Geförderte Projekte im BIKO-Programm

Es werden nachfolgend die aktuell im BIKO-Programm geförderten Projekte dargestellt. Zuvor im BIKO-Programm geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2026Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinBIKO-BegleitmaßnahmenBRD
Projektsumme: 5.000,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €

BIKO-Begleitmaßnahmen

2026Afrika Medien Zentrum e. V., BerlinKoloniale SpurenBRD
Projektsumme: 76.692,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.amz-berlin.de

Koloniale Spuren

Das Projekt „Koloniale Spuren“ verfolgt den Ansatz, Auseinandersetzungen mit dem Kolonialismus stärker in der Gesellschaft zu verankern. Noch bis vor wenigen Jahren konnte kaum von einem Bewusstsein für die Geschichte, Deutschlands Rolle und den strukturellen sowie individuellen Kontinuitäten des Kolonialismus die Rede sein. Kenntnisse über die deutsche Kolonialvergangenheit sind nicht sehr verbreitet und werden, wenn vorhanden, häufig minimiert. Dieses fehlende Wissen stellt nicht nur eine Lücke in der Allgemeinbildung dar, sondern liegt den kolonialen Kontinuitäten in der Gegenwart zugrunde. Letztere finden sich einerseits in einem vorherrschenden eurozentrischen Weltbild und dem globalen Machtungleichgewicht zum Nachteil des „Globalen Südens“ wieder; zugleich prägen sie unsere Gesellschaft, indem sie strukturellen Rassismus verfestigen und BIPoC das Leben erheblich erschweren. Auch wirken koloniale Kontinuitäten auf die Rechte und gelebten Realitäten von FLINTA-Personen, Menschen mit Be_hinderungen, auf nicht-christliche, queere Personen sowie Menschen mit Migrationshinter- und/oder -vordergrund ein. Nur selten werden die Zusammenhänge zwischen dem Kolonialismus und globalen Bildungsthemen wie Ungleichheiten oder Konflikte wahrgenommen oder außerhalb der Dekolonialisierungsdebatten thematisiert. Das Projekt sieht vor, eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit, dem Postkolonialismus sowie den Auswirkungen in unserem Alltag voranzutreiben. Der Fokus liegt dabei auf dem schulischen Kontext: Das Veranstaltungsangebot umfasst Workshops, kolonialkritische Stadtführungen für Schüler*innen sowie Fortbildungen für Lehrkräfte in Berlin; zugleich steht das Angebot auch Lehramtsstudierenden und -anwärter*innen offen. Die Teilnehmenden sollen für koloniale Spuren und post- sowie neokoloniale Muster in der Gesellschaft sensibilisiert werden, wozu auch ein ausgeprägte(re)s Gespür für Rassismus, Sexismus, Ableismus, Islamfeindlichkeit o.Ä. im Alltag gehört, indem vermeintlich Selbstverständliches aus eigenen Impulsen heraus hinterfragt wird. Ein zentrales Augenmerk liegt dabei auf dem Sichtbarmachen intersektionaler Verbindungen: Teilnehmende sollen die Auswirkungen und globalen Zusammenhänge zwischen dem Kolonialismus und Klimagerechtigkeit, Genderungleichheiten und (sozio-)ökonomischen Konfliktfeldern erkennen und gegenseitige Einflüsse zwischen Ländern des sog. „Globalen Südens“ und „Globalen Nordens“ vor dem Hintergrund der Kolonialzeit verstehen. Intersektionales Arbeiten fördert dabei besonders die Perspektiven (mehrfach-)marginalisierter Gruppen und Personen. Unsere Projektmaßnahmen leisten einen Beitrag dazu, eine nachhaltig gerechtere Gesellschaft zu fördern. Dazu bedarf es das Aufzeigen und gemeinsame Erarbeiten von Handlungsoptionen und Lösungsansätzen: Teilnehmenden werden Möglichkeiten zum aktiven Engagement für eine bessere Zukunft vermittelt. Das Projekt verfolgt somit die folgenden Hauptziele: Die Sensibilisierung, die Bewusstmachung, die Informationsweitergabe und die Erarbeitung von Lösungsperspektiven mit dem Thema Kolonialismus mitsamt seinen intersektionalen Auswirkungen auf Klima, Gender, Kunst und Kultur

2026glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V., BerlinSolidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale ZukunftBRD
Projektsumme: 128.143,00 €
Fördersumme: 5.120,00 €
www.glokal.org

Solidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale Zukunft

Das Projekt befasst sich mit Kolonialgeschichte und kolonialen Kontinuitäten und wie wir dies durch solidarische gesellschaftliche Organisierung verändern können. Das Projekt ist eine Kooperation von glokal e.V.,, ISD-Bund e.V. und EPIZ e.V. Ziele des Projektes sind: 1. Schüler:innen Kenntnisse über Kolonialismus und Koloniale Kontinuitäten zu vermitteln und ihre eigene Rolle bei globalen Verflechtungen und auch Veränderungsmöglichkeiten zu erkunden, 2. Lehrer:innen Material zu global-lokalen Verflechtungen zur Verfügung zu stellen. In dem Projekt werden vier Schüler:innen-Workshops im EPIZ-WeltRaum durchgeführt. Sie basieren auf den als best-practice ausgezeichneten Methoden www.globalerinnern.org und www.connecting-the-dots.org. Ebenfalls basierend auf www.globalerinnern.org wird eine analoge Stadtführung mit einer Schulklasse durchgeführt. Für die Vor- und Nachbereitung der Schüler:innen auf diese Workshops und die Stadtführung wird Material entwickelt. Basierend auf der Methode www.globalerinnern.org wird in Kooperation mit Lehrer:innen Unterrichtsmaterial erstellt für die Klassenstufen 7-13, auf das Lehrer:innen frei verfügbar zugreifen können.

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