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Corona & Projektförderung Inland

Aktuelle „Corona-bedingte“ Informationen der Stiftung Nord-Süd-Brücken für Vereine, die im Inland (SDG-Förderprogramm und Stiftungsmittel) gefördert werden und für Vereine, die in dem Inlandsbereich Anträge stellen wollen.

Liebe Engagierte in den Vereinen, liebe Antragsteller*innen der Inlandsarbeit!

Es ist eine Zeit, die für uns alle ungewöhnlich und befremdlich ist. In den nächsten Wochen gilt es dafür zu sorgen, dass die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt wird. Es geht darum, praktisch solidarisch mit den Betroffenen zu sein und auch den Blick nicht dafür zu verlieren, dass das Virus andere Gesellschaften (und auch bestimmte Personengruppen hierzulande) vor noch viel größere Probleme stellen wird als uns. Wichtig scheint uns, darauf hinzuweisen, dass z.B. Geflüchtete und Gesellschaften des globalen Südens besonders vulnerabel und gefährdet sind.

Diese Aspekte bewusst zu machen, kann auch Teil der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit sein, die also auch gerade in Corona-Zeiten weitergehen muss.

Deswegen möchten wir Ihnen hier ein paar Informationen zu geförderten und zu fördernden Projekten geben:

  1. Verschiedene Geber der Inlandsarbeit (FEB/BMZ, Brot für die Welt, Kath. Fonds, SEZ, SUE, LEZ, SNSB) hatten ein erstes Abstimmungstreffen und werden sich weiter zur Förderung unter den Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus austauschen. Die gemeinsame Linie ist: möglichst breit, einheitlich und die Arbeit der Träger ermöglichend durch die Corona-Krise hindurch zu kommen. Bitte achten Sie auf die Hinweise aus den jeweiligen Häusern. Da wir als Stiftung über Engagement Global/FEB Fördermittel des BMZ weiterreichen, werden wir uns an der Praxis von FEB orientieren.
  2. Zuwendungsfähigkeit von Stornierungsgebühren: Stornierungskosten sind bei begründeten Ausfällen von Veranstaltungen in der Regel zuwendungsfähig. Dies sollte der Stiftung im Projektverlauf mitgeteilt werden, muss im Zwischen- bzw. Verwendungsnachweis nochmals erläutert werden und wird dann im Rahmen der Nachweisprüfung geprüft. Bitte reichen Sie hierzu einen neuen „Ausgaben & Einnahmen“-Plan ein, auf dessen Grundlage dann auch abgerechnet wird.
    Die Stiftung wird Ausfälle als „begründet“ werten und entsprechend die Stornierungskosten als zuwendungsfähig anerkennen, wenn diese Ausfälle auf eine Absage wegen der Corona-Pandemie zurückgehen. Dies gilt rückwirkend ab dem 1. März und bis Ende Mai 2020. Bitte nutzen Sie Stornierungsfristen, um Ausfallkosten für Veranstaltungen zu minimieren. Bitte informieren Sie sich auch über die Vorschriften Ihrer jeweiligen Landesregierung und kommunalen Ebene zum Aussetzen von Veranstaltungen, diese sind zum Teil mit Zeiträumen festgelegt, an die Sie gebunden sind und bei Stornierungen und weiteren Planungen zu berücksichtigen sind. Bitte achten Sie generell darauf, alles sorgsam zu dokumentieren!
  3. Für Ausfallhonorare gelten die jeweils vereinbarten Vertragsbestimmungen zwischen Ihnen und den Dienstleister*innen oder Referent*innen.
  4. In Bezug auf die Stornierung von Bahnreisen hat die Deutsche Bahn kulante Stornierungsregelungen eingeführt. Diese müssen wo möglich in Anspruch genommen werden. Falls diese Regelungen aus nachvollziehbaren Gründen nicht greifen sollten, wären auch hier Stornierungskosten zuwendungsfähig.
  5. Allgemeines zu Umsetzbarkeit von Maßnahmen und Anpassungen von Maßnahmen: Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass sich mindestens bis einschließlich Mai 2020 alle Präsenz-Formate der entwicklungspolitischen Bildungs- und Inlandsarbeit (Bildungstage, Info-Veranstaltungen, Multi-Schulungen, öffentliche Aktionen…) nicht umsetzen lassen werden. Auch wenn dies niemand wirklich vorhersehen kann, empfehlen wir bereits bewilligte Projekte mit geplanten Aktivitäten in diesem Zeitraum auf „Juni 2020 folgend“ zu verschieben. Für die Zeit ab 1. Juli 2020 muss des Weiteren mitbedacht werden, dass Kontaktsperren im öffentlichen und schulischen Raum bzw. Einschränkungen für diese Räume weiter Gültigkeit haben können. Und selbst wenn diese Beschränkungen vollständig aufgehoben sein sollten, wirken sich die Konsequenzen der Corona-Pandemie auf die Realisierung entwicklungspolitischer Bildungsformate einschränkend aus. Zum Beispiel könnte im Schulbetrieb mehr Zeit/Stunden für ausgefallene Pflichtstunden eingeräumt und freiwillige/zusätzliche Angebote (z.B. Angebote des Globalen Lernens) ausgesetzt werden. Unsicher könnte auch sein, ob die ursprünglich geplanten Bildungsreferent*innen terminlich noch zur Verfügung stehen. Diese und weitere limitierende Faktoren müssen Antragsteller*innen mitbedenken.
