Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des aktuellen Programm-Zyklus dargestellt. Zuvor im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2025Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinNiemanden zurücklassen. Volles Engagement für die nachhaltigen Entwicklungsziele“ - Durchführung von jährlichen Bilanz-Tagungen auf Länderebene, gemeinsam mit den ostdeutschen LandesnetzwerkenBRD
Projektsumme: 7.000,00 €
Fördersumme: 7.000,00 €

Niemanden zurücklassen. Volles Engagement für die nachhaltigen Entwicklungsziele“ - Durchführung von jährlichen Bilanz-Tagungen auf Länderebene, gemeinsam mit den ostdeutschen Landesnetzwerken

Gemeinsam mit den Eine-Welt-Landesnetzwerken in Ostdeutschland sollen in den nächsten fünf Jahren einmal jährlich in den Landeshauptstädten zivilgesellschaftliche Tagungen stattfinden. Beim ersten Teil, den Workshops sollen im Wesentlichen zwei Aspekte thematisiert werden: Zum einen sollen aus der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft und Mitgliedschaft der jeweiligen Landesnetzwerke besonders gut funktionierende Bildungsansätze/Methoden zu den SDGs/der Agenda 2030 vorgestellt und über die Vernetzung und den Austausch während des Workshops verbreitet werden. Zum anderen sollen VertreterInnen aus zuständigen Landesverwaltungen und Ministerien sowie Abgeordnete aus den Länderparlamenten eingeladen werden gemeinsam zu diskutieren, wie die Rahmenbedingungen für bildungspolitische zivilgesellschaftliche Interventionen und Engagementförderung zur Agenda 2030 und den Nachhaltigkeitszielen weiter verbessert werden können, gerade angesichts der großen Herausforderungen bei der Realisierung der Ziele bis 2030. Zum Abschluss des Workshops soll dann im zweiten Teil eine öffentliche Veranstaltung stattfinden, bei der einer interessierten Öffentlichkeit zum einen der internationale Stand der Umsetzung der SDGs vermittelt wird und zum anderen ganz konkret dargelegt wird, was im Bundesland noch getan werden kann, um die Umsetzung der SDGs/Agenda 2030 politisch und gesellschaftlich zu unterstützen.

Wir planen mit einer Gruppenstärke von insgesamt 40-50 Teilnehmenden für die Tagung, im Wesentlichen sollen dies Vereine, Initiativen und PraktikerInnen aus dem Bundesland, dem Landesnetzwerk sein, die unmittelbar zu den siebzehn Nachhaltigkeitszielen bildungspolitisch arbeiten sowie unmittelbar für diese Themenbereiche zuständige MitarbeiterInnen und EntscheidungsträgerInnen aus den Verwaltungen und Ministerien. Bei der Abendveranstaltung sollen im Schnitt ca. 30-40 interessierte Personen aus der breiten Öffentlichkeit zuzüglich eines Teils der Personen aus dem Workshop teilnehmen. Es war geplant, 2024 die erste Tagung durchzuführen, was aber auch Kapazitätsgründen seitens der Stiftung und der Landesnetzwerke nicht geklappt hat. Nun ist die Idee, 2025 zwei Tagungen umzusetzen. Die erste Tagung im ersten Quartal 2025 (finanziert aus dem Budget 2024) soll sich dabei auf die gesellschaftspolitischen Veränderungen, auch im Zuge der Landtagswahlen, auf die Situation und den Stellenwert von Entwicklungspolitik/der Agenda 2030 in Deutschland beziehen. Inhaltlich-thematisch werden wir hier bereits im November in Leipzig mit den Landesnetzwerken von Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein niedrigschwelliges Austausch-Treffen durchführen, welches dann zur Vorbereitung der gemeinsamen Tagung dienen könnte. Die zweite Tagung wird dann im Spätsommer/Herbst vermutlich in MV zu den SDG – fünf Jahre vor dem ursprünglich anvisierten Realisierungsdatum der 17 Nachhaltigkeitsziele.

