Geförderte Projekte

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2021Leapfrog e. V., BerlinVerbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven von jungen Menschen mit IT Hintergrund und Kleinhändler*innen durch praxisorientiertes IT Trainingsprogramm, KamerunKamerun
Projektsumme: 8.157,00 €
Fördersumme: 6.120,00 €

Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven von jungen Menschen mit IT Hintergrund und Kleinhändler*innen durch praxisorientiertes IT Trainingsprogramm, Kamerun

In Buea und im Einzugsgebiet der Stadt gibt es einen Mangel an IT-Fachkräften. Dabei wird das Gebiet um die Stadt auch „Silicon Mountain“ genannt wegen seiner kreativen IT Szene, den „Tech Entrepreneurs“ und dem entsprechenden „Eco-System“ herum. Dennoch gelingt es den Bildungsangeboten bisher nur unzureichend, Fachkräfte auszubilden, die internationale Standardprodukte entwickeln können. Selbst in Kamerun ansässige Unternehmen haben, so ActivSpaces, unsere Partnerorganisation, Arbeitsplätze für IT-Fachleute in andere Ländern ausgelagert. Diese Lücke versucht die Organisation mit ActivSpaces mit praktischen Bildungsangeboten zu schließen, die gezielt am Markt benötigte, digitale und unternehmerische Fähigkeiten vermitteln. Das vorliegende Projekt unterstützt ActivSpaces, praktisch orientierte Trainings anzubieten, die den Teilnehmern vielfältige Lernmöglichkeiten bieten, weil sie auf realen Problemen aufbauen, Lösungen dazu im Team entwickelt werden sollen und verschiedene Stakeholder in die Trainings eingebunden sind. Unter dem Ziel, die wirtschaftlichen Perspektiven der Zielgruppe zu verbessern und eine inklusive Digitalisierung voranzutreiben, wird angestrebt, 30 technikaffine, junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren über einen Zeitraum von 9 Monaten intensiv zu IT Themen wie Wordpress und Digitales Marketing zu schulen, während die theoretischen Lerneinheiten offen gehalten werden, um weiteren junge Menschen mit IT Vorkenntnissen eine Teilnahme zu ermöglichen (Zielgröße 250). Des Weiteren strebt das Projekt an, 50 KleinhändlerInnen spezifische IT Kenntnisse zu vermitteln, die ihnen helfen, ihr Einkommen zu verbessern. Das Projekt möchte damit einen Beitrag zur Reduzierung von Armut in Buea leisten, was angesichts der Krise in der anglophonen Region einmal mehr von Wichtigkeit ist, weil durch den Konflikt und die Corona-Pandemie Einkommensmöglichkeiten weggebrochen sind oder sich verringert haben.

2021Stadt-Land.move – Werkstatt für sozial-ökologischen Wandel e. V., Werder (Havel)PromotorIn zur Stärkung von Nord-Süd-Themen in regionalen NachhaltigkeitsstrukturenBRD
Projektsumme: 49.400,00 €
Fördersumme: 49.400,00 €
www.stadt-land-move.org

PromotorIn zur Stärkung von Nord-Süd-Themen in regionalen Nachhaltigkeitsstrukturen

2021Leapfrog e. V., BerlinEmpowering Primary School Teachers and students with ICT-skills in Bukedea, UgandaUganda
Projektsumme: 9.000,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €

Empowering Primary School Teachers and students with ICT-skills in Bukedea, Uganda

Etwa die Hälfte der Bevölkerung in Uganda hat keinen Zugang zu schnellem Internet und keine digitalen Fähigkeiten. Dieser „digital divide“ führt dazu, dass zahlreiche Stimmen aus Uganda und Ideen nicht gehört werden, Menschen von Informationen abgeschnitten und benachteiligt sind im Zugang zum Arbeitsmarkt. Im Bukedea Distrikt im ländlichen Uganda, an der Peripherie gelegen, ist der Zugang noch schlechter. Nach einer Umfrage von Leapfrogs Partnerorganisation ADEGO in dem Distrikt haben dort sogar 90% der Bevölkerung keinen Zugang zu internetfähigen Geräten sowie kaum oder gar keine digitalen Fähigkeiten. Die Corona Pandemie und die Restriktionen zur Eindämmung haben zu einer Bildungskrise geführt, die die sozialen Gräben im Land weiter vertiefen. Die Schulen waren 2020 und 2021 nur kurze Zeiten geöffnet. Während Schülerinnen von Privatschulen meist ohne größere Schwierigkeiten auf digitale Bildungsangebote zurückgreifen können, steht die Möglichkeiten hunderttausenden Schülerinnen der öffentlichen Schulen nicht zur Verfügung. Für sie begrenzt sich die Schulbildung auf Radio-, Fernsehformate (sofern sie Zugang zu einem Gerät haben) und kopierte Arbeitsblätter. Dies ist jedoch unzureichend, ermöglicht keine Interaktion und bereitet die Schülerinnen nicht auf höher qualifizierte, berufliche Tätigkeiten vor, für die digitale Fähigkeiten unabdingbar sind. Hier setzt das Projekt von Leapfrog e.V. und ADEGO an. Gemeinsam möchten wir das kleine, von ADEGO betriebene ICT Zentrum in Bukedea Distrikt ausbauen, 50 Lehrerinnen aus dem Distrikt an digitale Technologien heranführen und sie auf ihre Aufgabe vorbereiten, digitale Kompetenz unter ihren Schülern auszubilden. Beide Organisation sind der Meinung, dass die Möglichkeit jetzt da ist, Lehrerweiterbildungen für digitale Kompetenzen zu initiieren und innovative, durch digitale Tools unterstützte Unterrichtsformate auszuprobieren und zu etablieren.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinBegleitung und Qualifizierung im Rahmen des ostdeutschen Promotor*innenprogramms (Berlin)BRD
Projektsumme: 9.050,00 €
Fördersumme: 9.050,00 €

