Geförderte Projekte LEZ

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2023Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V.Boden gut machen - Landfrage und Landnutzung in Lateinamerika im Kontext der multiplen KriseDeutschland
Projektsumme: 87.825,00 €
Fördersumme: 15.000,00 €
www.fdcl-berlin.de

Beschreibung

Angesichts der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde und der Zielvorgaben der Agenda 2030, wird die Zukunftsfähigkeit des derzeitigen globalen Agrar- und Ernährungssystems zunnehmend in Frage gestellt: es sei nicht nur außer Stande, alle Menschen gut zu ernähren, es verursache auch gravierende Klimaschäden, gefährde die biologische Vielfalt und sei gekennzeichnet von sozialer Ungleichheit. Verbunden ist diese Kritik mit einer öffentlichen Debatte um die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation dieses Systems.

Mit dem regionalen Fokus auf Lateinamerika/Karibik (LAK) nimmt das Projekt drei Themenbereiche zur „Landfrage“ im Kontext von Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise in den Blick, die in dieser Diskussion nicht hinreichend in der notwendigen Zusammenschau berücksichtigt werden: a) Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen, b) Landnutzungskonkurrenzen und c) zukunftsfähige Landnutzungformen.

Ziel

Anhand dieser Themenstellungen und unter Einbeziehung von Problemanalysen wie Lösungsansätzen aus LAK in die hiesige Debatte, sollen die Zielgruppen mit Bildungsarbeit, Publikationen, Fachgesprächen, Veranstaltungen und digitalen Formaten zu globalen Zusammenhängen, zu Problemlagen wie Ungerechtigkeiten im Verhältnis von Nord und Süd sowie den damit einhergehenden Herausforderungen informiert, zu einer eigenständigen differenzierten Bewertung befähigt und – um „Boden gut zu machen“ - weiteren kritischen Auseinandersetzung angeregt werden.

2023Baobab Berlin e. V.Globales Lernen quer durch alle GenerationenDeutschland
Projektsumme: 77.660,00 €
Fördersumme: 17.000,00 €
www.baobab-berlin.de

Beschreibung

Mit dem Projekt: "Globales Lernen quer durch alle Generationen" setzt der Baobab Berlin e.V. sowohl auf Kontinuität als auch auf Erneuerung in seinem Engagement für eine gerechtere Welt durch Fairen Handel und entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Der Faire Handel ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt unserer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und bietet sehr viel Potential; auch für Vorschulkinder, als Einstieg in die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Anhand einer fiktiven Heldenfigur werden Vorschulkinder die Welt bereisen, andere Kinder besuchen, etwas über deren alltägliches Leben erfahren. Sie lernen bei jeder Reise ein anderes Thema kennen, wie bspw. Fairer Handel, Kinderrechte sowie Umweltschutz weltweit und hier. Für das Durst! Hunger! -Projekt erhält eine Gruppe von Schülerinnen fachlichen Input von einer Bildungsreferentin, die die Aspekte der weltweiten Ernährungssituation, die SDGs und den Fairen Handel erläutert und durch vielfältige Methoden vermittelt. Unterstützt durch theaterpädagogische Übungen können die Schüler*innen eigenen Fragen nachgehen: bspw. den Ungerechtigkeiten der Handelsstrukturen oder wie sich der Preis für ein Lebensmittel zusammensetzt. Die Antworten werden den Charakter der geplanten Performances prägen. Für den Projektzeitraum sind Fortbildungsveranstaltungen geplant, die sich an engagierte Erwachsene in Weltläden und Fair-Handels-Gruppen richten. Bei der Gestaltung und Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen kommen die Expertise und die Kompetenz der Fair-Handels-Beraterin Berlin, deren Anstellungsträger der Baobab Berlin e.V. ist, zum Tragen.

Ziel

2023Haus der Kulturen Lateinamerikas e. V.Globales Lernen in Kindergärten und Schulen - Aller Anfang ist fair - Aufbruch in eine nachhaltige WeltDeutschland
Projektsumme: 25.838,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €

Beschreibung

Globales Lernen in Kindergärten und Schulen - "Aller Anfang ist fair - Aufbruch in eine nachhaltige Welt" versucht auf attraktive Weise, Verständnis, Fairness und Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu fördern. Dabei soll bewusst gemacht werden, in welcher gegenseitigen Abhängigkeit alle Länder und Gesellschaften der Welt bei der Bewältigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Probleme der Gegenwart und der Zukunft zueinander stehen. Und dass es ein Gebot der Fairness und des Miteinanders ist, die Lasten ähnlich zu verteilen. Und die Möglichkeiten und Strategien der Mitmenschen angemessen zu würdigen. Ziel ist die Entwicklung globaler Kompetenz bei Kindern über den Ansatz des globalen Lernens in der direkten Begegnung mit PädagogInnen mit Migrationshintergrund. Die Betonung des Migrationshintergrunds erfolgt deshalb, weil wir uns schon allein in der Begegnung von Berliner Kindern mit Respektspersonen anderer Herkunft die erste große positive - und mithin sehr entscheidende - Erfahrung versprechen. Das Projekt soll vorrangig an Kindergärten durchgeführt werden. Jährlich in 8 Kindergärten sollen in einem dreitägigen Vorbereitungsseminar dafür fortgebildete Pädagog*innen Lerneinheiten-Themen, wie Agrarprodukte, Lebens-und Arbeitsbedingungen, Flucht, Migration, Frieden, Fauna, Flora, Kultur, Normen und Werte vorstellen und diskutieren.

Ziel

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Förderung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit im Rahmen der Einen Welt. Darauf hinarbeitend erzeugt das Projekt Wirkungen in folgenden Bereichen: - Beitrag zur Erziehung einer Generation, die globale Zusammenhänge versteht und mit ihnen umgehen kann. - Die Altersgruppe, der heute 3-6-jährigen ist sich ihrer Gestaltungskompetenz bewusst und wirkt verantwortungsbewusst und vorausschauend am Zusammenwachsen Europas und der ganzen Welt maßgeblich mit. - Die gesellschaftlichen Umgangsformen mit Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch mit Fremdenfeindlichkeit allgemein werden verbessert. - Diese Entwicklung soll auch bei den Erzieherinnen erkannt werden, die im momentanen Bildungssystem maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben. In Zusammenarbeit mit den Projektpädagoginnen und der Projektleitung sollen sie die Themen des Globalen Lernen in die tägliche Arbeit der Kindereinrichtungen einarbeiten können. Die Erzieher*innen sollen erkennen, dass sie weitreichende Gestaltungskompetenz besitzen. Innerhalb des Projekts sollen sie ihre eigenen Wertvorstellungen überprüfen und mitteilen können, damit sie die Themen des Globalen Lernens auch außerhalb der Unterrichtseinheiten mit einbeziehen können.

2023Nachrichtenpool Lateinamerika e. V.Mitgestaltung einer solidarischen, gerechten, nachhaltigen "neuen Normalität in Zeiten der Corona-PandemieDeutschland
Projektsumme: 25.600,00 €
Fördersumme: 4.000,00 €

Beschreibung

Das beantragte Projekt will für ein deutschsprachiges Publikum mit Medien- und Bildungsangeboten die vielfältigen und einschneidenden Auswirkungen der Corona-Pandemie unter die Lupe nehmen: auf die Agenda 2030, Menschenrechte, auf Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit, Schutz von Indigenen, Migration und Flucht, soziale Gefüge und Umweltschutz. Unsere Zielgruppen werden über die langfristigen Folgen der Pandemie informiert und befähigt, an gesellschaftlichen Debatten teilzuhaben, sowie sich an der Gestaltung dieser "Neuen Normalität" einzubringen. Ausgehend von konkreten Situationen und Debatten in Lateinamerika stellen wir Verbindungen zu Lebensrealitäten in Deutschland und Europa her. Wir übersetzen Beiträge aus Lateinamerika, produzieren eigene multimediale Formate mit Schwerpunkt Audio für Radios und Podcastsendungen. Außerdem überarbeiten und vervollständigen wir unser Nachhaltigkeitslexikon. Alle Inhalte werden über unsere Website, soziale Medien und Newsletter, nicht-kommerzielle Radios sowie zahlreiche Kooperationspartner kostenfrei verbreitet. Wir führen unsere Zusammenarbeit mit deutschen Freiwilligen in Lateinamerika und internationalen Freiwilligen in Deutschland weiter. Radio matraca produziert Beiträge aus migrantischer Perspektive und organisiert Veranstaltungen zu diversen Nachhaltigkeitsthemen. Regelmäßige Medien-Workshops runden unser Angebot ab und unsere Zielgruppen werden so von Medienkonsumentinnen zu Medienproduzentinnen.

