Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2020Pax et bonum – Eine-Welt-Laden e. V., Bischofswerda30 Jahre entwicklungspolitische Arbeit in Bischofswerda/OstsachsenBRD
Projektsumme: 5.467,00 €
Fördersumme: 2.000,00 €
www.weltladen-biw.de

30 Jahre entwicklungspolitische Arbeit in Bischofswerda/Ostsachsen

Unser kleiner ehrenamtlich arbeitender Verein hatte für unser 30jähriges Jubiläumsjahr 21 Veranstaltungen in Bischofswerda und umliegenden Gemeinden geplant. 19 konnten wir umsetzen, trotz des zweimaligen Lockdowns wegen Corona. Zudem haben wir dafür mit 16 regionalen Partnern (Kirchgemeinden, Stadtverwaltung, Schulen, andere Vereine) zusammengearbeitet und konnten auch darüber unser entwicklungspolitisches Anliegen transportieren. Dank der Förderung haben wir Menschen einladen können, die in unseren Kommunen damit auch die (inter)kulturelle Vielfalt belebten. Anerkennung für unsere Arbeit erhielten wir von vielen Seiten, auch aus der kommunalen Verwaltung.

Wir haben intensive Pressearbeit geleistet und zwei Halbjahres-Programme, Flyer und Plakate zur Veranstaltungsankündigung erstellt. Weiterhin nutzen können wir das erstellte Rollup.

2020aha – anders handeln e. V., Dresdenanders handeln, anders denken – für die Eine Welt!BRD
Projektsumme: 107.906,00 €
Fördersumme: 7.000,00 €
sebit.info

anders handeln, anders denken – für die Eine Welt!

Das gesamte Projekt möchte zum Nachdenken über Gewohnheiten anregen, Vorurteile hinterfragen, Empathiefähigkeit fördern und in den Veranstaltungen mit den Teilnehmerinnen und Referentinnen gemeinsam alternative Handlungsoptionen erarbeiten. Das Kennenlernen anderer Kulturen und Lebensweisen soll dabei Impulse für Veränderungen des eigenen Denk- und Lebensstil der Einzelnen geben. Mit dem Kennenlernen der sozialen und wirtschaftlichen Situation von Menschen in den sogenannten „Entwicklungsländern“ kann der eigene Blick hier vor Ort geschärft werden.

2020moveGLOBAL - Berliner Verband migrantischer-diasporischer Organisationen in der Einen Welt e. V., BerlinMultiplikatoren-Schulung zum Globalen Lernen für Menschen in der 3. LebensphaseBRD
Projektsumme: 33.333,00 €
Fördersumme: 4.000,00 €
www.moveglobal.de/

Multiplikatoren-Schulung zum Globalen Lernen für Menschen in der 3. Lebensphase

Das Projekt „Multiplikatoren Schulung zum Globalen Lernen für Menschen in der dritten Lebensphase“ qualifizierte 15 Bildungsreferentinnen u.a. zu den Themen Krieg und Frieden, ÖKO-KONSUM und FAIRTRADE, Armut, Flucht und Migration. In 6 Modulen standen im Fokus eine breite Palette von Themen, die die globale Zusammenhänge, das Nord-Süd Verhältnis als Schwerpunkt hatten. Das erworbene Wissen konnte durch 32 Bildungsangebote im Haushaltsjahr 2020 in der Praxis eingesetzt werden. Das Projekt unterstützte 15 Multiplikatorinnen solche Themen wie Frieden, Flucht und Migration, Werte und Wahrnehmung, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Klimawandel, Menschenrechte, Weltwirtschaft, Fairer Handel und vieles mehr in ihre Bildungsangebote mit Menschen in der 3. Lebensphase zu integrieren.

