Geförderte Projekte LEZ

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JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2025glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V.Solidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale ZukunftDeutschland
Projektsumme: 114.815,01 €
Fördersumme: 40.000,00 €
www.glokal.org

Beschreibung

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt von glokal e.V. und ISD-Bund e.V.. Für einzelne Maßnahmen wird mit weiteren Kooperationspartner:innen zusammengearbeitet wie recherche international e.V. und EPIZ Berlin e.V. In dem Projekt befassen wir uns mit (de)kolonialen Strukturen in Geschichte und Gegenwart sowie der Gestaltung unserer gesellschaftlichen Zukunft.

Ziel des Projektes ist es, Schüler:innen jenseits nationaler Perspektiven für globale Gerechtigkeit und koloniale Kontinuitäten zu sensibilisieren, Material für Lehrer:innen zu erstellen und diese fortzubilden, entwicklungspolitische Multiplikator:innen für die Durchführung von Workshops basierend auf zu erstellenden Bildungsmaterialien zu qualifizieren, Museumsmitarbeiter:innen mit globalen und dekolonialen Perspektiven in ihrer konkreten Arbeit zu unterstützen. Außerdem sollen Multiplikator:innen (zu denen wir auch Wissenschaftler:innen, Journalist:innen und in Initiativen engagierte Menschen zählen) zusammengebracht werden, um sich auszutauschen, zu vernetzen, auf einem Fachtag und einer digitalen Gesprächsreihe. Es wird eine Projektpublikation auf Basis des Fachtags erstellt.

Ziel

  1. Die erste übergeordnete Wirkung bezieht sich in erster Linie auf das SDG 4 (Hochwertige Bildung) und dem Unterziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben: Wirkung: Information und Sensibilisierung: Erhöhung des Bewusstseins für global vernetzte Herausforderungen und Zusammenhänge wie Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Stärkung der Zuversicht in eine solidarische Zukunft.

Diese Wirkung ist den ZG 1 (Schüler:innen), 4 (Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter:innen) und 5 (Breite Öffentlichkeit)) zugeordnet.

  1. Die zweite übergeordnete Wirkung bezieht sich auf Entwicklungspolitik als "Entwicklung von Bewusstsein und die Aktivierung von zivilgesellschaftlichem Engagement“ (Entwicklungspolitische Leitlinien des Landes Berlin, 2012, S. 4).

Wirkung: Handlungskompetenz und Bildung von Allianzen: Ermutigung zu solidarischen, gemeinschaftlichem Handeln und strukturelles Netzwerken zum Engagement für gerechtere und nachhaltigere Welt.

Diese Wirkung ist den Zielgruppen 2 (Lehrer:innen), 3 (Multiplikator:innen), 4 (Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter:innen) und 5 (Breite Öffentlichkeit)) zugeordnet.

2025Afrika Medien Zentrum e. V.Koloniale SpurenDeutschland
Projektsumme: 66.857,00 €
Fördersumme: 46.000,00 €
www.amz-berlin.de

Beschreibung

Nur die wenigsten deutschen Bürgerinnen haben fundierte Kenntnisse über die Kolonialvergangenheit ihres Landes und leben in der Illusion, sie wäre sehr kurz und ohne nennenswerten Schaden gewesen. Doch ein fehlendes Bewusstsein für das deutsche Kolonialerbe und koloniale Kontinuitäten in der Gegenwart bilden die Grundlage für rassistische Denkmuster und Vorurteile in der heutigen Gesellschaft. Zudem stützen und legitimieren sie die bestehende Asymmetrie in den globalen Machtverhältnissen. Zentrale Ansatzpunkte für eine stärkere Bewusstseinsschaffung sind das Bildungssystem, wo das Thema der kolonialen Kontinuitäten bisher nur sehr begrenzt behandelt wird. Aber auch außerschulische Organisationen, wie Vereine oder Jugendtreffs, gilt es miteinzubeziehen. Somit zielt unser Projekt darauf ab, Schülerinnen an Berliner weiterführenden Schulen und junge Menschen über außerschulische Institutionen für Kolonialgeschichte und ihre Nachwirkungen zu sensibilisieren. Im Rahmen des Projekts sollen sie sich kritisch mit postkolonialen Strukturen auseinandersetzen, sich auf die Suche nach kolonialen Spuren in ihrem Alltag begeben und ein besseres Gespür für intersektionale Diskriminierung und Eurozentrismus entwickeln. Hierbei soll ein Perspektivwechsel ermöglicht werden, der die Teilnehmenden dazu anregt, scheinbar Selbstverständliches zu hinterfragen und eine Brücken zwischen der kolonialen Vergangenheit und heutigen Gegebenheiten zu schlagen. Darauf aufbauend steht das gemeinsame Erarbeiten von Handlungsoptionen und Lösungsansätzen im Fokus. Letztendlich ist es Ziel, die Teilnehmenden anzuregen, sich selbst weiter zu informieren, sich zu engagieren und zu sensibleren, antirassistischen Individuen zu werden. Auf den bloßen Wissenserwerb soll somit eine eigenständige kritische Reflexion folgen, welche auch Auswirkungen auf das alltägliche Handeln und Weltbild der Teilnehmenden haben kann.

Das Projekt wird im Format eines Workshops oder einer Projektwoche angeboten und kann kostenlos von Interessierten angefragt werden. Es stehen mehrere konkrete Themenschwerpunkte zur Auswahl:eine Einführung in den Kolonialismus, eine kritische Stadtführung auf den Spuren des Kolonialismus, rassistische Prägung der Sprache, Eurozentrismus und Stereotype, Provenienzforschung und eine Fortbildung für Lehrkräfte. Weitere Themen zu Klimawandel und Kolonialismus sowie Genderungleichheiten und Kolonialismus sollen im Laufe des Projekts ausgearbeitet werden.

Die Workshopgestaltung baut hierbei auf spielerischen und kreativen Methoden auf, die die Teilnehmenden in den Lernprozess aktiv mit einbinden und zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Die vorige Durchführung des Projekts „Koloniale Spuren“ genoss einen überaus großen Erfolg. Es stehen noch mehrere Anfragen aus, bei denen wir uns sehr freuen, ihnen bei einer Weiterführung des Projekts nachkommen zu können.

Ziel

  1. Die Teilnehmenden werden angeregt, sich sensibilisiert und eigenständig mit dem Thema Kolonialismus, sowie postkolonialen Strukturen, auseinanderzusetzen.

  2. Die Teilnehmenden erwerben neue Kenntnisse und hinterfragen bestehende Gegebenheiten. Die Schüler*innen erfahren Lösungsansätze und Handlungsoptionen zu dem Umgang mit dem Thema, die sie in verschiedenen Lebensbereichen anwenden können.

  3. Die Motivation zu eigenem (ehrenamtlichen) Engagement der Teilnehmenden steigt, sie werden zur Weitergabe des Gelernten angeregt.

  4. Die Teilnehmenden werden angeregt intersektionale Problemfelder miteinander zu verknüpfen und zu verstehen.

2025Kampagne für Saubere Kleidung Deutschland e.V.Arbeitsrechte und Unternehmensverantwortung in der TextilindustrieDeutschland
Projektsumme: 82.694,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.saubere-kleidung.de