Begleitung und Qualifizierung im Rahmen des ostdeutschen Promotor*innenprogramms (Berlin)

Wir verwalten und begleiten in Kooperation mit den Landesnetzwerken (die für die inhaltliche Koordination zuständig sind) die PromotorInnen-Programme in Berlin (9 Stellen), Brandenburg (7 Stellen), Mecklenburg-Vorpommern (4 Stellen) und Sachsen (8 Stellen). Die gegenwärtige Programmphase läuft noch bis 31.12.2021. Der Neuantrag ist für den 31.5.21 vorgesehen. Die Begleitung des PP erstreckt sich weitgehend auf die Sicherung der Finanzen und jährlichen Abrechnungen sowie auf Wirkungsorientierung und Berichterstattung. Neben der Begleitung der Landesprogramme sind wir in der Programmsteuerung im Konsortium mit der agl und im „Lenkungskreis“ (alle Landesnetzwerke plus agl-Geschäftsstelle und SNSB) tätig. Hinzu kommen das jährliche Bundestreffen der PromotorInnen, der jährliche Beirat und auch der Beirat im Landesprogramm Sachsen.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinBegleitung und Qualifizierung im Rahmen des Brandenburger Kirchen-Promotor*innenprogrammsBRD
Projektsumme: 920,00 €
Fördersumme: 920,00 €

Begleitung und Qualifizierung im Rahmen des Brandenburger Kirchen-Promotor*innenprogramms

Die dritte Projektphase des Brandenburger Kirchenpromotorinnenprogramms wird gegenwärtig beantragt. Das jetzige Programm läuft noch bis Ende März 2021. Es ist geplant, mit den gegenwärtigen Trägervereinen und Stelleninhaberinnen weiterzumachen, da die Vereine im eher ländlichen Raum in BRB verankert sind und die Promotor*innen eine gute, reflektierte Arbeit machen. Wenn das Projekt finanziert wird, werden zwei Steuerungskreis-Treffen 2021 stattfinden. An diesen Treffen nehmen auch Vertreter der Ev. Landeskirche B-BRB, von Brot für die Welt und vom Landesnetzwerk VENROB teil.

2021Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V., RostockGlobale Landwirtschaft Mecklenburg-VorpommernBRD
Projektsumme: 42.000,00 €
Fördersumme: 3.000,00 €
www.eine-welt-mv.de

Globale Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern

Das vorliegende Projekt baut auf dem Vorgängerprojekt „Auf der Suche nach dem Weltmarkt“ auf. Das Folgeprojekt vermittelt die Rechercheergebnisse und leistet einen Beitrag zu aktuellen politischen Debatten. Das Projekt will Stellschrauben in Politik und Zivilgesellschaft ermitteln, um eine faire und nachhaltige globale Landwirtschaft zu gestalten. Dafür arbeitet die Projektreferentin mit Akteuren in MV und bundesweit zusammen. Besonders PolitikerInnen auf Landes- und auf EU-Ebene, die sich für dieses Ziel einsetzen, sollen durch Informationsvermittlung unterstützt werden. Auch VertreterInnen der Zivilgesellschaft, wie andere gemeinnützige Vereine und Verbände, können von einer gezielten Zuarbeit durch die Projektreferentin profitieren. Die bisher recherchierten Produkte Weizen und Soja sind weiterhin im Fokus des Projektes. Die Informationen müssen regelmäßig geprüft und aktualisiert werden. Auf der Basis der Rechercheergebnisse ermittelt die Projektreferentin die politischen und gesellschaftlichen Stellschrauben, die für eine Veränderung hin zu einer nachhaltigen und fairen Landwirtschaft in M-V (und weltweit) entscheidend sind. Auch andere Produkte, die in Bezug auf Soja eine Rolle spielen, wie Schweine- und Geflügelfleisch, spielen in der weiteren Recherche eine Rolle. Im Projektverlauf sollen (Fach-)Beiträge erstellt und in Fachmagazinen, der Presse und in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Auch die proaktive Teilnahme an Podien, Fachgesprächen, Tagungen und Workshops zumeist in Kooperation mit PartnerInnen ist geplant. Die Rechercheergebnisse werden unter anderem im Agrarausschuss vorgestellt und diskutiert. Andere Möglichkeiten sind Einzelgespräche und andere Anlässe, wie landespolitische Veranstaltungen.