2025MUSAIQ e. V., Halle / SaaleSDG | WorkshopserieBRD
Projektsumme: 8.873,81 €
Fördersumme: 5.990,00 €
www.musaiq.eu

SDG | Workshopserie

In den Sommerferien 2025 fand in Sachsen-Anhalt über drei Wochenenden eine Workshopserie zu den SDGs für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren statt. Die jeweils 15 Teilnehmenden waren aktiv in Planung und Durchführung eingebunden. Die Schwerpunkte lagen auf den SDGs 2, 10, 12 und 16 und wurden auch aus der Perspektive Syriens, Afghanistans, Kenias und des Senegals betrachtet. Inhalte setzten die Kinder und Jugendlichen kreativ und handwerklich um und organisierten eine abschließende Ausstellung. Auch die gemeinsame Planung und Zubereitung der Verpflegung bot Möglichkeiten, Wissen praktisch anzuwenden. Methoden der Erlebnispädagogik, kulturellen Bildung und des Globalen Lernens verbanden Wissensvermittlung mit Erfahrungen und künstlerischer Arbeit. Ziel war die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sowie die Stärkung der Handlungskompetenzen der Teilnehmenden.

2025Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 1.206,98 €
Fördersumme: 1.206,98 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

2025 werden wir erneut Fachgespräche zu ausgewählten SDG online veranstalten. Die Inhalte der Fachgespräche stehen gegenwärtig noch nicht fest. Darüber hinaus wollen wir im Rahmen des neuen SDG-Förderprogramms bei Vernetzungsveranstaltungen (online und analog) von AkteurInnen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit, dem Globalen Lernen und benachbarten Bildungsbereichen mit offensichtlichen Anknüpfungsmöglichkeiten an das BMZ-Konzept anhand niedrigschwelliger Formate/Materialien die SDGs vorstellen.

2025Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle/ SaaleA Good Life for All and the SDGs: A Postcolonial Critique of the Sustainable Development AgendaBRD
Projektsumme: 4.262,78 €
Fördersumme: 3.500,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

A Good Life for All and the SDGs: A Postcolonial Critique of the Sustainable Development Agenda

Das Seminar „A Good Life for All and the SDG´s: A Postcolonial Critique of the Sustainable Development Agenda“ hatte das Ziel die Teilnehmenden mit den Sustainable Development Goals (SDGs) vertraut zu machen und sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Agenda 2030 – insbesondere aus postkolonialer Perspektive – zu befähigen. Dabei wurde gemeinsam der Frage nachgegangen, ob und inwiefern die SDGs ein Gutes Leben für alle ermöglichen. Der Einstieg erfolgte spielerisch über ein Quiz und eine Einführung in die Entstehung und Inhalte der SDGs. In Kleingruppen- und Plenumsphasen wurden zentrale Aspekte der SDGs sowie ihre fünf Säulen analysiert, diskutiert und kritisch hinterfragt. Kreative Arbeitsphasen, ein TED-Talk zu den SDGS und die Präsentation individueller Sichtweisen auf ein „Gutes Leben für alle“ förderten eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Das Seminar war partizipativ angelegt und lebte von der Vielfalt der Perspektiven, insbesondere durch die Teilnehmenden aus dem Globalen Süden. Die Ergebnisse dienten auch der gemeinsamen Entwicklung von Themen für zukünftige STUBE-Seminare.

2024Initiative Perspektivwechsel e. V., BerlinResistance - Three generations of anticolonial protest in CameroonBRD
Projektsumme: 18.673,29 €
Fördersumme: 14.030,00 €
www.initiative-perspektivwechsel.org

Resistance - Three generations of anticolonial protest in Cameroon

Kolonialismus hat immer unterschiedliche Formen der Opposition hervorgerufen. Im dominanten Geschichtsdiskurs sind Darstellungen des Widerstands jedoch unterrepräsentiert. Der Bildungscomic "Widerstand. Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun" gibt einen Anstoß antikolonialen Widerstand in der Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Neokolonialismus stärker zu berücksichtigen. Er wurde erstmalig 2019 von der Initiative Perspektivwechsel e.V. veröffentlicht und seitdem in zahlreichen Schüler:innen-Workshops, Lehrkräfte-Fortbildungen, mit Studierenden und mit Bundesfreiwilligen eingesetzt. Rund 3000 Exemplare wurden an diese Zielgruppen verteilt.

