Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2024Tansania-Hilfe Erfurt e. V., ErfurtFünfzehn Brunnen für Gemeinde Tandale-Mlimani, TansaniaTansania
Projektsumme: 45.360,00 €
Fördersumme: 34.000,00 €
www.tansaniahilfe-erfurt.de

Fünfzehn Brunnen für Gemeinde Tandale-Mlimani, Tansania

Bau von 15 Brunnen (shallow wells) mit Handpumpe in den Dörfern/Außenstationen der Gemeinde Tandale-Mlimani im District Kilombero/Tansania mit ca. 500 Großfamilien. Jeder Brunnen versorgt 250-300 Menschen, so dass 3000 bis 4500 Bewohner mit sauberem Wasser versorgt werden, völlig unabhängig von irgendeiner Gruppenzugehörigkeit. Erstmalig wären in der Gemeinde Tandale alle Bewohner versorgt! (UNO MIlleniumsziel SDG 6) Die Brunnen werden in der Trockenzeit ab Juli 2024 bis Dezember 2024 durch die staatliche Wasserbehörde RUWASA (Rural Water Supply and Sanitation Agency) unter Leitung des District Managers und Wasseringenieurs des Ulanga District Council gebaut und betreut. Wasserkomitees werden gewählt und geschult. Sie kümmern sich künftig neben RUWASA um den Erhalt der Brunnen. Die Dorfbevölkerung erbringt zahlreiche eigene Bauleistungen, wie: Roden der Fläche, bohren bzw. graben der Brunnen, Bereitstellung von Materialien wie Ziegelsteinen, Kies und Sand für den Brunnenbau. Der beste Standort für die Brunnen wird gemeinsam von den Fachleuten zusammen mit den Frauen der Dörfer ausgesucht. Durch die verbesserte Erkundung mittels des Wasser-detektors aus Projekt P19/203 sollen die Brunnen auch in der Trockenzeit sicher genügend Wasser liefern. RUWASA führte bereits 2023 erfolgreich eine Wassererkundung im Gebiet durch. Man erwartet folgende Fortschritte durch die Bereitstellung von sauberem Wasser: - Reduzierung der Zahl schwerer Magen-Darm-Erkrankungen. - Frauen und Kinder werden stark entlastet, weil die weiten, zeitraubenden Wege zum Wasserholen entfallen. -Kinder besuchen regelmäßiger die Schule. -Für die wichtige Garten,-und Feldarbeit verbleibt mehr Zeit. Höhere Erträge verbessern die Lebenssituation insgesamt.

2024SOUROU e.V., BerlinWasser für Alle in Klobatème, TogoTogo
Projektsumme: 13.460,82 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sourou.de

Wasser für Alle in Klobatème, Togo

Sauberes Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, ohne das ein gesundes Le-ben nicht möglich ist (SDG 6). Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!“ fand in der Zusammenarbeit zwischen RADD und SOUROU e.V. vom 12. August bis 12. November 2024 und wurde von der Stiftung Nord Süd Brücken (EZ-Kleinprojektefonds für Au-slandsprojekte) finanziert. Das Ziel war es, die Not und das Leid bei der Trinkwasserver-sorgung der örtlichen Bevölkerung in Klobatème zu verringern, die auf die fehlende Wasserversorgungsinfrastruktur im Klobatème zurückzuführen sind. Ziel dieses Projekts war es, die Bevölkerung bzw. die Einwohnern in der Ortschaft Klobatème einen sicheren Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und ihr Bewusstsein für durch Wasser übertragene Krankheiten und Hygiene zu stärken. Am Ende des Projektes, am 12. November 2024, profitierten mehr als dreißighundert Menschen (30000) vom neuen gebauten Brunnen in Klobatème. Zwischen September und November 2024 trug das Projekt „Wasser für alle in Klobatème“ zur Einrichtung einer neuen lokalen Wasserstelle in Klobatème bei, die mit Solarmodulen ausgestattet ist. Der Bevölkerung wurden Empfehlungen zum Hygieneverhalten sowie zur richtigen Nutzung und Wartung der Wasserstelle gegeben. Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!„ hat insgesamt 25000 Menschen direkt und 5000 Menschen indirekt erreicht, die nun Zugang zu Trinkwasser für ein gesundes und erfülltes Leben sowie einen gerechten und nachhaltigen Zugang zu Wasser für alle haben.