2021Sinnflut e. V., Gosen – Neu ZittauDelegationsreise 2021 im interkontinentalen Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedern der Kooperative CECOSESOLA in Venezuela und Menschen aus kollektiv organisierten Lebens- und Arbeitszusammenhängen in DeutschlandBRD
Projektsumme: 10.450,00 €
Fördersumme: 2.500,00 €

Delegationsreise 2021 im interkontinentalen Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedern der Kooperative CECOSESOLA in Venezuela und Menschen aus kollektiv organisierten Lebens- und Arbeitszusammenhängen in Deutschland

Das aktuelle Projekt ist die Weiterentwicklung des Erfahrungsaustauschs zwischen der venezolanischen Kooperative Cecosesola und deutschen Kollektiven, das 2017 mit einer (u.a. von Nord-Süd-Brücken geförderten) Delegationsreise von zwei Mitgliedern von Cecosesola nach Deutschland begonnen wurde. Wegen der sehr positiven Resonanz bei den beteiligten Gruppen hier in Deutschland wie dort in Venezuela führen wir das Projekt fort.

Die Ziele des Erfahrungsaustauschs sind in Kürze folgende:

  • Erweiterung der Handlungsfähigkeit der Gruppen durch den Austausch von Erfahrungen im kollektiven Alltag und durch die gemeinsame Reflexion der jeweiligen politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Hintergründe dieser Erfahrungen.

  • Einbringen von internationalen Fragestellungen in die alltäglichen Debatten von Kollektiven hier wie dort; Ziel ist, dass solche Fragestellungen bei Alltagsentscheidungen der Gruppen mit einbezogen werden.

  • Transkontinentale Vernetzung und gemeinsame Entwicklung von konkreten Projekten. Für die Reise 2021 laden wir für ca 12 Wochen im Sommer zwei Delegierte von Cecosesola nach Deutschland ein. Für den Aufenthalt in den Schwerpunktgruppen sind ca. 3 x 3 Wochen geplant, außerdem ein zweiwöchiger Sprachkurs Deutsch als Fremdsprache. Zielgruppe des Projektes sind Kollektive in Venezuela und Deutschland mit ähnlichen Grundwerten (kollektiver Umgang mit ökonomischen Fragestellungen, konsensuale Entscheidungsfindung, kritische Infragestellung und Abbau von hierarchischen Strukturen...) und deren Mitglieder

2021Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e. V., GreifswaldRegionalpromotor/in OstBRD
Projektsumme: 102.000,00 €
Fördersumme: 102.000,00 €
www.straze.de

Regionalpromotor/in Ost

2021International Peace Observers Network e. V., BerlinSicherheit für zivilgesellschaftliche Akteure [SiZi], PhilippinenPhilippinen
Projektsumme: 13.320,00 €
Fördersumme: 9.900,00 €
www.ipon-philippines.org

Sicherheit für zivilgesellschaftliche Akteure [SiZi], Philippinen

Das Projekt ermöglicht, dass die Arbeit der philippinischen Zivilgesellschaft  mit weniger persönlichen Risiken für die Aktiven verbunden ist und sie ihre Anliegen sicher voranbringen können. Dieses ist insbesondere für Frieden, Gerechtigkeit und die Stärkung von Institutionen relevant (SDG 16). Der Hintergrund des Projekts sind verringerte Handlungsräume der Zivilgesellschaft durch staatliche Repressionen. Deshalb soll mit dem Projekt dazu beigetragen werden, dass zivilgesellschaftliche Nachhaltigkeits-, Entwicklungs- und Menschenrechtsakteure sich für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele einsetzen können (Oberziel). Das Projekt umfasst u.a. Maßnahmen des Capacity-Building ,infrastrukturelle Maßnahmen zur physischen Sicherheit und zur digitalen Sicherheit sowie einen Notfall-Fond für sicherheitsrelevante Ausgaben und die Unterstützung nach Übergriffen oder Bedrohungen.

2021about:change e. V., LeipzigAdopt a Revolution Zeitungsbeilage 2021 // Arbeitstitel "Sanktionen den Palästen, Solidarität den Hütten"BRD
Projektsumme: 16.867,00 €
Fördersumme: 2.500,00 €
adoptrevolution.org

Adopt a Revolution Zeitungsbeilage 2021 // Arbeitstitel "Sanktionen den Palästen, Solidarität den Hütten"

Mit der diesjährigen Adopt a Revolution-Zeitungsbeilage „Sanktionen den Palästen, Solidarität den Hütten“ (AT) wollen wir den unbewaffneten, zivilgesellschaftlichen Kampf um Demokratie, Freiheit und Grundrechte in Syrien hierzulande einem breiten Publikum vorstellen. Vor dem Hintergrund der Debatte um die Wirksamkeit von Sanktionen machen wir die Frage auf, ob Syrien-Sanktionen ,die Richtigen‘ treffen und ob sie in ihrer Machart ihre Ziele erreichen. Wir analysieren, ob Sanktionen oder die Politiken der Machthabenden für die katastrophale humanitäre Lage verantwortlich sind. Stimmen von zivilen Initiativen in und aus Syrien werden sichtbar. Weiter wird die Frage aufgemacht, welche Rolle die aktive syrische Zivilgesellschaft dabei spielt, Lücken zu füllen, die trotz der Hilfen von großen internationalen Hilfsorganisationen etwa unter dem Dach der UN, bestehen bleiben. Und die Frage, ob Syrien aufgrund der abnehmenden Kampfhandlungen wieder sicher für Rückkehrende, insbesondere für Abgeschobene ist, wird behandelt.