Beschreibung

Die CCC-Deutschland informiert und sensibilisiert Bürgerinnen und Entscheidungsträgerinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft über die Situation der Arbeits- und Menschenrechte in textilen Lieferketten. Sie unterstützt Arbeiterinnen in Produktionsländern ihre Arbeitsrechte durchzusetzen, z. B. durch die Umsetzung von Eilaktionen. Das Instrument der „Urgent Appeals“ (Eilaktionen) wird in akuten Fällen von Menschenrechtsverletzungen in Textilfabriken, z. B. Zulieferer in Produktionsländer, angewendet. Auf Anfrage von Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften der Produktionsländer wendet sich die Internationale CCC z. B. an die CCC Deutschland, wenn das beteiligte Unternehmen (Mode,) seinen Hauptsitz in Deutschland hat. Die CCC-Deutschland tritt in den Dialog mit den betroffenen Unternehmen, z. B. adidas, Otto Group. Regelmäßig können auf diesem Weg Konflikte um Menschenrechtsverletzungen konstruktiv gelöst werden, die auch langfristig die Arbeitsbedingungen verbessern. Wenn der Dialog nicht zum Ziel führt, werden Bürgerinnen aufgefordert sich mit Protestaktionen an das entsprechende Unternehmen zu wenden. Durch Öffentlichkeitsarbeit, z. B. Presse, wird eine breite Hintergrund‐ und Fallinformationen erreicht. Außerdem werden Informations‐ und Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Ein Schwerpunkt wird für 2025 wird die PayYourWorkers-Kampagne sein. Überschwemmungen in Pakistan, Hitzewellen in Indien und Erdbeben in der Türkei und Marokko beeinträchtigen die Sicherheit der Arbeitsplätze von Bekleidungsarbeiterinnen. Viele riskieren nicht nur ihre Arbeit, sondern werden auch nicht entschädigt, da die Sozialversicherungssysteme in diesen Ländern nicht sehr stark sind. Durch Eilaktionsfälle möchten wir viele Bürgerinnen über die Situation in den Produktionsländern zu informieren, sie zu einem Engagement gegenüber Bekleidungsunternehmen zu motivieren und zu mobilisieren und das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Hier wird die Eilaktionsarbeit ihre Fachkenntnis einbringen und die Aktivitäten zu Arbeitsrechten in der Bekleidungsunternehmen fachlich und mit Aktionen stärken. Dies bietet viele Möglichkeiten für Einzelpersonen, aber auch Eine Welt Gruppen die Möglichkeit, sich solidarisch zu zeigen und auf bessere Arbeitsbedingungen zu drängen. Diese Wirkung kann über den Unterstützerkreis von Eilaktionen in Deutschland ermöglicht werden, die 6.000 Menschen umfasst. Mit der Regionalgruppe Berlin sowie Mitgliedsorganisationen wie INKOTA liegt ein Schwerpunkt der Bildungs- und Informationsarbeit in Berlin.

Ziel

Projektziele sind…ein Bewusstsein für die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten der Textilindustrie zu schaffen und die Arbeitsbedingungen für Textilarbeiter*innen in Produktionsländern zu verbessern.

Leitziel 1: Arbeitsrechtsverletzungen in konkreten Eilaktionsfällen werden abgestellt Leitziel 2: Bürgerinnen sind sensibilisiert und engagieren sich für die Einhaltung von Menschenrechten in textilen Lieferketten, z. B. der Lieferkette von Sportbekleidungsunternehmen Leitziel 3: CCC_DE Mitgliedsorganisationen, Regionalgruppen sowie Multiplikatorinnen sind in ihrer Fach- und Handlungskompetenzen gestärkt und kooperieren miteinander

2025Facing Finance e. V.Green Up Your Money, Berlin! - Was hat unser Geld mit Armut, Klimawandel und Menschenrechten im Globalen Süden zu tun?Deutschland
Projektsumme: 34.250,00 €
Fördersumme: 15.000,00 €
www.facing-finance.org

Beschreibung

Die Nichtbeachtung von Menschenrechten, Klima- und Umweltschutz verhindert eine nachhaltige Armutsbekämpfung und Entwicklung in den Ländern des Globalen Südens. Zugleich stehen Entscheidungen über die Verwendung finanzieller Ressourcen oft im Widerspruch zu Nachhaltigkeitszielen, denen sich auch das Land Berlin u.a. mit dem Rahmenkonzept Sustainable Finance verpflichtet hat. Ziel des Projektes ist es deshalb, in Berlin ansässige Zielgruppen (Öffentlichkeit, Medien, Finanzdienstleister, Verbraucherinnen, junge Menschen, Investorinnen, Bezirke und Senat, Arbeitsgruppen und Finanzverwaltungen oder Stiftungen) für einen verantwortungsbewussteren Umgang mit finanziellen Ressourcen zu sensibilisieren. Den Zielgruppen soll der Zusammenhang zwischen der Verwendung finanzieller Ressourcen und nachhaltiger Entwicklung aufgezeigt werden. Denn: Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen können die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen befördern oder beeinträchtigen. Um eine Beachtung von sozialen und ökologischen Standards bei Investmententscheidungen sowie ein verantwortungsbewussteres Verbraucherverhalten zu erreichen, werden den Zielgruppen relevante Inhalte und nachhaltige Handlungsoptionen im Rahmen von Dialogen und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Dabei soll insbesondere Menschen aus dem globalen Süden, die direkt von schädlichen Finanzentscheidungen betroffen sind, eine Stimme gegeben werden.

Ziel

Facing Finance verfolgt (mit diesem Projekt) die Vision, einen Beitrag zu einer gerechteren Welt ohne Armut, Ungleichheit, Ausbeutung zu leisten, in der Menschen ihre Rechte innerhalb der planetaren Umweltgrenzen leben können. Zugleich soll benachteiligten Gesellschaften im Globalen Süden eine Stimme gegeben werden. Dabei versteht sich das Projekt als Transparenz und Informationskampagne im Land Berlin. Das Projekt will darüber hinaus ganz grundsätzlich das Interesse an den Ländern des Globalen Südens wecken, für bestimmte Konfliktthemen (Entwaldung bzw. die Zerstörung des Regenwaldes) sensibilisieren, und auch für eine aktiven Beteiligung an einer sozial verantwortlichen Gesellschaft in der globalisierten Welt zu motivieren. Das Projekt wirbt bei Berliner Zielgruppen für eine Unterstützung dieser Vision und möchte dafür folgende Wirkungen bzw. Veränderungen im Bundesland Berlin initiieren bzw. erreichen.

2025Carpus e. V.Weiterbildung im Globalen Lernen - Fortbildungsreihen für Lehrkräfte und Multiplikator*innenDeutschland
Projektsumme: 115.244,80 €
Fördersumme: 30.000,00 €
www.carpus.org

Beschreibung

Carpus e.V. führt 2024 und 2025 an den Lehrkräftefortbildungsinstituten in Berlin, Brandenburg und Sachsen jeweils eine mehrtägige Lehrkräftefortbildung mit vier Modulen zur Umsetzung von Globalem Lernen im Unterricht durch. Die Fortbildungen nehmen Bezug zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung der KMK, zu den Rahmenlehrplänen der jeweiligen Bundesländer und zum Fachbuch "Globales Lernen - Inspirationen für einen transformativen Unterricht". Sie bauen auf den Erfahrungen der Lehrkräftefortbildungen im Jahr 2023 auf und entwickeln die Konzepte weiter. Zusätzlich gibt es 2024 und 2025 eine modulare Fortbildung zum Globalen Lernen für Multiplikatorinnen. Mit dieser Reihe sollen Expertinnen angesprochen werden, die über langjährige Erfahrungen im Globalen Lernen verfügen und verstärkt transformative Bildungsansätze in ihre Arbeit integrieren möchten. 2026 führt Carpus e.V. an je drei Schulen in Berlin, Brandenburg und Sachsen modulare schulinterne Fortbildungen zu transformativem Globalen Lernen durch, an denen das gesamte Kollegium teilnimmt.

Ziel

Lehrkräfte werden durch die Teilnahme an den mehrtägigen Fortbildungen befähigt, Themen des Globalen Lernens im Unterricht diskriminierungssensibel mit ihren Schülerinnen zu bearbeiten. Dazu zählt, dass sie sich ihrer eigenen Sozialisierung in einer privilegierten Gesellschaft bewusst sind und bereits in der Unterrichtsvorbereitung selbstkritisch reflektieren, welche eurozentrischen Perspektiven und Stereotypen sie möglicherweise reproduzieren. Sie werden befähigt, bewusst nach Stimmen aus dem Globalen Süden für die Unterrichtsgestaltung zu suchen und diese im Unterricht einzusetzen, um klassische eurozentrische Blickwinkel zu durchbrechen und den Schülerinnen einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Die Lehrkräfte sind in die Lage, ihre Sprache und ihre Bildauswahl auf einseitige Geschichten zu hinterfragen und Handlungsansätze, die sie mit ihren Schülerinnen diskutieren möchten, auf paternalistische Denkweisen und Aktivitäten hin zu reflektieren. Die Teilnehmenden der Multipikatorinnen-Fortbildung sind in der Lage, transformative Lernräume für Dritte so zu gestalten, dass die Teilnehmenden motiviert werden, sich für Globale Gerechtigkeit zu engagieren. Dabei können die Multiplikator*innen Elemente des emotionalen Lernens in ihre Bildungsarbeit angemessen einbinden. Sie kennen dekoloniale Perspektiven aus dem Globalen Süden auf das Globales Lernen und vertiefen ihre Kenntnisse zu historischen Bezügen und Zusammenhängen. Sie vergrößern ihre Gestaltungskompetenz und ihre Reflexionskompetenzen.

