WSD-Fachstelle Freiberger entwicklungspolitische Bildung und Vernetzung
Die WSD-Stelle trägt mit drei Teilprojekten zur Stärkung von Weltoffenheit, Solidarität und Dialogräumen in der Mecklenburgischen Seenplatte bei. Die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Malchin und der Rosendaal High School in Kapstadt wird mit einem neuen Fotoprojekt weitergeführt. Auf Basis der Broschüre „Symbole der Macht, Fotografien und ihre koloniale Bedeutung“ wird eine Fortbildung für Lehrkräfte konzipiert. Neu initiiert wird eine Partnerschaft im Fischereisektor zwischen jungen Erwachsenen aus Südafrika und Mecklenburg-Vorpommern.
SDG-Wechselbeziehungen durch Bildungsmigrationserfahrungen
Das Projekt „SDG-Wechselbeziehungen durch Bildungsmigrationserfahrungen" zielt darauf ab, das Verständnis für die Wechselbeziehungen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu vertiefen, wobei der Schwerpunkt auf SDG 4 (Hochwertige Bildung) und dessen Beziehungen zu anderen Zielen liegt, einschließlich SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitärversorgung), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 5 (Geschlechtergleichstellung), SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) und SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele).
Die Initiative verfolgt drei Hauptziele: die Vermittlung umfassenden Wissens über SDGs in globalen Kontexten, die Vertiefung des Verständnisses für systemische Herausforderungen, die Bildungsergebnisse beeinflussen, und die Schließung der kritischen Lücke beim SDG-Fortschritt. Das Projekt betont, wie miteinander verflochtene Herausforderungen strukturelle Barrieren für hochwertige Bildung schaffen.
Die direkte Zielgruppe des Projekts besteht aus 10 studentischen MultiplikatorInnen aus dem Globalen Norden und Süden, die aus erster Hand Erfahrungen mit verschiedenen Hochschulbildungssystemen mitbringen. Ihre duale Bildungsperspektive positioniert sie als SchlüsselakteurInnen für die Reflexion und Kommunikation von SDG-Wechselbeziehungen.
Eine weitere direkte Zielgruppe umfasst etwa 30 Universitätsstudierende mit vielfältigen Hintergründen in Thüringen, die von Peer-Learning-Gelegenheiten, Schulungssitzungen und gemeinsam entwickelten Bildungsmaterialien profitieren.
Dieser umfassende Ansatz stärkt globales Lernen durch die Verknüpfung von Erfahrungen über die globale Kluft hinweg und bietet wertvolle Erkenntnisse für die Förderung der SDGs sowohl im Globalen Süden als auch im Norden.
2026
Eine Welt Netzwerk Sachsen-Anhalt e. V., Dessau-Roßlau
Globale Verantwortung lokal gestalten: Fairer Handel und Landwirtschaft im Dialog
Globale Verantwortung lokal gestalten: Fairer Handel und Landwirtschaft im Dialog
Das Projekt fördert die sozio-ökologische Transformation in Sachsen-Anhalt, indem es beschreibung verschiedene Zielgruppen über Fairen Handel, nachhaltigen Konsum, Landwirtschaft und die UN-Agenda 2030 informiert. Es bietet praxisorientierte Alternativen, die lokale und globale Herausforderungen wie Klimawandel und Armut berücksichtigen. Schwerpunkte liegen auf den Nachhaltigkeitszielen SDG 2 (Kein Hunger), SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) und SDG 13 (Klimaschutz).
Das Projekt sensibilisiert für die Rolle nachhaltiger Landwirtschaft und Fairen Handels bei der Stärkung von Resilienz gegenüber Klimaveränderungen. Es zeigt auf, wie bewusstes Konsumverhalten in Deutschland den globalen Klimaschutz sowie soziale Gerechtigkeit unterstützt. Ein zentraler Aspekt ist der Dialog zwischen Landwirtinnen und Akteur:innen des Fairen Handels in Sachsen-Anhalt, um Perspektivwechsel und nachhaltige Handlungsoptionen anzuregen.
