„Globale Stimmen – Die Klima-Monologe“: Dokumentarisches Theater zu Klimagerechtigkeit & globalem Lernen
Am 25. September 2025 führen wir das dokumentarische Theaterstück „Die Klima-Monologe“ von Michael Ruf in zwei Veranstaltungen in Wurzen auf: vormittags für Schüler:innen des Gymnasiums Wurzen, abends öffentlich im Kultur- und Bürgerzentrum D5. Das Projekt vermittelt reale Geschichten von Menschen aus Bangladesch, Pakistan, Kenia und Kalifornien, die direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind – erzählt durch professionelle Schauspieler:innen auf der Bühne.
Das Stück basiert auf über 60 Interviews, die Regisseur Michael Ruf mit Betroffenen geführt hat. Sie erzählen von Überschwemmungen, Zyklonen, Dürren, Flächenbränden, von Hunger, Flucht und Widerstand. Die Geschichten sind dokumentarisch und wortgetreu wiedergegeben – nichts wurde erfunden oder verändert. In einer minimalistischen Inszenierung (ohne Bühnenbild, mit Live-Musik) richtet sich der Fokus auf das gesprochene Wort und die globale Perspektive der Erzählenden.
Jede Aufführung wird durch ein moderiertes Publikumsgespräch mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft ergänzt. Dabei kommen z. B. Aktivist:innen von Fridays for Future, Vertreter:innen postkolonialer Initiativen oder Expert:innen aus dem Bereich Klimafolgenforschung zu Wort. Ziel ist es, nicht nur Betroffenheit zu erzeugen, sondern auch konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen – global wie lokal.
Mit „Die Klima-Monologe“ holen wir ein herausragendes Beispiel dokumentarischer, transkultureller Bildung nach Wurzen. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen Kunst, politischer Bildung und globalem Lernen – in einer Form, die berührt, aufrüttelt und aktiviert. Es erfüllt zentrale Ziele der BNE-Strategie Sachsens, berücksichtigt den Beutelsbacher Konsens und schafft Räume für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven.
2025
Kindervereinigung Leipzig e. V., Leipzig
TinkerStories – Werkstatt für kreative Narrative von Dingen & deine Ideen
TinkerStories – Werkstatt für kreative Narrative von Dingen & deine Ideen
Die Werkstatt Drin’n’Drauszen in Leipzig ist ein kreativer Lern- und Begegnungsort für Kinder, Jugendliche und Familien. Unter dem Titel TinkerStories – Werkstatt für kreative Narrative von Dingen & deinen Ideen werden 2025 drei Veranstaltungsreihen umgesetzt, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) praktisch und niedrigschwellig erlebbar machen.
Im EcoLab lernen Teilnehmende, wie Abfälle durch Recycling- und Upcycling-Methoden in neue Werkstoffe verwandelt werden können. In den Dekonstruktions-Cafés werden Alltagsgegenstände gemeinsam zerlegt, kritisch hinterfragt und kreativ neu kombiniert – eine spielerische Auseinandersetzung mit Konsumkultur und Ressourcen. Beim Show Off präsentieren Kinder und Jugendliche ihre Ergebnisse in einer Ausstellung mit Mitmachaktionen und Diskussionen.
Das Projekt lädt jüngste und junge Menschen, sowie Familien ein, selbst aktiv zu werden und eigene Ideen umzusetzen. Durch gemeinsames Forschen, Bauen und Gestalten entstehen neue Materialien, Objekte und Geschichten, die im Austausch miteinander geteilt werden. Dieser Prozess stärkt Kreativität, Vernetzung und Selbstwirksamkeit.
So wird aus individuellem Erleben gemeinschaftliches Lernen: TinkerStories zeigt, wie Nachhaltigkeit, Kunst und Beteiligung zusammenwirken können – und wie aus alten Dingen neue Zukunftsperspektiven entstehen.
2025
Netzwerk für Demokratische Kultur e. V., Wurzen
Regionalpromotor*in für die Landkreise Leipzig und Nordsachsen
Menschen im Globalen Norden, auch in Deutschland, treffen jeden Tag duzende von kleinen, alltäglichen Entscheidungen, die in der Summe sehr große und sehr konkrete Auswirkungen auf Menschen im Globalen Süden haben. Der Beitrag der einzelnen Entscheidung wirkt so klein und die Auswirkungen so abstrakt, dass es vielen Menschen leicht fällt, sie als unerheblich zu begreifen. Falls sie ihnen überhaupt bewusst oder überhaupt bekannt sind.