2025Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V.Progressiver Aufbruch in Lateinamerika? Herausforderungen für Demokratie und Menschenrechte im Kontext aktueller politischer UmbrücheDeutschland
Projektsumme: 97.691,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.fdcl-berlin.de

Beschreibung

Die Lage von Demokratie und Menschenrechten in der Region Lateinamerika und Karibik (LAK) ist seit jeher prekär. Aktuell sind in der Region jedoch eine Reihe von progressiven Regierungen an die Macht gekommen, die versprechen, Demokratie und Rechtsstaat zu vertiefen, Menschenrechte zu respektieren und gesellschaftlichen Reichtum umzuverteilen. Und damit Ursachen zu bekämpfen, in deren Folge sich die Region zu der gewalttätigsten weltweit außerhalb von Kriegsgebieten entwickelt hat. In diesem Kontext rückt das Vorhaben drei Problemfelder in den Fokus: a) sich verschärfende Konflikte rund um extraktivistische Projekte, b) Gewalt gegen Frauen und LGBTIQ, c) der Anstieg von Flucht und Migration.

Das Projekt diskutiert dieses Themenfeld unter Bezugnahme auf das Menschenrechtskonzept des BMZ sowie auf zivilgesellschaftliche Initiativen aus LAK. Dergestalt soll auch ein Beitrag dazu geleistet werden, Handlungsbedarf und -optionen für eine entwicklungspolitisch kohärente und menschenrechtsorientierte Ausgestaltung der Beziehungen Deutschlands zur Region LAK zu adressieren. Die Zielgruppen des Vorhabens werden mit Bildungsarbeit, Publikationen, Veranstaltungen, digitalen Formaten, Besuchsprogrammen mit Südgästen angesprochen und anhand der o.g. Themenstellungen zu globalen Zusammenhängen und Problemlagen, Ungerechtigkeiten im Verhältnis von Nord und Süd wie den damit einhergehenden Herausforderungen informiert, sensibilisiert und zu einer kritischen Auseinandersetzung ermutigt.

Ziel

Die Zielgruppen des Vorhabens (Schüler:innen, Lehrkräfte, Multiplikator:innen, Mitarbeitende von NRO, politische Entscheidungsträger:innen) werden mit Bildungsarbeit, Publikationen, Veranstaltungen, fachtagungen, digitalen Formaten und Besuchsprogrammen mit Südgästen angesprochen und anhand der o.g. Themenstellungen zu globalen Zusammenhängen und Problemlagen, Ungerechtigkeiten im Verhältnis von Nord und Süd wie den demit einhergehenden Herausforderungen informiert, sensibilisiert und zu einer kritischen Auseinandersetzung ermutigt.

2025World University Service - Deutsches Komitee e. V.Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-SüdDeutschland
Projektsumme: 197.445,00 €
Fördersumme: 8.000,00 €
www.wusgermany.de

Beschreibung

Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd (kurz Informationsstelle) arbeitet als Schnittstelle für die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern, Europäischer Union und Nichtregierungsorganisationen, die schulische und außerschulische entwicklungsbezogene Bildungsarbeit und das Globale Lernen zu stärken. Die Informationsstelle vermittelt möglichst vielen Multiplikator/-innen, Entscheidungsträger/-innen und anderen Interessierten die Bedeutung entwicklungsbezogener Bildungsarbeit sowie die vorhandenen Strukturen und Inhalte. Sie bietet dafür ein sehr breites Leistungsspektrum, das von Beratungs- und Vernetzungstätigkeiten über Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen reicht. So arbeitet die Informationsstelle als Sekretariat für die Bund-Länder-AG Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Auf europäischer Ebene arbeitet sie im Netzwerk der Global Education Week. Vierteljährlich gibt sie das Printmagazin „Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd“ heraus. Der monatliche Online-Newsletter informiert über neue einschlägige Aktivitäten, Materialien etc. Der bundesweit umfangreichste Eine-Welt-Veranstaltungskalender bietet Multiplikator/-innen und anderen Interessierten einen Überblick über das Veranstaltungsangebot zu Eine-Welt-Themen. Die europaweite Datenbank „ENGLOB“ fördert die Sichtbarkeit und Vernetzung einschlägiger Organisationen. Die Broschüre zur Entwicklungspolitik der Länder steht aktualisiert auf der Homepage bereit. Außerdem erstellt die Informationsstelle jährlich ein Faltblatt zu den aktuellen Daten über die Ausgaben der OECD-Staaten für entwicklungsbezogene Bildungs- und Informationsarbeit, welches ebenfalls online zur Verfügung steht. Die Informationsstelle stellt ihre Arbeit in den Kontext der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Ziel

Die entwicklungspolitische Bildungslandschaft in Deutschland ist sehr breit gefächert. Sie besteht aus vielfältigen lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Initiativen und Organisationen. Aufgrund des breiten Spektrums ist es eine Herausforderung, einen Überblick über diese Vielfalt herzustellen, sowohl für die Aktiven selbst als auch für weitere Interessierte aus der breiten Öffentlichkeit. Dies kann dazu führen, dass wichtige relevante Informationen und Entwicklungen in und aus dem Bereich, wie z. B. die Etablierung von Förderprogrammen, Partnerschaftsprojekte oder die Verabschiedung von entwicklungspolitischen Leitlinien, nicht über ihre regionalen Grenzen hinauskommen. Daraus ergibt sich die Herausforderung, wie Angebote, die oft aufwendig erarbeitet wurden, der jeweils gewünschten Zielgruppe vermittelt werden können. Hier setzt die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd mit ihrer Arbeit an. Durch ihre Informations-, Beratungs- und Vernetzungsfunktion trägt sie maßgeblich dazu bei, diese ständige Herausforderung zu bearbeiten und die entwicklungspolitische Bildungsarbeit und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Deutschland zu stärken. Die Informationsstelle unterstützt entwicklungspolitisches Engagement dadurch, dass sie die Akteure der Bundes- und Länderebene und NRO vernetzt und Strukturen sowie neue Inhalte sichtbarer und zugänglicher macht. Sie trägt so dazu bei, dass entwicklungspolitische Bildung und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird.

2025INKOTA-netzwerk e. V.Jahresprogramm Entwicklungspolitische Bildungs- und Kampagnenarbeit 2025Deutschland
Projektsumme: 608.591,00 €
Fördersumme: 151.000,00 €
www.inkota.de

Beschreibung

Mit dem Programm machen wir weltweite Interdependenzen sowie deren Auswirkungen in Deutschland und in Entwicklungsländern bewusst, zeigen die Bedeutung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 auf und sensibilisieren für ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Wirtschaften und die Achtung der Menschenrechte. Dies erfolgt exemplarisch anhand von ausgewählten Themen, Branchen und Produkten sowie Länderbeispielen. Ein Fokus liegt auf der Sensibilisierung für menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten von Unternehmen und der Umsetzung der UN Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Thematik wird anhand ausgewählter Branchen mit globalen Lieferketten verdeutlicht. Sowohl in der Bildungsarbeit wie auch im Dialog mit Politik und Wirtschaft betrachten wir dazu insb. die Lieferketten von Kakao, Kaffee, Textilien, Leder, Elektronik und Automobilen mit Blick auf sozial und ökologisch nachhaltige Ansätze. Wir zeigen Ursachen für Hunger in armen Ländern auf, sensibilisieren für eine zukunftsfähige Gestaltung des weltweiten Ernährungs- und Agrarsystem und informieren zu Wechselwirkungen von Klima und fossiler Landwirtschaft, der Bedeutung des Bodenschutzes sowie agarökologischen Ansätzen. Neben der Information über globale Zusammenhänge zielt das Projekt auf aktives Engagement der Zielgruppen ab, zeigt Handlungsoptionen für die verschiedenen Stakeholder auf u. bietet konkrete Instrumente vom Einkaufsratgeber bis zum Aktionspaket für Straßenaktionen zum Engagement an.