Ziel ist es, das Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu stärken und Multiplikator:innen zu befähigen, ihr Wissen in Netzwerken zu verbreiten. Dadurch soll eine breitere gesellschaftliche Wirkung erzielt werden, die lokale und globale Nachhaltigkeitsziele unterstützt.
2026
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e. V., Berlin
Promotor*in Förderung des entwicklungspolitischen Engagements im urbanen Kontext
In Brandenburg wächst das Interesse von migrantischen Organisationen (MOs) und Initiativen Geflüchteter am Thema Klimaschutz und globale Gerechtigkeit. Viele Engagierte bringen persönliche Erfahrungen mit den Folgen des Klimawandels aus ihren Herkunftsländern mit, etwa Dürren, Überschwemmungen oder Ernährungskrisen. Gleichzeitig besteht eine hohe Motivation, auch lokal aktiv zum Klima und Umweltschutz beizutragen.
Trotz dieses Potenzials bestehen jedoch strukturelle Lücken:
Zugang zu klimagerechter Bildung fehlt
Bestehende Bildungsangebote im Bereich Klimaschutz sind für migrantische Communities oft nicht zugänglich sei es durch sprachliche Barrieren, fehlende Ansprache oder mangelnde kulturelle Anschlussfähigkeit. Es gibt bislang kaum niedrigschwellige Formate, die globale Süd-Nord-Zusammenhänge vermitteln und konkrete lokale Handlungsmöglichkeiten sichtbar machen.
Migrantische Organisationen sind kaum gestärkt und vernetzt
Viele MOs und Geflüchteteninitiativen in Brandenburg engagieren sich bereits punktuell zu Umwelt und Klimafragen. Dennoch arbeiten sie häufig isoliert, ohne langfristige Partnerschaften und ohne Unterstützung bei der Entwicklung eigener Klimabildungsformate. Es fehlt an Empowerment-Strukturen, die es MOs ermöglichen, Wissen aufzubauen, Fördermöglichkeiten zu nutzen und selbst zu Trägern von klimagerechter Bildung zu werden.
Ressourcen und vorhandene Programme bleiben ungenutzt
Programme wie das entwicklungspolitische PromotorInnen-Programm bieten vernetzung zu Ex-pertise und Beratung, sind jedoch für viele migrantische Organisationen kaum zugänglich. Ein wertvoller Wissenstransfer zu Fördermöglichkeiten, Projektentwicklung und Globalem Lernen bleibt damit oft ungenutzt.
2026
glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V., Berlin
Solidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale Zukunft
Solidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale Zukunft
Das Projekt befasst sich mit Kolonialgeschichte und kolonialen Kontinuitäten und wie wir dies durch solidarische gesellschaftliche Organisierung verändern können.
Das Projekt ist eine Kooperation von glokal e.V.,, ISD-Bund e.V. und EPIZ e.V.
Ziele des Projektes sind: 1. Schüler:innen Kenntnisse über Kolonialismus und Koloniale Kontinuitäten zu vermitteln und ihre eigene Rolle bei globalen Verflechtungen und auch Veränderungsmöglichkeiten zu erkunden, 2. Lehrer:innen Material zu global-lokalen Verflechtungen zur Verfügung zu stellen.
In dem Projekt werden vier Schüler:innen-Workshops im EPIZ-WeltRaum durchgeführt.
Sie basieren auf den als best-practice ausgezeichneten Methoden www.globalerinnern.org und www.connecting-the-dots.org.
Ebenfalls basierend auf www.globalerinnern.org wird eine analoge Stadtführung mit einer Schulklasse durchgeführt. Für die Vor- und Nachbereitung der Schüler:innen auf diese Workshops und die Stadtführung wird Material entwickelt.
Basierend auf der Methode www.globalerinnern.org wird in Kooperation mit Lehrer:innen Unterrichtsmaterial erstellt für die Klassenstufen 7-13, auf das Lehrer:innen frei verfügbar zugreifen können.