Mit unserer Qualifizierungsreihe haben wir Lernangebote entwickelt, die zu der Kompetenz führen sollten, mit der Komplexität und Fremdheit durch Globalisierung umgehen zu können. Den Ansatz Multiplikatoren zu qualifizieren und dazu zu befähigen, Bildungsveranstaltungen zum Globalen Lernen mit Senior*innen durchzuführen, ist richtig und muss weitergeführt werden. Dafür bauen wir auf die Migrantenorganisationen (MO‘s), auf Studierende, auf die Einrichtungen der Erwachsenenbildung und die ehrenamtlich Engagierten in der Arbeit mit älteren Menschen. Mit den entsprechenden Angeboten zur Qualifizierung und Weiterbildung konnten sich die Teilnehmenden sich mit fachlichen, inhaltlichen und methodischen Herausforderungen und der zielgruppengerechten Ansprache auseinandersetzen und eigene zielgruppenorientierte Angebote entwickeln.

2020Soziale Bildung e. V., Rostock(Post)koloniale Verantwortung und entwicklungspolitisches Lernen in erlebnisorientierten FormatenBRD
Projektsumme: 93.190,00 €
Fördersumme: 6.500,00 €
www.soziale-bildung.org

(Post)koloniale Verantwortung und entwicklungspolitisches Lernen in erlebnisorientierten Formaten

2020: Umsetzung von Bildungsveranstaltungen (Projekttage, Seminare, Trainings) Weiterbildung der Multiplikatorinnen und Neu/Weiterentwicklung von Konzepten (Konsumkrit. Wohnungsrundgang, Rostock Postkolonial), Transfer der Über oder -erarbeiteten Konzepte, Multiplikatorinnenaustausch

2020Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinEntwicklungspolitik to go – in Sachsen-Anhalt: Welchen Beitrag leistet die Entwicklungspolitik für eine nicht-rassistische Gesellschaft?BRD
Projektsumme: 5.391,00 €
Fördersumme: 5.391,00 €

Entwicklungspolitik to go – in Sachsen-Anhalt: Welchen Beitrag leistet die Entwicklungspolitik für eine nicht-rassistische Gesellschaft?

Der jährliche Workshop – im Rahmen des SDG-Programms – knüpft an die Idee der Regionalkonferenzen an. Der erste „Entwicklungspolitik to go“-Workshop wurde im Januar 2016 mit dem Landesnetzwerk ENS in Dresden umgesetzt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wurde im Februar 2017 ein ähnlich lautender Workshop in Eberswalde (gemeinsam veranstaltet mit VENROB) umgesetzt. Im September 2017 erfolgte dann der dritte Workshop dieser Art unter der Bezeichnung „Niemanden zurücklassen, Neue dazugewinnen“ im Demokratie-Bahnhof in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern. Der vierte Workshop fand im September 2018 in Neudietendorf in Kooperation mit dem thüringischen Landesnetzwerk EWNT statt. Alle vier Workshops hatten inhaltlich unterschiedliche Akzente, doch stets ging es um die Beiträge der EP zur antirassistischen Gesellschaft. 2019 wurde in Kooperation mit dem ENS/Sachsen eine eintägige Fachtagung „Entwicklungspolitik „Stop & go“ durchgeführt, bei dem Bilanz gezogen und das Positionierungspapier erarbeitet wurde. 2020 soll die Veranstaltung eventuell in Sachsen-Anhalt stattfinden, alternativ wären Brandenburg und MV denkbar.

2020treemedia e. V., BerlinDer Mais – unsere Lebensgrundlage. Transnationale Migration einer Kultur-und Nutzpflanze und ihre Verortung in neuen Lebens- und Kultur-RäumenBRD
Projektsumme: 9.000,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.treemedia.org

Der Mais – unsere Lebensgrundlage. Transnationale Migration einer Kultur-und Nutzpflanze und ihre Verortung in neuen Lebens- und Kultur-Räumen

Im Rahmen unseres Herbstprogrammes ist es uns gelungen, 5 Hybrid- bzw. Online-Veranstaltungen zu realisieren und anhand der Kultur- und Nutzpflanze Mais und dem Comic als Bildungsmaterial aktuelle Fragestellungen zu den Grenzen und Alternativen unseres derzeitigen Ernährungs- und Industriemodells aufzugreifen und kritisch zu reflektieren. Ausgehend von der Mythologie des Maises und der Kosmologie der Maya, thematisiert der Comic „Mais-unsere Lebensgrundlage“ die globale Ausbreitung der Kulturpflanze im Zuge des Kolonialismus und seine Bedeutung in Zeiten der Sklaverei bis hin zur heutigen Nutzung durch (trans-)nationale Unternehmen. Durch Einsatz des Bildungsmaterials und die Vernetzung mit diversen Kooperationspartnern und Initiativen auf regionaler und bundesweiter Ebene konnten wir mit den verschiedenen Zielgruppen/TeilnehmerInnen Diskussionen über unser globales Ernährungs- und Agrarsystem anstoßen.