Um dem Buch eine noch größere Reichweite zu geben und den Einsatz des Buches in Workshops mit englischsprachigen Gruppen zu ermöglichen, wurde der Comic im Rahmen dieses Projektes auf Englisch übersetzt. Dabei wurden hauptsächlich folgende Zielgruppen angesprochen: Englisch-Lehrkräfte, Internationale Freiwilligenorganisationen und die englischsprachige afrikanische Community.

2024Förderverein der Freien Grundschule Regenbogen Görlitz e. V., GörlitzEssen für die Umwelt – aber wie?BRD
Projektsumme: 5.067,35 €
Fördersumme: 4.070,00 €
www.dpfa-goerlitz.de

Essen für die Umwelt – aber wie?

Im Projekt „Essen für die Umwelt“ beschäftigten sich die 2. und 3. Klassen der Regenbogenschule Görlitz über mehrere Einheiten mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung, Umweltfolgen und globaler Gerechtigkeit. Nach einer Auftaktveranstaltung folgte die inhaltliche Auseinandersetzung in der Schule mit altersgerechten Methoden wie Quiz, Bildmaterial und Gesprächsimpulsen. Anschließend besuchten die Kinder eine lokale Biogärtnerei, wo sie nachhaltige Landwirtschaft praktisch erleben und selbst Gemüse ernten konnten. Dieses wurde im Rahmen einer gemeinsamen Kochaktion in der Schule zubereitet. Beim Schulfest wurde zudem ein Informations- und Essensstand angeboten, über den auch die Eltern erreicht wurden.

2024Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle/ SaaleA Green Future: Global Energy TransitionBRD
Projektsumme: 5.022,03 €
Fördersumme: 4.250,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

A Green Future: Global Energy Transition

Das STUBE Ost Seminar „A Green Future: Global Energy Transition“ ermöglichte den Studierenden aus dem Globalen Süden sich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich die Energiewende fair und gerecht gestalten lässt und welche Lösungen aktuelle technologische Entwicklungen bieten. Die Teilnehmenden konnten sich kritisch mit der Rolle Erneuerbarer Energien im Globalen Süden auseinandersetzen und im Austausch Neues über die Vor- und Nachteile auf globaler, regionaler und individueller Ebene erfahren. Ziel des Seminars war es, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu schaffen und Strategien und Ideen zu entwickeln, wie man sich in verschiedenen Kontexten konkret für die Globale Energiewende einsetzen kann.

2024bi´bak e. V., BerlinKosmovision(en) – Alternative Systems of Knowledge – Wissen für ein nachhaltiges ZusammenlebenBRD
Projektsumme: 33.477,41 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.bi-bak.de

Kosmovision(en) – Alternative Systems of Knowledge – Wissen für ein nachhaltiges Zusammenleben

Die Veranstaltungsreihe KOSMOVISION(EN) zielt darauf ab, durch Filmvorführungen und Gespräche eine transnationale Wissensplattform zu schaffen, die historische und zeitgenössische Perspektiven aus Afrika und Lateinamerika zusammenführt. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Kolonialismus, Sklaverei und Unterdrückung auf indigene Wissenssysteme und deren Bewahrung. Die Reihe fördert inklusive, transnationale Dialoge und hinterfragt dominante Wissensstrukturen. In enger Verbindung mit den SDGs thematisiert KOSMOVISION(EN) in zwei Veranstaltungsreihen und FOKUS-Abenden globale Herausforderungen wie Landrechte, soziale Gerechtigkeit und politische Partizipation, und lädt zu einem radikalen Perspektivwechsel ein, um eine gerechtere Zukunft zu gestalten.