2026
Afrika-Rat – Dachverband afrikanischer Vereine und Initiativen Berlin-Brandenburg e. V., Berlin
Ermöglichung der Grundschulausbildung von Kindern im Dorf Kasamala, Chenyama, District Salima, Malawi
In Kasamala Village wurde mit Fördergeldern der Stiftung Nord-Süd-Brücken 2019 ein erstes Schulgebäude errichtet sowie ein Trinkwasserbrunnen gebohrt und ein Wohnhaus für eine Lehrerin oder einen Lehrer gebaut. Im Jahr 21/22 folgte ein zweites Schulgebäude, ein zweites Lehrerhaus und ein Fußballplatz. Im Jahr 23/24 wurde ein drittes Schulgebäude, ein Netzballplatz und ein Spielplatz errichtet. In jedem Schulgebäude gibt es Platz für zwei Schulklassen. Die Grundschule in Malawi ist nach acht Jahren abgeschlossen. Es fehlt also noch ein viertes Gebäude. Dieses soll jetzt gebaut werden. Um sicher zu stellen, dass es auch Lehrer geben wird, die den Unterricht durchführen, ist der Bau eines weiteren Lehrerwohnhauses geplant. Des weiteren soll eine Solaranlage installiert werden, da das Dorf und die Schule bis jetzt keine Stromversorgung haben.
2026
Förderverein der SCHKOLA Gersdorf e. V., Markersdorf O.T. Gersdorf
Essen für die Umwelt – Nachhaltige Ernährung erleben an der Schkola Gersdorf
Essen für die Umwelt – Nachhaltige Ernährung erleben an der Schkola Gersdorf
Das Projekt „Essen für die Umwelt“ vermittelt Kindern praxisnah grundlegende Zusammenhänge zwischen Ernährung, Umwelt, Klima und globaler Gerechtigkeit. An der SCHKOLA Gersdorf nehmen zwei Lerngruppen teil: eine altersgemischte Gruppe der Klassen 1–3 sowie eine Gruppe der Klassen 4–6. Jede Gruppe durchläuft ein dreitägiges Bildungsprogramm, das altersgerecht differenziert umgesetzt wird.
Ziel ist es, die Lernenden für die globalen Folgen unseres Konsumverhaltens zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltigere Ernährung zu eröffnen. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Woher kommen unsere Lebensmittel? Welche Auswirkungen hat Nahrungsmittelproduktion auf Menschen, Tiere und Ökosysteme? Welche Rolle spielen Massentierhaltung, Transportwege und Anbauformen für Klima und Umwelt? Und wie kann regionales, pflanzenbetontes Essen zu globaler Verantwortung beitragen?
Methodisch verbindet das Projekt vielfältige Ansätze des Globalen Lernens: interaktive Lernstationen, Quiz- und Bewegungsspiele, Gesprächsrunden, kreative Arbeitsaufgaben sowie praktische Erfahrungen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Besuch einer regionalen Bio-Gärtnerei, bei dem die Kinder nachhaltig erzeugte Lebensmittel kennenlernen, selbst ernten und direkte Einblicke in ökologische Produktionsweisen erhalten. Ergänzend werden Alltagssituationen der Kinder, wie z.B. typische Frühstücksgewohnheiten, aufgegriffen und gemeinsam reflektiert.
Den Abschluss bildet eine Kochaktion, bei der die Kinder aus regionalen Produkten einfache Gerichte zubereiten und dabei den Weg „vom Beet auf den Teller“ nachvollziehen können. So wird nachhaltiges Handeln konkret erlebbar.