Ziel

Information: Eine erfolgreiche und wirksame Informationsarbeit bedeutet für uns: Die Zielgruppen sind über die kontinuierliche Veröffentlichung verschiedener medialer Formate dazu motiviert worden, sich kontinuierlich über die gesellschaftliche Aushandlung einer solidarischen, gerechten und nachhaltigen „Neuen Normalität" in Lateinamerika zu informieren und werden dazu befähigt, diese (mit Blick auf Deutschland und Europa) in einen globalen Kontext einzuordnen. Bildung: Wissen entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn Menschen auch dazu befähigt werden, erlernte Inhalte selbständig analysieren, kontextualisieren und produktiv anwenden zu können. Hier findet ein qualitativer Übergang vom „informiert sein“ hin zu einer nachhaltigen Bildung statt. Unser Ziel ist es deshalb, mit Hilfe spezifischer Methoden und edukativer Angebote einzelne Zielgruppen dabei zu unterstützen, die „Neue Normalität" nicht als diktierte, fremdbestimmte Vorgabe zu lesen, sondern dazu anzuregen, gemachte Vorgaben zu hinterfragen und eigene Ideen für eine solidarischere, gerechtere und nachhaltigere Welt zu diskutieren – vor allem im Kontext der aktuellen Menschenrechtssituation in Lateinamerika. Partizipation: Die Zielgruppen werden als mediale Multiplikator*innen aktiv. Ermächtigt mit entwicklungspolitischen, journalistischen, kommunikativen und medialen Kompetenzen, Techniken und Strategien, tragen sie aktiv zu unserer Informationsarbeit bei und/oder entwickeln eigene Projekte.

2023Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.E-Mobilität in Kommunen - aber fairDeutschland
Projektsumme: 78.028,00 €
Fördersumme: 7.800,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Sowohl die Produktion von Batterien für die E-Mobilität als auch die Produktion von Computern, Tablets, Monitoren und sonstigen IKT-Produkten ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Dies betrifft schon die tiefsten Stufen der Wertschöpfungskette, wo der Handel mit den erforderlichen Rohstoffen Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit (E-Mobilität) oder Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (IKT) in den Abbauländern und den angrenzenden Regionen zu schwersten Menschenrechtsverletzungen und massiver Umweltzerstörung führt. In Deutschland bietet sich momentan durch die ab 2021 geltenden Vorgaben zu Konfliktrohstoffen einerseits und den intensiven öffentlichen Diskurs zu problematischen Rohstoffen der E-Mobilität andererseits ein „Fenster der Möglichkeiten“ für sozial verantwortliche Ansätze in der Lieferkette.

Gleichzeitig setzen sich immer mehr Kommunen erfreulicherweise ambitionierte Klimaschutzziele, welche sie dazu verpflichten große Mengen an CO2 einzusparen. Dies soll u.a. dadurch erreicht werden, dass sowohl der ÖPNV als auch die Flotten der verschiedenen kommunalen Ämter von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebssysteme umgerüstet werden. Die prognostizierten Wachstumsraten der E-Mobilitätsbranche, sowohl für den Automobil- als auch für den Fahrrad- und E-Rollersektor sind enorm. Denn neben der Privatwirtschaft und privaten Haushalten ist die öffentliche Hand die größte potenzielle Abnehmerin von Fahrzeugen mit E-Antrieb.

Doch wie wird diese Mobilitätswende aussehen? Werden bspw. Dienstwagen tatsächlich durch E-Fahrräder oder E-Roller ersetzt? Oder werden die Dienstwagen „nur“ durch Modelle mit E-Antrieb ersetzt? Das Projekt unterstützt grundsätzlich eine ganzheitliche Mobilitätswende, beleuchtet jedoch insbesondere die Risiken und Herausforderungen für die Faire Beschaffung. Denn ein erhöhter Bedarf an Akkus für die E-Mobilität führt zu einer Zuspitzung menschenrechtlicher und ökologischer Problematiken im Zusammenhang mit dem Rohstoffabbau und der gesamten globalen Wertschöpfungskette von Batterien für die E-Mobilität. Daher will das Projekt einen Beitrag dazu leisten, dass Beschaffungsverantwortliche in Kommunen dafür sensibilisiert werden, dass die Mobilitätswende nur sozial und ökologisch nachhaltig sein kann, wenn sie mit einer Rohstoffwende und einer absoluten Absenkung des Rohstoffverbrauchs einhergeht. Die öffentliche Hand hat als Großeinkäuferin eine Vorbildfunktion. Auf diese sowie ihre Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beizutragen, wollen wir mit dem Projekt hinweisen und eine entsprechende Umsetzung in der Praxis ermutigen. In Beschlüssen auf kommunaler und Landesebene sollen sich diese Bestrebungen widerspiegeln.

Ziel

Die öffentliche Hand hat als Großeinkäuferin eine Vorbildfunktion. Auf diese sowie ihre Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beizutragen, wollen wir mit dem Projekt hinweisen und eine entsprechende Umsetzung in der Praxis ermutigen. In Beschlüssen auf kommunaler und Landesebene sollen sich diese Bestrebungen widerspiegeln.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Stärkung von Fairem Handel und Fairer Beschaffung in Kommunen, da Beschaffungsverantwortliche von E-Mobilitäts- und IKT-Produkten für die menschenrechtlichen Probleme und negativen Umweltauswirkungen bei der Herstellung bis hin zur Lieferkettenstufe der Rohstoffe sensibilisiert werden. Sie erkennen die Möglichkeit, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und ökologische Standards in konkret anstehenden oder zukünftigen Ausschreibungen zu berücksichtigen. Durch den Austausch von Beschaffungsverantwortlichen und Vertreterinnen der Wirtschaft leistet das Projekt zudem einen Beitrag dazu, dass ein Signal an den Markt gesendet wird. Die E-Mobilitäts- und IKT-Branche benötigt für die Faire Beschaffung insbesondere höhere soziale aber auch ökologische Standards.
Außerdem sollen mit mehreren öffentlichkeitswirksamen Publikationen und Aktionen auch die Berliner Bürger
innen für das Thema sensibilisiert werden.

2023Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V."Ein gutes Leben für Alle?! - Die globalen Folgen unserer Lebensweise am Beispiel alltäglicher Konsum- und Verbrauchsgüter"Deutschland
Projektsumme: 106.883,00 €
Fördersumme: 20.000,00 €
kate-berlin.de

Beschreibung

Das Projekt „Ein gutes Leben für Alle?! – Die globalen Folgen unserer Lebensweise am Beispiel alltäglicher Konsum- und Verbrauchsgüter“ baut auf KATEs langjährige Erfahrungen in verschiedenen Projektbereichen auf. Anhand einer Problemstellung, z.B. Landraub im Kontext von Rohstoffabbau, werden erstmals mehrere soziale , ökologische und ökonomische Folgen, wie Menschenrechtsverletzungen, Umweltschäden und Verlust von landwirtschaftlichen Flächen im Zusammenhang beschrieben und mit alltäglichen Konsum- und Verbrauchsgütern in Verbindung gebracht. Schulen wünschen sich komplexe Gesellschaftsthemen alltagsnah im systemischen Zusammenhang untersuchen zu können und haben insbesondere KATEs Projektbereiche „Mein Handy und ich – Die globalen Folgen der Handynutzung“ sowie das „Das Klimafrühstück“ angeregt, diese Themen gemeinschaftlich zu behandeln. Die Anregung greifen wir mit diesem Antrag auf. Mit Methoden des Globalen Lernens werden Schülerinnen und außerschulische Jugendgruppen an die komplexe Thematik herangeführt, ein Perspektivwechsel ermöglicht und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für nachhaltigen Konsum und eine solidarische Weltgemeinschaft entwickelt. Dazu werden zielgruppenadäquate Bildungsangebote konzipiert und visuelle sowie mediale Beiträge zusammen mit Jugendlichen erarbeitet. Multiplikatorinnen, Lehrkräfte und Pädagog*innen werden in der Anwendung der neuen Materialien ausgebildet und für die eigenständige Durchführung von Bildungsveranstaltungen qualifiziert.