Mit der Zeitung möchten wir die dt. Öffentlichkeit informieren. Damit fördern wir eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik und ermutigen zu eigenem Engagement. Wir möchten mit dem Projekt gegenseitige Offenheit fördern und einen Perspektivwechsel anregen mit dem Ziel, das Wissen um die konfliktbearbeitenden Aktivitäten der zivilen Gruppen in Syrien und der Regionen der hiesigen Debatte zu verankern. Die Zielgruppe verorten wir im gebildeten, linken/links-liberalen Spektrum und erreichen diese über den Mitdruck in der taz und jungle world sowie über eine Beilage in der Monatszeitung ak – analyse & kritik. 15.000 Ex. Werden gedruckt und kostenfrei bei öffentlichen Aktionen sowie an Interessierte verteilt. Es wird eine Auflage von 100.000 Stück vertrieben.

2021Bildung für Balanka e. V., PotsdamUnterstützung der Frauenkooperative DiasigaTogo
Projektsumme: 9.920,00 €
Fördersumme: 6.920,00 €
www.balanka.org

Unterstützung der Frauenkooperative Diasiga

Bildung für Balanka e. V. arbeitet seit Mai 2006 mit der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben Gesamtschule eng zusammen. Unser Verein führt auch entwicklungspolitischen Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg durch. Er hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Bildung und nachhaltige Entwicklung von Balanka in Togo zu unterstützen. So haben wir schon viele Projekte gemeinsam in Balanka realisiert. Wir haben uns vorgenommen, alle zwei Jahre ein Projekt mit unseren Projektpartnern vor Ort durchzuführen. Nachfolgend listen wir einige unserer gemeinsamen Projekte auf:

  • 2006 fand unsere erste Projektreise zur Unterstützung beim Bau der Bibliothek von Balanka statt.

  • 2008: Unsere zweite Projektreise zur Unterstützung bei der Installation der Solaranlage und Einweihung der o. g. Bibliothek von Balanka.

  • 2010: Unsere dritte Projektreise zur Unterstützung beim Bau von Bio-Toiletten für die Bibliotheksbesucher*innen

  • 2012: Unsere vierte Projektreise zur Unterstützung beim Bau der Regenwasserzisterne für die Oberschule von Balanka.

  • 2018: Unsere fünfte Projektreise zur Unterstützung bei den Renovierungsarbeiten der Krankenstation zusammen mit der Da-Vinci Gesamtschule Potsdam, eine weitere Partnerschule von Bildung für Balanka e. V.

  • 2019: Unsere sechste Projektreise zur Unterstützung bei den Malerarbeiten der Krankenstation von Balanka

Bei der nun geplanten siebten Reise von 11. bis zum 31. Oktober 2021 kommen nur Schüler*innen der Friedrich-Wilhelm- Gesamtschule mit. Bei der geplanten diesjährigen Reise geht es um die Unterstützung bei dem Bau eines Lagers und Wächterhauses von der bäuerlichen Frauen-Kooperativen „DIASIGA“ in Balanka.

Der Kanton von Balanka ist eine kleine Gemeinde in der Zentralregion von Togo und liegt etwa 450 km von der Hauptstadt Lomé entfernt. Bereits ab Tchamba, 35 km vor Balanka, sind die Straßen und Wege in dieser ländlichen Region während der Regenzeit kaum noch passierbar. Die gesamte Infrastruktur, einschließlich Strom- und Wasserversorgung sind marginal. Die Bevölkerung ist zu 90 % bäuerlich.

Die Frauengruppe DIASIGA zählt 37 Bäuerinnen, die sich mit ihren Töchtern und Söhnen zusammengetan haben, um ein gemeinschaftliches Feld zu bewirtschaften. Ihre Agrarerzeugnisse sind Soja, Mais, Hirse und Gemüse. Die Frauengruppe erhält keine finanziellen Mittel vom Staat, um soziale oder landwirtschaftliche Einrichtungen zu schaffen. Die Frauen brauchen ein Lagerhaus vor Ort auf dem Feld, um ihre Roh-Agrarerzeugnisse für die Weiterverarbeitung zu lagern. Sie benötigen ebenfalls ein kleines Haus direkt neben dem Lagerhaus als Unterkunft für den Wächter des Feldes gegen Tiere und Diebstähle. Daher hat die Frauengruppe DIASIGA, Bildung für Balanka e. V. und die Friedrich-Wilhelm-Von-Steuben Gesamtschule gebeten, ihr bei der Errichtung der Gebäude auf dem Feld zu unterstützen.