2020Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V., RostockAuf der Suche nach dem Weltmarkt – Landwirtschaft in MV im globalen KontextBRD
Projektsumme: 44.176,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.eine-welt-mv.de

Auf der Suche nach dem Weltmarkt – Landwirtschaft in MV im globalen Kontext

Im Projekt „Globale Landwirtschaft MV“ wurde der Einfluss der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf die Länder des Globalen Südens untersucht beziehungsweise, welche Rolle die Landwirtschaft in MV im globalen Wirtschaftsgefüge spielt. Der Fokus des Projektes lag auf den Produkten Weizen, Soja als Tierfutter sowie Milch.

Die gesammelten Informationen wurden sortiert, aufbereitet und sind auf der Website www.globale.landwirtschaft.de veröffentlicht. Ebenfalls wurden die Projektergebnisse bei Veranstaltungen weitergetragen und es erschien eine Podcast-Folge in der Reihe GlobalLokal (https://eine-welt-mv.de/podcast/).

2020Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess Treptow-Köpenick e. V., BerlinSuffizienz und Postwachstum in Kirchengemeinden im ländlichen RaumBRD
Projektsumme: 24.735,00 €
Fördersumme: 3.636,00 €
www.kommunale-oekumene.de

Suffizienz und Postwachstum in Kirchengemeinden im ländlichen Raum

Mitglieder zweier ländlicher Kirchengemeinden wurden dazu motiviert, Nachhaltigkeits-Akteur*innen zu werden. Zu diesem Zweck wurden Informations- und Arbeitsmaterialien erstellt, die in knapp zwanzig Veranstaltungen getestet wurden. Diese Materialien stehen nun als Open-Source-Materialien auf der Webseite www.gemeinde-n.de zur Verfügung.

2020Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess Treptow-Köpenick e. V., BerlinAktualisierung der Eine Welt-Projekte u. -partnerschaften im NachhaltigkeitsprozessBRD
Projektsumme: 7.714,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.kommunale-oekumene.de

Aktualisierung der Eine Welt-Projekte u. -partnerschaften im Nachhaltigkeitsprozess

Um sich einen Überblick über die Eine-Welt-Arbeit im Bezirk Treptow-Köpenick zu verschaffen, begann die Kommunale Ökumene 2010 mit einer Untersuchung der im Bezirk und in den ansässigen Kirchengemeinden vorhandenen Eine-Welt-Projekte und -Partnerschaften.

Mit der Aktualisierung und Überarbeitung der Broschüre zu Eine-Welt-Projekten, Städte- und Gemeindepartnerschaften sowie Eine-Welt-Läden ist ein realitätsgetreues Bild gegenwärtiger Aktivitäten in Treptow-Köpenick entstanden. Diese Broschüre und die dazu durchgeführte Veranstaltung zu ihrer Vorstellung tragen maßgeblich zur weiteren Vernetzung der aktiven Akteur*innen in der Eine-Welt-Arbeit bei.

2020sukuma arts e. V., Dresden11. Umundu-Festival Dresden (2019) u. 12. Umundu-Festival Dresden (2020)BRD
Projektsumme: 145.976,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sukuma.net

11. Umundu-Festival Dresden (2019) u. 12. Umundu-Festival Dresden (2020)

Das Projekt Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung hat in 2020 jeweils ein aus den Maßnahmen Markt der Utopien, Symposium, Festivalwoche und BNE-Angebote in der schulischen und außerschulischen Bildung bestehendes Bildungs- und Informationsprogramm durchgeführt. Im Jahr 2020 widmete sich das Programm unter dem Thema "Müll - Von Resten & Ressourcen" unserem Umgang mit den Dingen und Stoffen in einer Wegwerfökonomie und den Folgen der Müllproduktion für Mensch und Umwelt. In den Veranstaltungen wurde nach den Ursachen, Bedingungen und Konsequenzen der Müllproduktion gefragt und diskutiert, welche Wege eingeschlagen werden müssen, um Menschen und Lebensräume vor Schäden durch Äbfälle zu bewahren und einen effizienten Umgang mit knappen Rohstoffen und eine Welt ohne Müll zu verwirklichen.

