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BIKO - Kolonialismus in Berliner Schulen

Am 29. Juni 2020 hat die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie das Förderprogramm „Bildungsarbeit zu Kolonialismus und Verantwortung in Berliner Schulen“ (BIKO) veröffentlicht. Verwaltet wird das Programm von der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Förderprogramm „Bildungsarbeit zu Kolonialismus und Verantwortung in Berliner Schulen“ (BIKO) 

Das Programm soll einen Beitrag dazu leisten, dass Berlin seiner Rolle und historischen Verantwortung im Zeitalter des deutschen und europäischen Kolonialismus gerecht wird. Eine intensivere und differenziertere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kolonialismus soll angeregt werden. 

Das Förderprogramm intendiert die folgenden Wirkungen:

  • Bei Berliner Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften wird das Bewusstsein für Deutschlands historische Verantwortung im deutschen und europäischen Kolonialismus, für koloniale Kontinuitäten in der gegenwärtigen Berliner und deutschen Gesellschaft sowie für Maßnahmen zur „Wiedergutmachung“ von kolonialrassistischem Unrecht gefördert.

  • Unter Schülerinnen und Schülern wird die aktive Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus, mit Berlins Verantwortung und mit einem adäquaten Umgang in Bezug auf Nachwirkungen des Kolonialismus bis in die Gegenwart unterstützt.

Gefördert werden Projekte der Bildungsarbeit in Berliner SchulenGrundsätzlich lassen sich drei Maßnahmentypen von zu fördernden Maßnahmen unterscheiden:

  1. (Corona-bedingt gegebenenfalls auch digitale) Projekttage, Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften, Tagungen und Fortbildungen für Lehrkräfte und SuS sowie weitere Formen von Bildungsveranstaltungen zur Thematik,
  2. Entwicklung und Erstellung von Unterrichtsmaterialien, von pädagogischen Begleitkonzepten/Begleitmaterialien zu Ausstellungen oder Erinnerungsorten und von Ausstellungen für den schulischen Kontext zur Thematik,
  3. Erarbeitung von konkreten Formen des Erinnerns an die Verbrechen des Kolonialismus und seine Opfer/Überlebenden zur Entwicklung einer Erinnerungs- und Geschichtskultur an Schulen und/oder unter Schülerinnen und Schülern.


Inhaltlich sollen die Vorhaben Verknüpfungen zu den in Berlin geltenden Rahmenlehrplänen darstellen.

Im Antrag zu erläutern ist der gemeinsame Prozess der Entwicklung und Durchführung des Projekts von Schüler*innen/Lehrer*innen und dem antragstellenden Verein. Des Weiteren sind bei der Konzeption und Umsetzung aller Maßnahmentypen die Perspektiven von Nachfahren ehemals Kolonisierter und Menschen mit Rassismuserfahrung umfassend darzustellen und zu berücksichtigen. Zudem sollen möglichst die Expertise, der Blickwinkel und die Positionen von Bildungsreferent*innen und Expert*innen aus Schwarzen Organisationen, Diaspora-Organisationen und postkolonialen Initiativen aktiv und angemessen im geplanten Vorhaben repräsentiert und genutzt werden.

Antragsverfahren

Antragsberechtigt sind in Berlin ansässige, im Vereinsregister eingetragene gemeinnützige Vereine, die im Bereich des Globalen Lernens, der postkolonialen Arbeit und/oder der (politischen) Bildungsarbeit tätig und sich mit den nach Nr. 1.5.3.1 AV § 44 LHO vorgesehenen Mindestangaben in der Transparenzdatenbank des Landes Berlin registriert haben (weitere Informationen dazu auf der Webseite der Stiftung). Auch außerhalb Berlins ansässige gemeinnützige Vereine können gefördert werden, wenn das Interesse des Landes Berlin an der Durchführung der Projekte vorliegt.

Die maximale Fördersumme eines Projektes beträgt 15.000 EUR. Für Projekte mit einer Fördersumme von bis zu 2.000 EUR gilt ein vereinfachtes Antragsverfahren.

Anträge für eine Projektdurchführung im Kalenderjahr 2020 können fortlaufend gestellt werden. Bitte kalkulieren Sie einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf bis zum Projektbeginn ein. Projektanträge mit einer Durchführung im Kalenderjahr 2021 und einer Fördersumme bis 6.000 EUR können zum 20. eines jeden Monats gestellt werden. Für beantragte Projekte mit einer Fördersumme ab 6.000 EUR gelten die Antragsfristen der Vorstandssitzungen der Stiftung.

Bitte beachten Sie stets die Fördermodalitäten! Die Antragsformulare finden Sie unten. Sie sind sowohl postalisch als auch elektronisch an die Stiftung Nord-Süd-Brücken zu senden.

Vereine, die zum ersten Mal Fördermittel bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken beantragen, müssen zusätzlich folgende Dokumente vorlegen:
- Vereinssatzung,
- aktueller Auszug aus dem Vereinsregister,
- gültige Bescheinigung der Gemeinnützigkeit,
Der Antrag muss von einer Person unterzeichnet werden, die unterschriftsberechtigt ist.

Entscheidungsverfahren

Die Förderentscheidung wird gemeinsam durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken und die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie getroffen. Dabei werden die Einschätzungen zweier Expert*innen aus den Bereichen Kolonialismus/Postkolonialismus sowie Pädagogik/Didaktik einbezogen. Bei Projekten ab einer Antragssumme von 6.000 EUR nimmt zudem der Vorstand der Stiftung am Entscheidungsprozess teil.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne Cora Steckel der Stiftung Nord-Süd-Brücken unter c.steckel(at)nord-sued-bruecken.de oder telefonisch unter 030-42 85 13 87 zur Verfügung.

Fördermodalitäten

Antragsformular

Anlage 1 BIKO - Ausgaben- und Einnahmenplan

Anlage 2 BIKO - Projektbeschreibung

Anlage 2 BIKO - Projektbeschreibung Kleinprojekte

Informationen zur Antragstellung BIKO

 
 
FAQ Förderung

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Tel: +49 30 42 85 13 85
Fax: +49 30 42 85 13 86
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