2024Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e. V., PotsdamIOKWE – Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit und über die Menschen auf den MarschallinselnBRD
Projektsumme: 7.922,00 €
Fördersumme: 5.940,00 €
www.inwole.de

IOKWE – Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit und über die Menschen auf den Marschallinseln

Mit einer entwicklungspolitischen Bildungsreihe wollen wir junge Menschen für die Folgen von kolonialer Ausbeutung und Klimawandel interessieren und sensibilisieren. Am Beispiel eines kleinen Inselstaates mitten im Pazifik - den Marshallinseln - wollen wir ganz konkret erklären, welche kulturellen und sozialen Auswirkungen Kolonialismus bis heute hat und wie Menschen viel unmittelbarer den Klimawandel im Alltag erleben. Wir wollen dabei einmal auf unsere guten Kontakte zu Partner*innen auf den Marshallinseln zurückgreifen und damit auch die Menschen dort zu Wort kommen lassen. Gleichzeitig haben wir uns einige kreative und besondere Formate für die Bildungsveranstalungen entwickelt und wollen mit Rollenspielen, Filmbeispielen, Fotoausstellungen und einem Podcast andere und bessere Zugänge zu jungen Leuten gewinnen. Das Projektteam besteht ebenfalls aus jungen Menschen, was den Zugang zur Zielgruppe noch erleichtert. Unser erstes Ziel ist es, dass die Teilnehmenden erkennen, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte des Kolonialismus zu beschäftigen. Eine ehrliche und kritische Aufarbeitung ist aus unserer Sicht eine unabdingbare Voraussetzung für eine gerechtere Welt und die notwendige Auseinandersetzung mit Rassismus und Ausgrenzung heute. Das zweite Ziel ist, unterschiedliche Wege und Perspektiven des Umgangs mit der Klimakatastrophe zu erkennen und zu diskutieren. Menschen in einem Land, das viel unmittelbarer betroffen ist als wir, können uns da vielleicht sogar neue Sichtweisen zeigen.

2024Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e. V., Lutherstadt WittenbergFair und Chic - nachhaltige Modewochen anlässlich der globalen Fashion Revolution WeekBRD
Projektsumme: 5.229,77 €
Fördersumme: 3.840,00 €
kfh.ev-akademie-wittenberg.de

Fair und Chic - nachhaltige Modewochen anlässlich der globalen Fashion Revolution Week

Die nachhaltigen Modewochen „Fair & Chic“ anlässlich der globalen Fashion Revolution Week in der Lutherstadt Wittenberg und in Bitterfeld - Wolfen haben die Themen nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum stärker in der ländlich geprägten Region von Sachsen-Anhalt verankert. Es wurde über transparente Lieferketten, Einhaltung der Menschenrechte, sozialgerechte Entlohnung, nachhaltige, faire Produktion und bewusstes Konsumverhalten bei verschiedenen Zielgruppen aufgeklärt. Lokale Netzwerke wurden gestärkt und Kooperationen verstetigt. Somit haben die Projektwochen anlässlich der Fashion Revolution einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele geleistet.

2024FreundInnen- und Förderkreis Arbeits- und Studienaufenthalte (ASA) in Afrika, Asien und Lateinamerika (ASA-FF) e. V., ChemnitzVeranstaltungsreihe „Sustainable Saloon – Sustainable Development Goals und Unternehmer*innentum“ der GründungsgarageBRD
Projektsumme: 16.171,40 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.asa-ff.de

Veranstaltungsreihe „Sustainable Saloon – Sustainable Development Goals und Unternehmer*innentum“ der Gründungsgarage

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wurden vier Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt: das Community-Event „Ideengarage“, eine Netzwerkveranstaltung mit Podiumsdiskussion zu „Internationale Frauenpower in Chemnitz – Perspektiven in der Arbeitswelt“, ein Vortrag mit anschließender Diskussion zur Frage „Gesundheit für alle? Die Herausforderungen für Menschen ohne Krankenversicherung“ sowie ein Workshop zur „Wirkungsanalyse und Wirkungsberichten“. Ergänzend wurde eine niedrigschwellige und aufbauende Infoveranstaltung für Frauen angeboten. Die versch. Formate wie Podiumsdiskussion, Workshop und Livestream ermöglichten interaktive Teilhabe und Vernetzung. Die Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartner:innen aus versch. Bereichen trug wesentlich zum Erfolg der Maßnahme bei.

