Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF.
| Jahr | Träger | Projektname | Land | Finanzen | Homepage | |||||
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| 2024 | Inti Phajsi – Solidarität und Kultur in Aktion e. V., Berlin | Tarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative Perspektiven, Bolivien | Bolivien |
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https://www.solikulturaktion.org |
Tarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative Perspektiven, BolivienDas geplante Projekt richtet sich an Tarwi-ProduzentInnen der Gemeinden Copacabana und Carabuco im Bundesstaat La Paz, Bolivien, und verfolgt deren Empowerment durch gegenseitigen Peer-to-Peer-Austausch von sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Wissen und Erfahrungen sowie die (Wieder-)Entdeckung, Sichtbarmachung und Stärkung bereits bestehender und im Verschwinden begriffener reziproker Beziehungen im traditionellen Anbau von Tarwi und damit einhergehender kultureller Praktiken. Dieses Projekt bildet die erste und grundlegende von drei Phasen eines umfassenden Vorhabens zur Entwicklung einer wirtschaftlich-, sozial-, und ökologisch nachhaltigen Perspektive für die Tarwi-Produktion im Altiplano in Bolivien, bei dem ausgehend von der Zielgruppe eine Problemanalyse sowie Bewältigungsstrategien formuliert und sich daraus ergebene Maßnahmen in der zweiten und dritten Phase umgesetzt werden, welche neben den ProduzentInnen die potentiellen AbnehmerInnen und KonsumentInnen in der nächstgelegenen Großstadt El Alto adressieren. Die geplanten Maßnahmen bestehen zunächst im Kontaktauf- und Ausbau sowie Austausch- und Informationstreffen über soziale, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen der Tarwi-ProduzentInnen und anschließend einem intergenerationellen Dialog zwischen diesen und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Bäckerei-Team des Inti Phaj’si. Anschließend wechselt der Projektort nach El Alto, wo gemeinsam mit der Zielgruppe und zu deren Stärkung Schulworkshops mit SchülerInnen und Eltern sowie Informations- und Austausch-Messen durchgeführt werden, die sich an die breite Bevölkerung sowie zivilgesellschaftliche und politische RepräsentantInnen richten und das Ziel verfolgen, über die kulturelle, wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung von Tarwi zu informieren. Abschließend werden die durchgeführten Aktivitäten evaluiert, um aus den gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen die Phasen zwei und drei zu planen. | ||||
| 2024 | Bildung schafft Gerechtigkeit e. V., Berlin | Bau eines Nebengebäudes mit Bibliothek, naturwissenschaftlichem Labor und Computerarbeitsplätzen, Ghana | Ghana |
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https://bildung-ghana.org/ |
Bau eines Nebengebäudes mit Bibliothek, naturwissenschaftlichem Labor und Computerarbeitsplätzen, GhanaSeit Februar 2024 nutzt die Ghanaische Foundation als Träger der Schule „Heritage Academy“ das neu entstandene Schulgebäude (Projekt P23/54). Die erweiterten Räumlichkeiten lassen es zu, weitere Kinder in die Schule aufzunehmen, so dass momentan 120 Kinder die Schule besuchen. Die jüngsten Kinder des Kindergartens sind 2 Jahre alt, die ältesten Schüler besuchen die 2. Klasse. Sie besitzen gute Kenntnisse des Lesens und Schreibens sowohl in ihrer Muttersprache Twi als auch in Englisch. Der Lehrplan des ghanaischen Bildungsministeriums sieht ab Jahrgangsstufe 1 das Vermitteln naturwissenschaftlicher Grundlagen als auch Basiswissen der Informationstechnologie vor. Ein neuer Gebäudetrakt soll dafür die Möglichkeit bieten. Das Gebäude hält dafür 4 Räumen (Bibliothek, Computerraum, naturwissenschaftliches Labor, Lagerraum) vor. Das Gebäude ist in U-Form angelegt, die einzelnen Räume vom Innenhof zugänglich, welcher durch ein Eingangstor zu betreten ist. • Vorbereitung der Grundfläche (ca. 16x16m) • Errichtung eines Gebäudetrakts in U-Form mit 4 Räumen und Eingangstor auf dem neuen Schulcampus • Anschluss an Stromnetz, Wasser/Abwasser Die hier folgende Beschreibung der späteren Ausstattung dieses Gebäudeteils ist nicht Teil dieses Projektantrags. In einem Raum wird eine Bibliothek eingerichtet. In dem Zusammenhang wurde im April 2024 ein Bücherfond von den Eltern eingerichtet, um weitere Bücher anschaffen zu können. Es werden Bücher in der Muttersprache Twi als auch in englischer Sprache vorgehalten. Es soll Bilderbücher für die Kindergartenkinder, Sachbücher und Belletristik für die Älteren geben. Ein Ausleihsystem ermöglicht, dass das Lesen in den Alltag impliziert werden kann. Durch Fach- und Sachbücher sind die SchülerInnen in der Lage, sich selbst Wissen anzueignen. Dieser Raum soll es ermöglichen (Verdunklung), mit den Kindern über einen Projektor DVDs anzuschauen. Des Weiteren ist ein Computerraum mit 20 Arbeitsplätzen vorgesehen. 