    Es gilt zu beachten: Nach wie vor gelten die 15 TN als Untergrenze. Jedoch kann eine corona-bedingte geringere Teilnehmendenanzahl (z.B. aufgrund der Vorgaben an Schulen) akzeptiert werden, sollte allerdings idealerweise im Vorfeld, spätestens jedoch im Nachweis nachvollziehbar erläutert werden. „Corona“ als pauschale Begründung für das Unterschreiten der Mindestteilnehmendenanzahl ist nicht ausreichend.
    Die jetzige Situation provoziert aber auch das Nachdenken und Ausprobieren kreativer Interaktions- und Kommunikationsformen, auch in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit. Ausdrücklich „willkommen“ sind Ideen und Vorschläge, wie unter den Umständen der Kontaktsperre im öffentlichen Raum weiterhin entwicklungspolitische Themen und Probleme kommuniziert und Engagement und Solidarität mobilisiert werden können, etwa durch digitale Formate.
    Bei digitalen Veranstaltungen gilt es zu beachten: auch hier ist die Erfassung von Teilnehmenden erforderlich. Viele Software-Lösung machen es möglich Veranstaltungen zu dokumentieren und auszuwerten. Unabhängig davon, welche Software für Webinare/Online-Veranstaltungen genutzt wird, bieten die Programme in unterschiedlichem Umfang die Möglichkeit, statistische Parameter über Logdateien oder Analyselisten zu exportieren. So besteht die Möglichkeit, Parameter (z.B. die Zahl der Anwesenden in einem virtuellen Raum) zu erhalten. Idealerweise sollten sich die Träger/PromotorInnen vor der Durchführung einer Onlineveranstaltung informieren, ob und wie bei der genutzten Software-Lösung Veranstaltungen dokumentiert und ausgewertet werden können. Zum Nachweis der Teilnehmendenzahlen bei einer Onlineveranstaltung muss daran gedacht werden, während oder nach der Durchführung solche Analyse-Tools zu nutzen, die Information zu exportieren, in einem gängigen Format (excel, PDF, rtf, usw.) zu speichern und mit dem Verwendungsnachweis einzureichen. Unterschriften sind in diesem Fall verzichtbar. Eine weitere Möglichkeit, behelfsmäßig zu dokumentieren, dass eine Onlineveranstaltung stattgefunden hat, ist die Erstellung von Screenshots während der Veranstaltung.  
  6. Aus Punkt 5. ergibt sich hinsichtlich der Verschiebung & Änderung von Aktivitäten und Maßnahmen: Es ist möglich, Veranstaltungen innerhalb des Projektverlaufs zu verschieben, wenn der Termin im selben Haushaltsjahr wie ursprünglich geplant liegt. Bitte teilen Sie uns Änderungen Ihres geplanten Projektes weiterhin zeitnah mit. Bitte begründen Sie die Verschiebung oder Veränderung der Maßnahme unter Rückgriff der unter Punkt 5 gemachten Erwägungen. Wir entscheiden Ihren „Änderungsantrag“ zügig, kontaktieren Sie dafür bitte unsere Kollegin Cora Steckel: c.steckel(at)nord-sued-bruecken.de
  7. Aus Punkt 5. ergibt sich für neue Anträge der Inlandsarbeit:  Planen Sie Ihre Maßnahme so, dass sie die gegenwärtig gültige und Corona-bedingte Kontaktsperre in allen Dimensionen berücksichtigt. Tendenziell empfehlen wir den Projektbeginn bzw. die Implementierung von Präsenzformaten auf frühestens Juni 2020 zu terminieren. Falls Ihre Maßnahme in den Monaten April bis Mai stattfinden, müssen Sie sehr schlüssig erklären, wie Sie Ihre entwicklungspolitischen Wirkungen anhand welcher Maßnahmen erreichen wollen.

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken ist gegenwärtig in Bezug auf die Bearbeitung und Entscheidung von Förderanträgen voll umfänglich arbeitsfähig. Falls Sie Fragen haben, bitte unbedingt eine Email schreiben und nicht anrufen. Denn erstens werden einige Kolleg*innen im Homeoffice sein und zweitens nutzen uns die schriftlichen Anfragen zur Abstimmung mit den Kolleg*innen in den anderen Fördereinrichtungen. Mittelabrufe können vorerst auch elektronisch (aber mit Unterschrift!) anerkannt werden. Das Original sollte trotzdem zeitnah in die Post gegeben werden.

Soweit für Heute. Bleiben Sie gesund, solidarisch und entwicklungspolitisch engagiert!

Mit besten Grüßen, die Kolleg*innen der Geschäftsstelle

 
 
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