Ziel

ZIEL 1: Schüler*innen und außerschulische Jugendgruppen werden für die globalen Folgen entlang der Wertschöpfungsketten am Beispiel alltäglicher Konsum- und Verbrauchsgüter sensibilisiert und reflektieren eigene Verhaltensweisen sowie die gemeinsame Rolle im globalen Gefüge.

ZIEL 2: Schüler*innen und außerschulische Jugendgruppen erwerben Handlungskompetenzen, um einen aktiven Beitrag für eine global gerechte Ressourcennutzung zu leisten und mit Unsicherheiten in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit umzugehen.

ZIEL 3: Schülerinnen werden in Zusammenarbeit mit Expertinnen dazu angeregt, soziale und ökologische Transformationsprozesse für ihre Schule anzustoßen.

ZIEL 4: Lehrkräfte, Pädagoginnen und Multiplikatorinnen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vertiefen ihre fachlichen, methodischen und didaktischen Kompetenzen bezüglich des Themenkomplexes und wenden diese an.

2023Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.Rohstoffhunger und Konsum: Menschenrechtsverantwortung in der Lieferkette von E-Mobilität und InformationstechnologieDeutschland
Projektsumme: 24.000,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Mit dem geplanten Projekt nehmen wir die menschenrechtlichen und entwicklungspolitischen Auswirkungen des Rohstoffkonsums für E-Mobilität und IT-Produkte in den Blick. Die Bevölkerung in rohstoffreichen Ländern profitiert von der steigenden Nachfrage oft nicht. Vielmehr ist der Abbau von Rohstoffen häufig mit Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen verknüpft. In Deutschland bietet sich momentan durch die ab 2021 geltenden Vorgaben zu Konfliktrohstoffen einerseits und den intensiven öffentlichen Diskurs zu problematischen Rohstoffen der E-Mobilität andererseits ein „Fenster der Möglichkeiten“ für sozial verantwortliche Ansätze in der Lieferkette. Mit Hintergrundinformationen, Veranstaltungsformaten und direkter Ansprache wollen wir mit den Haupt-Zielgruppen – Wirtschaft, Öffentlichkeit, Beschaffungsverantwortliche und Rohstoffbörsen – in den Dialog treten, ihre gegenseitige Beeinflussung anstoßen und jeweils eigene Handlungsoptionen aufzeigen.

Ziel

Übergreifendes Ziel des Projekts ist, dass menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Transparenz, wie sie in internationalen Standards und Vereinbarungen wie den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung, den SDG, den OECD-Leitsätzen und der EU-Konfliktmineralienverordnung festgehalten sind, in den Fokus des Rohstoffbezugs für E-Mobilitäts- und IKT-Produkte gelangen. Dies soll dazu beitragen, dass die Minen-Exploration und der Abbau von Rohstoffen unter Wahrung der Menschenrechte von Arbeiter/innen und umliegenden Gemeinden erfolgen. Dafür wollen wir im Projekt die Erkenntnisse der einzelnen Akteursgruppen stärken und ihnen Handlungsoptionen aufzeigen.

2022World University Service - Deutsches Komitee e. V.Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-SüdDeutschland
Projektsumme: 172.000,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.wusgermany.de

Beschreibung

Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd (kurz Informationsstelle) arbeitet als Schnittstelle für die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern, Europäischer Union und Nichtregierungsorganisationen, die schulische und außerschulische entwicklungsbezogene Bildungsarbeit und das Globale Lernen zu stärken. Die Informationsstelle vermittelt möglichst vielen Multiplikator/-innen, Entscheidungsträger/-innen und anderen Interessierten die Bedeutung entwicklungsbezogener Bildungsarbeit sowie die vorhandenen Strukturen und Inhalte. Sie bietet dafür ein sehr breites Leistungsspektrum, das von Beratungs- und Vernetzungstätigkeiten über Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen reicht. So arbeitet die Informationsstelle als Sekretariat für die Bund-Länder-AG Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Auf europäischer Ebene arbeitet sie im Netzwerk der Global Education Week. Vierteljährlich gibt sie das Printmagazin „Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd“ heraus. Der monatliche Online-Newsletter informiert über neue einschlägige Aktivitäten, Materialien etc. Der bundesweit umfangreichste Eine-Welt-Veranstaltungskalender bietet Multiplikator/-innen und anderen Interessierten einen Überblick über das Veranstaltungsangebot zu Eine-Welt-Themen. Die europaweite Datenbank „ENGLOB“ fördert die Sichtbarkeit und Vernetzung einschlägiger Organisationen. Die Broschüre zur Entwicklungspolitik der Länder steht aktualisiert auf der Homepage bereit. Außerdem erstellt die Informationsstelle jährlich ein Faltblatt zu den aktuellen Daten über die Ausgaben der OECD-Staaten für entwicklungsbezogene Bildungs- und Informationsarbeit, welches ebenfalls online zur Verfügung steht.

Ziel

Als benutzerorientierte Informations- und Servicestelle für Multiplikator/-innen der entwicklungsbezogenen Bildung dokumentiert und strukturiert die Informationsstelle Materialien, Literatur, themenrelevante Nachrichten, Fortbildungsangebote und Aktionen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und gibt diese Informationen systematisch und zielgerichtet über elektronische und gedruckte Medien sowie persönliche Kontakte weiter. Sie hat im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit dabei weiterhin ihre Scharnierfunktion zwischen Länder-, Bundes- und EU-Ebene erfüllt und ausgebaut. Insbesondere die Kommunikation der Länder untereinander wurde gefördert. Die genannten Zielgruppen haben fast ausnahmslos Multiplikator/-innenfunktion und sind somit besonders geeignet, Breitenwirkung zu erzielen. Die Informationsstelle führt ihre regelmäßig stattfindenden Aktivitäten auch 2020 bis 2022 durch. So werden öffentlichkeitswirksam Jahresthemen zu den Zielen der Agenda 2030 (SDGs) in den Medien beworben. In den Jahren 2020 bis 2022 wird sich ebenfalls jeweils eine Ausgabe des Rundbriefes Nord-Süd schwerpunktmäßig mit den SDGs befassen. Auch 2020 bis 2022 wird die Informationsstelle die Global Education Week (GEW), welche auf europäischer Ebene durch das Nord-Süd-Zentrum des Europarates veranstaltet wird, in Deutschland koordinieren und somit auch ihr Engagement auf europäischer Ebene fortsetzen.

2022Fördern durch Spielmittel e. V.Endlich Nachhaltigkeit!? Existentielle Fragen - spielerische Ansätze für mehr Engagement für globale nachhaltige EntwicklungDeutschland
Projektsumme: 81.834,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €

Beschreibung

Themen, die Handlungen des alltäglichen Lebens betreffen, wie z.B. Ernährung, Kleidung oder Spielen und Spielzeug, ganz besonders, Fragen nach nachhaltiger Entwicklung aufzuwerfen und zu thematisieren.

Fördern durch Spielmittel e.V. bietet deshalb nun seit mehr als sieben Jahren Bildungsveranstaltungen zum "fairen und nachhaltigen Spielen" an. Wir vermitteln ein ganzheitliches Verständnis von nachhaltiger Entwicklung indem wir die ökologischen, ökonomischen, sozialen und politischen Dimensionen von Nachhaltigkeit anhand des Themas "Spielen" exemplarisch in einer dem jeweiligen Alter angemessenen Art und Weise bearbeiten.