2024Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess Treptow-Köpenick e. V., BerlinTreptow-Köpenick – ökumenisch-global: Eine Welt-Arbeit mit KirchengemeindenBRD
Projektsumme: 57.104,90 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.kommunale-oekumene.de

Treptow-Köpenick – ökumenisch-global: Eine Welt-Arbeit mit Kirchengemeinden

Das Projekt „Treptow-Köpenick-ökumenisch-global: Eine Welt-Arbeit mit Kirchengemeinden“ hat die 27 Kirchengemeinden im Bezirk Treptow-Köpenick bei der Integration globaler Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in ihre Arbeit unterstützt. Zusätzlich wurde die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Zivilgesellschaft und entwicklungspolitischen Partner:innen gestärkt. Um das Bewusstsein für Themen wie Klimagerechtigkeit und faire Beschaffung zu schärfen, wurden Formate wie die Ökofaire Radtour, der „Eine Welt“- Teil zum bezirklichen Sommerfest, das Ökumenische Forum und Workshops umgesetzt und die „Faire Kiste“ genutzt. Weitere Maßnahmen waren die Unterstützung der Fairen-Gemeinde-Treffen, der Weltladentag, die Leitung der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town und die Mitgestaltung des deutschlandweiten Ökumenischen Schöpfungstags.

2024Cagintua e. V., PotsdamStiMZu - Stärkung von Migrantenorganisationen für Klimaschutz und ZusammenarbeitBRD
Projektsumme: 16.922,95 €
Fördersumme: 13.060,00 €
www.cagintua.de

StiMZu - Stärkung von Migrantenorganisationen für Klimaschutz und Zusammenarbeit

Das StiMZu-Projekt hatte zum Ziel, Vertreter von Migrantenorganisationen, Flüchtlingsinitiativen in Brandenburg und Klimafachleuten zusammenzubringen, um einen bedeutungsvollen Dialog darüber zu führen, wie junge Menschen ermächtigt werden können, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen. Das Projekt konzentrierte sich darauf, den Teilnehmern das Wissen und die Werkzeuge zu vermitteln, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Im Rahmen des Projekts wurden Workshops durchgeführt, in denen Vertreter von Flüchtlingsinitiativen praktische Empfehlungen erhielten, wie Einzelpersonen und Gemeinschaften zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beitragen können, zum Beispiel durch nachhaltigen Konsum, Abfalltrennung und Ressourcenschonung. Zusätzlich wurden Klimabotschafter als Trainer eingeladen, um mit den Teilnehmern zu arbeiten, was einige Flüchtlinge dazu motivierte, selbst als Klimamultiplikatoren tätig zu werden und ihr neu gewonnenes Wissen mit anderen zu teilen

2024Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge e. V., BerlinGemeinsam für Frieden und SolidaritätBRD
Projektsumme: 7.255,62 €
Fördersumme: 2.000,00 €
omf-berlin.de

Gemeinsam für Frieden und Solidarität

Vom Juni bis September 2024 erfolgte eine Veranstaltungsreihe rund das Thema „Frieden und Solidarität“ in Anwesenheit von 43 Personen. Ein besonderer Fokus lag auf die SDG 16. Aber die SDGs 4 und 10 wurden auch stark thematisiert. Es ging besonders darum, Grundlagen zur Förderung des Bewusstseins für globale Machtverhältnisse zu legen, Räume für Reflexion und Austausch zu schaffen sowie eine friedliche Gesellschaft zu fördern. Das Projekt bestand aus 3 Workshops zu Themen wie Frieden, koloniale Kontinuitäten, soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierungen. Bei der Projektumsetzung spielten sowohl die aktuelle politische Situation in Deutschland als auch die globalen Zusammenhänge eine Rolle. Anhand von Beispielen von Krisen bzw. Diskriminierungsfällen wurden die Wurzeln der Ungleichheiten und Ungerechtigkeit eruiert. Das Besondere im Projekt waren die Impulse von Menschen im Globalen Süden.