2024Bildung schafft Gerechtigkeit e. V., BerlinBau eines Nebengebäudes mit Bibliothek, naturwissenschaftlichem Labor und Computerarbeitsplätzen, GhanaGhana
Projektsumme: 13.335,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

Bau eines Nebengebäudes mit Bibliothek, naturwissenschaftlichem Labor und Computerarbeitsplätzen, Ghana

Seit Februar 2024 nutzt die Ghanaische Foundation als Träger der Schule „Heritage Academy“ das neu entstandene Schulgebäude (Projekt P23/54). Die erweiterten Räumlichkeiten lassen es zu, weitere Kinder in die Schule aufzunehmen, so dass momentan 120 Kinder die Schule besuchen. Die jüngsten Kinder des Kindergartens sind 2 Jahre alt, die ältesten Schüler besuchen die 2. Klasse. Sie besitzen gute Kenntnisse des Lesens und Schreibens sowohl in ihrer Muttersprache Twi als auch in Englisch. Der Lehrplan des ghanaischen Bildungsministeriums sieht ab Jahrgangsstufe 1 das Vermitteln naturwissenschaftlicher Grundlagen als auch Basiswissen der Informationstechnologie vor. Ein neuer Gebäudetrakt soll dafür die Möglichkeit bieten. Das Gebäude hält dafür 4 Räumen (Bibliothek, Computerraum, naturwissenschaftliches Labor, Lagerraum) vor. Das Gebäude ist in U-Form angelegt, die einzelnen Räume vom Innenhof zugänglich, welcher durch ein Eingangstor zu betreten ist.

• Vorbereitung der Grundfläche (ca. 16x16m) • Errichtung eines Gebäudetrakts in U-Form mit 4 Räumen und Eingangstor auf dem neuen Schulcampus • Anschluss an Stromnetz, Wasser/Abwasser

Die hier folgende Beschreibung der späteren Ausstattung dieses Gebäudeteils ist nicht Teil dieses Projektantrags. In einem Raum wird eine Bibliothek eingerichtet. In dem Zusammenhang wurde im April 2024 ein Bücherfond von den Eltern eingerichtet, um weitere Bücher anschaffen zu können. Es werden Bücher in der Muttersprache Twi als auch in englischer Sprache vorgehalten. Es soll Bilderbücher für die Kindergartenkinder, Sachbücher und Belletristik für die Älteren geben. Ein Ausleihsystem ermöglicht, dass das Lesen in den Alltag impliziert werden kann. Durch Fach- und Sachbücher sind die SchülerInnen in der Lage, sich selbst Wissen anzueignen. Dieser Raum soll es ermöglichen (Verdunklung), mit den Kindern über einen Projektor DVDs anzuschauen. Des Weiteren ist ein Computerraum mit 20 Arbeitsplätzen vorgesehen. 3 Computer sind bereits vorhanden. Der Umgang mit dem Computer inkl. Kenntnisse verschiedener Programme erweitert den Wissenshorizont der Kinder und erhöht deutlich ihre späteren Berufschancen. Die meisten Kinder kennen ihre Community Boabeng-Fiema und die nächste größere Gemeinde Nkoranza (wöchentlicher Markt). Sie bewegen sich in einem Radius von ca. 30km. Mit der Verwendung des Internets werden sie vermehrt Wissen über die Welt erlangen und ihren Vorstellungs- und Denkhorizont erweiterten. Ein 3. Raum soll Arbeitsplätze und Materialien für naturwissenschaftliche Experimente vor. Alle Räume werden mit Ventilatoren ausgestattet. In einem weiteren Raum werden Materialien gelagert und gesichert (Lehrmaterialien, Verbrauchsmaterial).