Die von uns angewandte Verbindung von spielerischen und gestalterischen Methoden eröffnet Kindern und Jugendlichen einen unmittelbaren lebensweltlichen Zugang zum Globalen Lernen und erlaubt dabei einen Brückenschlag zu den Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen in anderen Regionen der Welt. So können bereits Kindern ab dem Vorschulalter ein Gespür und Verständnis für die verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeit entwickeln und deren wechselseitige Zusammenhänge erfassen. Darüber hinaus eröffnet das Thema Spielen greifbare Handlungsoptionen, die das Potential haben "good practice" Beispiele für nachhaltiges Handeln aufzuzeigen.

Allerdings stellen wir fest, dass der Weg vom Interesse an Nachhaltigkeitsthemen zu praktischem Handeln, ein sehr weiter ist und dass programmatische Ansätze, die zu praktischem Engagement für nachhaltige Entwicklung anregen wollen, eine längere Vorlaufzeit brauchen, bis es tatsächlich zu beispielhaften Aktionen oder anderen Formen der Verhaltensänderung kommt. Wir wollen uns daher in den nächsten drei Jahren v.a. darum bemühen, längerfristige Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und anderen Organisationen / Institutionen aufzubauen, und gemeinsam Möglichkeiten ausloten, wie sich Engagement für eine nachhaltige globale Entwicklung in Alltagshandeln übersetzen und etablieren lässt. In einer Art "handlungsfähigen Dialog" wollen wir unsere PartnerInnen und Workshop-TeilnehmerInnen darin bestärken, auf der Ihnen zugänglichen Handlungsebene (individuell, in der Peer-Gruppe, kommunal, am Arbeitsplatz etc.) und ihren jeweiligen momentanen Kapazitäten und Möglichkeiten entsprechend, Handlungsoptionen zur Lösung erkannter Probleme zu identifizieren und diese eigenverantwortlich umzusetzen.

Ziel

Der Projektvorschlag baut auf die Arbeitsergebnisse der Vorgängerprojekte "FairSpielt für Eine Welt" (2016/17 und 2018/19) auf und will deren Wirkungen verstetigen und ausbauen. Wir wollen:

  1. Die Netzwerkarbeit mit PädagogInnen, Studierenden aus versch. Fachbereichen, kommunalpoliti-schen AkteurInnen u.a. MultiplikatorInnen weiterführen, Synergien nutzen und das Thema "Faires Spielen" weiter als beispielhaftes Thema für Diskurse über globale nachhaltige Entwicklung nutzen.

  2. Die Nachfrage nach Workshops zur nachhaltigen Entwicklung am Beispiel des Themas "Faires Spielen" stärken und dabei neben Grundschulen insbesondere SchülerInnen der Sekundarstufe I und II sowie ErzieherInnen in Kindertagesstätten als neue Zielgruppen stärker erschließen.

  3. Insbesondere SchülerInnen der Sekundarstufe I und II sowie ErzieherInnen in Kindertagesstätten dazu motivieren und dabei unterstützen, anhand des Themas "Faires Spielen" beispielhafte Aktionen und Projekte zum Engagement für eine globale nachhaltige Entwicklung zu entwerfen und umzusetzen.

  4. Die bestehende Ludothek im Prenzlauer Berg sowie eine neu zu gründende "Ludothek global" im Eine-Welt-Zentrum von Berlin Global Village e.V. in Berlin-Neukölln sollen zu beispielhaften Orten für Globales Lernen auf- bzw. ausgebaut werden.

2022Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V.Boden gut machen - Landfrage und Landnutzung in Lateinamerika im Kontext der multiplen KriseDeutschland
Projektsumme: 84.839,00 €
Fördersumme: 17.000,00 €
www.fdcl-berlin.de

Beschreibung

Angesichts der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde und der Zielvorgaben der Agenda 2030, wird die Zukunftsfähigkeit des derzeitigen globalen Agrar- und Ernährungssystems zunnehmend in Frage gestellt: es sei nicht nur außer Stande, alle Menschen gut zu ernähren, es verursache auch gravierende Klimaschäden, gefährde die biologische Vielfalt und sei gekennzeichnet von sozialer Ungleichheit. Verbunden ist diese Kritik mit einer öffentlichen Debatte um die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation dieses Systems.

Mit dem regionalen Fokus auf Lateinamerika/Karibik (LAK) nimmt das Projekt drei Themenbereiche zur „Landfrage“ im Kontext von Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise in den Blick, die in dieser Diskussion nicht hinreichend in der notwendigen Zusammenschau berücksichtigt werden: a) Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen, b) Landnutzungskonkurrenzen und c) zukunftsfähige Landnutzungformen.

Ziel

Anhand dieser Themenstellungen und unter Einbeziehung von Problemanalysen wie Lösungsansätzen aus LAK in die hiesige Debatte, sollen die Zielgruppen mit Bildungsarbeit, Publikationen, Fachgesprächen, Veranstaltungen und digitalen Formaten zu globalen Zusammenhängen, zu Problemlagen wie Ungerechtigkeiten im Verhältnis von Nord und Süd sowie den damit einhergehenden Herausforderungen informiert, zu einer eigenständigen differenzierten Bewertung befähigt und – um „Boden gut zu machen“ - weiteren kritischen Auseinandersetzung angeregt werden.

2022Weltfriedensdienst e. V.Ressourcengerechtigkeit jetzt! Wasser für alle!Deutschland
Projektsumme: 117.698,00 €
Fördersumme: 13.000,00 €
www.wfd.de

Beschreibung

Berlin ist Blue Community. Mit dem Projekt "Ressourcengerechtigkeit jetzt! Wasser für alle" wollen wir die Verpflichtung mit Leben füllen. Das Projekt setzt sich ein für die Erreichung des globalen Nachhaltigkeitsziels "Wasser und Sanitärversorgung für alle" (SDG 6). Dabei liegt ein Schwerpunkt auf dem Zugang zu Trinkwasser (target 6.1), Management von Wasserressourcen (target 6.5) und dem Schutz von Wasserbezogenen Ökosystemen (target 6.6). Über zwei Milliarden Menschen leben in Ländern mit hohem Wassermangel, circa 4 Milliarden Menschen erleben Wasserstress in mindestens einem Monat pro Jahr. Drei von zehn Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sicherem (d.h. sauberem und dauerhaft einfach verfügbarem) Trinkwasser. In der Arbeit zur Verwirklichung des SDG 6 spielen aktuell eher technische Aspekte der Wasser- und Sanitärversorgung eine Rolle. Aus dem Blick geraten dabei häufig Milliarden kleinbäuerlicher Existenzen. Ihre notwendigen Produktions- und Lebensbedingungen sind einerseits der freie Zugang zu lokalen Wasserressourcen, andererseits stabile Ökosysteme mit intakten Wasserkreisläufen.

Viele Projekt-PartnerInnen des Weltfriedensdienst e.V. leben und arbeiten in Regionen unter Wasserstress und ungerecht geregeltem Zugang zu lokalen Ressourcen. Daraus folgen oft gewalttätig ausgetragenen Konflikte. Deutschland ist durch seinen Konsum von Produkten aus dem Globalen Süden, bei deren Herstellung (virtuelles) Wasser und Ressourcen verbraucht werden, ein Mitverursacher von globalen Wasserkrise und herrschenden Ressourcenungerechtigkeit. Diese Verknüpfung der Lebensrealitäten von Menschen im Globalen Süden und in Deutschland stellt das Projekt her.