2020Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Sömmerda e. V., SömmerdaEin gutes Leben für alle – Produktion und Konsum neu denkenBRD
Projektsumme: 1.927,00 €
Fördersumme: 1.850,00 €
www.asb-soemmerda.de

Ein gutes Leben für alle – Produktion und Konsum neu denken

Ein gutes Leben für alle ist möglich! Die Agenda 2030 versucht ganz konkret mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen dieses Ziel umzusetzen. Der Weltladen LOCODEMU hat sich in 2020 dem 12. Ziel, der nachhaltigen Konsum- und Produktionsmuster, angenommen und Veranstaltungen, Diskussionen und Aktionen durchgeführt. Mit bürgerlichen Engagement haben wir etwas für eine positive Entwicklung getan und die Menschen im Landkreis Sömmerda den Blick für unsere globalen Produktionsbedingungen geöffnet und sie für alternative Konsummöglichkeiten sensibilisiert.

2020Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit Mecklenburg-Vorpommern (GSE) e. V., RostockEine Welt – viele LebensräumeBRD
Projektsumme: 12.799,00 €
Fördersumme: 2.500,00 €
www.gse-mv.de

Eine Welt – viele Lebensräume

Projekte in Kindertageseinrichtungen für Kinder von 4 bis 6 Jahren: Alle Themen wurden im globalen Kontext durchgeführt, ausgehend von der Lebenswelt und dem Interesse der Kinder hin zu globalen Zusammenhängen, die spielerisch aufbereitet für die Kinder begreifbar gemacht wurden. Dabei arbeiten wir ganzheitlich, unter Einbezug aller Sinne sowie Lernzugänge der Jungen und Mädchen. Durchführung von 21 Reihen von Projekten (mit meist 5 Projekten á eine Stunde pro Reihe). * Zerstörte Lebensräume - Die Orang Utans ; * Wanderer auf dünnem Eis – Der Eisbär, Von Königinnen und Arbeiterinnen – Die Honigbiene, Extreme Hitze und kaum Regen – Tiere der Wüste; * Abenteuer Regenwald – Bunte Vielfalt, * Haus- und Nutztiere hier und anderswo:

Planung der Durchführung von Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Kooperation mit KITA GLOBAL zu Themen des Globalen Lernens (leider nicht stattgefunden), Weiterbildung der Multiplikator*innen (5) der GSE zu den Themenschwerpunkten des Projektes und ständiger Austausch.

2020Global New Generation Berlin e. V., BerlinWir sind EineWelt 2020BRD
Projektsumme: 13.000,00 €
Fördersumme: 3.000,00 €
www.gngberlin.de

Wir sind EineWelt 2020

"Wir sind EineWelt 2020“ war eine ganzheitliche und partizipativ angelegte Veranstaltungsreihe der Non-Formalen Bildung für Kinder und Jugendlichen mit aber nicht ausschließlich Migrationshintergrund und deren Umfeld, also Bildungsbeauftragte wie Eltern, Lehrerinnen, Pädagoginnen etc. Die Veranstaltungsreihe war offen zugänglich für alle und fand sowohl real als auch virtuell statt. In verschiedenen Workshops, wie z.B. dem interkulturellen Kindermusical, oder in Videochats beispielsweise mit Bildungsbeauftragten über 4 Länder hinweg, haben wir die Komplexität global vernetzter Gesellschaften zu erkennen gelernt.