Dem Globalen Norden, insbesondere Deutschland und der EU, kommt aber eine besondere Verantwortung zu, hier leben die Konsument:innen, die großen Einfluss auf Konzerne nehmen können, entweder direkt als Kund:innen oder durch Gesetzgebung.
Im Rahmen von 24 Projekttagen mit 3 bis 6 Stunden Länge wollen wir in BB, SN, ST, TH, MV und BE ein Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Alltagskonsums auf den Globalen Süden schaffen. Dafür wollen wir - u.a. in Zusammenarbeit mit Institutionen der Erwachsenenbildung - Konsument:innen in Deutschland mit verschiedenen Formaten zu den Themen Elektronik, Lebensmittel und Mode ansprechen.
Ziel des Projekts ist es, ein Bewusstsein von Konsument:innen bei Kaufentscheidungen und im Umgang mit jenen Produkten zu fördern und entsprechendes Wissen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine ressourcenbewusste Nutzung zu vermitteln. In den Projekttagen werden neben der Sachkompetenz auch Sozial-, Kommunikations- und Medienkompetenzen gefördert. Gerahmt werden die Projekttage mit den SDGs und ausgewählten, relevanten Zielen.
Folgende thematische Schwerpunkte werden gesetzt: (1) Palmöl, was steckt dahinter? (2)Faire Smartphones? Das Handy und die Nachhaltigkeit. (3) Fast Fashion
2025
Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Sömmerda e. V., Sömmerda
WSD-Fachstelle "Begegnungs- und Bildungsabeit im ländlichen Raum, Sömmerda"
WSD-Fachstelle "Begegnungs- und Bildungsabeit im ländlichen Raum, Sömmerda"
Ziel des Projektes ist es, Begegnung zwischen sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu ermöglichen, um im ländlichen Raum in kleinen Schritten mehrWeltoffenheit, Solidarität und Dialog zu entwickeln. Dabei greifen wir auf die Strukturen und Netzwerke der erfolgreich umgesetzten Projektjahre zurück und verstetigen diese. Unser Angebot richtet sich altersunabhängig an die breite Zivilgesellschaft. Es wird an die real konkrete Lebenssituation der Menschen angeknüpft.
Die Arbeit der WSD-Fachstelle soll Menschen dazu befähigen, Rückschlüsse aus der Frage „Agenda 2030 und Entwicklungspolitik - was hat das mit mir zu tun?" auf ihr eigenes Erleben und Handeln zu bilden. Dazu braucht es Verständnis für prekäre Lebenslagen, für Ängste und Verunsicherungen. Das heißt, durch die Schaffung von Begegnungs- & Bildungsräumen treffen diverse Menschen aufeinander, lernen sich und ihre Situationen kennen und entwickeln in kleinen Schritten gesellschaftliche Solidarität.
Als weitere Methoden zur Sensibilisierung werden wir verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen. Es ist unser tiefstes Anliegen der Spaltung der Gesellschaft, in welcher Form auch immer, entgegenzutreten und einen entwicklungspolitischen, solidarischen und weltoffenen Dialog zu entfachen.
Im Zentrum des Projekts Bringing Africa to Spandau stand eine kuratierte Podiumsdiskussion zu kolonialen Kontinuitäten in Spandau und ihren Bezügen zu den SDGs. Expert*innen aus Wissenschaft, afrikanischer Diaspora, Zivilgesellschaft und Kultur beleuchteten historische Hintergründe, globale Zusammenhänge und Fragen von Zugehörigkeit. Die 90-minütige Diskussion bot fundierte Impulse zur Agenda 2030 und band anschließend das Publikum aktiv ein. Ergänzend schufen Informationsstände sowie kulturelle und kulinarische Angebote den Rahmen für Austausch und vertiefende Gespräche.
Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser für die lokale Bevölkerung durch die Instandsetzung von 22 Brunnen in Bameka, Kamerun
Ziel des Projekts war die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Bameka (Kamerun), durch die Instandsetzung von 22 Wasserbauwerken, die mit von Menschen angetriebenen Handpumpen (PMH) ausgestattet sind. Vor Projektbeginn waren nahezu alle Brunnen außer Betrieb, was die Bevölkerung zwang, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Durch die Zusammenarbeit zwischen CONNECTICA-CMR, der Stadtverwaltung Bamendjou und mwagni e.V. sowie mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken konnten 18 Brunnen erfolgreich repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Die Maßnahmen umfassten die technische Diagnostik, die Bereitstellung von Ersatzteilen, die Reparatur durch lokale Fach-kräfte und die Einrichtung erster Wasserkomitees. Die Arbeiten wurden unter Einbindung der lokalen Bevöl-kerung durchgeführt und trugen dazu bei, die Versorgungssicherheit, die Gesundheitssituation und die Ei-genverantwortung in der Gemeinde zu stärken.
2025
mwagni e. V., Berlin
Bau von Solarbrunnen zur Trinkwasserversorgung in Bahouoc und Batoufam, zwei Gemeinden in West-Kamerun
Bau von Solarbrunnen zur Trinkwasserversorgung in Bahouoc und Batoufam, zwei Gemeinden in West-Kamerun
Das Hauptziel dieses Projekts ist es, eine nachhaltige Trinkwasserversorgung für Bahouoc und in Batoufam sicherzustellen, indem jeweils ein Solarbrunnen zur Förderung von Grundwasser installiert wird. Diese Solarbrunnen werden mit Solarenergie betrieben und sind so konzipiert, dass sie eine zuverlässige Trinkwasserquelle darstellen. Für richtige Brunnen fehlt den Menschen vor Ort das nötige Geld. Darüber hinaus wollen wir Infektionskrankheiten wie Cholera, Bilharziose oder Typhus vorbeugen/reduzieren, krankheitsbedingte Fehltage von Schulkindern reduzieren und die Zeit dieser Hausarbeit von Frauen und Kindern reduzieren.
2025
Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge e. V., Berlin
Alltag nachhaltig gestalten – respektvoller Umgang auch mit der nichtmenschlichen Natur
Alltag nachhaltig gestalten – respektvoller Umgang auch mit der nichtmenschlichen Natur
Seit 2019 engagieren sich Jugendliche aus Sansibar und Brandenburg gemeinsam für eine ökologisch nachhaltige und faire Welt. Dazu haben verschiedene Projekte der RAA Brandenburg in Kooperation mit OMF und Twende Pamoja Zanzibar stattgefunden. Wir möchten diese Projekte weiter begleiten, um dazu beizutragen, dass junge Menschen aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden im Miteinander mehr über globale Zusammenhänge lernen und gemeinsam aktiv werden können. Mit dem „Grünen Klassenzimmer“ gibt es in Sansibar einen von der Zivilgesellschaft organisierten Raum, in dem kontinuierlich Umweltprojekte stattfinden, die verschiedene Zielgruppen erreichen (TouristInnen, SchülerInnen, Familien). Die Angebote im „Grünen Klassenzimmer“ gehen über die traditionelle Spicetour hinaus. Spictouren gibt es seit vielen Jahren. Sie richten sich an TouristInnen und zeigen diesen, wie Gewürze wachsen und wie diese über die Küche hinaus auch im medizinischen Bereich genutzt werden.
Die AkteurInnen vom „Grünen Klassenzimmer“ möchten ihre Umweltbildung globaler denken und auch Angebote der Bildung für nachhaltige Entwicklung entwickeln. Die ersten Schritte sind sie 2024 gegangen. Sie konnten Teilnehmende begeistern und haben gemerkt, dass Ihnen insbesondere für GrundschülerInnen Methoden fehlen, um die Inhalte zielgruppengerecht zu vermitteln. Sie erleben, dass Wissen nicht automatisch zum veränderten Handeln führt. Wie umgehen mit der Lücke zwischen Wissen und Handeln? Diese und weitere Fragen aus der Praxis stehen im Mittelpunkt dieser Begegnung, wenn die Gruppe auf Menschen trifft, die in Brandenburg BNE umsetzen.
Die BrandenburgerInnen sind die Teilnehmenden der Begegnung 2024 sowie weitere SchülerInnen der Gesamtschule Dabendorf und des Humboldt-Gymnasiums Potsdam, die sich in schulinternen Gruppen langfristig für die Partnerschaftsarbeit mit Menschen in Sansibar engagieren.