3 Computer sind bereits vorhanden. Der Umgang mit dem Computer inkl. Kenntnisse verschiedener Programme erweitert den Wissenshorizont der Kinder und erhöht deutlich ihre späteren Berufschancen. Die meisten Kinder kennen ihre Community Boabeng-Fiema und die nächste größere Gemeinde Nkoranza (wöchentlicher Markt). Sie bewegen sich in einem Radius von ca. 30km. Mit der Verwendung des Internets werden sie vermehrt Wissen über die Welt erlangen und ihren Vorstellungs- und Denkhorizont erweiterten. Ein 3. Raum soll Arbeitsplätze und Materialien für naturwissenschaftliche Experimente vor. Alle Räume werden mit Ventilatoren ausgestattet. In einem weiteren Raum werden Materialien gelagert und gesichert (Lehrmaterialien, Verbrauchsmaterial). Diese Gebäude stellt somit die Voraussetzung bereit, damit sich die Schüler fachspezifische Kenntnisse aneignen können und die in der Heritage Academy angewandte Lehr- und Lernmethode des „learning by doings“ umgesetzt werden kann. Der fachgerechte Umgang mit dem Computer wird den Wissenshorizont deutlich erweitern. Die Schüler sollen perspektivisch lernen, sich selbst Wissen aus dem Internet und Literatur aneignen zu können. Grundkenntnisse in der Bedienung des PC`s sowie die Nutzung von Programmen erhöhen nach Schulabschluss deutlich die Berufschancen. | ||||
| 2024 | afro-talents e. V., Berlin | Women Empowerment Programm, Nigeria | Nigeria |
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www.afro-talents.de |
Women Empowerment Programm, NigeriaDas Projekt zielt darauf ab, die sozioökonomische Stellung von Frauen und Mädchen in Ijebu-Ode, Nigeria, nachhaltig zu verbessern. Mit einer Laufzeit von sechs Monaten, beginnend am 20. März 2024, fokussiert das Programm auf berufliche Bildung, Unternehmertum und die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen. Kern des Projekts sind spezialisierte Ausbildungskurse, die auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft abgestimmt sind. Diese beinhalten handwerkliche Fähigkeiten wie Nähen und Handarbeiten sowie landwirtschaftliche Techniken und digitale Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten, um Frauen zu befähigen, eigene Geschäfte zu gründen und zu führen. Ergänzend dazu werden Workshops zu Geschäftsgrundlagen, Marketing und Finanzmanagement angeboten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einbeziehung der Gemeinschaft und dem Aufbau von Netzwerken. Durch Veranstaltungen und Plattformen wird Frauen der Zugang zu lokalen Märkten erleichtert, um ihre Produkte zu vermarkten und ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit zu fördern. Zusätzlich zielt das Programm darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der Bildung von Mädchen und die Gleichberechtigung von Frauen zu schärfen. | ||||
| 2024 | SOUROU e.V., Berlin | Wasser für Alle in Klobatème, Togo | Togo |
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www.sourou.de |
Wasser für Alle in Klobatème, TogoSauberes Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, ohne das ein gesundes Le-ben nicht möglich ist (SDG 6). Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!“ fand in der Zusammenarbeit zwischen RADD und SOUROU e.V. vom 12. August bis 12. November 2024 und wurde von der Stiftung Nord Süd Brücken (EZ-Kleinprojektefonds für Au-slandsprojekte) finanziert. Das Ziel war es, die Not und das Leid bei der Trinkwasserver-sorgung der örtlichen Bevölkerung in Klobatème zu verringern, die auf die fehlende Wasserversorgungsinfrastruktur im Klobatème zurückzuführen sind. Ziel dieses Projekts war es, die Bevölkerung bzw. die Einwohnern in der Ortschaft Klobatème einen sicheren Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und ihr Bewusstsein für durch Wasser übertragene Krankheiten und Hygiene zu stärken. Am Ende des Projektes, am 12. November 2024, profitierten mehr als dreißighundert Menschen (30000) vom neuen gebauten Brunnen in Klobatème. Zwischen September und November 2024 trug das Projekt „Wasser für alle in Klobatème“ zur Einrichtung einer neuen lokalen Wasserstelle in Klobatème bei, die mit Solarmodulen ausgestattet ist. Der Bevölkerung wurden Empfehlungen zum Hygieneverhalten sowie zur richtigen Nutzung und Wartung der Wasserstelle gegeben. Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!„ hat insgesamt 25000 Menschen direkt und 5000 Menschen indirekt erreicht, die nun Zugang zu Trinkwasser für ein gesundes und erfülltes Leben sowie einen gerechten und nachhaltigen Zugang zu Wasser für alle haben. | ||||
