Kathrin Buhl als engagierte und kompetente Frau erlebt, sie konnte konzeptionell denken, und ihre Position klar, freundlich, charmant vermitteln. Auf ihre Einschätzung von Projekten und deren Trägern konnten wir uns verlassen. Der Gedanke, daß wir sie nicht mehr nach ihren Erfahrungen in Lateinamerika und ihre solidarische Zusammenarbeit mit denen, die dort für „ein gutes Leben“ kämpfen, fällt schwer. In Trauer um ihren frühen Tod und in Dankbarkeit für ihr Leben.“
Friederike Schulze, ehemaliges Ratsmitglied der Stiftung Nord-Süd-Brücken


Nachruf auf Kathrin im Neuen Deutschland am 08.01.2013

 
 
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