Diese Gebäude stellt somit die Voraussetzung bereit, damit sich die Schüler fachspezifische Kenntnisse aneignen können und die in der Heritage Academy angewandte Lehr- und Lernmethode des „learning by doings“ umgesetzt werden kann. Der fachgerechte Umgang mit dem Computer wird den Wissenshorizont deutlich erweitern. Die Schüler sollen perspektivisch lernen, sich selbst Wissen aus dem Internet und Literatur aneignen zu können. Grundkenntnisse in der Bedienung des PC`s sowie die Nutzung von Programmen erhöhen nach Schulabschluss deutlich die Berufschancen.

2024Deutsch-Afrikanischer Handwerker Verein, DAHW e. V., BerlinSolarstrom für die Ewekete Wogena Pre and Primary School Addis Abeba 2024, ÄthiopienÄthiopien
Projektsumme: 13.333,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

Solarstrom für die Ewekete Wogena Pre and Primary School Addis Abeba 2024, Äthiopien

Die Ewekete Wogena Publik School ist eine staatliche Schule, welche sich in der Hauptstadt Äthiopiens, in Addis Abeba befindet. Die Schule hat 45 Angestellte 86 Lehrerinnen und betreut insgesamt 1636 Kinder und Jugendliche, innerhalb eines Kindergartens und Schulklassen bis zur achten Klasse. Die Schule ist ca.7.469 m2 groß. Die Schule hat keine kontinuierliche Stromversorgung, d.h. diese fällt regelmäßig aus. Aus diesem Grund soll eine PV-Anlage in den Zeiten des Stromausfalls für den notwendigen Strom sorgen, der in Batterien gespeichert wird und somit für ganztägige Stromversorgung sorgt. Die Anlage wird von Fachbetrieben auf der Dachfläche eines Schulgebäudes installiert , das Thema Regenerative Energieerzeugung für die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausführlich behandelt. Somit wird neben der Verbesserung der Stromversorgung gleichzeitig der pädagogische Aspektbei den Projekt berücksichtigt.Den befestigten Schulhof wollen wir nach der Beendigung der Baumassen als Spiel - und Freifläche anderes gestalten. Die Investition lohnt sich zur Zeit noch nicht, weil die Baupläne noch nicht da sind bzw. noch von Fachleuten bearbeitet werden. Das Projekt wird unterstützt von einer Elterninitiative ( vergleichbar mit einem Verein)

2024Nkul Beti e. V., BerlinAusstattung eines Kindergartens in Jaunde, KamerunKamerun
Projektsumme: 13.330,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

Ausstattung eines Kindergartens in Jaunde, Kamerun

Die Kita „la Petite Enfance Sante Rita Del Cacias“ ist eine Gründungsidee der Initiativ der engagierten Eltern in Jaunde-Kamerun „Les Parents engagés“, die 2019 sich Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder machten. Die Besonderheit dieses Kindergartens ist, dass er zugänglich für alle Kinder – unabhängig ihrer sozialen Schicht – ist. Zudem ist er ein integrativer Kindergarten. Dieser Integrative Ansatz ist selten in Kamerun bzw. in Jaunde angeboten. Es findet dort eine intensive Zusammen- und Aufklärungsarbeit mit den Eltern statt. Z.B. Forderungstipps für das Lesen zu Hause, für die gesunde Ernährung, Freizeitgestaltung mit den Kindern. Es ist ein drei Räume gemietetes Haus mit 300 m² und wurde in den 80er Jahre gebaut und wurde nur teilweise renoviert. Der Zustand des Hauses und dessen Ausstattung an Materialien haben sich im Laufe der letzten Jahre verschlechtert. Seit der Gründung des Kindergartens im September 2020 versuchen immer wieder freiwillige Eltern die vorhandenen Mängel im Haus zu beseitigen. Leider ist es bis jetzt nicht gelungen die Probleme zu lösen. Die Gesundheit der Kinder ist durch diesen schlechten Zustand gefährdet. Des Weiteren fehlen pädagogische Materialien beispielweise: Kinderbücher, Tafeln, multiforme Spielzeugen für drinnen und draußen. Oberziel: Verbesserung der Ausstattung des Kindergartens, der Lebensbedingungen und der Betreuungsqualität der Kinder im Kindergarten „La Petite Enfance Santa Rita Del Cacias“. Unterziele: - Ausbau und Renovierung des Kindergartens - Renovierung der Räume und des Außenbereichs sowie Bau eines Versammlungsraums - Verbesserung der Infrastruktur für das Personal, für die Kinder - Weiterbildung des Personals