2025
Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge e. V., Berlin
Alltag nachhaltig gestalten – respektvoller Umgang auch mit der nichtmenschlichen Natur
Alltag nachhaltig gestalten – respektvoller Umgang auch mit der nichtmenschlichen Natur
18 aktive Schüler*innen/ junge Erwachsene, die sich in verschiedenen Schulpartnerschaften in Brandenburg und Sansibar für eine ökologisch nachhaltige und faire Welt engagieren, haben das Seminar genutzt, um sich darüber auszutauschen, wie sie ihren Alltag nachhaltiger gestalten können und wie es ihnen gelingen kann, respektvoller auch mit der nichtmenschlichen Natur umzugehen. Der Fokus des Seminars lag auf dem Nachhaltigkeitsziel 12. Die Teilnehmenden haben Ideen entwickelt, wie sie dazu beitragen können, dass auch Menschen in ihrem Umfeld mehr darüber erfahren, wie sie nachhaltiger leben können, wie wichtig es ist, sparsam mit Ressourcen umzugehen und mit der Natur in Harmonie zu leben. Viele Anregungen haben sie bei der Beschäftigung mit Konzepten aus dem Globalen Süden wie Buen Vivir, Ubuntu und Honorable Harvest gesammelt.
2025
Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge e. V., Berlin
Feministische Entwicklungspolitik: Empowerment und demokratische Teilhabe für Frauen in der benachteiligten Gemeinde in Elias Motsoaledi, Südafrika
Feministische Entwicklungspolitik: Empowerment und demokratische Teilhabe für Frauen in der benachteiligten Gemeinde in Elias Motsoaledi, Südafrika
Obwohl es mehr Frauen auf der Erde gibt, sind sie weltweit unterdrückt. Soziale Gerechtigkeit und gerechtere Teilhabe für Frauen sind Kernelemente für die Entwicklung eines Landes. Die Vision einer feministischen Entwicklung wollen wir mit diesem Projekt verwirklichen. Das vorgesehene Projekt „Empowerment und demokratische Teilhabe für Frauen in der benachteiligten Gemeinde in Elias Motsoaledi – Süd-Afrika“ trägt dazu bei, die Kompetenzen von Frauen zu stärken, deren Teilhabe an dem demokratischen Leben zu erhöhen und deren Lebensbedingungen grundsächlich zu verbessern, indem es sie gegen Gewalt und Diskriminierungen schützt und weitere Perspektiven durch Workshops und Präventionsmaßnahmen anbietet. Das Projekt fokussiert die Rechte der Frauen und soll von 15 März bis Dezember 2025 in Elias Motsoaledi Local Municipality – Süd-Afrika realisiert werden. Im Rahmen des Projektes sind Kampagnen bzw. große Veranstaltungen, die Renovierung des Begegnungsraums und Workshops und Informatikkurse mit Frauen geplant. Ungefähr 200 Personen werden erreicht. Das Projekt wird zusammen mit der Partnerorganisation „Broadway Legacy Foundation“ umgesetzt.
Der Arbeitsbereich "Klima, Eine Welt und Migration" bei ESTAruppin e.V: will sensibilisieren für die nachhaltigen Entwicklungsthemen, schwerpunktmäßig für Klimawandel und Nachhaltigkeit, so wie Globale Entwicklungsthemen, schwerpunktmäßig für Klimawandel und die Folgen des Kolonialismus. Dabei ist es uns ein Anliegen die Menschen zunächst mit ihren eignenen Anliegen abzuholen und unsere Angebote auf die jeweilige Zielgruppe zuzuschneiden. Wir regen an zu solidarischem Handeln und wollen praktisch zeigen, wie gelebte Weltoffenheit aussehen kann.