| 2024 | Interkulturelles Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt (IFNIS) e. V., Magdeburg | Sprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul, Afghanistan | Afghanistan |
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www.infnis.org |
Sprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul, AfghanistanDas Projekt Sprache und Gesundheit – Bildung für Mädchen und Frauen in Kabul verfolgt zwei Hauptziele. Erstens, wollen wir Frauen und Mädchen die grundlegenden Fähigkeiten des Lesens und Schreibens vermitteln, da diese Fähigkeiten eine solide Grundlage für persönliches Wachstum und Entwicklung bieten. Durch das Erlernen des Lesens und Schreibens können Frauen und Mädchen nicht nur Zugang zu Bildung und Information erhalten, sondern auch ihre Fähigkeiten verbessern, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihre Rechte zu verteidigen. Zweitens wollen wir Frauen nachhaltig zu stärken, indem wir Informationsveranstaltungen und Workshops zu wichtigen Gesundheitsthemen anbieten. Die Themen der Kurse sind z.B. Erste-Hilfe-Kurse für Frauen an Kindern, gesunde Ernährung, psychische und physische Gesundheit. Die Workshops zur Gesundheit von Frauen und Mädchen zielen darauf ab, das Bewusstsein für wichtige Gesundheitsthemen zu schärfen und Frauen und Kindern die Werkzeuge zur Förderung eines gesunden Lebensstils zu geben. Unsere Workshops bieten nicht nur Informationen, sondern auch praktische Fähigkeiten und Ressourcen, die Frauen und Kindern helfen, gesunde Entscheidungen zu treffen und ihre Gesundheit aktiv zu fördern. Wir arbeiten eng mit lokalen Gesundheitsexperten und Pädagoginnen zusammen, um qualitativ hochwertige und relevante Schulungen anzubieten, die den Bedürfnissen der Mädchen und Frauen entsprechen. Das Projekt soll zunächst 6 Monate umgesetzt werden. In diesem Zeitraum wollen wir die Bedürfnisse und Herausforderungen der Mädchen und Frauen besser kennenlernen und verstehen. Auf dieser Grundlage wollen wir dann anschließend weitere Maßnahmen und Kurse für die Zielgruppe anbieten. | ||||
| 2024 | Elikia e. V., Berlin | MI’AHY – Förderung der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit von Menschen mit Autismus in Madagaskar | Madagaskar |
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www.elikia-ev.org |
MI’AHY – Förderung der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit von Menschen mit Autismus in Madagaskar | ||||
| 2024 | Stop Child Trafficking in Togo e. V., Berlin | Stärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, Togo | Togo |
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www.sctt.eu |
Stärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, TogoIm Rahmen der diesjährigen Workshops verfolgten wir das Ziel, Kinder und ihre Familien für das Thema Kinderhandel zu sensibilisieren und ihnen ein Verständnis für die Ursachen, Konsequenzen und Gefahren des Kinderhandels zu vermitteln. Dabei setzten wir bei der Vermittlung dieses sensiblen Themas bewusst auf eine methodische Umsetzung durch das Forumtheater, das ursprünglich von Augusto Boal entwickelt wurde. Unsere Maßnahmen und Aktivitäten richteten sich darauf, potenziell betroffene Personen auf unterschiedlichen Ebenen anzusprechen. In ärmeren und ländlichen Regionen wie Tchamba mangelt es Kindern häufig an Selbstvertrauen, was sie besonders anfällig für die Strategien von Kinderhändlern macht. Daher legten wir großen Wert darauf, die Stärken der Kinder in diesem Bereich zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Durch interaktive Übungen und Spiele ermutigten wir sie, ihre Talente zu entdecken und ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Ziel war es, die Kinder in die Lage zu versetzen, ihre Bedürfnisse klarer auszudrücken und potenzielle Risiken besser zu erkennen. Zudem bezogen wir die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder aktiv in das Projekt ein. Informationsveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sollten das Bewusstsein der Erwachsenen schärfen und sie in ihrer Rolle als Schutzpersonen stärken. Das Projekt fand in diesem Jahr in Tchamba statt, einer Stadt in der Region Centrale in Togo, etwa 375 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé. Die ethnisch vielfältige Bevölke-rung, darunter Tem und Fulani, lebt überwiegend von Landwirtschaft, wie dem Anbau von Mais, Yams und Hirse. Aufgrund seiner geografischen Lage und sozioökonomischen Strukturen ist Tchamba eine potenziell gefährdete Region für Kinderhandel. Daher war es für unser Vorhaben von besonderer Bedeutung, genau hier aktiv zu werden. Durch unsere Maßnahmen hoffen wir, langfristig zu einer besseren Prävention von Kin-derhandel beizutragen und sowohl Kinder als auch ihre Familien nachhaltig zu stärken. | ||||
| 2024 | Bantu - Vereinigung für globale Bildung, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit e. V., Berlin | Msingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, Uganda | Uganda |
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www.bantu-ev.org |
Msingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, UgandaMbarara steht vor erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen, die hauptsächlich auf den Mangel an Berufsbildungsprogrammen zurückzuführen sind. Viele junge Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen, verfügen nicht über die notwendigen Fähigkeiten für eine Beschäftigung, was die regionale Entwicklung behindert. Da 60% der Jugendlichen in ihren produktiven Jahren keine Orientierung haben und die Jugend 55% der Bevölkerung Ugandas ausmacht, ist ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Hohe Arbeitslosigkeit und begrenzte Bildungsmöglichkeiten zwingen über 45% der Jugendlichen, die ländlichen Gebiete zu verlassen und in städtische Slums zu ziehen, wo es kaum Chancen gibt. Mädchen und Frauen stehen vor zusätzlichen Hindernissen wie gesellschaftlichen Normen und fehlenden Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung. Dieses Projekt adressiert diese Probleme durch die Bereitstellung einer Berufsausbildung im Friseurhandwerk und in der Kosmetologie, die jungen Frauen praktische Fähigkeiten vermittelt, um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen und ihre Familien zu unterstützen. Das Programm umfasst auch Schulungen in Finanzwissen, Unternehmensführung und Persönlichkeitsentwicklung, um die Teilnehmerinnen zu befähigen, ihre eigenen Geschäfte zu führen und selbstbewusst am Markt aufzutreten. Angesichts der hohen HIV-Prävalenzrate in Mbarara (14,4 %) beinhaltet das Projekt zudem Gesundheitserziehung und bietet Ressourcen, die jungen Frauen helfen, sich und ihre Gemeinschaften zu schützen. Zusammenfassend zielt diese Initiative darauf ab, junge Frauen in Mbarara durch die Vermittlung wertvoller beruflicher Fähigkeiten, die Förderung der wirtschaftlichen Selbstversorgung und die Schaffung einer unterstützenden, integrativen Gemeinschaft zu stärken. | ||||
| 2024 | HOKEKI e. V. – Hoffnung für Kenias Kinder, Erfurt | Bau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, Kenia | Kenia |
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www.hokeki.de |
Bau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, KeniaDer Verein HOKEKI e.V. ist seit 2018 in Kenia aktiv und unterstützt dort soziale Projekte für Kinder aus armen Familien. In 2019 wurde in der Region Madongoni/ Destrict Kwale (ca. 50 km südlich von Mombasa) mit dem Bau einer Primary School begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für ca. 80 Kinder der Region keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Familien der Kinder sind sehr arm und können sich selbst den Besuch einer staatlichen Schule nicht leisten. Außerdem gibt es im Umkreis von ca. 10 km von Madongoni keine weitere Schule. Der Verein HOKEKI e.V. hat bisher sieben Klassenräume, zwei Toiletten und einen Brunnen aus Eigenmitteln gebaut. Als Küche, in der die täglichen Mahlzeiten für alle Kinder und Lehrer gekocht wird, dient derzeitig ein ca. 9 qm großer niedriger Lehmbau ohne Fenster. Gekocht wird über offenem Feuer mit der entsprechenden Rauchbelästigung und Gefahr durch Verbrennung. Mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken konnte in 2023/Anfang 2024 ein weiterer Klassenraum und ein Brunnenturm