Unsere Projekt-PartnerInnen haben jedoch auch Erfahrung in der konstruktiven Bearbeitung von Ressourcenkonflikten und zeigen übertragbare lokale Beispiele zu ihrer Lösung - auch für verdrängte Probleme in Deutschland. Dabei erhöhen jüngere Ereignisse wie die trockenen Hitzesommer 2018 und 2019, der Bericht des UN-Weltbiodiversitätsrates und nicht zuletzt „Fridays for Future“ die steigende gesellschaftliche Wahrnehmung von Nachhaltigkeitsthemen und die Relevanz und Anschlussfähigkeit für die Zielgruppen hierzulande. Wasser als eine alltäglich genutzte, sinnlich erfahrbare Ressource, deren Bedeutung für menschliches Leben und Ökosysteme sich jeder/m erschließt, trägt dabei die Bildungsarbeit. Darüber werden Informationen und Fragen zu globaler Ressourcengerechtigkeit und Nachhaltigkeit vermittelt.

Durch die Betrachtung von Wasser im Nexus Ressourcengerechtigkeit zeigt das Projekt die Querverbindungen von Wasser zu anderen Nachhaltigkeitszielen auf. Daraus ergeben sich Themenpaare, die bearbeitet werden: Klimakrise und Wasser, (Regen)Wald und Wasser, Agrarökologie und Wasser, Buen Vivir und Wasser. Durch den aktiven Bezug zu Lösungsansätzen aus Lebenswelten im Globalen Süden wird die Öffentlichkeit sensibilisiert. Einflussreiche Zielgruppen in Deutschland lernen vom Süden Handlungsmöglichkeiten zum gerechten und friedlichen Umgang mit der Ressource Wasser. Auf diese Weise trägt das Projekt zur globalen Ressourcengerechtigkeit und der Erreichung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda bei.

Ziel

  1. SchülerInnen verstehen den Nexus Wasser und Ressourcen(un)gerechtigkeit und den Zusammenhang zu ihrem alltäglichen Handeln. Sie vollziehen Perspektivwechsel, erkennen globale Zusammenhänge und erarbeiten sich Handlungsmöglichkeiten für die Umsetzung von Ressourcengerechtigkeit und SDG 6 und realisieren diese.

  2. Die Breite Öffentlichkeit versteht die globale Dimension des Nexus Wasser und Ressourcen(un)gerechtigkeit und den Anteil ihres alltäglichen Handelns daran. Durch das Projekt werden sie sensibilisiert für Handlungsmöglichkeiten für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt in Bezug auf das SDG 6 und Ressourcengerechtigkeit. Konkrete Handlungsimpulse, z.B. für nachhaltigen Konsum und lokale Ressourcen schonende bzw. schützende Aktivitäten, werden gegeben und umgesetzt.

  3. VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erkennen die lokale, nationale und internationale Dimension des Nexus Wasser und Ressourcen(un)gerechtigkeit. Die Auswirkungen von politischen und wirtschaftlichen Handeln darauf werden anerkannt. Probleme sowie erprobte und nachhaltige Lösungsansätze unserer Projekt-PartnerInnen aus dem Globalen Süden zum Thema werden wahrgenommen und Teil des politischen und wirtschaftlichen Diskurses über Zukunftsfragen, in

2022Jugend im Museum e. V.ZUM GREIFEN NAHE (ZGN)Deutschland
Projektsumme: 61.000,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.jugend-im-museum.de

Beschreibung

Das Projekt zielt auf die Stärkung der entwicklungspolitischen (ep) Aufgeklärtheit über die SDG und deren mannigfaltigen Vernetzungen mit der Klima-Thematik. Dies erfolgt am Lernort Museums mittels einer ep Museumspädagogik (epM) rd. um Themen wie Umwelt und Entwicklung, Weltwirtschaftszusammenhänge etc. Die Aktivitäten entfalten sich um zwei Kernbereiche: Bildung von Heranwachsenden (Zielgruppe A) UND Qualifizierung von erwachsenen Bildungsmultiplikatoren/innen (Zielgruppe B). Dem entsprechend sind zwei Maßnahmen vorgesehen. Maßnahme 1 sind jährlich 120 Projektangebote für heranwachsende Lernende aller Altersstufen. Sie gehen von konkreten Exponaten in Museen aus, die enge Lebensweltbezüge der Teilnehmenden (TN) zu ausgewählten ep Themen ermöglichen. Maßnahme 2 umfasst diverse Ansätze der Qualifikation von Fachkräften mit und ohne Hintergrund Museum oder/ und Globales Lernen. Beratungen (bei der Ausarbeitung von Bildungsmodulen), Seminare/ Ideen-Werkstätte, Ausarbeitungen und die Vorbereitungen von Transferveranstaltungen sind jährliche Aktivitäten dieser Maßnahme. Mit ZGN erweitert sich das Angebot für das Globale Lernen von Heranwachsenden in Berliner Museen. Weiterhin erfolgt ein Ausbau von Fachkompetenz und Potentialen von erwachsenen Bildungsakteuren für ein Globales Lernen in Museen.

Es werden jährlich ca. 2.000 Personen erreicht. Zudem entstehen pro Jahr ca. 5 Produkte wie Bildungsmodule und Handreichungen.
Umsetzungsort des Projektes ist vorwiegend Berlin.

Ziel

Das Projekt hat das generelle Ziel, die entwicklungspolitische Aufgeklärtheit Heranwachsender auszubauen und insbesondere dabei die enge Verbindung zwischen Klima-Aspekten und SDG ihnen erkennbar zu machen sowie Fachkräfte mit und ohne Hintergrund Museumspädagogik und den Lernort Museum für eine entwicklungspolitische Museumspädagogik zu ertüchtigen. Dem sind drei Sub-Ziele/ -Wirkungen zugeordnet:

Zum einen sollen Heranwachsende so entwicklungspolitische aufgeklärt werden, dass sie in ihrem Alltag in engen Lebensweltbezügen ausgewählte ep Handlungserfordernisse und einige mögliche Handlungsoptionen als etwas „zum Greifen nahe“, d.h. als etwas sie in vielen Situationen Betreffendes und Machbares erkennen.

Zum anderen geht es ZGN um die Qualifizierung und Aktivierung von erwachsenen Multiplikatoren/innen bezogen auf eine ep Museumspädagogik, damit sie künftig das Globale Lernen (GL) in ihrem beruflichen Kontext eigenständig oder/ und in Kooperation mit ep Bildungsakteuren angehen.

Schließlich wird die Stärkung des Museums als ein Lernort des GL mit vielzähligen Lebensweltbezügen verfolgt.

2022Baobab Berlin e. V.Globales Lernen quer durch alle GenerationenDeutschland
Projektsumme: 76.725,00 €
Fördersumme: 17.000,00 €
www.baobab-berlin.de

Beschreibung

Mit dem Projekt: "Globales Lernen quer durch alle Generationen" setzt der Baobab Berlin e.V. sowohl auf Kontinuität als auch auf Erneuerung in seinem Engagement für eine gerechtere Welt durch Fairen Handel und entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Der Faire Handel ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt unserer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und bietet sehr viel Potential; auch für Vorschulkinder, als Einstieg in die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Anhand einer fiktiven Heldenfigur werden Vorschulkinder die Welt bereisen, andere Kinder besuchen, etwas über deren alltägliches Leben erfahren. Sie lernen bei jeder Reise ein anderes Thema kennen, wie bspw. Fairer Handel, Kinderrechte sowie Umweltschutz weltweit und hier. Für das Durst! Hunger! -Projekt erhält eine Gruppe von Schülerinnen fachlichen Input von einer Bildungsreferentin, die die Aspekte der weltweiten Ernährungssituation, die SDGs und den Fairen Handel erläutert und durch vielfältige Methoden vermittelt. Unterstützt durch theaterpädagogische Übungen können die Schüler*innen eigenen Fragen nachgehen: bspw. den Ungerechtigkeiten der Handelsstrukturen oder wie sich der Preis für ein Lebensmittel zusammensetzt. Die Antworten werden den Charakter der geplanten Performances prägen. Für den Projektzeitraum sind Fortbildungsveranstaltungen geplant, die sich an engagierte Erwachsene in Weltläden und Fair-Handels-Gruppen richten. Bei der Gestaltung und Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen kommen die Expertise und die Kompetenz der Fair-Handels-Beraterin Berlin, deren Anstellungsträger der Baobab Berlin e.V. ist, zum Tragen.

