Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2024Great Africa Network for Women e. V., BerlinRenovierung einer Einrichtung für behinderte Kinder, NigeriaNigeria
Projektsumme: 9.397,49 €
Fördersumme: 10.000,00 €
greatafrica.org

Renovierung einer Einrichtung für behinderte Kinder, Nigeria

Die vorgeschlagene Renovierung wird zunächst mit den Kindern mit besonderen Bedürfnissen, den Lehrern und den Eltern besprochen. Danach wird ein Architekturbüro beauftragt, das Projekt zu koordinieren und zu überwachen, wobei die Pioniere von Hearts and Minds jede Phase der Ausführung anhand des vorgeschlagenen Plans überwachen. Innerhalb von 2 Tagen werden die verrosteten Wände abgetragen und das beschädigte Dach und der Dachstuhl abgerissen. Die angeheuerten Maurer werden innerhalb von sechs Tagen die Gebäudewände einreißen und abtragen. Die Renovierung des Gebäudes wird innerhalb von 3 Tagen durchgeführt, die übrigen Holzskelettarbeiten innerhalb von 6 Tagen, gefolgt von der Abdeckung des Zinks und der Bekrönung innerhalb von 6 Tagen. Die Elektroinstallationen werden angepasst und Sicherheits-/Brandmeldeanlagen installiert. Vor allem wird darauf geachtet, dass sich die Schäden an der Einrichtung nicht wiederholen, indem schimmelresistente Materialien verwendet werden und die Dachabdeckungen haltbar sind, damit kein Regen in die Lernräume fällt. Ebenso sind beschädigte Böden mit Löchern zu renovieren. Die Renovierung muss mit der Reinigung der Einrichtung abgeschlossen werden, bevor die Kinder in die Lerneinrichtung zurückkehren.

2024Wothouq e. V., LeipzigKompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, TürkeiTürkei
Projektsumme: 10.550,00 €
Fördersumme: 7.900,00 €

Kompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, Türkei

In den letzten Jahren haben sich die Lebensbedingungen in der Türkei sowohl für Einheimische als auch für geflüchtete Menschen dramatisch verschlechtert. Die angespannte politische Lage und die anhaltende wirtschaftliche Krise haben zu großer finanzieller Not sowie zu zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen und Konflikten geführt. Langjährige Projektarbeit im gleichen geografischen und sozio-kulturellen Kontext hat gezeigt, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um den betroffenen Zielgruppen verbesserte Einkommensquellen zugänglich zu machen und zugleich gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Aufgrund der hohen Relevanz wirtschaftlicher Stabilisierung, großem Interesse der Zielgruppen am Nähen und der bereits vorhandenen Fähigkeiten in diesem Bereich wurde ein Projekt entwickelt, dessen Kernelement das Schneidern und die selbstorganisierte Kooperation von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen ist: 12 Menschen aus den Zielgruppen des Projekts bilden ein Team und designen und produzieren gemeinsam Kinderkleidung. Die Produkte werden zur Hälfte an die Teilnehmenden und bedürftige Menschen verteilt, während die andere Hälfte verkauft wird. Mit dem Erlös soll das Fortbestehen der Initiative nach Projektende garantiert werden.So wird nicht nur der Zugang zu Einkommensquellen geschaffen; Design und Produktion erfordern auch eine enge Kooperation der Teilnehmer, was in den Produkten sichtbar wird. Die selbstorganisierte Struktur des Projekts fördert durch konstante Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Verantwortungsübernahme ein gutes Zusammenwirken. Dies wirkt sich positiv auf die soziale Dynamik aus und vereint wirtschaftliche und soziale Integration mit der Stärkung gesellschaftlichen Zusammenhalts.

2024borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinFrauen für Frauen, ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 52.240,64 €
Fördersumme: 47.016,00 €
borderline-europe.de