2024Kitii Tenebo Tekishui - Together for Life- Gemeinsam für das Leben e. V., Leipzig Toiletten für Ildepe, KeniaKenia
Projektsumme: 12.720,00 €
Fördersumme: 9.540,00 €
https://www.kitii-tenebo.org

Toiletten für Ildepe, Kenia

Für die Bewohner von in Ildepen gibt es keine Toiletten, die Massai gehen zur Verrichtung er Notdurft in den Busch. Die Massai, vor allem die Menschen, mittleren Alters, wünschen sich eine Toilette mit Wahrung der Intimspäre und besseren hygienischen Bedingungen. Begleitend soll sich die Frauenhygiene verbessern

2024Europäisches Zentrum für Kurdische Studien/Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie e. V., BerlinAutonom durch Solarenergie: Umweltfreundliche Elektrizität für bedürftige Familien in Amuda, SyrienSyrien
Projektsumme: 36.500,00 €
Fördersumme: 27.375,00 €
www.kurdologie.de

Autonom durch Solarenergie: Umweltfreundliche Elektrizität für bedürftige Familien in Amuda, Syrien

Bedürftige Haushalte in Amuda sollen mit einer Solaranlage zur Stromerzeugung ausgestattet werden. Hintergrund ist, dass durch staatliche Unternehmen zur Verfügung gestellter Strom in Amuda bzw. der gesamten Region Jazira nicht stabil verfügbar ist. Im Allgemeinen beträgt die Stromversorgung nicht mehr als fünf von vierundzwanzig Stunden (in Amuda 3-4 Stunden täglich). Die meisten Haushalte sind auf Generatoren angewiesen, um ihren Strombedarf einigermaßen zu decken. Während einige Familien selbst Generatoren besitzen, sind die meisten auf von der Autonomen Verwaltung Nord- und Ostsyriens zur Verfügung gestellte Geräte angewiesen. Der Preis pro Ampere beträgt 15.000 Syrische Pfund, durchschnittlich werden 4-8 Ampere zugekauft, das macht 90.000 Syrische Pfund bzw. 5,29 Euro pro Monat. Bei durchschnittlichen Gehältern von deutlich unter 100 Euro monatlich stellen diese Kosten eine nicht zu unterschätzende, zusätzliche Belastung dar. Hinzu kommt, dass die Generatoren nicht allein mit Diesel und Benzin betrieben werden, das in provisorischen, extrem umweltverschmutzenden Raffinerien hergestellt wird, sondern zudem ihrerseits für einen hohen Ausstoß an CO2 sowie eine erhebliche Lärmbelästigung verantwortlich sind. Durch die zur Zurverfügungstellung von Solaranlagen werden die Familien zum einen finanziell entlastet. Darüber hinaus leisten die Solaranlagen einen Beitrag zu einem nachhaltigen und umweltfreundlichen Wirtschaften, das der gesamten Bevölkerung zugutekommt.