Ziel

2022Haus der Kulturen Lateinamerikas e. V.Globales Lernen in Kindergärten und Schulen - Aller Anfang ist fair - Aufbruch in eine nachhaltige WeltDeutschland
Projektsumme: 25.838,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €

Beschreibung

Globales Lernen in Kindergärten und Schulen - "Aller Anfang ist fair - Aufbruch in eine nachhaltige Welt" versucht auf attraktive Weise, Verständnis, Fairness und Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu fördern. Dabei soll bewusst gemacht werden, in welcher gegenseitigen Abhängigkeit alle Länder und Gesellschaften der Welt bei der Bewältigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Probleme der Gegenwart und der Zukunft zueinander stehen. Und dass es ein Gebot der Fairness und des Miteinanders ist, die Lasten ähnlich zu verteilen. Und die Möglichkeiten und Strategien der Mitmenschen angemessen zu würdigen. Ziel ist die Entwicklung globaler Kompetenz bei Kindern über den Ansatz des globalen Lernens in der direkten Begegnung mit PädagogInnen mit Migrationshintergrund. Die Betonung des Migrationshintergrunds erfolgt deshalb, weil wir uns schon allein in der Begegnung von Berliner Kindern mit Respektspersonen anderer Herkunft die erste große positive - und mithin sehr entscheidende - Erfahrung versprechen. Das Projekt soll vorrangig an Kindergärten durchgeführt werden. Jährlich in 8 Kindergärten sollen in einem dreitägigen Vorbereitungsseminar dafür fortgebildete Pädagog*innen Lerneinheiten-Themen, wie Agrarprodukte, Lebens-und Arbeitsbedingungen, Flucht, Migration, Frieden, Fauna, Flora, Kultur, Normen und Werte vorstellen und diskutieren.

Ziel

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Förderung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit im Rahmen der Einen Welt. Darauf hinarbeitend erzeugt das Projekt Wirkungen in folgenden Bereichen: - Beitrag zur Erziehung einer Generation, die globale Zusammenhänge versteht und mit ihnen umgehen kann. - Die Altersgruppe, der heute 3-6-jährigen ist sich ihrer Gestaltungskompetenz bewusst und wirkt verantwortungsbewusst und vorausschauend am Zusammenwachsen Europas und der ganzen Welt maßgeblich mit. - Die gesellschaftlichen Umgangsformen mit Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch mit Fremdenfeindlichkeit allgemein werden verbessert. - Diese Entwicklung soll auch bei den Erzieherinnen erkannt werden, die im momentanen Bildungssystem maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben. In Zusammenarbeit mit den Projektpädagoginnen und der Projektleitung sollen sie die Themen des Globalen Lernen in die tägliche Arbeit der Kindereinrichtungen einarbeiten können. Die Erzieher*innen sollen erkennen, dass sie weitreichende Gestaltungskompetenz besitzen. Innerhalb des Projekts sollen sie ihre eigenen Wertvorstellungen überprüfen und mitteilen können, damit sie die Themen des Globalen Lernens auch außerhalb der Unterrichtseinheiten mit einbeziehen können.

2022Nachrichtenpool Lateinamerika e. V.Mitgestaltung einer solidarischen, gerechten, nachhaltigen "neuen Normalität in Zeiten der Corona-PandemieDeutschland
Projektsumme: 103.072,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

Beschreibung

Das beantragte Projekt will für ein deutschsprachiges Publikum mit Medien- und Bildungsangeboten die vielfältigen und einschneidenden Auswirkungen der Corona-Pandemie unter die Lupe nehmen: auf die Agenda 2030, Menschenrechte, auf Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit, Schutz von Indigenen, Migration und Flucht, soziale Gefüge und Umweltschutz. Unsere Zielgruppen werden über die langfristigen Folgen der Pandemie informiert und befähigt, an gesellschaftlichen Debatten teilzuhaben, sowie sich an der Gestaltung dieser "Neuen Normalität" einzubringen. Ausgehend von konkreten Situationen und Debatten in Lateinamerika stellen wir Verbindungen zu Lebensrealitäten in Deutschland und Europa her. Wir übersetzen Beiträge aus Lateinamerika, produzieren eigene multimediale Formate mit Schwerpunkt Audio für Radios und Podcastsendungen. Außerdem überarbeiten und vervollständigen wir unser Nachhaltigkeitslexikon. Alle Inhalte werden über unsere Website, soziale Medien und Newsletter, nicht-kommerzielle Radios sowie zahlreiche Kooperationspartner kostenfrei verbreitet. Wir führen unsere Zusammenarbeit mit deutschen Freiwilligen in Lateinamerika und internationalen Freiwilligen in Deutschland weiter. Radio matraca produziert Beiträge aus migrantischer Perspektive und organisiert Veranstaltungen zu diversen Nachhaltigkeitsthemen. Regelmäßige Medien-Workshops runden unser Angebot ab und unsere Zielgruppen werden so von Medienkonsumentinnen zu Medienproduzentinnen.

Ziel

Information: Eine erfolgreiche und wirksame Informationsarbeit bedeutet für uns: Die Zielgruppen sind über die kontinuierliche Veröffentlichung verschiedener medialer Formate dazu motiviert worden, sich kontinuierlich über die gesellschaftliche Aushandlung einer solidarischen, gerechten und nachhaltigen „Neuen Normalität" in Lateinamerika zu informieren und werden dazu befähigt, diese (mit Blick auf Deutschland und Europa) in einen globalen Kontext einzuordnen. Bildung: Wissen entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn Menschen auch dazu befähigt werden, erlernte Inhalte selbständig analysieren, kontextualisieren und produktiv anwenden zu können. Hier findet ein qualitativer Übergang vom „informiert sein“ hin zu einer nachhaltigen Bildung statt. Unser Ziel ist es deshalb, mit Hilfe spezifischer Methoden und edukativer Angebote einzelne Zielgruppen dabei zu unterstützen, die „Neue Normalität" nicht als diktierte, fremdbestimmte Vorgabe zu lesen, sondern dazu anzuregen, gemachte Vorgaben zu hinterfragen und eigene Ideen für eine solidarischere, gerechtere und nachhaltigere Welt zu diskutieren – vor allem im Kontext der aktuellen Menschenrechtssituation in Lateinamerika. Partizipation: Die Zielgruppen werden als mediale Multiplikator*innen aktiv. Ermächtigt mit entwicklungspolitischen, journalistischen, kommunikativen und medialen Kompetenzen, Techniken und Strategien, tragen sie aktiv zu unserer Informationsarbeit bei und/oder entwickeln eigene Projekte.

2022Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V.Globales Lernen unter einem Dach: Projekttage und Aktionstage zu nachhaltigem und solidarischem MiteinanderDeutschland
Projektsumme: 53.975,00 €
Fördersumme: 20.000,00 €
www.gse-ev.de

Beschreibung

Vier Maßnahmen widmen sich unterschiedlichen Schwerpunkten des Globalen Lernens und der BNE. Unsere Angebote richten sich an Schülerinnen und Pädagoginnen, insbesondere aber nicht nur in der Grundschule. Diese Zielgruppen erreichen wir an Bildungseinrichtungen wie Schulen und an ausgewählten außerschulischen Lernorten. Die erste Maßnahme zu den Zusammenhängen von Konsum und Ressourcenverbrauch bzw. Arbeitsbedingungen im Globalen Süden bezieht sich auf die SDG und erarbeitet zusammen mit Schülerinnen Handlungsoptionen für Verteilungsgerechtigkeit. Hierbei sollen auch neue Bildungsmaterialien erstellt werden. Mit den Maßnahmen 2 und 3 sprechen wir ausschließlich Grundschulen an. Dabei behandeln wir die Themenfelder "Wasser auf vier Kontinenten" und "Fairer Handel". Beide Maßnahmen führen erfolgreiche Vorgängerprojekte mit neuer Ausrichtung und neuen Aspekten weiter. Die vierte thematisch offene Maßnahme ermöglicht uns, flexibel auf Anfragen unserer Partnerschulen oder neuer interessierter Schulen zu reagieren. Hier bieten wir Projekttage an, die sich auf einige der SDG, sowie auf Themen der BNE und klassischer Themen des Globalen Lernens beziehen. Erfahrene Bildungsreferentinnen, von denen eine Mehrzahl über eine Migrationsgeschichte verfügt und entsprechende Perspektiven ins Projekt einbringt, führen alle Projekttage und Aktionstage in enger Absprache mit uns durch.