Frauen für Frauen, Ägypten

Das Projekt bietet drei Hauptdienste zur Stärkung von Frauen aus Minderheiten in Ägypten: 1. Advocacy und Unterstützung durch Social-Media-Kampagnen, Empowerment-Workshops und rechtlichen Schutz. Rechtliche Beratung, Dokumente und Berichte, die Migranten und Flüchtlinge mit relevanten Informationen unterstützen, tragen zur rechtlichen Stärkung und zum Schutz der Rechte bei. 2. Psychologische und körperliche Gesundheitsunterstützung durch Psychotherapie und Beratungssitzungen sowie Workshops zur psychologischen Unterstützung. Zusätzlich bietet das Projekt einen umfassenden Leitfaden für Überlebende von Gewalt in migrantischen und Minderheitengemeinschaften in Ägypten. Dieser Leitfaden enthält psychologische und rechtliche Informationen und Anleitungen, Kontaktinformationen für kostenlose psychologische und rechtliche Unterstützungsdienste sowie sichere Kommunikationsmethoden mit der Zivilgesellschaft und Dienstleistern. Der Leitfaden enthält auch Ratschläge, wie Gewalt in jeglicher Form vermieden werden kann, und stärkt die Überlebenden darin, ihr zu entkommen. Das Projekt wird eine Studie durchführen, in denen Überlebende von Vergewaltigungen, insbesondere an Grenzübergängen und innerhalb Ägyptens, befragt werden. Diese Studie umfasst Zeugenaussagen und eine Fallstudie, um Druck auf die Regierung auszuüben, Gesetze zu ändern und Überlebende mit Gesundheitsversorgung und Rechten für sich und ihre Kinder zu stärken. Im Vorgängerprojekt wurde festgestellt, dass der Zugang zur Zielgruppe über praktische Hilfe wie Gesundheits- und Bildungsinformationen erreicht werden kann. Auch das Angebot eines Erste-Hilfe-Päckchens ist vertrauensbilden. Zusätzlich haben auch LGBTQI Frauen, die Gewalt erfahren haben, um Hilfe und Unterstützung gebeten.

2024Afrikanischer Muslim Kreis e. V., BerlinZugang zu Ausbildung und Beruf für benachteiligte Jugendliche, Binnengeflüchtete und Frauen in Duala und Foumban, KamerunKamerun
Projektsumme: 54.550,00 €
Fördersumme: 40.910,00 €
www.amk-berlin.de/

Zugang zu Ausbildung und Beruf für benachteiligte Jugendliche, Binnengeflüchtete und Frauen in Duala und Foumban, Kamerun

Durch die technische Ausbildung zu MotorradmechanikerInnen, Sensibilisierungskurse für MotorradnutzerInnen, insbesondere Moto-TaxifahrerInnen, in Bereichen wie Verkehr, Verkehrssicherheit, Umweltschutz, Gesundheit und der Möglichkeit zum Führerscheinerwerb, sowie Beratung zur beruflichen Neuorientierung in profitablere Unternehmenssektoren und Einkommens-Optimierungsstrategien, soll die Selbstbestimmung junger Frauen und Männer im Inland gefördert, ihre gesellschaftliche Integration erleichtert und die Möglichkeit zum Erwerb eines Einkommen geschaffen werden.

2024Benkadi e. V. Kultur – Raum – Afrika, BerlinMali: Jeunesse vers l’emploi - Mali: Jugend in ArbeitMali
Projektsumme: 50.000,00 €
Fördersumme: 45.000,00 €
benkadi.org

Mali: Jeunesse vers l’emploi - Mali: Jugend in Arbeit

Im vergangenen Projektzeitraum konnten Ackerflächen (4ha) kurz vor dem Dorf Mana im Süden von Bamako erworben werden (ca. 75km). Nach dieser Investition wird es nun möglich, mittelfristig auf den Flächen eine Ausbildungsakademie für die Landwirtschaft, Fischzucht und Tierhaltung, selbst Seifenherstellung entstehen zu lassen. Die begonnene Umzäunung wird im neuen Jahr als Abwehr von Tierfraß (z.B. Schafe) vervollständigt. Ein Wasserturm, Toiletten, ein Wächterhäuschen mit angeschlossenem Lagerraum bilden bereits die Infrastruktur vor Ort. Wie im vergangenen Projektjahr werden die landwirtschaftlichen Aktivitäten im kommenden Projektjahr weitergeführt. Drei Gruppen von je 20 Teilnehmenden werden in Landwirtschaft (Gemüseanbau), in Geflügelzucht und Seifenproduktion ausgebildet. Die Seifenproduktion erfreut sich auch im Umland von Bamako großen Interesses. Diesmal haben sich junge Erwachsene aus dem dem Dorf Mana benachbarten Ouéléssébougou um eine Ausbildung beworben. Hier wird auf Anfragen von interessierten Gruppen junger Erwachsener geantwortet. Die Geflügelzucht wird als wichtige Ergänzung im Ausbildungsprogramm verstanden. Für sie werden in diesem Jahr zwei Ställe gebaut. Der Partner vor Ort ist bemüht, die Ausbildung in Fischzucht bereits in eigener Regie durchzuführen.