Ziel

Mit den Aktivitäten des Jahresprogramms werden folgende Ziele verfolgt bzw. Wirkungen intendiert:

• Bürgerinnen und Journalistinnen sind über entwicklungspolitische Problemfelder in den Lieferketten von Kakao und Schokolade, Kaffee, Textilien und Lederwaren, Handys sowie Rohstoffen informiert, verfügen über differenzierte Informationen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen und -siegeln, möglichen Lösungsansätzen und Handlungsoptionen und verbreiten diese über diverse Medien.

• Multiplikator:innen thematisieren die Herausforderungen in den genannten Lieferketten sowie mögliche Lösungsansätze bei Bildungsveranstaltungen und Ausstellungspräsentationen.

• Lokale Gruppen und Einzelpersonen engagieren sich aktiv faire und nachhaltige Produktion in globalen Lieferketten und fordern Unternehmen zum Handeln auf, um die Lebenssituation von Arbeiter:innen und Produzent:innen am Ende der Lieferketten zu verbessern.

• Verbraucher:innen und Multiplikator:innen kennen die menschenrechtlichen und ökologischen Folgekosten der Rohstoffnutzung sowie der globalen Auswirkungen der wachsenden Abfallmenden von Elektroschrott sowie Handlungsmöglichkeiten und wissen, wie sie selbst zu einer global gerechten Rohstoffwende beitragen können.

• Vertreter:innen von Textil- und Autounternehmen kennen und berücksichtigen zivilgesellschaftliche Positionen in ihrem Engagement für mehr Lieferkettentransparenz sowie zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten.

• Bürger:innen und politische Entscheidungsträger:innensind für die globale Bedeutung und Bedrohung der Bodengesundheit für die Ernährungssicherung und -souveränität sensibilisiert und kennen alternative, agrarökologische Formen der Bodenbewirtschaftung.

• Bürger:innen sind über die entwicklungspolitisch wichtigen Themen Autoritarismus/Populismus und Dekolonialität/Postkolonialismus informiert und sensibilisiert.

2025Solidaritätsdienst International e. V. (SODI)Bildung für eine solidarische ZukunftDeutschland
Projektsumme: 98.325,00 €
Fördersumme: 40.000,00 €
www.sodi.de

Beschreibung

Das Projekt „Bildung für eine solidarische Zukunft“ bietet Bildungsangebote zu den Themen Ernährungsgerechtigkeit und nachhaltiger Konsum (SDGs 2, 8, 12), Klimagerechtigkeit und Bewältigung von Klimawandelfolgen am Beispiel Wasser (SDGs 6, 13, 14) und intersektional feministische Ansätze und solidarische Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs 5, 10, 17). Globale Zusammenhänge werden anhand von Nahrungsmitteln wie Pflanzen, Fleisch/Fleischersatz und Wasser begreifbar gemacht. Auch Kolonialismus und seine Auswirkungen bis heute können so, als Ursache vieler globaler Ungerechtigkeiten, alltagsnah erklärt werden. Zu diesen Inhalten wird eine Wanderausstellung sowie weitere multimediale und interaktive (digitale) Bildungsmaterialien entworfen. Diese werden in drei verleihbare thematische Materialkoffer sowie ein Handbuch für Pädagoginnen zusammengefasst. Die Materialien werden in Workshops und Projekttagen mit Schülerinnen eingesetzt und online zur Verfügung gestellt. Lehrkräfte, Multiplikatorinnen, Studierende und Mitarbeiterinnen von Bibliotheken werden fortgebildet. Für die breite (Fach-) Öffentlichkeit wird das Magazin Weitwinkel herausgegeben, Veranstaltungen organisiert und die Inhalte über die Website und in Social Media verbreitet. In allen Maßnahmen wird das Wissen von Expert*innen aus dem Globalen Süden vermittelt und es werden intersektional feministische Lösungsansätze vorgestellt.

Ziel

  1. Vermittlung von Inhalten

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, globale entwicklungspolitische Zusammenhänge in den Bereichen Ernährung, Wasser, Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit zu erkennen, sind erweitert.

  1. Wissen aus dem Globalen Süden und Perspektivwechsel

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, globale entwicklungspolitische Zusammenhänge kritisch zu bewerten und dabei Perspektiven aus dem globalen Süden sowie intersektionalfeministische Perspektiven einzubeziehen, sind erweitert

  1. Handlungsmöglichkeiten

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, im Rahmen von globalen entwicklungspolitischen Zusammenhängen Ungerechtigkeiten durch aktives Handeln zu verändern, sind gestärkt.

2025Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V.Ernährung im Wandel: Wichtige Prisen gegen KrisenDeutschland
Projektsumme: 112.336,00 €
Fördersumme: 35.000,00 €
www.kate-berlin.de

Beschreibung

Das Projekt „Ernährung im Wandel: Wichtige Prisen gegen Krisen“ adressiert die Klimakrise und globale Ernährungsweisen deutlich, das Bewussten gestärkt und entsprechende Handlungsoptionen für globale Gerechtigkeit angeboten.Missstände in Ernährungssystemen. Durch die Bildungsangebote werden die globalen Dimensionen von

An 210 Projekttagen in Kitas und Schulen nehmen 3.780 Kleinkinder und Schülerinnen teil. 21 außerschulische Workshops werden mit 315 Jugendlichen und Erwachsenen umgesetzt. Sechs Fortbildungen stärken die Fachkompetenzen von 90 Erzieherinnen, Lehrkräften und Multiplikator*innen.

Neue Bildungsformate und Materialien werden konzipiert, die für solidarische Ernährungsweisen sensibilisieren. Hier wird ein neues Projekttagskonzept mit dem Fokus auf konkrete Handlungsoptionen konzipiert, die Übersetzung der Wanderausstellung „Klima-Snacks“ in fünf weitere Sprachen veranlasst sowie ein Brettspiel entwickelt, die im öffentlichen Raum zur Anwendung kommen.

Durch Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit werden u.a. neue Zielgruppen erreicht und globale Perspektiven in diesen Kontexten gestärkt. Eine Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des „Klimafrühstücks“ fördert zudem den fachlichen Austausch zwischen den Akteur*innen.

Das Projekt trägt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele 2, 4, 11, 12 und 13 bei, indem es transformative Ansätze hin zu solidarischen Ernährungsweisen beleuchtet und zur gesellschaftlichen Mitgestaltung motiviert.

Ziel

Ziel 1: Zielgruppengerechte, partizipative Bildungsangebote im Bereich der globalen Ernährungsweisen werden umgesetzt.

Ziel 2: Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen sich mit den Zusammenhängen von Ernährungsweisen und der Klimakrise im Kontext globaler Gerechtigkeit auseinander.

Ziel 3: Kinder, Jugendliche und Erwachsene reflektieren ihre eigenen Handlungsmuster und erweitern ihre Handlungskompetenzen in Bezug auf solidarische und nachhaltige Ernährungsweisen.

Ziel 4: Lehrkräfte, Pädagoginnen und Multiplikatorinnen erweitern und festigen ihre Fachkompetenzen sowie ihr Methodenwissen zu globalen Zusammenhängen im Bereich Ernährungsweisen.

2025Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.SDGs in Aktion: Gemeinsam für eine Zukunft für alleDeutschland
Projektsumme: 56.271,52 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bieten einen wichtigen Rahmen, um weltweit sozial-gerechte, ökologische und ökonomisch nachhaltige Veränderungen umzusetzen. Zur aktuellen Halbzeit der Agenda 2030 ist die Erfüllung der SDGs leider in weite Ferne gerückt. Ein wichtiger Grund dafür ist ihre unzureichende Finanzierung, die wir in dem Projekt in den Fokus nehmen. Die Vereinten Nationen kritisieren die wachsende finanzielle Kluft zwischen Nord und Süd, die aktuell zu einer sehr ungleichen wirtschaftlichen Erholung und steigender Divergenz bei der Erfüllung sozialer Rechte führt. Um die SDGs entschiedener umzusetzen, braucht es dringend Lösungen für ihre bessere Finanzierung. Um Fortschritte bei den notwendigen Finanzreformen zu erzielen, bedarf es einer größeren Aufmerksamkeit und Verständnis für entwicklungspolitische Finanzierungsthemen sowohl in der Öffentlichkeit, also auch bei Entscheidungsträgerinnen, um so aktuelle politische Debatten über die internationale Finanzarchitektur im Sinne der SDGs mitzugestalten. Das Projekt setzt hier an und soll einen Beitrag zur finanziellen Bildung mit einem entwicklungspolitischen Fokus leisten. Mit Informationsmaterial und Bildungsformaten wollen wir die Öffentlichkeit sowie Schülerinnen für die genannten Problematiken sensibilisieren und mit politischen Entscheidungsträger*innen in den Dialog treten, um aufzuzeigen, wie die Umsetzung der SDGs durch zielgerichtete Reformen in der Finanzierung besser gelingen kann.