Im Projektzeitraum wurde gemeinsam mit Bildner:innen, Eltern, Kindern und Jugendlichen Bildungsmaterialien entwickelt und umgesetzt. Dabei sind Ausmalbilder, ein Bildungsplakat, ein Bühnenstück mit Musik, und neun Lernfelder auf einer Online Lernplattform entstanden. In thematisch angeordneten Lernfeldern, können sich registrierte User:innen in der Online School ( GNGHomeschool.one ) spielerisch Wissen aneignen. Die Lernplattform richtet sich an 3 Zielgruppen: Kinder im Grundschulalter, Jugendliche und Erwachsene mit Bildungsauftrag. Erfolgreich bearbeitete, interaktive Lernspiele belohnen mit Münzen. Die Münzen können zum Spielen von, durch Teilnehmer*innen (Kinder und Jugendliche) erstellte Spiele eingetauscht werden. In einem geschützten und überwachten Chatroom können User:innen miteinander kommunizieren.

Auf allen uns zugänglichen Ebenen haben die Teilnehmenden globale Zusammenhänge reflektiert und partizipativ lokale Handlungsstrategien entwickelt.

2020Solidaritätsdienst International e. V. (SODI), BerlinHI[STORY] of Food – Die globale Geschichte unserer NahrungBRD
Projektsumme: 59.541,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sodi.de

HI[STORY] of Food – Die globale Geschichte unserer Nahrung

Pflanzen haben eine lange Migrationsgeschichte hinter sich. Aus wirtschaftlichem Interesse wurden viele Pflanzen und Tiere in neue Regionen gebracht und dort verbreitet. Mithilfe von Videos, einer Wanderausstellung und Workshops gehen die Schüler*innen in dem Projekt Unsere Nahrung und ihre globalen Wurzeln auf den Grund und erfahren mehr über die lange Reise der Pflanzen. Die Teilnehmenden beschaffen sich Informationen zur Herkunft und Migrations-geschichte von Nahrungsmitteln wie Mais, Reis, Zucker, Palmöl und Soja. Sie diskutieren über die Auswirkungen der Kolonialgeschichte auf die heutige Produktion, Vermarktung und des Konsums und die Konsequenzen für Umwelt und Mensch im Globalen Süden. Sie reflektieren kritisch, welche Rolle sie in Bezug auf die globalen Zusammenhängen einnehmen. Sie erkennen unterschiedliche Handlungsebenen und Handlungsmöglichkeiten in einer globalen Gesellschaft.

2020Soned Brandenburg e. V., LuhmePrignitz im WandelBRD
Projektsumme: 10.102,00 €
Fördersumme: 9.500,00 €

Prignitz im Wandel

Mit dem Projekt haben wir die Idee der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in die Prignitz gebracht und in unterschiedlichen Formaten präsentiert. Eine Ferien-Kunst-Welt-Reise nahm Jugendliche und ihre Familien mit um den Planeten in Form des Weltspiels und sie machten Station in Dandoora, Kenja. In der Prignitz zurück, überlegten sie welche Bedeutung die SDGs hier vor Ort haben und verabredeten weitere Aktivitäten. Ein Dialogbüro fand in Pritzwalk seinen Platz und kommunizierte mit der breiten Bevölkerung und kommunalen Vertreter*innen über einen lokalen, regionalen wie auch persönlichen Wandel hin zu Nachhaltigem Handeln. Eine Initiative zum Kleidertausch stellte die persönliche Kaufentscheidung in die politischen Zusammenhänge von Lieferketten und Produktionsbedingungen der globalen Textilindustrie. Über die getätigte Vernetzung bildete sich ein Kreis von Aktiven, die über den Projektzeitraum hinaus gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit planen.

2020Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e. V., GreifswaldKnow your rights! Menschenrechtsbasierte Bildung für gesellschaftliche TeilhabeBRD
Projektsumme: 57.269,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.straze.de

Know your rights! Menschenrechtsbasierte Bildung für gesellschaftliche Teilhabe

Mit dem Projekt wollten wir die Teilnehmenden für die Idee universeller Menschenrechte sensibilisieren. Wir ermutigen sie, sich gegen Ungerechtigkeiten einzusetzen und selbst einen Umgang miteinander zu etablieren, der sich stark macht gegen Diskriminierung und der auf den Menschenrechten basiert. Wir haben Projekttage mit verstärkter Einbeziehung von Fluchtursachen und migrantischen Perspektiven an Schulen in Vorpommern durchgeführt. Jugendliche konnten außerhalb von Schule an einem wöchentlichen Freizeittreff und Ausflügen sowie an einem Sommercamp teilnehmen. Für unsere Multiplikator*innen und pädagogische Fachkräfte haben wir im Rahmen des Projektes Fortbildungen angeboten. Die interessierte Öffentlichkeit konnte an ein Theaterstück und ein Hauswandkino besuchen.