2021Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e. V., BerlinWanderausstellung und Fotoausstellung im Rahmen des Klimabündnisses BerlinBRD
Projektsumme: 15.550,00 €
Fördersumme: 15.550,00 €
www.aswnet.de

Wanderausstellung und Fotoausstellung im Rahmen des Klimabündnisses Berlin

Wanderausstellung

Die Ausstellung Ausstellung zeigt seit 2014 die reichen Erfahrungen der Regenwaldbewohnerinnen Amazoniens. Sie informiert über den globalen Klimawandel, sensibilisiert für Klimaschutz und regt zu alternativem Handeln an. 18 thematische Tafeln zeigen das Leben und Wirtschaften im Einklang mit dem Regenwald, auch die Gefährdung des Regenwaldes und seiner Bewohnerinnen durch Großprojekte und Eingriffe von außen. Die Ausstellung wurde in dieser Zeit 36-mal ausgeliehen, meistens über mehrere Woche, sowohl in Berlin als auch bundesweit. Die meisten Anlässe waren kommunale oder regionale Themenwochen zum Klimawandel oder zum Amazonasregenwald. So stand die Ausstellung zum Beispiel schon in den Rathäusern von Charlottenburg und Mitte.

Einige Informationen der Ausstellung sind inzwischen veraltet, da sich Voraussetzungen oder politische Gegebenheiten verändert haben. Die Themen der Ausstellung sind aber aktueller denn je. Das zeigen auch die regelmäßigen Anfragen zur Ausleihe (aktuell aus Konstanz, Berlin und Herrenberg). Um der Nachfrage gerecht zu werden und die Informationen zu aktualisieren, ist es notwendig, die Ausstellung zu überarbeiten und zu erweitern. Zudem zeigen die bestehenden Ausstellungselemente erste Ermüdungserscheinungen.

Fotoausstellung

Der brasilianische Fotograf Marquinho Mota dokumentiert das Leben und die Kämpfe der Indigenen in Brasilien. Seine großformatigen Bilder zeigen eindrücklich die Lebensumstände derer, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Brasilien engagieren sowie deren Anliegen und Initiativen für einen effektiven Menschenrechts- und Umweltschutz.

Die Ausstellung wird im Frühjahr 2021 für 6 Wochen im Bundestag ausgestellt. Zum Auftakt soll der Fotograf anwesend sein, um mit den Gästen über die Bilder, aber auch die Gemeinsamkeiten im Kampf gegen den Klimawandel zu sprechen. Danach soll die Ausstellung in weiteren kommunalen Institutionen in Berlin zu sehen sein. Es ist geplant, Bezirksrathäuser, Ämter und Schulen anzufragen

2021Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V., BerlinInfo- und Diskussionsveranstaltung „Initiative zur Integration der Infrastruktur in Südamerika (IIRSA) u. deren Auswirkungen auf Regenwald u. Klima“ im Rahmen des Klimabündnisses BerlinBRD
Projektsumme: 2.500,00 €
Fördersumme: 2.500,00 €
www.fdcl-berlin.de

Info- und Diskussionsveranstaltung „Initiative zur Integration der Infrastruktur in Südamerika (IIRSA) u. deren Auswirkungen auf Regenwald u. Klima“ im Rahmen des Klimabündnisses Berlin

Die Initiative zur Integration der Regionalen Infrastruktur Südamerikas (IIRSA) sieht gigantische Infrastrukturvorhaben vor, die den gesamten Subkontinent umfassen. Die Hälfte der vorgesehenen Entwicklungsachsen bezieht sich dabei auf das amazonische Tiefland. Insbesondere die brasilianische Regierung von Jair Bolsonaro will mit der Inwertsetzung Amazoniens Wirtschaftswachstum schaffen. Die geplanten Infrastrukturprojekte – Staudämme, Straßen, Häfen und Eisenbahnlinien – sollen Agrarindustrie und Bergbau in die Region locken, was unweigerlich mit der Rodung des Waldes verbunden ist. Bei etlichen Projekten sind auch deutsche Unternehmen involviert, zudem ist Deutschland ein wichtiger Markt für Rohstoffe aus der Region.

Auf den geplanten Veranstaltungen soll der Projektreferent von gegenStrömung, Dr. Thilo F. Papacek, interessierte Berliner*innen über diese komplexen Zusammenhänge zwischen der Zerstörung Amazoniens, großen Infrastrukturprojekten und den Bezügen zu Deutschland aufklären, ggf. in Kooperation mit anwesenden Südgästen. In der Diskussion sollen Möglichkeiten erörtert werden, was wir hierzulande tun können, wie wir unsere Konsummuster verändern können, um den amazonischen Regenwald zu schützen.

2021NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e. V., BerlinUmweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?BRD
Projektsumme: 2.310,00 €
Fördersumme: 1.730,00 €
www.naturfreunde-berlin.de

Umweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?