Ziel

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, auf eine bessere Entwicklungsfinanzierung hinzuwirken, um dadurch eine entschiedenere globale Umsetzung der SDGs zu unterstützen. Im Rahmen des Summit of the Future der Vereinten Nationen in 2024 und der sehr wahrscheinlich in 2025 stattfindenden vierten Weltkonferenz zur Entwicklungsfinanzierung stehen wichtige Möglichkeitsfenster für die Einigung auf notwendige internationale Finanzreformen an. Mit dem Projekt möchte WEED dieses politische Momentum nutzen und eine gesellschaftliche Informations- und Vermittlerrolle mit Blick auf die notwendigen finanziellen Reformen einnehmen und Druck darauf ausüben, dass Deutschland finanzielle Mittel zur Verfügung stellt und entwicklungspolitisch relevante Reformen unterstützt. Dazu soll das Projekt Bürgerinnen differenzierte Kenntnisse über Reformdiskussionen vermitteln und sie befähigen, sich politisch zu globalen Entwicklungs- und Finanzierungsfragen zu positionieren. Auch Medienvertreterinnen und Multiplikator*innen sollen neue Kenntnisse über entwicklungspolitische Finanzierungsdebatten erlangen und Forderungen der Zivilgesellschaft nach besseren Finanzierungsmöglichkeiten kompetent einordnen und darüber berichten können. Die entwicklungspolitische Debatte um Ungleichheit- und Umverteilungsthemen wollen wir auch mit Jugendlichen führen. In Workshops werden sie in die Lage versetzt, die sehr ungleiche Verteilung von Ressourcen lokal und global zu erkennen und individuelle sowie politische Handlungsansätze abzuleiten.

2025Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e. V.Integrierte Trinkwasserstruktur in MasachapaNicaragua
Projektsumme: 57.500,00 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.staepa-berlin.de

Beschreibung

Eines der ersten gemeinsamen Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft war in den 90er Jahren ein zentrales Wasserbauprojekt für die Küstenstadt Masachapa, in der unserer Partnergemeinde San Rafael del Sur. Masachapa wurde so durch einen Brunnen vom Landesinneren aus mit einem Wasserturm und Fernleitungen versorgt. Dieses System hat über 30 Jahre gut funktioniert, ist mittlerweile aber dringend erneuerungsbedürftig und für die wachsende Bevölkerung anzupassen. lm Rahmen des Projekts wird der Brunnen daher mit neuer regenerativer Technik (einer Solarpumpe) ausgerüstet. Aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen stellt dies eine praktikable und nachhaltige und kosteneffizientere Lösung dar. Für die Umsetzung wird die gesamte Bevölkerung mobilisiert, um die Aushebungsarbeiten für die Gräben der Wasserleitung und die Hausanschlüsse selbstständig durchzuführen. Verwaltet wird das Trinkwassersystem für die aktuell knapp 12.000 Bewohnerinnen in ca. 1.950 Haushalten von einem lokalen, autonomen Wasserkomitee (CAPS – Comité de Agua Potable y Saneamiento). Das CAPS besteht aus Vertreterinnen der Zivilbevölkerung der Gemeinde, die dem Gesetz nach alle zwei Jahre in den demokratischen Strukturen der Gemeindeversammlung gewählt werden sollen. Eine Neuwahl der CAPS-Mitglieder ist in Masachapa schon längst überfällig, jedoch führt die geringe Akzeptanz und Gemeindezusammenhalt in der urbanen Bevölkerung zu einer unzureichenden Beteiligung an solchen Versammlungen. Im Rahmen des Projekts arbeiten deshalb 10 engagierte Bewohnerinnen als Gemeinde-Promotorinnen um das Gemeinwesen zu stärken und die Bevölkerung für die Relevanz und Funktionsweise des CAPS zu sensibilisieren. Im Rahmen eines Strategieworkshops entwickeln die Promotor*innen gemeinsam mit dem aktuellen CAPS Formate der Mobilisierung der breiten Bevölkerung, die sie über die Projektlaufzeit umsetzen. Insbesondere Personen marginalisierter Gruppen werden hierbei in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement gefördert. Gezielte Bildungsmaßnahmen für 250 Personen der Zivilgesellschaft tragen einem bewussten und sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser bei und stärken den nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Zu Projektende wird eine Gemeindeversammlung einberufen, an der ein Großteil der Haushalte teilnimmt und sich aktiv an der Neuwahl des CAPS beteiligt. Im Anschluss an die Wahl können die neuen CAPS-Mitglieder ordnungsgemäße bei der Wasserbehörde registriert werden und ihre Funktion im vollen Umfang erfüllen.

Ziel

  1. Ca. 12.000 Menschen in Masachapa haben einen sicheren Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser und Krankheiten wie Cholera, Ruhr oder Dengue verringern sich.
  2. Der soziale Zusammenhalt in der Bevölkerung und zivilgesellschaftliches Engagement ist durch die Arbeit der Gemeinde-Promotor*innen gestärkt und die Selbstverwaltungsstrukturen (Wasserkomitee) funktionieren ordnungsgemäß.
  3. Die Bevölkerung Masachapas wendet erworbene Kenntnisse zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser an.

2025PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e. V.Klima- und Energiegerechtigkeit in Berlin-Brandenburg: Erdgas, Grüner Wasserstoff & Erneuerbare Energien in einer global gerechten Energiewende?!Deutschland
Projektsumme: 73.825,40 €
Fördersumme: 45.000,00 €
www.power-shift.de

Beschreibung

Die Klimaerhitzung mit ihren dramatischen Folgen in Entwicklungsländern, vermehrt aber auch im globalen Norden, setzt sich ungebrochen fort. Der jüngste, dramatische Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC 2022) führt schonungslos vor Augen, dass die menschengemachte Klimakrise längst da ist. Um eine Katastrophe zu vermeiden, muss unser Energiesystem umgebaut werden (weg von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren Energien). Derzeit haben wir in der Region Berlin-Brandenburg eine sehr hohe Abhängigkeit von fossilen russischen Energierohstoffen (Kohle, Öl, Gas). Daher wird nach neuen Möglichkeiten des Gas- bzw. LNG-Importes auch aus Entwicklungsländern wie Algerien, Nigeria, Ägypten, Angola, Äquatorialquinea, Namibia und Ländern Lateinamerikas gesucht; teils sollen sogar neue fossile Exportmöglichkeiten neu erschlossen werden (Senegal). Schon länger bemüht sich Deutschland um Energiepartnerschaften mit Ländern des Globalen Südens wie Algerien, Brasilien, Chile, China, Jordanien, Indien, Marokko, Mexiko, Südafrika und Tunesien.

An die Stelle des Erdgases soll in Zukunft Grüner Wasserstoff (produziert auf Basis erneuerbarer Energien) rücken. Dieser wird zu einem Schlüsselrohstoff der Energiewende auch in unserer Region. Beträchtliche Teile Grünen Wasserstoffs sollen zukünftig importiert werden - auch aus Entwicklungsländern. Hierin stecken Chancen und Gefahren für die SDGs 1 (Armut), 6 (Wasser), 7 (Energie) und 13 (Klima).

Unser Projekt soll über vielfältige Bildungs-, Vernetzungs- und Handlungsangebote einen Beitrag zu einer global gerechten Energiewende leisten. Hierzu werden wir uns zivilgesellschaftlich vernetzen, Bildungs- und Informationsmaterialien erstellen (Publikationen, Podcasts), Veranstaltungen/Webinare ausrichten und bei Vor-Ort-Besuchen/Energiewende-Radtouren mit Praktiker*innen der Energiewirtschaft in Berlin-Brandenburg ins Gespräch kommen.