2024Club of Engineers and Friends e. V., BerlinResilient Floating Village: Floating Mothership, IndienIndien
Projektsumme: 32.900,00 €
Fördersumme: 24.660,00 €
www.cef-help.org

Resilient Floating Village: Floating Mothership, Indien

Das Projekt “Resilient Floating Village: Floating Mothership” zielt darauf ab, die Lebensgrundlagen der durch Überschwemmungen gefährdeten Kleinbäuer:innen in Bihar, Indien, nachhaltig zu verbessern. Durch den Bau eines schwimmenden Schulungs- und Demonstrationsschiffs, dem “Floating Mothership”, sollen Schulungen und Workshops vor Ort durchgeführt werden, um den Kleinbäuer:innen Wissen über nachhaltige Techniken und resiliente Lebensweisen zu vermitteln.

Das Floating Mothership kombiniert Upcycling-Methoden und traditionelle Bauweisen. Es besteht aus einer Stahlunterkonstruktion, getragen von recycelten Kunststofffässern, und Aufbauten aus Bambus und Lehm. Ausgestattet mit einer Küche, Toilette, einem Multifunktionsraum und einer Werkstatt dient es als mobiles Zentrum zur Vermittlung von Wissen in Bereichen wie Upcycling, nachhaltiges Design, resiliente Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Wassermanagement und schwimmender Infrastruktur.

Das Projekt umfasst mehrere Phasen:

1.   Planung und Bau des „Floating Mothership“: Ein Team aus Experten entwickelt und baut das Mutterschiff in Patna.
2.   Schulungsreise: Das Mutterschiff besucht betroffene Gemeinden, um Schulungen und Workshops durchzuführen.
3.   Netzwerktreffen: Organisation von Vernetzungstreffen mit Politikern, NGOs und Experten, um Bewusstsein und Unterstützung für nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Durch die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten sollen die Kleinbäuer:innen in die Lage versetzt werden, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, klimaresistente Anbaumethoden zu implementieren und während der Überschwemmungen autark zu überleben. Das Projekt fördert den langfristigen Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren und trägt somit zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei.

2024Kweli e. V., BerlinBildungschancen für alle, TansaniaTansania
Projektsumme: 2.276,81 €
Fördersumme: 1.650,00 €
kweli-ev.com

Bildungschancen für alle, Tansania

Das Kita-Projekt für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Dodoma fördert nachhal-tig die sozialen und wirtschaftlichen Zukunftsaussichten von benachteiligten Frauen und deren Kindern. Ziel ist es, durch frühkindliche Bildung und umfassende Betreuung eine stabile Basis für die Kinder zu schaffen, die für ihre schulische und persönliche Entwicklung essenziell ist. Die Kita mit integrierter Vorschule bietet den Kindern eine sichere, förderli-che Umgebung mit strukturierten Bildungs- und Spielangeboten, die ihre kognitiven, sozi-alen und emotionalen Fähigkeiten unterstützen. Für die Mütter stellt das Projekt eine soziale Unterstützung bereit, um ihre soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern. Fehlende Grundausstattungen wie Türen, Fenster, Matratzen, Lernmaterialien, Stühle und Tische wurden nach Projektstart be-schafft und ermöglichen nun einen sicheren und funktionalen Kita-Betrieb. Durch die Beschaffung der Lernmaterialien wird die Qualität des Bildungsangebotes sichergestellt. Die teilnehmenden Kinder profitieren von einer regelmäßigen Betreuung und zeigen Fortschritte in ihrer Entwicklung. Auch die Integration der Familien in die Gemeinschaft wurde verbessert, wodurch Mütter und Kinder nachhaltige soziale Unterstützung erfah-ren. Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zur sozialen Stabilität und Armutsminderung in der Region und schafft langfristige Perspektiven für die beteiligten Frauen und Kinder.