Das Projekt ergänzt das schulische Lernen durch außerschulische Lernorte und partizipative Methoden. Es stärkt Wissen, Empathie und Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmenden und fördert die Fähigkeit, globale Zusammenhänge zu erkennen und lokale Handlungsmöglichkeiten aktiv zu nutzen – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Das Projekt der Bukedea Parents Nursery School entstand aus einer Bedarfsanalyse von ADEGCO, die zeigte, dass es in Bukedea keine frühkindlichen Bildungsangebote gibt und Kinder dadurch ohne grundlegende Kompetenzen in die Grundschule eintreten. Eltern äußerten großes Interesse an einer Kindertagesstätte, können sich jedoch private Einrichtungen in der Stadt nicht leisten. Die Gemeinde und die St. Stephen Church of Uganda stellen Land und Materialien bereit und unter-stützen die Umsetzung. Das Vorhaben entspricht der ugandischen Politik zur frühkindlichen Entwicklung sowie den Zielen für nachhaltige Entwicklung und wird von ADEGCO als erfahrener ge-meindebasierter Organisation getragen. Zielgruppen sind Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sowie Eltern, Lehrer und Freiwillige, die direkt oder indirekt profitieren. Pro Jahrgang sollen 60 bis 80 Kinder aufgenommen werden, während bis zu 200 Personen indirekt unterstützt werden. Die Projektziele umfassen den Zugang zu Vorschulbildung, die Verbesserung der Schulreife, die Einbindung der Eltern, den Kapazitätsaufbau und die Förderung von Inklusion. Damit entsteht eine sichere, erschwingliche und nachhaltige Vorschule, die die Bildungschancen in Bukedea langfristig verbessert.
Das Projekt „Remanufacture the Future“ soll ein vielseitiges und niedrigschwelliges Ferienbildungsprogramm für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren schaffen. In vier aufeinander Tagen setzen sich die Teilnehmenden kreativ, handwerklich und technisch mit der Frage auseinander, wie Rohstoffe verantwortungsvoll genutzt, wiederverwendet und gestaltet werden können.
Am ersten Tag erhalten die Jugendlichen einen grundlegenden Überblick darüber, wie verschiedene Rohstoffe entstehen, verarbeitet und genutzt werden. Sie reflektieren gemeinsam die Bedeutung nachhaltigen Handelns in der Politik, Gesellschaft und ihrem persönlichen Umfeld. Dabei entwickeln sie erste Ideen, wie alltägliche Materialien und Rohstoffe sinnvoll genutzt oder weitergedacht werden können. In einem moderierten Austausch geht es zudem darum, welche Rolle junge Menschen selbst in Veränderungsprozessen spielen können.
Der zweite Tag führt die Gruppe in das Kunstatelier direkt neben dem Vereinsbüro. Unter künstlerischer Anleitung entdecken die Teilnehmenden den kreativen Umgang mit Materialien wie Papier, Stoffen oder Naturrohstoffen. Sie lernen grundlegende künstlerische Techniken der Materialverarbeitung kennen und gestalten eigene kleine Objekte oder Entwürfe. Dabei steht im Mittelpunkt, wie sich künstlerische Gestaltung und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen verbinden lassen.
Am dritten Tag steht die Welt der modernen Technik und digitalen Fertigung im Fokus. Gemeinsam mit Partnern wie dem VDE e. V., der Spinnwebe und dem Planitzer Schnitzerverein setzen sich die Jugendlichen mit Lasercuttern, Lötkolben und 3D-Druckern auseinander. Sie erfahren, wie traditionelle handwerkliche Fähigkeiten und digitale Werkzeuge zusammenwirken können, um nachhaltige Produkte oder kreative Prototypen zu entwickeln. Der Makerspace des ForViD e. V. bietet dafür eine offene Lernumgebung, die Experimentieren und gemeinsames Arbeiten ermöglicht.
Der vierte Tag widmet sich der nachhaltigen Ernährung. Beim gemeinsamen Kochen eines regionalen, saisonalen Gerichts lernen die Jugendlichen, wie Lebensmittel bewusst, ressourcenschonend und regional zubereitet und genutzt werden können. Anschließend bereiten sie die Präsentation ihrer Wochenprojekte vor und stellen ihre Ergebnisse am Abend im Rahmen einer kleinen Abschlussveranstaltung vor.
Das Projekt stärkt vielseitige BNE-Kompetenzen: naturwissenschaftliches Grundverständnis, kreatives Gestalten, handwerkliches und technisches Know-how, reflektiertes Konsumverhalten, soziale Teamfähigkeit sowie Interesse an gesellschaftlicher Gestaltung. Die Jugendlichen erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu nachhaltiger Bildung und werden ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung in ihrem Umfeld zu übernehmen.