Zielgruppen unseres Projektes sind:

• Entwicklungs-, energie- und klimapolitische Multiplikator:innen

• Mitglieder im NGO-Bündnis „Berlin Erneuerbar“, im Berliner Energietisch sowie in der derzeit beginnenden Vernetzung zu Erdgas u. Wasserstoff

• Klima-Bewegungsakteur:innen / Mitglieder von Umwelt- & Klimaorganisationen

• Journalist:innen

• Unternehmen und Gewerkschaften/Beschäftigte in der Berlin/Brandenburger Energiewirtschaft

• Politische Entscheidungsträger:innen

Ziel

Das Projekt zielt darauf ab, das Wissen und die Handlungsfähigkeit der Zielgruppen zu den Klima- und Entwicklungsdimensionen der Nutzung und des Handels mit Erdgas einerseits (als fossilem Brennstoff) und Grünem Wasserstoff (als positiver Alternative) andererseits zu erweitern und zu konkretem energie- & entwicklungspolitischen Handeln zu motivieren.

Die Zielgruppen sollen,

1.) in die Lage versetzt werden, die entwicklungs- und klimapolitischen Dimensionen der Erdgas- und Wasserstoff-Wirtschaft zu erkennen und vor dem Hintergrund der SDGs kritisch zu reflektieren (insbes. SDG 7 (Saubere Energie) & SDG 13 (Klima-schutz) (Wirkung 1: Lernen/Reflektieren/Bewerten); und

2.) befähigt und motiviert werden, sich für "Energie- & Klimagerechtigkeit vor Ort" und eine "global gerechte Energiewende in Berlin und Brandenburg" zu vernetzen und in ihrem jeweiligen Einflussbereich konkret zu engagieren. (Wirkung 2: Handeln)

2025Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.Wo lang geht’s zur Rohstoffwende?Deutschland
Projektsumme: 133.618,00 €
Fördersumme: 52.300,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

In dem geplanten Projekt stellen wir die menschenrechtlichen und entwicklungspolitischen Auswirkungen der auf Ausbeutung von Rohstoffen basierenden Produktions- und Lebensweise im Zusammenhang mit der Automobil- und Elektronikbranche in den Fokus. In Deutschland werden die Mobilitätswende und Digitalisierung als nachhaltige Transformationsprozesse vorangetrieben, diese sind jedoch auch Treiber eines rasant ansteigenden Rohstoffbedarfs. Die Bevölkerung in rohstoffreichen Ländern profitiert von der steigenden Nachfrage oft nicht. Vielmehr sind der Abbau und die Weiterverarbeitung von Rohstoffen häufig mit Konflikten, gravierenden Umweltproblemen und schweren Menschenrechtsverletzungen verknüpft. In Deutschland bietet sich durch die Ansiedlung der Produktion von Batterien und Mikrochips (bspw. Tesla, VW, Intel, Akasol) und durch die parallel laufenden Verhandlungen eines EU-Lieferkettengesetztes sowie der deutschen Rohstoffstrategie ein „Fenster der Möglichkeiten“, um soziale und ökologische Verantwortung in Lieferketten umzusetzen. Dazu muss eine kritische Debatte zum Rohstoffabbau, -konsum und der Gestaltung einer Rohstoffwende vorangetrieben werden.

Mit Hintergrundinformationen, Veranstaltungsformaten und direkter Ansprache wollen wir die Öffentlichkeit und die junge Generation für die genannten Problematiken sensibilisieren und mit Entscheidungsträger:innen aus Politik und Unternehmen in den Dialog treten, den gegenseitigen Austausch anstoßen und jeweils eigene Handlungsoptionen aufzeigen.

Ziel

Ziel des Projekts ist, dass menschenrechtliche und umweltbezogene Standards, wie sie in internationalen Vereinbarungen festgehalten sind, in der Herstellung von IT-Produkten und Autos effektiv umgesetzt werden. Dafür werden wir im Projekt die Erkenntnisse der einzelnen Akteursgruppen stärken und ihnen spezifische Handlungsoptionen aufzeigen.

Die breite Öffentlichkeit wird über menschenrechtlichen und auch ökologischen Problematiken in der Automobil- und der Elektronikindustrie in Kenntnis gesetzt und so in die Lage versetzt, Digitalisierung und die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs kritisch einzuordnen und differenzierte Urteile zu fällen. Auch Kinder und Jugendliche erkennen die Probleme die mit rohstoffintensiven Geräten, die in ihrem Alltag eine Rolle spielen, verbunden sind und lernen über die Hintergründe dieser Produktion. Durch die intensive Auseinandersetzung soll ein Bewusstseinswandel angeregt werden, der die politisch-reflektierte Handlungsfähigkeit der Adressierten stärkt und sich u.a. in einem geänderten Konsumverhalten bspw. von IT-Produkten oder beim Mobilitätsverhalten ausdrückt. Auch politische Entscheidungsträgerinnen werden für die genannten Problematiken sensibilisiert und kennen die Notwendigkeit einer Rohstoffwende für die nachhaltige Transformation der Produktions- und Lebensweise in Deutschland. Die Zielgruppe wird über die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Politikinstrumente und konkreter Maßnahmen zur Umsetzung einer Rohstoffwende informiert (z.B. freiwillige Maßnahmen wie MSI, verbindliche gesetzliche Regelungen wie das deutsche LkSG, digitale Produktpässe). Adressierte Unternehmensvertreterinnen werden darin bestärkt, den Schutz von Menschenrechten und Umweltstandards als essenziellen Bestandteil ihrer Geschäftsmodelle zu begreifen und umzusetzen. Zudem soll die Zielgruppe darin bestärkt werden, die Wirkung ihrer Maßnahmen vor Ort in den Rohstoffabbaugebieten ins Visier zu nehmen und transparent darüber zu berichten. Insgesamt soll das Projekt zu dem übergeordneten Ziel beitragen, dass die Menschenrechte von Arbeiter*innen und der Bevölkerung der Gemeinden in Rohstoffabbaugebieten geschützt werden und sich deren Lebenssituation verbessert.

2025Global New Generation Berlin e. V.Vielfalt sähen, Vielfalt erntenDeutschland
Projektsumme: 25.000,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.gngberlin.de

Beschreibung

15 Alleinerziehende und deren 20 Kinder nehmen in drei Modulen an Multiplikatorinnenschulungen teil; sie werden Promotorinnen für Inklusion und Nachhaltigkeit. Sie eignen sich Wissen an, erlangen neue Kenntnisse und erproben Handlungsoptionen zu den Themen Abfallmanagement/Umweltverschmutzung, Re- und Upcycling und Pflanzen- und Insektenvielfalt im Klimawandel. Ein besonderer Fokus liegt hier auf den globalen Zusammenhängen, veranschaulicht am Beispiel der Interdependenzen zwischen Deutschland und der Türkei. Im Austausch mit der Partnerorganisation Fatih Genclik Merkezi in Istanbul werden die Teilnehmerinnen in Bezug auf die ungleiche Verteilung von Ressourcen, den Klimawandel (Artenvielfalt) und die Umweltzerstörung (vor allem im Bereich Abfallmanagement) sensibilisiert. Unter anderem am Beispiel der Wege des Abfalls werden Verknüpfungspunkte zwischen Deutschland und der Türkei hergestellt und Macht-, Normierungs- und Otheringprozesse greifbar gemacht, die sich auf den Alltag in beiden Ländern auswirken. Gemeinsam erprobt die Gruppe konstruktive Lösungsansätze bzw. Handlungsoptionen. Die Teilnehmenden erkennen ihre Verantwortung, engagieren sich und erweitern ihre Kompetenzen, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktive Akteurinnen der Transformation hin zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Welt zu werden.