2024LOTUS international e. V., Märkisch Luch OT BuschowSpielend Lernen: Weiterbildung und Infrastrukturentwicklung für Kindergärten in West-Sri LankaSri Lanka
Projektsumme: 25.700,00 €
Fördersumme: 19.200,00 €
www.lotus-international.org

Spielend Lernen: Weiterbildung und Infrastrukturentwicklung für Kindergärten in West-Sri Lanka

In den ländlichen Gemeinden von Mathugama, Dodangoda und Beruwala in West-Sri Lanka steht die frühkindliche Bildung vor großen Herausforderungen. Viele Kindergärten leiden unter unzureichender Infrastruktur und einer mangelhaften Ausbildung der Lehrkräfte. Unser Projekt zielt darauf ab, diese Probleme durch gezielte Bildungs- und Infrastrukturmaßnahmen anzugehen, um die Qualität der frühkindlichen Erziehung nachhaltig zu verbessern. Im Fokus stehen 200 Erzieherinnen der lokalen Kindergärten des Projektgebietes. Diese werden in zwei Gruppen unterteilt: Junge, unerfahrene Lehrkräfte erhalten ein umfangreiches 7-tägiges Training, das ihnen grundlegende und fortgeschrittene pädagogische Fähigkeiten vermittelt. Erfahrene Kindergärtnerinnen nehmen an einem speziell entwickelten eintägigen Workshop teil, der auf modernen Erziehungsmethoden basiert und darauf abzielt, aktuelle und adäquatere Lehrmetoden zu vermitteln um veraltete Methoden abzulösen. Zusätzlich umfasst das Projekt infrastrukturelle Verbesserungen von 5-10 ausgewählten Kindergärten - darunter den Bau neuer Toiletten und Spielplätze sowie das Streichen /die Renovierung der Einrichtungen. Auch die Ausstattung dieser soll verbessert werden.

Das Projekt adressiert grundlegende Bedürfnisse nach qualitativer Bildung und professioneller Lehrerentwicklung (auf Basis der frühkindlichen Bedürfnisse der Kinder), um langfristige Ver-besserungen im Bildungsbereich dieser ländlichen Gebiete zu erreichen.

2024Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., BerlinMangrovenwälder schützen. Das geht!, IndonesienIndonesien
Projektsumme: 7.000,00 €
Fördersumme: 5.250,00 €
www.gse-ev.de

Mangrovenwälder schützen. Das geht!, Indonesien

Das Projekt soll Mangrovenwälder auf der Insel Bintan in Indonesien schützen und Teile wieder aufforsten. Gemeinsam mit vielen Akteuren soll das lebenswichtige Ökosystem der Mangrovenwälder im Kampf gegen Umweltverschmutzung und die Klimakrise restauriert und nachhaltig gestärkt werden. Damit sollen die Lebensräume und Brutgebiete einer Vielzahl von Fisch-, Weichtier-, Krebs- und Vogelarten geschützt, die Kohlenstoffspeicherung der Mangrovenwälder erhalten und erhöht, die Zerstörungen und Überschwemmungen durch starke Stürme gemildert, die Küstengebiete gegen den steigenden Meeresspiegel und die Erosion geschützt, die natürlichen Ressourcen geschont, die Sensibilisierung für den Schutz der Mangrovenwälder und Abfallwirtschaft sowie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren nachhaltig gestärkt werden. Geplant sind folgende Maßnahmen und Projektaktivitäten: 1. Bildungsprojekte mit ExpertInnen in Schulen und vor Ort (Zielgruppe: ca. 2000 SchülerInnen aus ausgewählten Sekundarschulen) 2. Bau eines Lernpfades 3. Bau einer Baumschule für Mangrovensetzlinge inklusive Material 4. Erstellung eines Lernvideos 5. Kurse zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Mangrovenschutz in den betroffenen Gemeinden (Abfall- und Wasserwirtschaft) 6. Öffentlichkeitsarbeit in den örtlichen Medien 7. Gemeinsame Mangrovenpflanzung und Pflegemaßnahmen Vorrangige Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Dies schließt aber die strukturelle Verantwortung von Schule und umgebender Gemeinde mit ein. Diese zeigt sich dann u.a. in der Gemeinschaftsarbeit zur Sanierung des Mangroven-Ökosystems (Schutz vor Plastikverschmutzung, Aufforstung) und der Sensibilisierung weiterer Kreise durch Öffentlichkeitsarbeit.