mit Solaranlage gebaut werden. Außerdem wurden Leitungen gelegt, so dass es jetzt auf dem Gelände der Schule und in einer Toilette fließendes Wasser gibt. Damit konnte die Schule die Mindestvoraussetzungen für die permanente Anerkennung der staatlichen Schulbehörden erfüllen. Es wird jedoch seitens der staatlichen Behörde für Hygiene auf die Missstände in Bezug auf die Zubereitung der Mahlzeiten hingewiesen und auf Abhilfe gedrängt. Regelmäßig finden Begehungen der staatlichen Schulbehörden statt. Es werden die Bereiche Hygiene, Bildungsinhalte und Management beurteilt. Im Anschluss wird ein Protokoll übergeben in dem entweder alle Punkte als erfüllt angesehen werden oder es werden Auflagen erteilt, die für die Behaltung des permanent Zertifikates möglichst kurzfristig umgesetzt werden sollen. Die Küche wurde hier mehrfach als Mangel in Bezug auf die Hygiene und die Verletzungsgefahr aufgezeigt. | ||||
| 2024 | Deutsch-Afrikanischer Handwerker Verein, DAHW e. V., Berlin | Solarstrom für die Ewekete Wogena Pre and Primary School Addis Abeba 2024, Äthiopien | Äthiopien |
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Solarstrom für die Ewekete Wogena Pre and Primary School Addis Abeba 2024, ÄthiopienDie Ewekete Wogena Publik School ist eine staatliche Schule, welche sich in der Hauptstadt Äthiopiens, in Addis Abeba befindet. Die Schule hat 45 Angestellte 86 Lehrerinnen und betreut insgesamt 1636 Kinder und Jugendliche, innerhalb eines Kindergartens und Schulklassen bis zur achten Klasse. Die Schule ist ca.7.469 m2 groß. Die Schule hat keine kontinuierliche Stromversorgung, d.h. diese fällt regelmäßig aus. Aus diesem Grund soll eine PV-Anlage in den Zeiten des Stromausfalls für den notwendigen Strom sorgen, der in Batterien gespeichert wird und somit für ganztägige Stromversorgung sorgt. Die Anlage wird von Fachbetrieben auf der Dachfläche eines Schulgebäudes installiert , das Thema Regenerative Energieerzeugung für die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausführlich behandelt. Somit wird neben der Verbesserung der Stromversorgung gleichzeitig der pädagogische Aspektbei den Projekt berücksichtigt.Den befestigten Schulhof wollen wir nach der Beendigung der Baumassen als Spiel - und Freifläche anderes gestalten. Die Investition lohnt sich zur Zeit noch nicht, weil die Baupläne noch nicht da sind bzw. noch von Fachleuten bearbeitet werden. Das Projekt wird unterstützt von einer Elterninitiative ( vergleichbar mit einem Verein) | |||||
| 2024 | Kweli e. V., Berlin | Bildungschancen für alle, Tansania | Tansania |
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kweli-ev.com |
Bildungschancen für alle, TansaniaDas Kita-Projekt für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Dodoma fördert nachhal-tig die sozialen und wirtschaftlichen Zukunftsaussichten von benachteiligten Frauen und deren Kindern. Ziel ist es, durch frühkindliche Bildung und umfassende Betreuung eine stabile Basis für die Kinder zu schaffen, die für ihre schulische und persönliche Entwicklung essenziell ist. Die Kita mit integrierter Vorschule bietet den Kindern eine sichere, förderli-che Umgebung mit strukturierten Bildungs- und Spielangeboten, die ihre kognitiven, sozi-alen und emotionalen Fähigkeiten unterstützen. Für die Mütter stellt das Projekt eine soziale Unterstützung bereit, um ihre soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern. Fehlende Grundausstattungen wie Türen, Fenster, Matratzen, Lernmaterialien, Stühle und Tische wurden nach Projektstart be-schafft und ermöglichen nun einen sicheren und funktionalen Kita-Betrieb. Durch die Beschaffung der Lernmaterialien wird die Qualität des Bildungsangebotes sichergestellt. Die teilnehmenden Kinder profitieren von einer regelmäßigen Betreuung und zeigen Fortschritte in ihrer Entwicklung. Auch die Integration der Familien in die Gemeinschaft wurde verbessert, wodurch Mütter und Kinder nachhaltige soziale Unterstützung erfah-ren. Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zur sozialen Stabilität und Armutsminderung in der Region und schafft langfristige Perspektiven für die beteiligten Frauen und Kinder. | ||||
| 2024 | Kitii Tenebo Tekishui - Together for Life- Gemeinsam für das Leben e. V., Leipzig | Toiletten für Ildepe, Kenia | Kenia |
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https://www.kitii-tenebo.org |
Toiletten für Ildepe, Kenia