2024Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 4.200,00 €
Fördersumme: 4.200,00 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

Das Land Brandenburg fördert mit dem Programm „Jugend für Entwicklungszusammenarbeit“ Aufenthalte in Ländern des Globalen Südens, bei denen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren in Entwicklungsprojekten oder in sozialen bzw. gemeinnützigen Projekten mitarbeiten. Mit dem Programm möchte die Landesregierung Brandenburgs jungen Menschen aus dem Bundesland es möglich machen, durch die Mitarbeit in Projekten vor Ort Kontakte zu Menschen in sog. „Entwicklungsländern“ zu knüpfen und die Lebensverhältnisse kennen zu lernen. Von den geförderten Jugendlichen wird erwartet, dass sie nach ihrer Rückkehr als MultiplikatorInnen wirken und ihre Erfahrungen auch anderen Jugendlichen zugänglich machen. Zuschüsse können für Fahrtkosten sowie für notwendige Impfungen und Versicherungen sowie Unterkunft beantragt werden. Gefördert werden Aufenthalte von Einzelpersonen wie auch von Gruppen (max. fünf Personen). Auch Reverse-Besuche können im Rahmen des Programmes gefördert werden. Zudem ist eine die inhaltliche Vor- und Nachbereitung erwünscht. Dafür können zusätzlich Kosten beantragt werden. Das Programm wird seit April 2013 von der Stiftung Nord-Süd-Brücken verwaltet. Das Programm hat ein Volumen von 31.000 Euro und wird komplett (100% ohne Eigenmittel der Stiftung) vom Land Brandenburg finanziert. Hier im Stiftungsprojekt sind nur die potenziellen Kosten von Reisen von Einzelpersonen aufgeführt, da wir Einzelpersonen im Rahmen der normalen Projektförderung ja nicht fördern dürfen. Arbeitstechnisch fallen die Beratung der AntragstellerInnen an, die Abstimmung mit dem Entscheidungsgremium, Umsetzung der Bewilligung und finanzielle/inhaltliche Abrechnung.

2024Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperative e. V., DargunWeltoffener Begegnungs-September auf dem Hof UlenkrugBRD
Projektsumme: 1.827,73 €
Fördersumme: 1.240,00 €

Weltoffener Begegnungs-September auf dem Hof Ulenkrug

An zwei Samstagen fanden Veranstaltungen statt: Im Rahmen des Hoffestes gab es vier Hofführungen, bei denen Probleme der globalen Landwirtschaft und Herausforderungen des Klimawandels hier, aber im globalen Süden, am Beispiel der hiesigen Landwirtschaft thematisiert wurden. Ein anschließendes Theaterstück mit Puppen bildete den Einstieg in eine Gesprächsrunde zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zum Thema „Den eigenen Weg gehen“. Im Theaterstück „Bei den Linken“, zwei Wochen später, erzählte uns der Künstler aus Tunesien von kulturellen Perspektiven und Fluchtursachen aus dem globalen Süden. Die anschließende Diskussion ging über Bewegungsfreiheit, deren Einschränkung (auch in Afrika) und daraus folgende Konsequenzen. Das Gespräch war lebhaft und sehr inspirierend.

2024Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinNiemanden zurücklassen. Volles Engagement für die nachhaltigen Entwicklungsziele“ - Durchführung von jährlichen Bilanz-Tagungen auf Länderebene, gemeinsam mit den ostdeutschen LandesnetzwerkenBRD
Projektsumme: 7.000,00 €
Fördersumme: 7.000,00 €

Niemanden zurücklassen. Volles Engagement für die nachhaltigen Entwicklungsziele“ - Durchführung von jährlichen Bilanz-Tagungen auf Länderebene, gemeinsam mit den ostdeutschen Landesnetzwerken

Der Fokus von „epol to go“ soll inhaltlich stärker auf die relevanten Anknüpfungspunkte an die Nachhaltigkeitsziele und global-lokale Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 gesetzt werden. Die zurückliegenden Jahre von epol to go haben gezeigt, dass es für Landesnetzwerke und ostdeutsche NRO günstig ist, einen Ort zu haben, an dem zwei Tage über entwicklungspolitische Inhalte diskutiert wird, lokale und landesweite Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik anwesend sind und andere zivilgesellschaftliche Kräfte erreicht werden. Die zweitägige Tagung wird 2023 in Kooperation mit dem EWNT stattfinden. Das inhaltliche Thema wird gemeinsam mit dem Landesnetzwerk festgelegt.