2024Inti Phajsi – Solidarität und Kultur in Aktion e. V., BerlinTarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative PerspektivenBolivien
Projektsumme: 13.350,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.solikulturaktion.org

Tarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative Perspektiven

Das geplante Projekt richtet sich an Tarwi-ProduzentInnen der Gemeinden Copacabana und Carabuco im Bundesstaat La Paz, Bolivien, und verfolgt deren Empowerment durch gegenseitigen Peer-to-Peer-Austausch von sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Wissen und Erfahrungen sowie die (Wieder-)Entdeckung, Sichtbarmachung und Stärkung bereits bestehender und im Verschwinden begriffener reziproker Beziehungen im traditionellen Anbau von Tarwi und damit einhergehender kultureller Praktiken. Dieses Projekt bildet die erste und grundlegende von drei Phasen eines umfassenden Vorhabens zur Entwicklung einer wirtschaftlich-, sozial-, und ökologisch nachhaltigen Perspektive für die Tarwi-Produktion im Altiplano in Bolivien, bei dem ausgehend von der Zielgruppe eine Problemanalyse sowie Bewältigungsstrategien formuliert und sich daraus ergebene Maßnahmen in der zweiten und dritten Phase umgesetzt werden, welche neben den ProduzentInnen die potentiellen AbnehmerInnen und KonsumentInnen in der nächstgelegenen Großstadt El Alto adressieren. Die geplanten Maßnahmen bestehen zunächst im Kontaktauf- und Ausbau sowie Austausch- und Informationstreffen über soziale, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen der Tarwi-ProduzentInnen und anschließend einem intergenerationellen Dialog zwischen diesen und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Bäckerei-Team des Inti Phaj’si. Anschließend wechselt der Projektort nach El Alto, wo gemeinsam mit der Zielgruppe und zu deren Stärkung Schulworkshops mit SchülerInnen und Eltern sowie Informations- und Austausch-Messen durchgeführt werden, die sich an die breite Bevölkerung sowie zivilgesellschaftliche und politische RepräsentantInnen richten und das Ziel verfolgen, über die kulturelle, wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung von Tarwi zu informieren. Abschließend werden die durchgeführten Aktivitäten evaluiert, um aus den gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen die Phasen zwei und drei zu planen.

2024GEDA – Global Empowerment and Development Association e. V., Berlin„Pénker Pujustín Aratsim“ (Gut leben in Aratsim), EcuadorEcuador
Projektsumme: 9.000,00 €
Fördersumme: 6.750,00 €
www.gedaev.org