2025
Ashavadi Project e. V., Berlin
„Frauen stärken – Zukunft gestalten: Schneiderei-Training für Mütter in Kathmandus Balkhu Slum“, Nepal
„Frauen stärken – Zukunft gestalten: Schneiderei-Training für Mütter in Kathmandus Balkhu Slum“, Nepal
Der Balkhu Slum zählt zu den herausforderndsten Lebensräumen Nepals. Über 4.000 Menschen leben hier unter extrem schwierigen Bedingungen – die meisten in beengten Unterkünften von kaum 15 Quadratmetern. Die fehlende Infrastruktur, mangelnde Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie unsichere Lebensverhältnisse treffen insbesondere Frauen und ihre Kinder hart. Viele Mütter haben keine Möglichkeit, ein eigenes, regelmäßiges Einkommen zu erzielen, und sind dadurch in einem
Kreislauf der Armut gefangen, der es ihnen erschwert, ihre Kinder ausreichend zu versorgen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Unser Partnerorganisation Fusion Nepal setzt sich vor Ort mit der Überzeugung ein, dass nachhaltige Veränderungen möglich sind. Ein Schlüsselprojekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen ist der Aufbau einer Schneidereischule für 30 Frauen aus dem Slum. Die Teilnehmerinnen erhalten eine sechsmonatige Ausbildung in handwerklichen Fähigkeiten und werden am Ende mit einer eigenen Nähmaschine sowie den notwendigen Utensilien ausgestattet. So erhalten sie die Chance, durch eine selbstständige Tätigkeit ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften und so für ihre Kinder unabhängig sorgen zu können. Dieses Projekt geht über eine reine Qualifizierungsmaßnahme hinaus – es fördert die Selbstständigkeit und stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen. Eine stabile Beschäftigung verbessert nicht nur die Lebenssituation der Mütter, sondern ermöglicht es ihnen, ihren Kindern eine sichere und hoffnungsvollere Zukunft zu bieten. Durch die Ausbildung und Stärkung von Frauen wird ein nachhaltiger Wandel angestoßen, der der nächsten Generation neue Perspektiven eröffnet.
2025
KarEN - Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik e. V., Berlin
Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat nicht nur zu einer Verschärfung der planetaren Belastungsgrenzen geführt, sondern auch zu sozialen Ungleichheiten in Entwicklungsländern beigetragen. Die Förderung der Agrarökologie kann eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung der Ernährungssysteme spielen, da sie lokale und nachhaltige Lösungen bietet, wie zum Beispiel die sog. organopónicos in Kuba. Diese urbanen Kleinfarmen sind ein Beispiel dafür, wie durch die Nutzung ungenutzter städtischer Flächen und die Anwendung ökologischer Anbaumethoden ohne Pestizide eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft ermöglicht werden kann.
In Deutschland und Kuba besteht die Herausforderung, junge Menschen für alternative Landwirtschaftsmodelle wie organopónicos zu begeistern, insbesondere vor dem
Hintergrund der globalen Ernährungssicherheit und des Klimawandels. Das Projekt und der Verein "Seeds of Friendship" haben daher das Ziel, diese Begeisterung zu fördern und durch die Zusammenarbeit kubanischer und deutscher Studierender ein gemeinsames Verständnis für nachhaltige urbane Landwirtschaft aufzubauen.
Bezüglich des Vereins Seeds of Friendship: Wir sind ein gemeinnütziger Verein (in Gründung) aus Eberswalde, der aus einer Gruppe junger Menschen aus dem Umfeld der
Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde stammt. Wir sind als studentische Initiative der HNEE Anfang 2023 für einen interkulturellen Austausch zu
Ernährungssouveränität und urbaner Gemüseproduktion nach Kuba gereist. Seitdem arbeiten wir gemeinsam mit unseren PartnerInnen aus Kuba, Studierenden der HNEE
und weiteren Akteuren (jABL, Permakultur AG HNEE, Commons AG HNEE, Miya e.V., Colibri Netzwerk) aus der urbanen Landwirtschaft und Agrarökologie in Eberswalde sowie in Bezug zu Kuba (KarEn e.V., CubaSí) zusammen. Der Verein zielt darauf ab, den interkulturellen Austausch zu koordinieren und Raum für Bildungskonzepte im Rahmen agrarökologischer Maßnahmen zu bieten. Dabei orientiert sich Seeds of Friendship an der langjährigen Arbeit von KarEn e.V., einem Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik, z.B. bei der Bewirtschaftung von Stadtgärten, wo der Einsatz von Solarpumpen zur Bewässerung sehr wichtig ist. Der Verein unterstützt den interkulturellen Austausch und stellt in diesem Falle für Seeds of Friendship, da noch in Gründung, den Antrag.
Durch den interkulturellen Austausch mit der Universidad de Sancti Spíritus "José Martí Pérez" (UNISS) in Sancti Spíritus und Studierenden aus Eberswalde, die Teil des
Projektes sind, werden praktisches Wissen vermittelt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditionellem Wissen verknüpft und alternative Ansätze zur Ernährungssicherheit erforscht und angewendet. Der Schwerpunkt liegt auf einer partizipativen und kooperativen Lehrmethodik, die auf die Bedürfnisse und Erfahrungen
der Teilnehmenden eingeht. Langfristig strebt das Projekt eine Vertiefung und Intensivierung der bestehenden Partnerschaft zwischen UNISS und der Hochschule für
Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) an, um gemeinsam zu einer gerechteren und nachhaltigeren Ernährungssicherheit beitragen.
