Fachtagung: Bildungsarbeit zu Kolonialismus und Verantwortung in Berliner Schulen in der Praxis

Bei der Fachtagung handelt es sich um eine anerkannte Fortbildung für Lehrkräfte im Rahmen des Fortbildungsangebotes für das pädagogische Personal Berlins. Teilnehmende Lehrkräfte erhalten nach vorheriger Registrierung auf dem Portal der Fortbildung Berlin von dort eine Teilnahmebestätigung (Hinweise zur Lehrkräfte-Registrierung s. unten). Das Workshopangebot der Fachtagung ist besonders für Lehrkräfte von weiterführenden Schulen geeignet. Die Fachtagung ist zudem für Interessierte geöffnet.


Die Fachtagung ist eine Veranstaltung der Stiftung Nord-Süd-Brücken in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin und dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag e.V..


Zeit: Mittwoch, 07. Dezember 2022, 09:00 bis 14:00 Uhr  [VERSCHOBEN auf Frühjahr/Sommer 2023]
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte (Robert-Havemann-Saal), Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Im Jahr 2019 hat das Land Berlin beschlossen, seine koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Dazu gehört auch, dass der Umgang mit dem Kolonialismus und seinen Folgen im schulischen Kontext diskriminierungsfrei und multiperspektivisch bearbeitet wird. Dafür stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie seit 2020 mit dem Förderprogramm „Bildungsarbeit zu Kolonialismus und Verantwortung in Berliner Schulen“ (BIKO) Mittel für außerschulische Bildungspartner*innen zur Verfügung.

Zur Heranführung an das Tagungsthema widmet sich ein Fachinput der Frage, weshalb die Thematisierung von Kolonialismus und seinen Kontinuitäten an Schulen wichtig ist. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion werden die Bedingungen erläutert, die für eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema an der Schule notwendig sind. Im dritten Teil werden in vertiefenden Workshops Ansätze zur Auseinandersetzung mit kolonialer Vergangenheit und deren Ausprägungen in der Gegenwart aufgezeigt und gemeinsam Ideen für die konkrete Umsetzung im Unterricht sowie für die Stärkung der Thematik in der Schule als Ganzes entwickelt. Die Workshops sprechen sowohl Personen an, die bereits über Vorwissen zum Themenfeld verfügen wie auch Personen, für die das Themenfeld neu ist. Abschließend werden bei einer geführten Tour über die Bildungsmesse unterrichtsergänzende Angebote außerschulischer Bildungspartner*innen vorgestellt und Sie haben die Gelegenheit, miteinander in den Austausch zu kommen. 

Programm

Ab 8:30 Uhr Anmeldung und Kaffee

9:00 Uhr Begrüßung und Einführung in den Tag

Moderation: N.N.

Cora Steckel (Stiftung Nord-Süd-Brücken), Dr. Martin Brendebach (Berliner Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Familie), Sylvia Werther (Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e.V.)

9:20 – 9:40 Uhr, Plenum Havemann-Saal

Fachinput
Bildung dekolonisieren!
Prof. Maisha M. Auma (Gastprofessorin für Intersektionale Diversitätsstudien am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der Technischen Universität Berlin)

9:40 Uhr – 10:20 Uhr, Plenum Havemann-Saal

Podiumsdiskussion
Wie gelingt die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und seinen Kontinuitäten im Unterricht und der Schule als Ganzes?

- Prof. Maisha M. Auma (Gastprofessorin für Intersektionale Diversitätsstudien am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der Technischen Universität Berlin)
- Mauricio Pereyra (Promotor für Globales Lernen beim Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V. – EPIZ)
- Clara Debour (Lehrkraft der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli)
-Sara Sohrabi (Schülerin und Aktive der Intersectional Student Union der Nelson-Mandela-Schule Staatliche Internationale Schule Berlin)

10:20 – 10:40, Foyer

Pause

10:40 – 12:10 Uhr, Havemann-Saal, Seminarraum 1, Seminarraum 2

Bildungswerkstatt – 3 Parallele Workshops

Workshop 1: connecting the dots - Zeitstrahlmethode
Tahir Della (Promotor für diasporische Perspektiven in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit beim Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund e.V.)

Workshop 2: Projektkurs Why we matter
Tobias Nolte (Lehrkraft der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli)

Workshop 3: Auf den Spuren des Widerstands gegen Rassismus
N.N. (Initiative Perspektivwechsel e.V.)

12:10 – 12:45, Foyer

Mittagspause

12:45 – 13:30 Uhr, Foyer u. Havemann-Saal

Bildungsmesse & Geführte Tour
Bildungsangebote für Schulen zu Kolonialismus und kolonialen Kontinuitäten von:

- Afrika Medien Zentrum e.V.
- Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V. in Kooperation mit dem Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin
- Intersectional Student Union der Nelson-Mandela-Schule
- pen paper peace e. V.
- Bildung trifft Entwicklung (BtE) Berlin Brandenburg  
- grenzgänge Bildung im Stadt-Raum e. V.
13:30 – 13:45 Uhr, Plenum Havemann-Saal

Schlaglichter aus der Bildungswerkstatt & von der Bildungsmesse

13:45 – 14:00 Uhr, Plenum Havemann-Saal

Zusammenfassung des Tages und Verabschiedung

 

Das detaillierte Programm mit der Beschreibung des Fachinputs, der Workshops sowie Hinweise zu den allgemeinen Anmeldemodalitäten finden Sie nachfolgend in dieser ausführlichen Einladung.
Dort werden ebenfalls die einzelen Schritte für die zusätzliche, unbedingt notwendige Registrierung von Lehrkräften bei der Fortbildung Berlin erläutert.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich für unsere Planung verbindlich bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken an bis 28.11.2022 unter: c.steckel@nord-sued-bruecken.de (bitte auch die Lehrkräfte!). Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte teilen Sie uns zudem den Workshop (1.-3.) mit, an dem Sie gerne teilnehmen möchten.

Kontakt

Bei Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung: Cora Steckel (Stiftung Nord-Süd-Brücken, 030-42 85 14 87, c.steckel@nord-sued-bruecken.de)