2024Deutsche Gesellschaft für internationale Bildungsberatungs- und Wissenschaftszusammenarbeit e. V., BerlinLandwirtschaftliches Entrepreneurship-Zentrum II (Kurztitel: Agri-Enter II), PakistanPakistan
Projektsumme: 66.650,00 €
Fördersumme: 49.950,00 €
gibbz.de

Landwirtschaftliches Entrepreneurship-Zentrum II (Kurztitel: Agri-Enter II), Pakistan

Nach einer erfolgreichen Umsetzung des ersten Agri-Enter-Zentrums in Mohsinwal wird ein zweiter Standort bedarfsmäßig in einem anderen ländlichen Entwicklungsgebiet bei Layyah in Südpunjab Pakistan eingerichtet. Auch durch den zweiten Standort soll der ländlichen Bevölkerung des Projektgebiets eine berufliche Perspektive an die Hand gegeben werden, um durch die Entwicklung und Umsetzung eigener kleiner Businessprojekte sowie dem Betrieb einer Mühle, die eigene finanzielle Situation wie auch die Ernährungssicherung in der Gemeinde zu stabilisieren. Insbesondere die ländliche Bevölkerung leidet besonders unter sehr eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten und damit Armut. Da in diesem Projekt eine weitere Universität und ein großes lokales Agrarunternehmen unterstützende Kooperationspartner sein werden, ist ein sehr Potenzial- und Fachnetzwerk zwischen Institutionen und Organisationen zu erwarten. Dies wäre ein Fortschritt für die Nachhaltigkeit und den Ausbau des Projekts.

2024Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“ e. V., DresdenBau einer Trinkwasserversorgung, von Santitäranlagen und einer solaren Warmwasseraufbereitung, VietnamVietnam
Projektsumme: 32.220,00 €
Fördersumme: 24.160,00 €
www.akeh.de/

Bau einer Trinkwasserversorgung, von Santitäranlagen und einer solaren Warmwasseraufbereitung, Vietnam

Bau eines Speichertanks, Filtertanks, Installation eines Wasserversorgungssystems und einer solaren Warmwasserbereitung für die Bao Nam 2-Grundschule für ethnische Minderheiten, die 175 Grundschüler und 22 Lehrer und Mitarbeiter betreut. Das Personal der Schule (darunter 101 Internatsschüler*innen und 3 Menschen mit Behinderungen, die als integrierte Studierende lernen) verfügen über regelmäßig warmes Wasser zum Essen und für alltägliche Aktivitäten. Bau hygienischer Klärtoiletten für Schüler und Lehrer zur Verbesserung der Gesundheit, der Unterrichts- und Lernqualität und der ökologischen Umwelt.

Begründung: Im Zuge der Entwicklung der heutigen Gesellschaft steigt der Bedarf an Energie, insbesondere an elektrischer Energie, was zu Schwierigkeiten für Stromerzeuger und -lieferanten führt. Um den Druck bei der Nutzung elektrischer Energie zu verringern, können Sie Solarenergie nutzen – eine reichlich vorhandene und verfügbare Form erneuerbarer Energie, die den Strom vollständig umwandeln kann, um den enormen Bedarf an Warmwasser für Industrie, Hoteldienstleistungen, Tourismus und die täglichen Aktivitäten der Menschen zu decken. Solarenergie ist eine wertvolle und unerschöpfliche Quelle natürlicher Energie. Die Maximierung der Nutzung solarer Ressourcen ist ein wichtiges Glied in der aktuellen Weltstrategie mit den folgenden Richtungen: Entwicklung von Energiequellen, um den wachsenden Anforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen die Treibhausgasemissionen CO2 drastisch reduziert werden, um der Gefahr eines globalen Klimawandels vorzubeugen. Diese Energiequelle erfüllt folgende Anforderungen: - Kann aktuell genutzte Energiequellen ersetzen, - Ist eine verfügbare und potenzielle lokale Energiequelle, - Ist eine saubere Energiequelle, belastet die Umwelt nicht, - Einfach zu verwenden und zu nutzen. Solarwarmwasserbereiter haben große Vorteile: - Völlig sicher für Benutzer, - Verbraucht keinen Strom und ist absolut umweltfreundlich.

2024Hope Foundation e. V., BerlinBau eines modernen Zauns für die Rising International Bilingual School - RIBS in Bertoua, KamerunKamerun
Projektsumme: 12.470,00 €
Fördersumme: 9.300,00 €
www.hope-found.org

Bau eines modernen Zauns für die Rising International Bilingual School - RIBS in Bertoua, Kamerun

Bei dem Projekt handelt es sich um den Bau eines modernen Zauns für die Rising International Bilingual School – RIBS in Bertoua, Kamerun. Dieser ist wichtig für die Sicherheit der SchülerInnen, LehrerInnen und Besucher. Zurzeit kann das Schulgelände von allen Seiten betreten werden. Der Zaun soll einmal rund um das gesamte Gelände der Schule gebaut werden und somit die nötige Sicherheit gewährleisten.