2025
KIWEST, Bau- und Aktivspielplatz Leipzig e. V., Leipzig
Im Dezember 2025 führte der Kiwest e.V. einen Projekttag zum Thema „Fairer Handel in
Tajas Welt“ an der Aktiven Oberschule Leipzig durch. Tajas Welt ist eine Website in der
eine optimal nachhaltige Zukunft vorgestellt wird.
Dazu müssen erst einmal die Probleme der Gegenwart analysiert werden, in diesem Fall
am Beispiel des beliebten Produkts SCHOKOLADE: Die Lieferkette von Schokolade ist in
den meisten Fällen eine Kette von Problemen, von Entwaldung bis Kinderarbeit. Diese
Zusammenhänge konnten wir mit Hilfe der Kakao-Kiste des Eine-Welt e.V. Leipzig
nachzeichnen und den Kindern damit einen wichtige Bildungsinhalt vermitteln.
Am Ende wurde gemeinsam eine nachhaltige Lieferkette nachgebaut und für die Website
vorbereitet. Als Dankeschön gab es fair produzierte afrikanische Schokolade.
Die Seite tajaswelt.info wurde daraufhin mit dem wichtigen Feature „globale
Zusammenhänge“ ausgestattet, was die Darstellung von Lieferketten und mehr ermöglicht.
2025
Ökumenisches Informationszentrum e. V., Dresden
Künstliche Intelligenz – smart und nachhaltig? Was bringt die neue Technologie für Mensch und Umwelt?
Künstliche Intelligenz – smart und nachhaltig? Was bringt die neue Technologie für Mensch und Umwelt?
Das Studienbegleitprogramm STUBE Sachsen (in Trägerschaft des Ökumenischen Informationszentrums ÖIZ e. V.) hat im Rahmen der Sächsischen Landestrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Kleinprojekt im Bereich des non-formalen/informellen Lernens (Kapitel 5.5) bearbeitet. Es wurde ein Wochenendseminar „Künstliche Intelligenz – smart und nachhaltig“ veranstaltet. Es wurde nach den möglichen Vor- und Nachteilen der Nutzung dieser neuen Technologie für eine nachhaltige Zukunft. Es wurde auf alle 3 Nachhaltigkeitssäulen - Ökologie, Ökonomie und Soziales – eingegangen. Die Veranstaltung fand vom 5.-7.12.25 in der Jugendherberge Chemnitz statt. Künstliche Intelligenz ist eine neue Technologie, die alle Lebensbereiche massiv beeinflusst und zu großen gesellschaftlichen Veränderungen führt.
2025
Schillerwerkstatt e. V., Berlin
Widerstandsbewegungen gegen deutschen Kolonialismus in Kamerun
Widerstandsbewegungen gegen deutschen Kolonialismus in Kamerun
In dem Projekt “Widerstandsbewegungen gegen deutschen Kolonialismus in Kamerun” setzen sich SchülerInnen und Lehrkräfte mit aktuellen kolonialen Kontinuitäten
auseinander. Sie werden besonders ermutigt, sich auch mit der Rolle der Widerstandsbewegungen, die seit über 500 Jahren für ihre Menschenrechte kämpfen, zu beschäftigen. Wir zeigen ihnen Möglichkeiten, sich in Berlin weiter zu informieren und eventuell zu engagieren.
Für Berliner SchülerInnen sind eine dreitägige Projektwoche zum Thema „Widerstand gegen deutschen Kolonialismus im heutigen Kamerun“ und zwei einzelne Projekttage
geplant. In der Projektwoche interviewen die SchülerInnen eine aktive Person in Kamerun. Auf Grundlage dieses Interviews produzieren wir einen Podcast für Lehrkräfte
MultiplikatorInnen.
Für Lehrkräfte führen wir zwei kurze Veranstaltungen direkt in Berliner Schulen durch, in denen wir unser Unterrichtsmaterial vorstellen mit Schwerpunkt auf Widerstandsbewegungen gegen deutschen Kolonialismus in Kamerun.
Neben dem Podcast wird außerdem ein Erklärfilm zu Widerstandsbewegungen gegen deutschen Kolonialismus in Kamerun produziert, der als Unterrichtsmaterial verwendet werden kann.
2025
Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V., Berlin