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| 2024 | Nkul Beti e. V., Berlin | Ausstattung eines Kindergartens in Jaunde, Kamerun | Kamerun |
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Ausstattung eines Kindergartens in Jaunde, KamerunDer Kindergarten „La Petite Enfance Santa Rita del Cacias“ stand vor erheblichen infrastrukturellen und ausstattungsbezogenen Herausforderungen. Die unzureichende Möblierung, unzureichende Lernmateri-alien und mangelhafte hygienische Bedingungen erschwerten eine qualitativ hochwertige Kinderbetreu-ung. Ziel des Projekts war es, die Lebensbedingungen und die Betreuungsqualität der Kinder nachhaltig zu verbessern, indem eine kindgerechte Ausstattung bereitgestellt, die Infrastruktur saniert und das päda-gogische Personal gestärkt werden. Die Ausstattung des Kindergartens wurde durch die Anschaffung neuer kindgerechter Möbel und Spiel-zeuge sowie die Bereitstellung zusätzlicher pädagogischer Materialien deutlich verbessert. Dadurch stieg die Motivation der Kinder, und die Lern- und Spielmöglichkeiten wurden erweitert, was langfristig die frühkindliche Entwicklung und sozialen Kompetenzen stärkt. Im Bereich der Lebensbedingungen führten Renovierungsarbeiten zur Beseitigung von Schimmel sowie die Reparatur und Abdichtung der Dächer zu spürbar besseren hygienischen Verhältnissen und erhöhter Sicherheit. Die Stabilisierung der Wasserversorgung erleichtert den täglichen Betrieb erheblich, reduziert krankheitsbedingte Ausfälle und entlastet das Betreuungspersonal. Zur Verbesserung der Betreuungsqualität wurde das pädagogische Personal im Rahmen einer zweitägi-gen Fortbildung zum Thema „Umgang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen“ geschult. Dies erweiterte das Fachwissen und stärkte die pädagogische Kompetenz des Teams, wodurch eine qualitativ hochwertigere Betreuung und Förderung der Kinder gewährleistet wird. | |||||
| 2024 | Europäisches Zentrum für Kurdische Studien/Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie e. V., Berlin | Autonom durch Solarenergie: Umweltfreundliche Elektrizität für bedürftige Familien in Amuda, Syrien | Syrien |
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www.kurdologie.de |
Autonom durch Solarenergie: Umweltfreundliche Elektrizität für bedürftige Familien in Amuda, SyrienBedürftige Haushalte in Amuda sollen mit einer Solaranlage zur Stromerzeugung ausgestattet werden. Hintergrund ist, dass durch staatliche Unternehmen zur Verfügung gestellter Strom in Amuda bzw. der gesamten Region Jazira nicht stabil verfügbar ist. Im Allgemeinen beträgt die Stromversorgung nicht mehr als fünf von vierundzwanzig Stunden (in Amuda 3-4 Stunden täglich). Die meisten Haushalte sind auf Generatoren angewiesen, um ihren Strombedarf einigermaßen zu decken. Während einige Familien selbst Generatoren besitzen, sind die meisten auf von der Autonomen Verwaltung Nord- und Ostsyriens zur Verfügung gestellte Geräte angewiesen. Der Preis pro Ampere beträgt 15.000 Syrische Pfund, durchschnittlich werden 4-8 Ampere zugekauft, das macht 90.000 Syrische Pfund bzw. 5,29 Euro pro Monat. Bei durchschnittlichen Gehältern von deutlich unter 100 Euro monatlich stellen diese Kosten eine nicht zu unterschätzende, zusätzliche Belastung dar. Hinzu kommt, dass die Generatoren nicht allein mit Diesel und Benzin betrieben werden, das in provisorischen, extrem umweltverschmutzenden Raffinerien hergestellt wird, sondern zudem ihrerseits für einen hohen Ausstoß an CO2 sowie eine erhebliche Lärmbelästigung verantwortlich sind. Durch die zur Zurverfügungstellung von Solaranlagen werden die Familien zum einen finanziell entlastet. Darüber hinaus leisten die Solaranlagen einen Beitrag zu einem nachhaltigen und umweltfreundlichen Wirtschaften, das der gesamten Bevölkerung zugutekommt. | ||||
| 2024 | GEDA – Global Empowerment and Development Association e. V., Berlin | „Pénker Pujustín Aratsim“ (Gut leben in Aratsim), Ecuador | Ecuador |
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www.gedaev.org |