Ziel

  1. Die Teilnehmer*innen erlangen neue Kenntnisse zu globalen Zusammenhängen, am Beispiel der eigenen Plastikmüllproduktion und Verwertung
  2. Die Teilnehmer*innen lernen Strategien, um dem Klimawandel und dem diesbezüglichen Nord-Süd-Gefälle aktiv entgegenzuwirken und das erlangte Wissen weiterzugeben
  3. Die Teilnehmer*innen erlangen neue Kenntnisse zu Abhängigkeiten, (neo)kolonialen Zusammenhängen und Hierarchien im Rahmen des Klimawandels, u.a. am Beispiel Biodiversität und industrielle vs. ökologische Landwirtschaft
  4. Die Teilnehmer*innen erlangen und erproben Kompetenzen für eine aktive gesellschaftliche und politische Teilhabe im Bereich der entwicklungspolitischen und nachhaltigkeitsbezogenen Bildung

2025German Toilet Organization e. V.Klobalisierte Welt – klobal denken, lokal handelnDeutschland
Projektsumme: 110.684,11 €
Fördersumme: 25.500,00 €
www.germantoilet.org

Beschreibung

Klobalisierte Welt ist ein entwicklungspolitisches Bildungsprogramm für Schulen und pädagogische Multiplikatorinnen, im Bereich Globales Lernen. Ziel ist es, den Schülerinnen, Lehrkräften, pädagogischem Schulpersonal, dem Schulumfeld und der breiten Öffentlichkeit das Themengebiet Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) und dessen Bedeutung für die Erreichung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) zugänglich zu machen. Die Wichtigkeit des Themengebiets WASH für die nachhaltige globale Entwicklung wird anhand der Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche wie Gesundheit, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt und Klima herausgestellt und globale Zusammenhänge werden verdeutlicht. Durch partizipative Projekttage an Schulen soll das Bewusstsein, die Akzeptanz und das Engagement für den Eine-Welt-Gedanken gesellschaftlich gesteigert werden. Gemeinsam setzen sich Schulklassen nach den Projekttagen für eine gerechte Weltgestaltung ein, bei selbst gestalteten Aktionen, oder bei jährlich stattfindenden SDG-Kongressen, mit allen teilnehmenden Klassen. Zur Verfügung stehende Unterrichtsmodule, Materialien und Fortbildungsangebote sollen Multiplikatorinnen für die Bedeutung von WASH für eine nachhaltige ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung sensibilisieren und dabei unterstützen, das Themengebiet in ihre Bildungsarbeit mit Schülerinnen zu integrieren.

Ziel

Zu Maßnahme 1 & 2: a. SuS, LK, ERZ, SO, Multiplikator*nnen haben ein gesteigertes Verständnis und Interesse für entwicklungspolitische Themen und die Bedeutung von WASH für eine nachhaltige ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung.

b. Die TN setzen sich intensiv mit dem Thema und den globalen Herausforderungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele auseinander. Sie werden befähigt und motiviert, entwicklungspolitisches Wissen umzusetzen, in dem sie sich entwicklungspolitisch engagieren.

Zu Maßnahme 1: c. Öffentlichkeit und Presse (Weiterführende Schulen) und Schulumfeld (Grundschulen) werden an den Aktionen durch die TN, mittels der ausgearbeiteten Präsentationen, über die weltweite Bedeutung von Sanitärversorgung, WASH und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung informiert.

Zu Maßnahme 3: a.LK/Pädagogisches Personal werden befähigt ihren Unterricht mit entwicklungspolitischem Bezug zu gestalten und durchzuführen. Hierfür bündeln sie das zuvor erlernte Wissen und sind befähigt selbstständig das erlernte Wissen im Schulumfeld oder in der eigenen Bildungsarbeit weiterzutragen.

2025FairBindung e. V.Gemeinsam flechten: transformative Pädagogien für solidarisches Handel und KlimagerechtigkeitDeutschland
Projektsumme: 117.068,69 €
Fördersumme: 45.000,00 €
www.fairbindung.org

Beschreibung

Das Projekt Gemeinsam flechten: transformative Pädagogien für solidarisches Handeln und Klimagerechtigkeit fördert die solidarische Handlungsfähigkeit und damit das kritische Engagement der Zielgruppen, indem es sichtbar macht:

  1. die den Machtverhältnissen zugrunde liegenden materiellen und mentalen Infrastrukturen, welche die imperialen Lebens- und Produktionsweisen des Globalen Nordens absichern und aufrechterhalten.

  2. die Perspektiven der im Globalen Süden aktiven entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft, die vielfältige Lösungsansätze für die gemeinsame Entwicklung solidarischer Lebens- und Produktionsweisen bieten.

  3. hier bereits existierende, zukunftsfähige Handlungsalternativen und Utopien für eine Gesellschaft jenseits des Wachstums, des Extraktivismus und kolonialer Kontinuitäten.

  4. die Vielfalt an Ansätzen und Methoden der kritischen, Emotionen-sensiblen und transformativen Bildung.

Durch diverse auf die Zielgruppen zugeschnittene Bildungsangebote werden Multiplikatorinnen, Schülerinnen und der breiten Öffentlichkeit Informationen vermittelt und sie werden zu einer Beschäftigung und Austausch mit diesen angeregt. Dabei wird ihre Motivation und Kompetenz – individuell und kollektiv – solidarisch und zukunftsfähig zu handeln gestärkt. In diesem Projekt werden die entwicklungspolitischen Inhalte Ressourcen, Landwirtschaft und Demokratie aus post-kolonialer und wachstumskritischer Perspektiven unter Beachtung transformativer Bildungsansätze fokussiert.

Ziel

Durch diverse, auf die Zielgruppen zugeschnittene Bildungsangebote werden Multiplikator*innen,

Schüler*innen und der breiten Öffentlichkeit Informationen vermittelt und zu einer Beschäftigung und

Austausch mit diesen angeregt. Dabei wird ihre Motivation und Kompetenz – individuell und kollektiv – solidarisch und zukunftsfähig zu handeln gestärkt. Innerhalb des Projektes werden aus postkolonialer und wachstumskritischer Perspektive unter Beachtung transformativer Bildungsansätze die Inhalte der entwicklungspolitische Themen: Ressourcen, Landwirtschaft und Demokratie fokussiert.

2025Bund für Interkulturelle Sensibilisierung und Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland - BIB e. V.Digitalisierung; Klimawandel; Handy/ Smartphone; Kinderarbeit/ KinderrechteDeutschland
Projektsumme: 48.883,23 €
Fördersumme: 18.730,00 €
www.bib-bildung.de/

Beschreibung

Im Workshop "Globale Machtverhältnisse und Digitalisierung – Gerechtigkeit ERWARTET!" nehmen wir interaktiv unsere aktuellen Kommunikationskanäle und die Arbeitswelt in Zeiten der Digitalisierung unter die Lupe: Wer profitiert von Digitalisierung und wie hängt das mit globalen Machtverhältnissen zusammen? Wie stark prägen digitale Technologien heutzutage Alltag, Arbeit und Kommunikation im Globalen Norden und Globalen Süden? Welche Folgen ergeben sich daraus und was hat das auch mit uns zu tun? Anhand von Bildern und einem Film sowie in Gruppenarbeit gehen wir diesen Fragen kritisch nach. Gemeinsam prüfen wir, wie Digitalisierung für mehr oder weniger (Un-)Gerechtigkeit sorgt und entwickeln Handlungsmöglichkeiten.

Im Workshop "Weltmarkt und Klimawandel – Auf der Suche nach Gerechtigkeit" begeben wir uns durch interaktive Methoden, anhand von Bildern sowie einem kurzen Dokumentarfilm auf die Suche nach Zusammenhängen zwischen dem globalisierten Handel und dem Klimawandel. Mit den TN gemeinsam stellen wir die Ursachen und Folgen des Klimawandels heraus. Auf der Grundlage eines Zeitstrahls zu allen internationalen Klimakonferenzen von Beginn an bis heute analysieren wir kritisch die Perspektiven des Globalen Nordens und Südens sowie eigene Verantwortung und entwickeln Handlungsmöglichkeiten.

Der Workshop "Handy/ Smartphone und Rohstoffhandel: Wie gelingt Ressourcengerechtigkeit?" versteht sich als Sensibilisierung für die globalen Folgen des Handykonsums entlang der Wertschöpfungskette eines Mobiltelefons. Es wird auf alle Rohstoffe eingegangen, die für die Herstellung von Handys verwendet werden. Auf welchen Rohstoff kann man hier gar nicht verzichten, wo und unter welchen Arbeitsbedingungen dieser Rohstoff abgebaut wird, werden interaktiv mit den TN durch einen Dokumentarfilm, ein Quiz und Gruppenarbeit erkunden und reflektiert. Die SuS wenden den Blick von ihrer eigenen Handynutzung hin zu einer globalen Perspektive und entwickeln Handlungsoptionen.