2024Connectica e. V., BerlinStärkung der Struktur des Bezirkskrankenhauses Bangwa, um den Zugang der Bevölkerung zur nachhaltigen und ressourcenschönenden Gesundheitsversorgung zu verbessern, KamerunKamerun
Projektsumme: 69.047,30 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.connectica-ev.org

Stärkung der Struktur des Bezirkskrankenhauses Bangwa, um den Zugang der Bevölkerung zur nachhaltigen und ressourcenschönenden Gesundheitsversorgung zu verbessern, Kamerun

Das Ziel dieses Projekts besteht darin, zur Verbesserung der Infrastruktur des evangelischen Krankenhauses in Bangwa um sowohl die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Region als auch die Arbeitsbedingungen des Krankenhauspersonals nachhaltig zu verbessern.

Die Konkreten Ziele des Projekts sind:

  • Rehabilitation und Erneuerung der Wäscherei zur Verbesserung der Hygienebedingungen im Krankenhaus
  • Nachhaltige Wasserversorgung des Krankenhauses mit einem Solarbrunnen sicherstellen
  • Verbesserung der Labordiagnostik durch die Implementierung von geeigneten Bedingungen und Verfahren zur Durchführung der Blutbild- und Biochemieuntersuchung
2024Shisasay e. V., DresdenKooperativen für geflüchtete Frauen, KamerunKamerun
Projektsumme: 21.610,00 €
Fördersumme: 19.440,00 €
www.shisasay.org

Kooperativen für geflüchtete Frauen, Kamerun

Im Projekt werden 130 Frauen bei der Gründung und Leitung von 2 Kooperativen in 2 Sektoren (Texilindustrie & Kosmetik/Friseur) unterstützt. Dazu erhalten sie Schulungen und werden bei der Gründung der Kooperativen durch Coachings begleitet. Die Kooperativen werden mit Startkapital/ Ressourcen ausgestattet. Um die Frauen bei dem Prozess zu unterstützen wird es zu Beginn eine Sensibilisierung männlicher Verwandter geben sowie eine Kinderbetreuung und Verpflegung während der Ausbildungszeit für die Frauen der Kooperativen (Leitung/ Finanzmanagement/ Marktmechanismen/ Buchhaltung etc.). Das wird den Frauen helfen sich besser auf ihre Ausbildung konzentrieren zu können und den Erfolg des Projektes steigern. Durch das entstehende Netzwerk und den Rückhalt der Kooperativen sollen insbesondere Startschwierigkeiten beim Berufseinstieg verringert werden.

2024Shisasay e. V., DresdenResilienz in Bildung (Resilience in Education), KamerunKamerun
Projektsumme: 53.110,00 €
Fördersumme: 47.790,00 €
www.shisasay.org

Resilienz in Bildung (Resilience in Education), Kamerun

Anknüpfend an das Pilotprojekt 2023/24 soll im akademischen Jahr 24/25 für weitere 50 Schulen im Krisengebiet des anglophonen Konflikts in Kamerun die Resilienz von Lehrkräften, Lernenden und Eltern im Bildungssektor gestärkt werden. Der Bildungsbereich hat seit 2016 stark in der Krise gelitten, Schulen wurden niedergebrannt, Lehrkräfte und Lernende Opfer oder Zeugen von Gewalt, Entführungen und Folter. Viele Schulen sind geplündert, Lehrkräfte vertrieben, Kinder und Eltern traumatisiert zurückgelassen worden. Das Projekt knüpft an dieser Stelle an, in einer Region, in der aufgrund der schlechten Sicherheitslage sonst keine Hilfsorganisationen arbeiten. Im Projekt wird 300 Lehrkräfte von 50 Schulen grundlegendes pädagogisches Wissen vermittelt, für jede Klassenstufen werden Bücher in Mathematik und Englisch angeschafft sowie zwei Bücher zur Unterrichtsplanung für die Lehrkräfte. Die Schulen erhalten Follow-Up Besuche, um das Erlernte Wissen zu festigen und einen zweiten Workshop zum Ende des Jahres. Parallel werden in den Schulen die Trauma aufgearbeitet. Es finden Aufklärungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen mit Lehrkräften wie auch Schülerinnen und Eltern statt. Der Umgang mit PTSS wird erläutert und schwere Fälle in Einzelsitzungen betreut. Über eine Radiokampagne und Besuche in den Dörfern sowie die Ausbildung von 100 Erstheferinnen für psycho-soziale Unterstützung sollen auch die Gemeinden profitieren und das erlebte Trauma in den Gemeinden gemeinschaftlich bearbeitet werden. Um die Schulen weiterhin zu einem Ort der Lernfreude und Stabilität zu machen, werden Eltern über die Bedeutung von Bildung aufgeklärt, z.B. die Wichtigkeit von Geburtsurkunden als offizielles Registrierungsdokument in Schulen. Kindern, die bisher keine Geburtsurkunde hatten, wird im Projekt in Zusammenarbeit mit den Kommunen eine Urkunde ausgestellt. Zudem werden die Eltern ermutigt sich für die Bildung ihrer Kinder einzusetzen, indem aktive Elternbeiräte in den Schulen ins Leben gerufen werden.