„Pénker Pujustín Aratsim“ (Gut leben in Aratsim), EcuadorAuf Grundlage eines vom Centro Shuar Aratsim (CSHA) gemeinsam entwickelten Zukunftsplans (plan de vida) sollte ab 1. August 2024 zunächst das Problem einer unzureichenden Ernährung durch eine Ausweitung und Wiederbelebung traditioneller Anbaumethoden sowie einer Ausweitung der Zucht von Geflügel und Meerschweinchen angegangen werden. Begonnen wurde mit der Auswahl geeigneter Flächen, der Rodung des Bodens und einer Bepflanzung von Mais und Kochbananen für den Eigenbedarf und zum späteren Verkauf der Überschüsse. Im Bananenhain finden sich jetzt mindestens sieben unterschiedliche Bananensorten. Vermarktungsmöglichkeiten für insbesondere Kochbananen konnten sowohl in der Provinzstadt Limón Indanza als auch in der Hauptstadt Quito erprobt werden. Weitere (vor allem auch traditionelle) Obst- und Gemüsesorten kamen später hinzu und bieten jetzt die erhoffte Vielfalt für eine abwechslungsreiche Ernährung. Zur Pflanzen-Anzucht wurde ein kleines Gewächshaus erworben. Nach dem Fällen von Bäumen aus dem eigenen Bestand sowie dem Fertigen und Trocknen von Brettern und dem Kauf von Baumaterial konnten nach und nach zwei gut gesicherte Ställe für Kleintiere gebaut und die vorgesehene Anzahl von Hühnern und Meerschweinchen zum Eigenbedarf und zu Zuchtzwecken gekauft werden. Die angestrebte Zahl von Kleintieren wurde am Projektende erreicht. Die bereits von 6 Mitgliedern des Centro Shuar Aratsim eingerichtete Spar- und Saatgutbank (Caja de Ahorro Yawi) wurde durch das Projekt aufgestockt und Kredite zu je USD 150 an 11 Personen vergeben. Unter Überwindung erheblicher technischer und organisatorischer Probleme konnte ein lange gewünschter Internetanschluss im Gemeindehaus des Centro Shuar Aratsim installiert werden, der allen Bewohner:innen zugänglich ist. Intensiv begleitet wurde der Projektverlauf vom Syndikus des CSHA sowie einem Projektkoordinator. Weitere Unterstützung erfolgte durch eine Buchhalterin. Insgesamt waren 68 Personen in unterschiedliche Aktivitäten eingebunden. | ||||
| 2024 | Ostsachsen wechselt e. V., Kamenz | „Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, Ukraine | Ukraine |
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„Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, UkraineDies betrifft nicht nur Unternehmen und private Haushalte, sondern auch den öffentlichen Sektor bis hin zu lebensnotwenigen Versorgungsanlagen. Nach wie vor setzt auch die Ukraine auf zentrale große Stromerzeugungskraftwerken, die mit einem tausende Kilometer langem verwundbaren Stromnetz den Strom zu den Verbrauchern transportieren. Zudem wird auf schmutzige Kohle, Gas und Öl sowie gefährliche Atomkraft – ausnahmslos noch aus dem letzten Jahrhundert stammend und mit sowjetischer Technologie und entsprechenden Wirkungsgraden und Sicherheitsstandart betrieben - gesetzt. Der Druck zum Umdenken und entsprechendem Handeln ist groß, erste Veränderungen zeichnen sich ab. Neben der selbstgemachten CO2-Reduzierung stehen auch die Energieunabhängigkeit und Energieversorgungssicherstellung sowie Betriebskostenreduzierungen im Fokus. Insbesondere jedoch die Menschen in den Dörfern und Städten wollen jedoch selbst aktiv werden. Sie wollen die ukrainische Energiewende selbst in die Hand nehmen und wissen oft nicht wie. Denn auch wenn im Westen oft der Eindruck entsteht, dass die meisten Ukrainerinnen und Ukrainer über ausreichend finanzielle Mittel verfügen (zB durch die übergroßen teureren PKW) trügt dieser Schluss. Dies betrifft auch den öffentlichen Sektor mit ihren kommunalen Gebäuden und Fahrzeugen. Der lokale Partner möchte in diesem Bereich nun aktiv werden und durch den Bau einer Solarstromanlage für den örtlichen Kindergarten und Workshops Projekte im Rahmen von Nachbarschaftshilfe zur Errichtung privater sowie kommunaler Solarstromanlagen eine Eigendynamik auszulösen. Nicht abwarten, meckern, resignieren. Sondern selbst das Mögliche tun und die Gemeinschaft leben und partizipativ nutzen. Das Know-how zur Errichtung einer Solarstromanlage nebst Stromspeicher und mit der Möglichkeit bei Stromausfall das Gebäude zu versorgen soll durch gemeinschaftliches Errichten der Anlage an Interessierte gegeben werden. Die Interessierten sollen danach ihr Wissen auf weitere Interessierte übertragen, sich austauschen, sich ebenfalls auch organisieren. Ebenfalls soll diese Anlage entstehen, an der sich der Aufbau und die Funktion einfach nachvollziehen lässt und die Anlage einen dauerhaften Mehrwert für die Öffentlichkeit/Bevölkerung bringt. | |||||
| 2024 | Club of Engineers and Friends e. V., Berlin | Resilient Floating Village: Floating Mothership, Indien | Indien |
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www.cef-help.org |