2020SONED (southern networks for environment and development) in Friedrichshain, BerlinInklusiv statt exklusiv – gemeinsam Handlungsoptionen zur Umsetzung der SDGs ergründenBRD
Projektsumme: 33.557,00 €
Fördersumme: 7.500,00 €
www.soned.de

Inklusiv statt exklusiv – gemeinsam Handlungsoptionen zur Umsetzung der SDGs ergründen

Das Projekt bestand aus vier Säulen. Die erste war das Weltfest. Geplant war ein Fest zusammen mit dem Kult.Verein für Jugendkultur e.V. auf dem Gelände des Yaam mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops vor Ort. Dieses konnten wir aufgrund der Pandemiesituation so nicht realisieren. Daher haben wir das Fest in den digitalen Raum verlegt. Am 03.12.2020 fand ein mehrstündiger Live-Stream mit Vorträgen, Diskussionen und Musik statt und am 05.12.2020 haben wir dann teilweise gleichzeitig mehrere Workshops digital als Video-Live-Schaltung durchgeführt. Themen während der Veranstaltungen waren „Fluchtursachen im globalen Zusammenhang – Wie wir dazu beitragen und was wir verändern können“, „Deutscher Kolonialismus im Diskurs – Deutsche Kolonialgeschichte im Globalen Süden am Beispiel Ghana“ und „Community Building“. Zusätzlich gab es noch praktische Workshops zu Upcycling und Naturkosmetik. Die zweite Säule stellte unsere montägliche Veranstaltungsreihe dar. Hier haben wir regelmäßig Essen aus containertem Lebensmitteln des örtlichen Bio-Supermarkts zubereitet und gegen Spende angeboten. Zum Nachtisch servierten wir Vorträge zu den verschiedenen Nachhaltigkeitszielen, bei denen ausgewählte Projekte und Organisationen ihr Arbeit vorstellen konnten. Dies ging in der geplanten Art und Weise nur bis Ende Oktober. Danach konnten wir nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten, was von unseren Gästen sehr geschätzt wurde. Die Vorträge haben wir aufgrund der unsicheren Pandemielage auch in Form von kleinen Interviews mit unseren Gesprächspartnern auf unserer Website zugänglich gemacht. Die dritte Säule waren Aktivitäten im Rahmen unserer Partnerschaft mit der Schule für Erwachsenenbildung e.V., welche wir im Rahmen ihrer Schulpartnerschaft mit dem Ghana Permaculture Institut unterstützen. Die Schüler*innen der Schulpartnerschafts-AG haben sich regelmäßig online zu ihren AG-Treffen getroffen und sind gemeinsam auf ein Wochenendseminar nach Werder gefahren. Dort haben sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Themen im Rahmen der Partnerschaft beschäftigt - Planung einer Begegnungsreise 2021, das Biko-Programm, eine Faire Trade Schülerfirma und Critical Whiteness. Zum letzten Thema haben wir zusätzlich noch einen 5-stündigen online Workshop mit AfricAvenir e.V. organisiert. Die viert und letzte Säule des Projekts bildeten Workshops zur Praktischen Umsetzung der SDGs im Alltag, welche wir in Kooperation mit dem Gemeinschaftsgarten Frieda Süd durchführen wollten. Diese Workshops konnten leider nicht im Garten stattfinden und mussten daher auch digital durchgeführt werden. Diese erfreuten sich allerdings großer Beliebtheit. Themen dieser Workshops waren eine Einführung in die Permakultur, Vertikalgärten und Wintergemüse mit Praktischen Tipps für Garten und Balkon