2024afro-talents e. V., BerlinClean Water, Bright Future, NigeriaNigeria
Projektsumme: 8.334,60 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.afro-talents.de

Clean Water, Bright Future, Nigeria

Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Wasser- und Sanitärinfrastruktur ab. Kernstück ist der Bau eines Brunnens, um sauberes Wasser bereitzustellen. Gleichzeitig erfolgt eine umfassende Sanierung der Sanitäranlagen, um hygienische Bedingungen zu schaffen. Ein Wartungsausschuss, bestehend aus Lehrern und Eltern wird eingerichtet, um die langfristige Pflege der Anlagen zu gewährleisten. Schulungen stellen sicher, dass die Ausschussmitglieder über die notwendigen Fähigkeiten für Wartung und Betrieb verfügen. Das Projekt legt einen starken Fokus auf Bildungs- und Aufklärungsprogramme, insbesondere im Bereich der Menstruationshygiene, um das Bewusstsein und Wissen der Schüler zu verbessern. Diese Initiativen unterstützen besonders die Mädchen der Schule. Die aktive Einbindung der Gemeinde durch Informationsveranstaltungen und Workshopssind ein wesentlicher Aspekt des Projekts. Dadurch werden das Verständnis und die Unterstützung für das Projekt in der gesamten Gemeinschaft gefördert.

2024afro-talents e. V., BerlinWomen Empowerment Programm, NigeriaNigeria
Projektsumme: 8.383,34 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.afro-talents.de

Women Empowerment Programm, Nigeria

Das Projekt zielt darauf ab, die sozioökonomische Stellung von Frauen und Mädchen in Ijebu-Ode, Nigeria, nachhaltig zu verbessern. Mit einer Laufzeit von sechs Monaten, beginnend am 20. März 2024, fokussiert das Programm auf berufliche Bildung, Unternehmertum und die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen. Kern des Projekts sind spezialisierte Ausbildungskurse, die auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft abgestimmt sind. Diese beinhalten handwerkliche Fähigkeiten wie Nähen und Handarbeiten sowie landwirtschaftliche Techniken und digitale Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten, um Frauen zu befähigen, eigene Geschäfte zu gründen und zu führen. Ergänzend dazu werden Workshops zu Geschäftsgrundlagen, Marketing und Finanzmanagement angeboten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einbeziehung der Gemeinschaft und dem Aufbau von Netzwerken. Durch Veranstaltungen und Plattformen wird Frauen der Zugang zu lokalen Märkten erleichtert, um ihre Produkte zu vermarkten und ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit zu fördern. Zusätzlich zielt das Programm darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der Bildung von Mädchen und die Gleichberechtigung von Frauen zu schärfen.

2024Stop Child Trafficking in Togo e. V., BerlinStärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, TogoTogo
Projektsumme: 13.759,19 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sctt.eu

Stärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, Togo

Im Rahmen der diesjährigen Workshops verfolgten wir das Ziel, Kinder und ihre Familien für das Thema Kinderhandel zu sensibilisieren und ihnen ein Verständnis für die Ursachen, Konsequenzen und Gefahren des Kinderhandels zu vermitteln. Dabei setzten wir bei der Vermittlung dieses sensiblen Themas bewusst auf eine methodische Umsetzung durch das Forumtheater, das ursprünglich von Augusto Boal entwickelt wurde.