„Pénker Pujustín Aratsim“ (Gut leben in Aratsim), Ecuador

Um einen Teil der vielfältigen Probleme anzugehen, denen sich die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Aratsim gegenübersehen, wurden im Jahr 2022 vier partizipative Workshops für Männer, Frauen und Jugendliche zu folgenden Themen angeboten: Territoriale Selbstverwaltung der Dorfgemeinschaft Aratsim und die Identifikation öffentlicher und privater Einrichtungen in der Provinz Morona Santiago (März 2022) Identität, Kultur und Spiritualität (April 2022) Wirtschaft und Finanzen (Juli 2022) Bildung und Politik (August 2022) Die vier Workshops, die auf Initiative des gewählten Treuhänders der Gemeinschaft, Robin Calaglas und des offiziell ernannten Repräsentanten in Quito, Ampam Karakrás Ipiak, durchgeführt wurden, orientierten sich an der Vision der Nation der Shuar ebenso wie an den politischen und sozioökonomischen regionalen, nationalen und internationalen Entwicklungen.
Ein auf Grund der Workshops entwickelter Lebensplan (plan de vida) wurde am 15. Oktober 2022 von allen Mitgliedern der Dorfgemeinschaft einstimmig verabschiedet. Grundsätzliches Ziel des Lebensplans ist es, die Lebensbedingungen der Familien der Gemeinschaft zu verbessern, neue Bildungschancen zu eröffnen, Abwanderung (Migration) einzuschränken sowie Kultur und Identität der Shuar zu erhalten und zu fördern. Die Umsetzung soll Schritt für Schritt unter Berücksichtigung der Vier-Jahrespläne der ecuadorianischen Regierung und der vor allem derzeit unsicheren politischen Situation erfolgen. In der hier beantragten ersten Projektphase (01.08.24 – 31.12.24) soll zunächst die landwirtschaftliche Produktions- und Vermarktungskomponente erprobt werden, um die Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Souveränität für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen der Aratsim-Familien zu gewährleisten. Dabei geht es auch darum, traditionelle Anbaumethoden zu erhalten, um diese gleichzeitig mit neuen Lebensrealitäten und Entwicklungen zu verbinden. Zur Wiederbelebung des reichen und vielfältigen traditionellen Gartenbaus der Shuar wird mit der Anlage von Obst- und Gemüsegärten (Ajas) begonnen. Hierzu muss der Boden gerodet und zur Pflanzung vorbereitet werden. Vorgesehen ist der Anbau von beispielsweise Mais und Kochbananen für den Eigenbedarf sowie zur späteren Vermarktung. Weitere (vor allem auch traditionelle) Obst- und Gemüsesorten sollen folgen. Geplant ist die gleichzeitige Einrichtung eines Gemeinschaftskontos zum Erwerb von Saatgut. Dieses soll sowohl einzelnen Familien wie auch der Gemeinschaft dazu dienen, Saatgut nach Bedarfen, Anbauzeiten und Kapazitäten zu erwerben. Das jeweilige Startkapital wird nach Abstimmung durch alle Mitglieder der Dorfgemeinschaft vergeben. Vorgesehen ist ebenfalls der Kauf von Hühnern, Enten und Meerschweinchen, die in überdachten Ställen zum Eigenkonsum gehalten und zum Weiterverkauf gezüchtet werden sollen. Zur nötigen Vorbereitung von künftig zur Vermarktung notwendigen Außenkontakten sind ein Internetanschluss sowie eine eigene Stromversorgung geplant. Dazu wird technische Hilfe etwa in Form eines Technikers benötigt. Um die ersten Prozesse in Gang zu setzen, diese zu koordinieren, zu begleiten sowie nach offiziellen Vorgaben zu belegen und abzurechnen, sollen zwei sachkundige Personen entsprechend vergütet werden.

2024Ostsachsen wechselt e. V., Kamenz„Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, UkraineUkraine
Projektsumme: 13.333,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

„Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, Ukraine

Dies betrifft nicht nur Unternehmen und private Haushalte, sondern auch den öffentlichen Sektor bis hin zu lebensnotwenigen Versorgungsanlagen. Nach wie vor setzt auch die Ukraine auf zentrale große Stromerzeugungskraftwerken, die mit einem tausende Kilometer langem verwundbaren Stromnetz den Strom zu den Verbrauchern transportieren. Zudem wird auf schmutzige Kohle, Gas und Öl sowie gefährliche Atomkraft – ausnahmslos noch aus dem letzten Jahrhundert stammend und mit sowjetischer Technologie und entsprechenden Wirkungsgraden und Sicherheitsstandart betrieben - gesetzt. Der Druck zum Umdenken und entsprechendem Handeln ist groß, erste Veränderungen zeichnen sich ab. Neben der selbstgemachten CO2-Reduzierung stehen auch die Energieunabhängigkeit und Energieversorgungssicherstellung sowie Betriebskostenreduzierungen im Fokus. Insbesondere jedoch die Menschen in den Dörfern und Städten wollen jedoch selbst aktiv werden. Sie wollen die ukrainische Energiewende selbst in die Hand nehmen und wissen oft nicht wie. Denn auch wenn im Westen oft der Eindruck entsteht, dass die meisten Ukrainerinnen und Ukrainer über ausreichend finanzielle Mittel verfügen (zB durch die übergroßen teureren PKW) trügt dieser Schluss. Dies betrifft auch den öffentlichen Sektor mit ihren kommunalen Gebäuden und Fahrzeugen. Der lokale Partner möchte in diesem Bereich nun aktiv werden und durch den Bau einer Solarstromanlage für den örtlichen Kindergarten und Workshops Projekte im Rahmen von Nachbarschaftshilfe zur Errichtung privater sowie kommunaler Solarstromanlagen eine Eigendynamik auszulösen. Nicht abwarten, meckern, resignieren. Sondern selbst das Mögliche tun und die Gemeinschaft leben und partizipativ nutzen. Das Know-how zur Errichtung einer Solarstromanlage nebst Stromspeicher und mit der Möglichkeit bei Stromausfall das Gebäude zu versorgen soll durch gemeinschaftliches Errichten der Anlage an Interessierte gegeben werden. Die Interessierten sollen danach ihr Wissen auf weitere Interessierte übertragen, sich austauschen, sich ebenfalls auch organisieren. Ebenfalls soll diese Anlage entstehen, an der sich der Aufbau und die Funktion einfach nachvollziehen lässt und die Anlage einen dauerhaften Mehrwert für die Öffentlichkeit/Bevölkerung bringt.