Das zentralamerikanische Land Honduras ist mit multiplen Krisen konfrontiert: eine Politik, die auf schonungslosen Ressourcenabbau gerichtet ist; eine korrupte Elite; verheerende Auswirkungen der Corona-Pandemie und desaströse Tropenstürme, die durch den Klimawandel und die Umweltzerstörung, Landesteile unter Wasser setzen. Menschen, die sich in Honduras gegen Korruption, für Umweltschutz und natürliche Güter einsetzen, sind Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Und was hat dies mit uns zu tun? In drei Veranstaltungen zu Honduras diskutieren wir Spannungsfelder um erneuerbare Energien vs. Menschen-recht auf Wasser; Entwicklungszusammenarbeit mit korrupten Regierungen und Menschenrechtsverletzungen in Honduras. Wir besprechen mit AktivistInnen und ExpertInnen aus Honduras, was wir tun können.

2021Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V., BerlinInfo- und Diskussionsveranstaltung zu Biodiversität im Rahmen des Klimabündnisses BerlinBRD
Projektsumme: 14.686,00 €
Fördersumme: 14.686,00 €
www.fdcl-berlin.de

Info- und Diskussionsveranstaltung zu Biodiversität im Rahmen des Klimabündnisses Berlin

Lateinamerika ist ein „Hotspot“ der globalen Biodiversität: Von den siebzehn zur Gruppe der „megadiversen Länder“ zählenden Staaten, die weltweit den höchsten Grad an biologischer Vielfalt aufweisen, liegen acht in Lateinamerika. Ein großer Teil der Biodiversität befindet sich in den tropischen Regenwäldern der Region. Drei lateinamerikanische Länder (Brasilien, Ecuador und Kolumbien) zählen zu den zehn wichtigsten Partnerländern der deutschen internationalen Zusammenarbeit im Bereich Biodiversität. Brasilien und Ecuador sind international die wichtigsten Partnerländer im Waldbereich.

Doch der amazonische Regenwald und deren Bewohnerinnen sind bedrohter denn je: in zwei Info- und Diskussionsveranstaltungen sollen zwei Aspekte dieser Bedrohung thematisiert werden, die in einem inneren Zusammenhang und in direkter Verbindung zu hiesigen Produktions- und Konsummustern stehen – und für die auch das Land Berlin und dessen Einwohnerinnen Mitverantwortung tragen. Einerseits (voraussichtlich im März 21) die mit dem Vorrücken der Agrarfront (Viehwirtschaft, Sojaplantagen) verbundene Landnahme und Entwaldung in Amazonien. Andererseits (voraussichtlich im Mai 21) das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur, mit dem ein weiterer Nachfrageschub aus der EU nach Produkten der brasilianischen Agrarindustrie (Fleisch, Soja, Zuckerrohr-Ethanol) erzeugt werden wird. Von Kritiker*innen wird dieser Handelsdeal auf die griffige Formel „Export klimaschädlicher Autos durch die EU gegen Import regenwaldvernichtender Steaks aus dem Mercosur“ gebracht.

a) Amazonien: Die Agrarfront rückt vor: Landnahme im Regenwald - Gefahr für Indigene, Klima, Biodiversität b) Handelsabkommen der EU-Mercosur: Sargnagel für den Amazonas?

Fachworkshop

Eingebettet in ein Besuchsprogramm mit zwei Gästen aus Amazonien finden mit Bezugnahme auf die in 2021 stattfindenden, aber noch nicht final terminierten beiden UN-Konferenzen zu Biodiversität und Klima ein Fachworkshop und eine international besetzte Podiumsveranstaltung (voraussichtlich im Oktober/November 2021 im Rathaus Charlottenburg) statt. Unter dem Titel „Hilferufe aus Amazonien – Handlungsauftrag für die deutsche Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene?“ sollen im Rahmen des Fachworkshops angesichts der besorgniserregenden Situation in Amazonien konkrete Handlungsmöglichkeiten und positive Praxisbeispiele im Bereich kommunaler Partnerschaften für den Schutz der Regenwälder in Amazonien und der dort lebenden indigenen Bevölkerung vorgestellt und diskutiert werden. Dabei wollen wir unseren Blick auf Projekte richten, die unmittelbar auf den nachhaltigen Erhalt der Umwelt und die Verbesserung der Lebensumstände der Indigenen und traditioneller Gemeinschaften wie von Kleinbauerfamilien abzielen. Als Teilnehmerinnen für diesen Fachworkshop sollen Vertreterinnen der landespolitischen Ebene/ aus dem Abgeordnetenhaus, dem Senat wie einzelne Senatsverwaltungen (SenUVK / Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm, SenWEB / LEZ), Bezirksämter / Kommunale EZ oder auch SKEW-Berlin angesprochen und eingeladen werden. Des Weiteren ist neben Vertreterinnen des Klima-Bündnis-Sekretariats in Frankfurt auch die Teilnahme von Vertreterinnen bundesdeutscher Kommunen, die Mitglieder des Klima-Bündnisses sind und Erfahrungen mit Süd-Partnerschaftsprojekten und Städtepartnerschaften vorweisen können, vorgesehen (Teilnehmerinnen: ca. 50 (Multiplikatorinnen).

Gemeinsam mit unseren Gästen aus der Region und internationalen Fachleuten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik wollen wir anschließend im Rahmen einer Podiumsveranstaltung diskutieren, welche Lösungsansätze und Maßnahmen nötig sind, um die „grüne Lunge unseres Planeten“ dauerhaft zu erhalten (Teilnehmer*innen Zahl ca. 150).