Unsere Maßnahmen und Aktivitäten richteten sich darauf, potenziell betroffene Personen auf unterschiedlichen Ebenen anzusprechen. In ärmeren und ländlichen Regionen wie Tchamba mangelt es Kindern häufig an Selbstvertrauen, was sie besonders anfällig für die Strategien von Kinderhändlern macht. Daher legten wir großen Wert darauf, die Stärken der Kinder in diesem Bereich zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Durch interaktive Übungen und Spiele ermutigten wir sie, ihre Talente zu entdecken und ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Ziel war es, die Kinder in die Lage zu versetzen, ihre Bedürfnisse klarer auszudrücken und potenzielle Risiken besser zu erkennen.

Zudem bezogen wir die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder aktiv in das Projekt ein. Informationsveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sollten das Bewusstsein der Erwachsenen schärfen und sie in ihrer Rolle als Schutzpersonen stärken.

Das Projekt fand in diesem Jahr in Tchamba statt, einer Stadt in der Region Centrale in Togo, etwa 375 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé. Die ethnisch vielfältige Bevölke-rung, darunter Tem und Fulani, lebt überwiegend von Landwirtschaft, wie dem Anbau von Mais, Yams und Hirse. Aufgrund seiner geografischen Lage und sozioökonomischen Strukturen ist Tchamba eine potenziell gefährdete Region für Kinderhandel. Daher war es für unser Vorhaben von besonderer Bedeutung, genau hier aktiv zu werden.

Durch unsere Maßnahmen hoffen wir, langfristig zu einer besseren Prävention von Kin-derhandel beizutragen und sowohl Kinder als auch ihre Familien nachhaltig zu stärken.

2024Elikia e. V., BerlinMI’AHY – Förderung der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit von Menschen mit Autismus in MadagaskarMadagaskar
Projektsumme: 25.710,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.elikia-ev.org

MI’AHY – Förderung der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit von Menschen mit Autismus in Madagaskar

2024Interkulturelles Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt (IFNIS) e. V., MagdeburgSprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul, AfghanistanAfghanistan
Projektsumme: 11.260,00 €
Fördersumme: 9.960,00 €
www.infnis.org

Sprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul, Afghanistan

Das Projekt Sprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul verfolgt zwei Hauptziele. Erstens, wollen wir Frauen und Mädchen die grundlegenden Fähigkeiten des Lesens und Schreibens vermitteln, da diese Fähigkeiten eine solide Grundlage für persönliches Wachstum und Entwicklung bieten. Durch das Erlernen des Lesens und Schreibens können Frauen und Mädchen nicht nur Zugang zu Bildung und Information erhalten, sondern auch ihre Fähigkeiten verbessern, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihre Rechte zu verteidigen. Zweitens wollen wir Frauen nachhaltig zu stärken, indem wir Informationsveranstaltungen und Workshops zu wichtigen Gesundheitsthemen anbieten. Die Themen der Kurse sind z.B. Erste-Hilfe-Kurse für Frauen an Kindern, gesunde Ernährung, psychische und physische Gesundheit. Die Workshops zur Gesundheit von Frauen und Mädchen zielen darauf ab, das Bewusstsein für wichtige Gesundheitsthemen zu schärfen und Frauen und Kindern die Werkzeuge zur Förderung eines gesunden Lebensstils zu geben. Unsere Workshops bieten nicht nur Informationen, sondern auch praktische Fähigkeiten und Ressourcen, die Frauen und Kindern helfen, gesunde Entscheidungen zu treffen und ihre Gesundheit aktiv zu fördern. Wir arbeiten eng mit lokalen Gesundheitsexperten und Pädagoginnen zusammen, um qualitativ hochwertige und relevante Schulungen anzubieten, die den Bedürfnissen der Mädchen und Frauen entsprechen. Das Projekt soll zunächst 6 Monate umgesetzt werden. In diesem Zeitraum wollen wir die Bedürfnisse und Herausforderungen der Mädchen und Frauen besser kennenlernen und verstehen. Auf dieser Grundlage wollen wir dann anschließend weitere Maßnahmen und Kurse für die Zielgruppe anbieten.

2024HOKEKI e. V. – Hoffnung für Kenias Kinder, ErfurtBau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, KeniaKenia
Projektsumme: 14.043,46 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.hokeki.de