2020Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum ARiC Berlin e. V., BerlinHier und jetzt! Kolonialismus und Kolonialrassismus im SchulunterrichtBRD
Projektsumme: 51.891,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.aric.de

Hier und jetzt! Kolonialismus und Kolonialrassismus im Schulunterricht

Globales Lernen wird gesellschaftspolitisch immer bedeutsamer für die Bildung verantwortungsbewusst handelnder Menschen. Dazu gehört aktuell maßgeblich die Beschäftigung mit der kolonialen Vergangenheit und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart. Das Projekt zielte auf eine vertiefte verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte und deren durch Kolonialrassismus bedingten Folgen für das Hier und Jetzt ab. Mit einem Fortbildungsangebot für Pädagog:innen, wie Lehrkräfte oder Bildungsreferent:innen des Globalen Lernens, wurde die Beschäftigung mit den Themen in der Bildungsarbeit gefördert, um migrantisch-diasporische Perspektiven erweitert und das rassismussensible Handeln gestärkt. Im Fokus standen die gegenwärtigen Einschreibungen des Kolonialismus als globale Zusammenhänge in Nord-Süd Beziehungen, Denk- und Handlungsmuster sowie das Berliner Stadtbild als Lernort einer global orientierten entwicklungspolitischen Bildung. In der Auseinandersetzung mit den Spuren des Kolonialismus erhielten Pädagog:innen Denkanstöße für ein kolonialhistorisches und rassismussensibles Verantwortungsbewusstsein als Voraussetzung für eine rassismussensible Handlungsfähigkeit nach den Maßstäben des Globalen Lernens. Das Projekt bot Gelegenheit, die eigenen Kenntnisse zum Thema Kolonialismus und Kolonialrassismus zu erweitern, bot Raum für handlungsorientierte Selbstreflexion und zeigte Möglichkeiten für eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der globalen und lokalen Kolonialgeschichte und ihrem Erbe in der Schule auf.

2020Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V., BerlinBerliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm (benbi) 2019 und 2020BRD
Projektsumme: 195.687,00 €
Fördersumme: 15.000,00 €
kate-berlin.de

Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm (benbi) 2019 und 2020

Das 21. Benbi stand unter dem Jahresthema Digitalisierung. Entwickelt wurden 12 Workshopangebote von 14 NROen für 3 Altersstufen sowie ein Angebot für Pädagog*innen, die sich mit vielfältigen Perspektiven und Methoden des Globalen Lernens mit dem Jahresthema auseinandersetzen. Die vom 2.- 6.11.2020 geplante Aktionswoche musste pandemiebedingt leider kurzfristig abgesagt werden. Die Konzepte wurden in einer Publikation verschriftlicht, die Schulen zur Verfügung steht. Ebenfalls anknüpfend an das Jahresthema wurden Audiobeiträge für 3 Altersstufen sowie eine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion samt Bildungsmaterialien erstellt. KATE e.V. plante das benbi 2020 und coronabedingte Anpassungen, beriet beteiligte NROen sowie interessierte Lehrkräfte und entwickelte Formate sowie Publikationen.

2020Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V., Leipzig„Zukunft für alle“ – weltweit! Lernen für ein solidarisches MiteinanderBRD
Projektsumme: 27.368,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

„Zukunft für alle“ – weltweit! Lernen für ein solidarisches Miteinander

Es wurden 6 Seminare mit Lehramtssutdierenden an den Universitäten Leipzig , Erfurt und Kassel in Kooperation mit je einer Lehrkraft von dort durchgeführt. Inhalte waren die Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren und ‚gelebten Alternativen“ einer sozial-ökologischen Transformation und die Zusammenarbeit mit diesen Lernorten als Schule. Die angehenden Lehrerinnen setzten sich mit den Herausforderungen globaler sozialer und ökologischer Krisen auseinander und haben Lernorte/Akteure hier vor Ort recherchiert, kontaktiert und dazu Lernkonzepte entwickelt, um mit Schülerinnen Alternativen zu einer global ausbeuterischen Lebens- /Produktionsweise zugänglich und motivierend zu erfahren.

Dazu wurden zudem 4 Veranstaltungen für Lehrerinnen (und außerschulische Multiplikatorinnen) durchgeführt.

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