Ziel

Mit unseren Projektaktivitäten wollen wir erreichen, dass unsere Zielgruppen kontextualisierbares Wissen zu ausgewählten Aspekten des Globalen Lernens erwerben. Schülerinnen erhalten Kenntnisse zu globalen Verflechtungen von Produkten, Herstellerinnen und Konsumentinnen. Sie werden dazu angeregt, darüber nachzudenken, wie die Nachfrage nach bestimmten Gütern im globalen Norden die Produktionsbedingungen und die Lebensweise von Heranwachsenden und deren Familien im globalen Süden beeinflusst. Sie erkennen auch, wie wichtig die Ressource Wasser weltweit ist. Ausgehend von ihrem eigenen Lebensumfeld setzen sich die Lernenden mit globalen Themen auseinander und gelangen zu neuen Erkenntnissen von verknüpften Bereichen wie Ernährung, Arbeit, Bildung, Umwelt und Gesundheit.
Neugewonnene Kompetenzen befähigen sie, sich in einer krisenanfälligen globalisierten Welt zu orientieren und ihre Handlungsoptionen dahingehend zu erweitern, sowohl rationale und praktikable als auch ethisch vertretbare Entscheidungen zu treffen. Teilnehmer
innen werden dazu angeregt, über Konsum-Alternativen nachzudenken wie Tauschbörsen, Recycling sowie den Klassiker Fairer Handel. Sie wissen auch, wie sie selbst verantwortungsvoll mit Wasser umgehen können. Sie sind motiviert, ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten im Alltag einzusetzen und damit positiv auf ihr persönliches Umfeld zu wirken.

2022Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess Treptow-Köpenick e. V.Stärkung der Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie mit Schwerpunkt auf fairem Handel und fairer BeschaffungDeutschland
Projektsumme: 47.692,00 €
Fördersumme: 5.725,00 €
www.kommunale-oekumene.de

Beschreibung

Für die Entstehung der lokalen Agenda 2021 in Berlin war Treptow-Köpenick mit seiner Arbeit an diesem Thema Vorreiter und Vorbild. Diese Rolle wollen wir auch im Agenda 2030-Prozess übernehmen. Das Land Berlin hat bisher keine Nachhaltigkeitsstrategie. Dieses Projekt bietet die Chance unsere Erfahrungen bei der Entwicklung einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie in die politische Diskussion nach den Wahlen 2021 mit einzubringen. Des Weiteren wird in Treptow-Köpenick 2021 eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, für deren erfolgreiche Umsetzung unter anderem wir Verantwortung tragen. Im vergangenen Projekt ist es uns gelungen, die Themen des fairen Handels und der fairen Beschaffung in der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie zu verankern. Wir wollen daher in diesem Projekt die Umsetzung dieser aktiv voranbringen und dadurch einen großen Anteil zu einem klimaneutralen und fairen Leben und Wirken beitragen.

Ziel

Das Projekt hat zwei Hauptziele: 1 Das Umsetzen der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie in Treptow-Köpenick um somit als Vorbild für eine nachhaltige Kommunalentwicklung im Land Berlin voran zu gehen und 2 durch die Förderung von fairem Handel und fairer Beschaffung auf den unterschiedlichen Ebenen des Bezirks einen Beitrag zu einer gerechteren Gestaltung der Handelsstrukturen zu leisten. Das Projekt hat folgende Unterziele: 1 Ziel ist es im Zuge der Vorbereitung und Durchführung der Wahlen im September 2021 das Thema Nachhaltigkeitsstrategie als zentrale Aufgabe der Politik in die Diskussion einzubringen und anschließend aktiv in diesem Prozess mitzuwirken, um eine strukturelle Verankerung und somit die Stärkung des Themas fairer Handel und der faire Beschaffung auf Landesebene zu erreichen. 2 Ziel ist es, das Bezirksamt in der Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen und den Stellenwert von fairem Handel und fairer Beschaffung zu erweitern. Im Rahmen der Titelerneuerung als Fairtrade-Town, die als Grundlage einer Beschaffungsänderung in der kommunalen Verwaltung gilt, werden wir direkt mit dem Bezirksamt, hauptsächlich dem Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik zusammenarbeiten. 3 Wir wollen in Zivilgesellschaft und Ökumene den fairen Einkauf stärken und somit nicht nur den fairen Handel direkt stärken, sondern vielmehr auch die Bevölkerung des Bezirks für die Thematik sensibilisieren sowie die Sichtbarkeit des Themas in Treptow-Köpenick erhöhen.

2022HOPE FOUNDATION e. V.Fair Champions: Fast oder Fair - welche Kleidung wollen wir!?Deutschland
Projektsumme: 22.396,00 €
Fördersumme: 5.000,00 €
www.hope-found.org

Beschreibung

Ziel des Projektes ist es Schülerinnen über die Produktionsreise eines T- Shirts bzw. Schuhs zu sensibilisieren. Das immer stärker werdende Phänomen "Fast Fashion" wird hinterfragt: neue Trends werden den Kunden durch "Optimierung" der Handelsketten schnell und günstig angeboten, ohne dass man sich als Käuferin über die Herstellung bewusst ist. Dieses Bewusstsein wird durch das Projekt geweckt und die Schülerinnen dazu motiviert, Champions für Fairen Handel zu werden. M.a.W. werden die Handlungsoption der "Fair Trade"- Lieferkette und eines Lieferkettengesetzes aufgezeigt. Somit kann ein Perspektivenwechsel zwischen den Konsumentinnen des Globalen Nordens und den Arbeiterinnen im Globalen Süden herbeigeführt werden - also eine Thematisierung der Dynamiken innerhalb des Nord-Süd-Bezuges. Um dies umzusetzen planen wir viertägige Workshops an Schulen über das Schuljahr verteilt, bei denen die Schülerinnen über die Lieferkette eines T-Shirts bzw. Schuhs, Bedeutung vom Fair Trade - Siegel und über eigene Handlungsoptionen informiert werden. Um dieses Wissen zu verfestigen und sie spielerisch zu motivieren, werden Fair Trade -T-Shirts mit eigenen Entwürfen geschmückt. Um den Schülerinnen konkrete Handlungsoptionen zu bieten und sie außerschulisch zu motivieren, wird ein Ausflug bzw. Kiez-Spaziergang organisiert. Des Weiteren wird eine Karte von den Schülerinnen gestaltet, die faire Einkaufsmöglichkeiten in ihrer Umgebung darstellt.

Ziel

Hauptwirkung des Projektes ist es, sich mit dem Begriff "Fair Trade" im Zusammenhang mit der Textilverarbeitung (T-Shirt und Schuhe) auseinanderzusetzen. Dieses beinhaltet auch das eigene Verhalten - "bin ich fair?", „wie kann ich fair sein?“. Im Rahmen von "Fair Champions" findet dies in einer interaktiven, selbstreflexiven und kreativen Atmosphäre statt, was zu einer Verinnerlichung des erworbenen Wissens, einem Perspektivenwechsel und längerfristig gesehen auch zu einem positiveren Konsumverhalten von Textilien führt. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der Produktionsreise, die ein T-Shirt bzw. ein Schuh von der Rohstoffgewinnung über die Kleiderspendenbox hinaus zurücklegt. Es wird vermittelt, dass die angestrebten Zielgruppen als Konsument*innen sehr wohl wegen ihrer Kaufkraft Mitentscheidungsträger bei der Thematik faire Entlohnung und nachhaltige Produktion sind.
Das Projekt "Fair Champions" möchte demnach folgende Projektwirkung erreichen:

  • die Schülerinnen und Lehrerinnen verstehen, was das Siegel "Fair Trade" bedeutet. Sie können verschiedene Siegel unterscheiden und wissen welchen Zusammenhang das Konsumverhalten in Deutschland mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen in der Herstellung von T-Shirts bzw. Schuhen in den Ländern des Südens hat.