Bau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, Kenia

Der Verein HOKEKI e.V. ist seit 2018 in Kenia aktiv und unterstützt dort soziale Projekte für Kinder aus armen Familien. In 2019 wurde in der Region Madongoni/ Destrict Kwale (ca. 50 km südlich von Mombasa) mit dem Bau einer Primary School begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für ca. 80 Kinder der Region keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Familien der Kinder sind sehr arm und können sich selbst den Besuch einer staatlichen Schule nicht leisten. Außerdem gibt es im Umkreis von ca. 10 km von Madongoni keine weitere Schule. Der Verein HOKEKI e.V. hat bisher sieben Klassenräume, zwei Toiletten und einen Brunnen aus Eigenmitteln gebaut. Als Küche, in der die täglichen Mahlzeiten für alle Kinder und Lehrer gekocht wird, dient derzeitig ein ca. 9 qm großer niedriger Lehmbau ohne Fenster. Gekocht wird über offenem Feuer mit der entsprechenden Rauchbelästigung und Gefahr durch Verbrennung. Mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken konnte in 2023/Anfang 2024 ein weiterer Klassenraum und ein Brunnenturm mit Solaranlage gebaut werden. Außerdem wurden Leitungen gelegt, so dass es jetzt auf dem Gelände der Schule und in einer Toilette fließendes Wasser gibt. Damit konnte die Schule die Mindestvoraussetzungen für die permanente Anerkennung der staatlichen Schulbehörden erfüllen. Es wird jedoch seitens der staatlichen Behörde für Hygiene auf die Missstände in Bezug auf die Zubereitung der Mahlzeiten hingewiesen und auf Abhilfe gedrängt. Regelmäßig finden Begehungen der staatlichen Schulbehörden statt. Es werden die Bereiche Hygiene, Bildungsinhalte und Management beurteilt. Im Anschluss wird ein Protokoll übergeben in dem entweder alle Punkte als erfüllt angesehen werden oder es werden Auflagen erteilt, die für die Behaltung des permanent Zertifikates möglichst kurzfristig umgesetzt werden sollen. Die Küche wurde hier mehrfach als Mangel in Bezug auf die Hygiene und die Verletzungsgefahr aufgezeigt.

2024Association for Sustainable and Inclusive Development (ASID) Europe e. V., BerlinBinga Nnam* Jenseits des Fairen Handels: “Förderung einer feministischen Entwicklungspolitik im globalen Süden durch eine nachhaltige jährliche Messe und den Aufbau von Ökosystemen für lokale ländliche Güter", KamerunKamerun
Projektsumme: 14.173,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.asid-ngo.org

Binga Nnam* Jenseits des Fairen Handels: “Förderung einer feministischen Entwicklungspolitik im globalen Süden durch eine nachhaltige jährliche Messe und den Aufbau von Ökosystemen für lokale ländliche Güter", Kamerun

In Kamerun leisten die Frauen auf dem Lande einen wichtigen Beitrag zur Landwirtschaft, denn sie erzeugen mehr als 85 % der konsumierten Nahrungsmittel. Die harte Realität ist jedoch, dass diese Frauen nur 3 % des industriellen Agrarsektors ausmachen. In diesem Zusammenhang zeichnen sich größere Herausforderungen ab: Etwa 16 % der Haushalte (3,9 Millionen Menschen) sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, 1 % von ernsthafter Ernährungsunsicherheit (21.000 Menschen). Dies spiegelt sich auch in den Unterschieden in der Lebensgrundlage wider: In den ländlichen Regionen überwiegen Landwirtschaft und Kleingewerbe, während in den städtischen Gebieten qualifizierte Arbeitskräfte und Händler vorherrschen. 10,5 % der städtischen Haushalte sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, in den ländlichen Gebieten ist dies mit über einem Fünftel (22 %) noch ausgeprägter.

Die Nuance wird noch dadurch verschärft, dass etwa 22 % der Haushalte mit unzureichender Ernährung zu kämpfen haben, was die allgegenwärtigen Herausforderungen unterstreicht. Der Mindestlohn in Kamerun liegt bei 0,36 USD, was die wirtschaftliche Anfälligkeit verdeutlicht.

Das Projekt Binga Nnam gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung, da es darauf abzielt, Frauen auf dem Lande, die von Diskriminierung beim Zugang zu und der Kontrolle von Ressourcen unverhältnismäßig stark betroffen sind, einen Weg zur wirtschaftlichen Selbstbestimmung zu eröffnen. Der Ndëng!-Wettbewerb wird zu einer jährlichen Veranstaltung ausgeweitet, die auch eine Messe umfasst. Das Projekt geht auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Frauen ein und legt gleichzeitig den Grundstein für nachhaltige Verhaltensänderungen und ein förderliches Umfeld. Dies steht im Einklang mit dem UN-Ziel Nr. 8 für nachhaltige Entwicklung, das auf integratives Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit abzielt, und macht Binga Nnam zu einem Leuchtturm der Hoffnung für ein gerechteres und geschlechtersensibleres Kamerun.

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