2024aprender juntos – voneinander lernen e. V., Halle/SaaleSpeakerstour Kolumbien "Sozial ökologischer Wandel über Grenzen hinweg"BRD
Projektsumme: 7.829,33 €
Fördersumme: 4.000,00 €
aprenderjuntos2014.wordpress.com

Speakerstour Kolumbien "Sozial ökologischer Wandel über Grenzen hinweg"

Wir organisierten öffentliche Bildungsveranstaltungen mit gewerkschaftlichen Gastreferent:innen aus Kolumbien in Berlin (29.09.24), Halle (Saale) (07.10.24) und Magdeburg (04.-05.10.24 / Workshops auf dem Symposium: „Internationale Solidarität in der gesellschaftlichen Transformation“). Es referierten die Gewerkschafterin Yesika Alexandra Rocha Garcia aus Auraca, die als Krankenschwester bei der Gesundheitsgewerkschaft Anthoc aktiv ist, die Kunstlehrerin Sandra Milena Salazar Frias aus Bogota, welche sich in der Lehrervereinigung Fecode engagiert sowie John Pineda aus Barrancabermeja von der Ölgewerkschaft USO, welcher im staatlichen Erdölunternehmen Ecopetrol arbeitet. Im Fokus standen dabei Themen wie Menschenrechtsschutz, sozial-ökologische Energiewende sowie Friedens- & Demokratieförderung. Auch die Bedeutung von sozialen Bewegungen wurde am Bsp.des „Congreso de los Pueblos“ herausgestellt, die 2022 zu einem Politikwechsel und der Überwindung einer autokratischen Staatsführung beitrug. In der zweiwöchigen Speakertour fanden auch Austausche mit Mandatsträger:innen aus unterschiedlichen DGB Gewerkschaften (Salzgitter Flachstahl AG und Grüne Stahlproduktion / MibrAG und Kohleausstieg) sowie sozialen Bewegungen statt.

2024Next Level e. V., ErfurtThe Green Bridge ProjectBRD
Projektsumme: 13.403,02 €
Fördersumme: 9.930,00 €
https://next-level.world

The Green Bridge Project

The Green Bridge Project von Next Level e.V. fördert nachhaltige Landwirtschaft und fairen Handel in Thüringen durch Wissensaustausch und praktische Erfahrungen. In Kooperation mit Cacao Source aus Guatemala wurden lokale Landwirte, Jugendliche und Führungskräfte in Workshops, Feldbesuchen und Symposien geschult. Die Maßnahmen umfassten partizipatives Lernen, die Vermittlung ökologischer Anbaumethoden und inspirierten zur Initiierung eigener Gemeinschaftsprojekte. Ziel war die Stärkung ökologischer Kompetenz, der Aufbau eines Netzwerks für Best Practices und die Entwicklung eines Modells für nachhaltige Landwirtschaft mit globaler Relevanz.

2024Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., BerlinEssen zwischen Hunger und Wegwerfen – wie gelingt nachhaltige Ernährung in Nord und Süd?BRD
Projektsumme: 7.851,08 €
Fördersumme: 6.000,00 €

Essen zwischen Hunger und Wegwerfen – wie gelingt nachhaltige Ernährung in Nord und Süd?

Vom 9.-11.5.2024 fand in Leipzig ein Wochenendseminar zu diesem Thema statt. Es nahmen 44 Personen teil, sehr viele waren internationale Studierende aus Berlin/Brandenburg und Sachsen.

Das Seminar startete mit Kennenlernen sowie Austausch über Ernährung im Lieblingsland der Teilnehmenden. Viele berichteten über die soziale und kulturelle Bedeutung dessen. Auch die Einflüsse von Krisen wie die Coronapandemie auf die Ernährungssicherheit kamen zur Sprache. Des Weiteren wurde im Seminar über Verschwendung von Lebensmitteln, die globalen Verflechtungen und Auswirkungen der Lebensmittelproduktion, alternative lokale Produktionsformen gesprochen. Die Teilnehmenden diskutierten persönliche Handlungsoptionen sowie die Ausrichtung des Studiums auf Fragen der Nachhaltigkeit.

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