  • die Schülerinnen und Lehrerinnen lernen Möglichkeiten kennen, um in ihrer Umgebung fair einzukaufen.

2022Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.E-Mobilität in Kommunen - aber fairDeutschland
Projektsumme: 76.276,00 €
Fördersumme: 7.630,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Sowohl die Produktion von Batterien für die E-Mobilität als auch die Produktion von Computern, Tablets, Monitoren und sonstigen IKT-Produkten ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Dies betrifft schon die tiefsten Stufen der Wertschöpfungskette, wo der Handel mit den erforderlichen Rohstoffen Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit (E-Mobilität) oder Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (IKT) in den Abbauländern und den angrenzenden Regionen zu schwersten Menschenrechtsverletzungen und massiver Umweltzerstörung führt. In Deutschland bietet sich momentan durch die ab 2021 geltenden Vorgaben zu Konfliktrohstoffen einerseits und den intensiven öffentlichen Diskurs zu problematischen Rohstoffen der E-Mobilität andererseits ein „Fenster der Möglichkeiten“ für sozial verantwortliche Ansätze in der Lieferkette.

Gleichzeitig setzen sich immer mehr Kommunen erfreulicherweise ambitionierte Klimaschutzziele, welche sie dazu verpflichten große Mengen an CO2 einzusparen. Dies soll u.a. dadurch erreicht werden, dass sowohl der ÖPNV als auch die Flotten der verschiedenen kommunalen Ämter von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebssysteme umgerüstet werden. Die prognostizierten Wachstumsraten der E-Mobilitätsbranche, sowohl für den Automobil- als auch für den Fahrrad- und E-Rollersektor sind enorm. Denn neben der Privatwirtschaft und privaten Haushalten ist die öffentliche Hand die größte potenzielle Abnehmerin von Fahrzeugen mit E-Antrieb.

Doch wie wird diese Mobilitätswende aussehen? Werden bspw. Dienstwagen tatsächlich durch E-Fahrräder oder E-Roller ersetzt? Oder werden die Dienstwagen „nur“ durch Modelle mit E-Antrieb ersetzt? Das Projekt unterstützt grundsätzlich eine ganzheitliche Mobilitätswende, beleuchtet jedoch insbesondere die Risiken und Herausforderungen für die Faire Beschaffung. Denn ein erhöhter Bedarf an Akkus für die E-Mobilität führt zu einer Zuspitzung menschenrechtlicher und ökologischer Problematiken im Zusammenhang mit dem Rohstoffabbau und der gesamten globalen Wertschöpfungskette von Batterien für die E-Mobilität. Daher will das Projekt einen Beitrag dazu leisten, dass Beschaffungsverantwortliche in Kommunen dafür sensibilisiert werden, dass die Mobilitätswende nur sozial und ökologisch nachhaltig sein kann, wenn sie mit einer Rohstoffwende und einer absoluten Absenkung des Rohstoffverbrauchs einhergeht. Die öffentliche Hand hat als Großeinkäuferin eine Vorbildfunktion. Auf diese sowie ihre Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beizutragen, wollen wir mit dem Projekt hinweisen und eine entsprechende Umsetzung in der Praxis ermutigen. In Beschlüssen auf kommunaler und Landesebene sollen sich diese Bestrebungen widerspiegeln.

Ziel

Die öffentliche Hand hat als Großeinkäuferin eine Vorbildfunktion. Auf diese sowie ihre Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beizutragen, wollen wir mit dem Projekt hinweisen und eine entsprechende Umsetzung in der Praxis ermutigen. In Beschlüssen auf kommunaler und Landesebene sollen sich diese Bestrebungen widerspiegeln.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Stärkung von Fairem Handel und Fairer Beschaffung in Kommunen, da Beschaffungsverantwortliche von E-Mobilitäts- und IKT-Produkten für die menschenrechtlichen Probleme und negativen Umweltauswirkungen bei der Herstellung bis hin zur Lieferkettenstufe der Rohstoffe sensibilisiert werden. Sie erkennen die Möglichkeit, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und ökologische Standards in konkret anstehenden oder zukünftigen Ausschreibungen zu berücksichtigen. Durch den Austausch von Beschaffungsverantwortlichen und Vertreterinnen der Wirtschaft leistet das Projekt zudem einen Beitrag dazu, dass ein Signal an den Markt gesendet wird. Die E-Mobilitäts- und IKT-Branche benötigt für die Faire Beschaffung insbesondere höhere soziale aber auch ökologische Standards.
Außerdem sollen mit mehreren öffentlichkeitswirksamen Publikationen und Aktionen auch die Berliner Bürger
innen für das Thema sensibilisiert werden.

2022Explority - Zentrum für nachhaltige Bildung und Kompetenzforschung e. V.Young Voices for Sustainable DevelopmentDeutschland
Projektsumme: 46.000,00 €
Fördersumme: 8.000,00 €
explority.org

Beschreibung

Im Rahmen dieses dreijährigen Projektes veranstaltet Explority verschiedene partizipative Bildungsangebote im Rahmen seines medienpädagogischen Programms "Young Voices for Sustainable Development". Für die Zielgruppe Grundschulkinder werden zudem ausgewählte internationale Naturmärchen als Teil von Exploritys märchenbasiertem Bildungskonzept „Nawa & Bubo“ für einen altersgerechten, interkulturellen Zugang zu BNE-Inhalten genutzt. Dabei erarbeiten die beteiligten Kinder kontextuelle BNE-Botschaften im Sinne der SDG’s und nutzen die Märchen, um auf bestimmte Nachhaltigkeits-Herausforderungen insbesondere für Biodiversität, Gesundheit, nachhaltige Produktion und Konsum oder Klimaschutz öffentlichkeitswirksam hinzuweisen. Im Sinne des globalen Lernens werden dabei Inhalte mit der Hilfe von NGO’s aus dem Globalen Süden als Fokusregionen thematisiert. Die Inhalte haben Bezug zur Agenda2030 und den Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und werden als neue kostenfreie Unterrichtsmaterialien (OER, 4.-8. Klasse), Schulprojekttage und -wochen für Kinder und Jugendliche, Foto- und Medienausstellungen sowie Fortbildungs-Veranstaltungen für Multiplikatorinnen, Edukatorinnen und NGO Vertreter*innen von Explority realisiert.

Ziel

Konkret möchten wir mit diesem Projekt: - das Wissen um (nachhaltige) Produktion und Konsum bei den Zielgruppen erweitern, - das Wissen um Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit vermitteln, - das Wissen um die Globalen Nachhaltigkeitsziele insbesondere der Bedeutung Biologischer Vielfalt unter Kindern und Jugendlichen erweitern, - und ihnen durch Vermittlung von journalistischen Kompetenzen Möglichkeiten zur aktiven Teilhabe am internationalen Meinungsbildungsprozess aufzeigen, - mit Hilfe der Kinder neue entwicklungspolitische Bildungsmaterialien erstellen, - verschiedene kulturelle Techniken wie märchenbasierte Umweltpädagogik bei jüngeren Zielgruppen einsetzen, - Vermittlung von journalistischen und Medienkompetenzen und Fertigkeiten der eigenen Medienproduktion, insbesondere Film aber auch Audio (z.B. Hörspiel) und Fotografie (storytelling) zur professionellen Präsentation von Zielgruppen-relevanten Inhalten, - Sozial-, interkulturelle, Sprach- und Medienkompetenzen der TeilnehmerInnen stärken, - den direkten Austausch zwischen Kinder und Jugendlichen im Globalen Norden und Süden über digitale Technologien fördern, - die Selbstwirksamkeit bei den TeilnehmerInnen durch partizipative Medienangebote stärken

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