Im Rahmen des Workshops "Kinderarbeit/ Kinderrechte – unsere Rechte!" erkunden wir spielerisch und interaktiv die Kinderrechte in Deutschland und weltweit nach der UN-Kinderrechtskonvention. In Bezug auf eigenen Alltag diskutieren wir über die Verletzung von Kinderrechten in Entwicklungsländern und setzen uns damit auseinander, welche Mitverantwortung ehemalige Kolonialmächte für die Kinderarbeit bzw. Missachtung der Kinderrechte in Ländern des Globalen Südens heute haben. Am Ende des Workshops zeigen sich die TN solidarisch mit den anderen Kindern und stellen die Forderungen auf, entwickeln Plakate für die Teilnahme an der Demo, mit denen sie sich für die Rechte der Kinder und gegen ausbeuterische Kinderarbeit einsetzen.

Ziel

  1. Die TN erkennen die Machtdominanz des Globalen Norden gegenüber dem Globalen Süden in der Nutzung digitaler Technologien im Alltag und in der Arbeit sowie die Industrieländer als größte Klimasünder zu Lasten des Globen Südens. Durch einen Perspektivenwechsel setzten sich die TN kritisch mit diesen Problemen auseinander und als Verbraucher:innen reflektieren sie ihr eigenes Konsumverhalten bezüglich der Nutzung digitaler Produkte und Reduzierung von CO2.

  2. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene sind darüber gut informiert, dass die DR Kongo eines der reichsten Länder der Welt an Rohstoffen und das reichste Land weltweit am Coltan ist, Rohstoff ohne das die moderne Welt nicht modern wäre und es kein Mobiltelefon geben würde. Sie hinterfragen die Arbeitsbedingungen in den Minen unter den Aspekten Menschenrechtsverletzungen, Kinderschutz, Umweltschädigungen und die Mitverantwortung westlicher Handyunternehmen und Länder.

  3. Die TN wissen in welchen Ländern Kinderrechte generell nicht bzw. nicht gut geachtet werden und wie die Missachtung der Kinderrechte stattfindet. Sie werden auch für ihre eigenen Rechte als Kinder sensibilisiert, sind deshalb motiviert und beteiligen sich sehr aktiv am Workshop. Die TN befassen sich ebenso mit der Chancengleichheit von Kindern in der Gesellschaft, analysieren Möglichkeiten und konkrete Situation von Kindern in Ländern des Globalen Südens und können diese mit ihrem Lebensalltag vergleichen.

2025Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V.Das „Trilemma der Landnutzung“ – Boden gut machen in der Dreifachkrise – Schlaglichter auf Lateinamerika –Deutschland
Projektsumme: 95.602,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.fdcl-berlin.de

Beschreibung

Um weltweit die Klimakrise eindämmen, den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten und Ernährungssicherheit herstellen zu können, steht der Landsektor im Fokus vielfältiger Ansprüche. Diese treten zusehends in Konkurrenz zueinander und es scheint so, als könne jeweils eine dieser Herausforderungen nur auf Kosten der anderen beiden bewältigt werden. Hier Lösungen zu finden, ist entscheidend für einen zukunftsfähigen Umgang mit Land. Das Projekt thematisiert und diskutiert dieses „Trilemma der Landnutzung“ mit dem regionalen Fokus auf Lateinamerika/Karibik (LAK) und richtet den Blick auf folgende Schwerpunkte:

a) die Landfrage und Landnutzungskonkurrenzen im Kontext von Landwirtschaft und Ernährung;

b) die Auswirkungen von Strategien des internationalen Klima- und Biodiversitätsschutzes für den Zugang zu Land und dessen natürlichen Ressourcen sowie eine nachhaltigere Gestaltung des globalen Ernährungssystems.

Ziel

Zu diesem Themenfeld werden die Zielgruppen des Projekts unter Einbeziehung von Problemanalysen wie Lösungsansätzen aus LAK mit Bildungsarbeit, Publikationen, Fachgesprächen, Veranstaltungen und digitalen Formaten zu globalen Zusammenhängen, Problemlagen wie Ungerechtigkeiten im Verhältnis von Nord und Süd sowie den damit einhergehenden Herausforderungen informiert, zu einer eigenständigen differenzierten Bewertung befähigt und kritischen Auseinandersetzung angeregt. Denn der Umgang mit Land muss sich grundlegend ändern, um `Boden gut zu machen´.

2025Watch Indonesia ! - Für Demokratie, Menschenrechte und Umwelt in Indonesien und Osttimor e. V.Energiewende und Klimapartnerschaften – zivilgesellschaftliche Perspektiven und Handlungsansätze für soziale und globale Gerechtigkeit am Beispiel IndonesiensDeutschland
Projektsumme: 44.921,00 €
Fördersumme: 9.900,00 €
www.watchindonesia.de

Beschreibung

Die globale Energiewende ist eine tragende Säule des Klimaschutzes. Indonesien gilt als bedeutender Akteur und ist ein wichtiges Partnerland für Deutschland und die G7. Die mit Indonesien getroffene Klimapartnerschaft (Just Energy Transition Partnership) verfolgt den Anspruch einer sozial und global gerechten Energiewende. Ihr Gelingen setzt voraus, dass alle Bevölkerungsgruppen von ihr profitieren, ihren Nutzen erkennen und sozio-politischen Verwerfungen sowie ökologischen Schäden im Zuge ihrer Umsetzung vorgebeugt wird. Die an der JETP beteiligten Länder des Globalen Nordens stehen in besonderer Verantwortung, die Energiepartnerschaft so auszugestalten, dass eine Partizipation der Zivilgesellschaft sowie ein robustes Monitoring sichergestellt werden. Zivilgesellschaftlichen Akteurinnen kommt eine wichtige Funktion in der Analyse von Herausforderungen zu. Gleichzeitig können sie wichtige Impulse für die zielführende Ausgestaltung von Projekten geben. Ein Umbau des Energiesektors zur Erreichung der Klimaziele, zumal auf der globalen Ebene, kann nur gelingen, wenn er demokratisch, gerecht und sozial nachhaltig ausgestaltet wird. Zivilgesellschaftliche Perspektiven und Erfahrungen sowie zivilgesellschaftliches Engagement sind tragende Säulen seines Gelingens. Für einen wissens- und erfahrungsbasierten Diskurs und informierte Entscheidungen brauchen Akteurinnen jedoch fundierte und belastbare Erkenntnisse. Mit Fokus auf Indonesien, identifiziert das Projekt zentrale Herausforderungen und Handlungsoptionen für die Realisierung der Energiewende im Hinblick auf soziale und globale Gerechtigkeit. Dabei stellt es zivilgesellschaftlich verankerte Perspektiven und Lösungsansätze in den Vordergrund. Anknüpfend an die Ergebnisse voriger Projekte zu urbaner Transformation ruht einer seiner Schwerpunkte auf dem Wechselverhältnis zwischen urbanem und ländlichem Raum in seiner Beziehung zur angestrebten Transformation. Das Projekt richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteurinnen sowie die Fachöffentlichkeit und Entscheidungsträgerinnen in den Handlungsfeldern Entwicklungszusammenarbeit, Energieerzeugung, Klimapolitik sowie die breite Öffentlichkeit.

Ziel

Das Projekt leistet einen Beitrag dazu, Bewusstsein für die globale Energiewende als Schlüssel für die Bewältigung der Klimakrise zu stärken und Zielgruppen zu motivieren, zu aktivieren und zu befähigen für ihre sozial und global gerechte Gestaltung einzutreten. Es arbeitet die Herausforderungen Indonesiens und die Verantwortung der Industrieländer bei der Bewältigung der Klimakrise heraus. Mittels Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Perspektiven werden bestehende Leerstellen und Konflikte bei der Umsetzung einer gerechten Transformation identifiziert und Handlungsoptionen aufgezeigt. Zielgruppen werden für Gerechtigkeitsfragen im Zusammenhang der Energiewende sensibilisiert und dazu befähigt, das deutsche und internationale Engagement differenziert zu beurteilen.

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