Resilient Floating Village: Floating Mothership, IndienDas Projekt „Resilient Floating Village: Floating Mothership" hat sein Ziel erreicht: Die ländliche Bevölkerung von Bihar erfuhr von den Vorteilen schwimmender Infrastruktur und wurde darin geschult, diese selbst zu bauen – ein Beitrag zur Vermeidung von Abwanderung in Städte, Aufgabe traditioneller Lebensformen und Verarmung. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 wurde ein 220 Quadratmeter großes schwimmendes Mothership als innovative klimaresiliente Infrastruktur erfolgreich fertiggestellt. Die funktionsfähige schwimmende Plattform verbindet traditionelle Bauweisen mit modernen Upcycling-Methoden: Eine Stahlunterkonstruktion getragen von recycelten Plastikfässern, kombiniert mit Low-Tech-Kreislaufsystemen – Vertical-Farming für Nahrungsmittelproduktion während Überflutungen, Solarenergie für netzunabhängige Stromversorgung und Kompost-Toiletten für hygienische Abwasserentsorgung ohne Wasserverschmutzung. Ein kleines schwimmendes Haus als abkoppelbares Demonstrationsmodul erweitert die Nutzungsmöglichkeiten. Praktische Wissensvermittlung und Kapazitätsaufbau standen im Zentrum: 13 lokale Handwerker:innen wurden intensiv in Schweißtechnik, Metallverarbeitung, nachhaltigen Baustoffen (Waste-Plastic-Composites, Bambus, Lehm) und Plattformstatik geschult und fungieren nun als Multiplikator:innen. Circa 55 Kleinbäuer:innen, Fischer und Studierende aus umliegenden Dörfern nahmen an hands-on Schulungsphasen teil. Mehrere hundert Personen aus lokalen Gemeinschaften wurden durch partizipative Bauarbeit, Community-Workshops und über 500 Besucher:innen im Dezember 2025 erreicht. Das Projekt erreichte höchste institutionelle Anerkennung auf Landes- und nationaler Ebene, umfangreiche Medienberichterstattung sowie die offizielle Genehmigung zur Verlegung nach Patna. Das Mothership bildet eine funktionale Grundlage für Schulungen zu klimaresilienten Technologien, gemeinschaftsbasierte Klimaanpassung und partizipative Resilienzprojekte. Die aufgebauten lokalen Kompetenzen und das hybride Finanzierungsmodell (Unterstützernetzwerke und Vermietung für Bildungsevents, Workshops, Kunstausstellungen) schaffen Voraussetzungen für Selbsttragfähigkeit und Skalierung des Ansatzes | ||||
| 2024 | Wothouq e. V., Leipzig | Kompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, Türkei | Türkei |
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Kompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, TürkeiIn den vergangenen Jahren haben sich die Lebensbedingungen in der Türkei für Einheimi-sche wie auch für geflüchtete Menschen drastisch verschlechtert. Die anhaltende wirtschaft-liche Krise, politische Unsicherheit und wachsender gesellschaftlicher Druck – insbesondere auf syrische Geflüchtete – führen weiterhin zu einem Klima der Perspektivlosigkeit. Für viele Betroffene stellt eine Rückkehr in ihre Herkunftsländer keine realistische Option dar. In die-sem Kontext sind Initiativen, die sowohl wirtschaftliche Teilhabe als auch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern, von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund realisierte Wothouq e.V. ein Projekt, das auf den bereits vorhande-nen Kenntnissen und Interessen im Bereich Schneiderei aufbaute. Es brachte Frauen aus ver-schiedenen Herkunftsländern – unter anderem aus Syrien, Afghanistan und mehreren afri-kanischen Staaten – zusammen, um in einem selbstorganisierten Prozess Kinderkleidung zu entwerfen und zu produzieren. Die Teilnehmerinnen arbeiteten gemeinsam in Design- und Schneidereigruppen, entwickelten kulturell inspirierte Kleidungsstücke und organisierten sich eigenverantwortlich innerhalb der Projektstruktur. Im Rahmen von Schulungen und Workshops erwarben sie technische, gestalterische und un-ternehmerische Kompetenzen. Die fertigen Kleidungsstücke wurden nach dem Prinzip „1+1“ teils verkauft, teils an bedürftige Menschen weitergegeben. Eine öffentlich organisierte Ver-kaufsveranstaltung sowie die Entwicklung einer eigenen Produktidentität und eines Flyers stärkten die Sichtbarkeit der Ergebnisse und der Teilnehmenden. Das Projekt zeigt, dass gemeinsames kreatives Arbeiten eine wirkungsvolle Methode ist, um soziale Isolation zu durchbrechen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und Selbstwirksam-keit zu stärken. Viele der Frauen konnten ihre Fähigkeiten erweitern, ein kleines Einkommen erzielen und gewannen Vertrauen in |