Als Gäste sollen nach Möglichkeit Vertreter*innen der COICA, des Dachverbandes der indigenen Organisationen des Amazonasbeckens, eingeladen werden. Seit der Gründung des Klima-Bündnis ist die COICA einer der wichtigsten Kooperationspartner des Netzwerkes.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinWochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“BRD
Projektsumme: 10.800,00 €
Fördersumme: 10.800,00 €

Wochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“

Im Rahmen des EZ-BMZ-4-Fonds für kleine Auslandsprojekte (bis 50.000 Euro Fördersumme) werden wir 2021 zwei bis drei Qualifizierungsworkshops zu Projektplanung, Begleitung und Auswertung“ von Auslandsprojekten durchführen. Die Workshops werden von der Geschäftsstelle gemeinsam mit Gabi Struck umgesetzt.

2021Afropa e. V. Verein für afrikanisch-europäische Verständigung, DresdenGemeindewasserversorgung und Hygienedienste Projekt (CWAS-Project), UgandaUganda
Projektsumme: 13.333,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
afropa.org

Gemeindewasserversorgung und Hygienedienste Projekt (CWAS-Project), Uganda

Das Gemeindewasserversorgung und Hygienedienste Projekt (CWAS) kommt zu einer Zeit, in die schwer erreichbaren Gemeinden in Kitgum und Lamwo, insbesondere die Unterbezirke Amida, Omiyanyima, Padibe und Palabek, mit einer alarmierenden Wasserkrise konfrontiert sind, und dringend sauberes und sicheres Wasser benötigen. Hinzu kommt, dass die Ausbreitung des Corona-Virus sich in aller Stille unter ihnen ausbreitet. Die nächstgelegene Wasserentnahmestelle in Akweyo, wo ein neues Brunnenloch gebohrt werden soll, ist 6 Kilometer entfernt. Die Frauen, Mädchen, Kinder, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen leiden weiterhin in diesen Gebieten, weil sie keinen Zugang zu sauberem, sicherem und zuverlässigem Wasser haben. Da es sich um einen Distrikt handelt, der über 20.000 Flüchtlinge aus den verschiedenen angrenzenden Distrikten aufnimmt, bleiben Fragen der Wassergerechtigkeit eine Herausforderung.

Das Projekt wird auch eine Antwort auf COVID -19 sein, indem es die Fortschritte bei den SDGs sichert und das Versprechen einhält, niemanden zurückzulassen. Die Programmrahmen der KDLG (Kitgum Distriktes lokale Regierung) sind in einem dreistufigen Ansatz verankert. Sie reagieren gleichzeitig in den Phasen vor der Infektionswelle, während der Infektionswelle und in der Erholungsphase, wobei der Schwerpunkt auf gefährdeten und an den weitesten zurückgelassenen Bevölkerungsgruppen liegt.

Die KDLG-Reaktion auf COVID-19 wäre eine Strategie in Einklang mit dem Nationalen Bereitschafts- und Reaktionsplan für die Prävention von Krankheiten, deren Ursprung aus dem Mangel oder verschmutzten Wasser resultieren, einschließlich COVID-19, aber ihre Kapazität ist nach wie vor gering und es fehlt der Wille, auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Das Projekt wird sich auf Frauen, Mädchen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, die in der Gemeinschaft am stärksten gefährdet sind, positiv auswirken. Konkret werden Schulen, Marktplätze, dörfliche Spargruppen, Wasserstellen und Gesundheitszentren in schwer zugänglichen Gebieten in Betracht gezogen und unterstüzt.

2021Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V., BerlinAfghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?BRD
Projektsumme: 2.968,00 €
Fördersumme: 2.155,00 €

Afghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?

Die Machtübernahme in Afghanistan durch die Taliban am 15. 8. 2021 nach dem überstürzten Abzug der Truppen der USA und ihrer Verbündeten stellt die Afghanistan-Politik der USA, der übrigen beteiligten NATO-Staaten vor außerordentliche Herausforderungen. Entscheidend ist ein problemorientiertes Vorgehen aller Beteiligten. Deutschland kann zu dem in der Formulierung des Titels des vorliegenden Projekts angesprochenen notwendigen und zu einem wesentlichen Teil sicher schon zu spät kommenden, aber trotzdem noch Zukunftsperspektiven für das geschundene Land eröffnenden Strategiewechsel von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung wichtige Beiträge leisten.