2024Brückenschlag Sachsen-Tanzania e. V., NossenAusstattung Computerkabinett für LIHETI (LItembo HEalth Training Institut), TansaniaTansania
Projektsumme: 31.500,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.tanzania-verein.de

Ausstattung Computerkabinett für LIHETI (LItembo HEalth Training Institut), Tansania

Wir möchten die Ausstattung des Computerkabinetts am LIHETI – der Labor- und Krankenpflegeschule in Litembo – unterstützen. LIHETI gehört zum Litembo Diocesan Hospital. Dieses ist eine wichtige Einrichtung in der ländlichen Region im Süden Tansanias. Hauptträger des Krankenhauses sowie der neuen Ausbildungsschule ist die Diözese Mbinga, mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

2024Bantu - Vereinigung für globale Bildung, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit e. V., BerlinMsingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, UgandaUganda
Projektsumme: 11.174,00 €
Fördersumme: 8.380,00 €
www.bantu-ev.org

Msingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, Uganda

Mbarara steht vor erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen, die hauptsächlich auf den Mangel an Berufsbildungsprogrammen zurückzuführen sind. Viele junge Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen, verfügen nicht über die notwendigen Fähigkeiten für eine Beschäftigung, was die regionale Entwicklung behindert. Da 60% der Jugendlichen in ihren produktiven Jahren keine Orientierung haben und die Jugend 55% der Bevölkerung Ugandas ausmacht, ist ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Hohe Arbeitslosigkeit und begrenzte Bildungsmöglichkeiten zwingen über 45% der Jugendlichen, die ländlichen Gebiete zu verlassen und in städtische Slums zu ziehen, wo es kaum Chancen gibt. Mädchen und Frauen stehen vor zusätzlichen Hindernissen wie gesellschaftlichen Normen und fehlenden Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung. Dieses Projekt adressiert diese Probleme durch die Bereitstellung einer Berufsausbildung im Friseurhandwerk und in der Kosmetologie, die jungen Frauen praktische Fähigkeiten vermittelt, um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen und ihre Familien zu unterstützen. Das Programm umfasst auch Schulungen in Finanzwissen, Unternehmensführung und Persönlichkeitsentwicklung, um die Teilnehmerinnen zu befähigen, ihre eigenen Geschäfte zu führen und selbstbewusst am Markt aufzutreten. Angesichts der hohen HIV-Prävalenzrate in Mbarara (14,4 %) beinhaltet das Projekt zudem Gesundheitserziehung und bietet Ressourcen, die jungen Frauen helfen, sich und ihre Gemeinschaften zu schützen.

Zusammenfassend zielt diese Initiative darauf ab, junge Frauen in Mbarara durch die Vermittlung wertvoller beruflicher Fähigkeiten, die Förderung der wirtschaftlichen Selbstversorgung und die Schaffung einer unterstützenden, integrativen Gemeinschaft zu stärken.

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