Das Ziel des Projektes ist es daher, durch eine aus Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bestehende Konferenz im öffentlichen und politischen Raum für Multiplikatorinnen, Bürgerinnen und Afghan*innen einen Beitrag zur Diskussion der friedenspolitischen Entwicklung Afghanistans im deutschsprachigen Raum zu leisten. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Veranschaulichung der globalen, regionalen und lokalen Verflechtungen des Afghanistankonflikts, auf der Analyse von Ursachen und Folgen der Armut und Konflikte in Afghanistan sowie auf der Sensibilisierung und Schärfung des Bewusstseins im deutschsprachigen Raum für die ungleiche Verteilung von Ressourcen in Afghanistans und die mangelnde Beachtung afghanischer Stimmen im bisherigen Konflikt- und Entwicklungsverlaufs. Dabei stehen mehrere Nachhaltigkeitsziele (SDGs) im Zentrum der Veranstaltung, insbesondere Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16). Aufgrund der derzeitigen Lage in Afghanistan werden ebenfalls die humanitäre Situation der Menschen vor Ort und damit verbundene SDGs (1 bis 6) problematisiert.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinBegleitung und Qualifizierung im Rahmen des ostdeutschen Promotor*innenprogramms (Mecklenburg-Vorpommern)BRD
Projektsumme: 13.000,00 €
Fördersumme: 13.000,00 €

Begleitung und Qualifizierung im Rahmen des ostdeutschen Promotor*innenprogramms (Mecklenburg-Vorpommern)

Wir verwalten und begleiten in Kooperation mit den Landesnetzwerken (die für die inhaltliche Koordination zuständig sind) die PromotorInnen-Programme in Berlin (9 Stellen), Brandenburg (7 Stellen), Mecklenburg-Vorpommern (4 Stellen) und Sachsen (8 Stellen). Die gegenwärtige Programmphase läuft noch bis 31.12.2021. Der Neuantrag ist für den 31.5.21 vorgesehen. Die Begleitung des PP erstreckt sich weitgehend auf die Sicherung der Finanzen und jährlichen Abrechnungen sowie auf Wirkungsorientierung und Berichterstattung. Neben der Begleitung der Landesprogramme sind wir in der Programmsteuerung im Konsortium mit der agl und im „Lenkungskreis“ (alle Landesnetzwerke plus agl-Geschäftsstelle und SNSB) tätig. Hinzu kommen das jährliche Bundestreffen der PromotorInnen, der jährliche Beirat und auch der Beirat im Landesprogramm Sachsen.

2021Brücke e. V., Berlin„e-Drugs“ - Loin de la ville, proche de mes médicaments / „e-Drug“ - Away from the city, close to my medications, KamerunKamerun
Projektsumme: 23.238,00 €
Fördersumme: 14.000,00 €

„e-Drugs“ - Loin de la ville, proche de mes médicaments / „e-Drug“ - Away from the city, close to my medications, Kamerun

Rund 45 Prozent der kamerunischen Bevölkerung lebt auf dem Land und ist einer im Vergleich zur Stadtbevölkerung deutlich schlechteren Gesundheitsversorgung ausgesetzt. Ein Mangel an Krankenhäusern, Medikamenten und gesundheitlicher Aufklärung trifft arme und erkrankte Menschen besonders hart. Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur besseren Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten durch eine digitale Lösung zur effizienten Versorgung mit Medikamenten. Der Fokus liegt auf einem leichteren, schnelleren und sicheren Zugang der einkommensschwachen Landbevölkerung zu rezeptpflichtigen Medikamenten durch die Bestell-Plattform e-drugs.

Das Ziel: In entlegenen Gebieten in Kamerun können rezeptpflichtige Medikamente über e-drugs bestellt werden. Die Erkrankten müssen nicht länger kilometerlange Wege in die nächste städtische Apotheke auf sich nehmen. Derzeit erfolgt meist eine individuelle An- und Abreise von bis zu einem Tag – über eine schlechte Straßen-Infrastruktur, die zu 6000 tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr (nach WHO-Angaben) bei einer Bevölkerung von circa 25 Millionen Einwohner führt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Zahl bei rund 3000 Verkehrstoten bei circa 83 Millionen Einwohnern. Hinzu kommt der Stress überfüllter Großstädte in Afrika, woran die Dorfbewohner nicht gewohnt sind. Oft kommt es auch vor, dass Dorfbewohner in den Städten betrogen werden, falsche Medikamente bekommen oder gar ausgeraubt werden, weil sie sich mit immer neuem betrügerischem Vorgehen von Kriminellen in der Stadt nicht auskennen.

Das Vorgehen: Nach Bestellung durch einzelne Erkrankte macht e-drugs daraus eine Sammel- Bestellung und lässt die Medikamente bei einer kooperierenden Apotheke in der nächstgelegenen Großstadt abholen. Anschließend fahren e-drugs-Mitarbeitende mit einem Taxi in die Dörfer und liefern spätestens am folgenden Tag die Medikamente an einer kooperierenden Krankenstation aus. Der Service von e-drugs ist für den Erkrankten kostenneutral, da nur der Preis für das jeweilige Medikament gezahlt wird plus ggf. eine sehr geringe Lieferpauschale – gespart werden die Fahrtkosten, die normalerweise bei der individuellen, persönlichen Abholung des Medikaments anfallen. Zum Bezahlsystem siehe unter 1.23 Maßnahmen.

Dazu müssen die Medikamenten-Bestell-Plattform e-drugs entwickelt und optimiert werden, ländliche e-drug-health-hubs als Verteilzentren aufgebaut sowie die Lieferlogistik etabliert werden und Kooperationen mit Apotheken, Krankenstationen, Ärztinnen und Ärzten sowie Akteuren der staatlichen Gesundheitsversorgung geschlossen werden. Das gesamte Projekt basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit Akteuren des staatlichen Gesundheitswesens.

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