2026
arche noVa e. V., Dresden
Fachpromotor*in „Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Wasserversorgung für das Dorf Huaywa, Toumlan Distrikt, Laos PDR
Der Distrikt Toumlan ist einer der ärmste Distrikte in der Provinz Salavan und liegt in den Bergen im Nordosten der Provinz Salavan.
Das Dorf Huaywa liegt 6 Km von der Distriktstadt Toumlan entfernt und nur 2 KM zur Nachbarprovinz Savannakhet.
Hier leben 361 Familien in 174 Haeusern, insgesamt 1,365 Einwohner, davon 807 Frauen. Alle Dorfbewohner gehoeren zu der Ethnie der Katang.
Es gibt keine Wasserleitung und auch keine Toiletten.
Die Dorfbewohner verwenden das Wasser aus einem kleinen Fluss zum Trinken und auch als Brauchwasser, während des Monsuns sammeln sie das Regenwasser für den täglichen Gebrauch.
Auch wenn das Wasser abgekocht wird, führt es oftmals zu gesundheitlichen Problemen. Das Wasser wird von den Frauen und von den größeren Kindern geholt, dazu müssen sie mehrmals täglich (hin und zurück ca.1,5 km) gehen. Das Wasser holen beansprucht sehr viel Zeit und meist wird nur die nötigste Menge beschafft.
Dadurch kommt es zur Vernachlässigung von Reinigungsarbeiten im Haushalt und bei der Körperpflege und Wäschepflege (nicht genügend Wasser bzw. Zeit vorhanden) und auch zu regelmäßigen Fehlzeiten der Kindern in der Schule.
In der Trockenzeit wird das Wasser im Fluss weniger und verschlammt oftmals. Erleichterung schafft dann der Monsunregen.
Damit die Menschen im Dorf täglich frisches Wasser zur Verfügung bekommen, sind für das Dorf
5 Wasser-Zapfstellen geplant. Dafür muss ein Brunnen gebohrt werden. Das Wasser wird mit einer Pumpe in zwei Wassertanks gepumpt und in Wasserrohren im Dorf verteilt. Da es nicht genug Strom gibt, wird die Pumpe mit Solarstrom betrieben.
Ebenso werden 3 Gemeinschaftstoiletten mit je drei Toilettenräumen gebaut.
Die vorherige Überlegung, einzelnen privaten Familien Toiletten als Beispiel für die Dorfbewohner zu ermöglichen, wurde nicht weiter verfolgt. Die Bevorzugung von Einzelnen im Dorf würde wahrscheinlich zu Neid und Verärgerung führen und das soziale Miteinander gestört werden.
Daher sind im Projekt vorerst 3 Gemeinschaftstoiletten vorgesehen.
Ergänzend werden die Familien über die Nutzung des Wassers, die Pflege der Zapfstellen und Hygienemaßnahmen trainiert.
Die bauliche und technische Planung des Wasserprojektes wird in Zusammenarbeit mit der Baubehörde des Distriktes durchgeführt.
2026
No Boundaries - Literature . Music . Arts e. V., Berlin
Zweidrittel FM - Die Welten in uns
BRD
Projektsumme:
23.930,00 €
Fördersumme:
2.150,00 €
Zweidrittel FM - Die Welten in uns
ZweiDrittel FM ist ein Podcast u ber den Alltag im Gefängnis. Ein Team, bestehend aus Inhaftierten, Pädagog:innen, Journalist:innen und Musiker:innen produzieren in der Helmuth-Hu bener-Schule der Jugendstrafanstalt Berlin ein Hörformat, das in 20-30 Minuten pro Folge den Menschen draußen vermittelt, wie sich das Leben hinter den Gefängnismauern abspielt. Die Beiträge sind ein Sprachrohr, um selbstbestimmt die Geschichten aus dem Alltag in Haft zu erzählen und Perspektiven darzustellen. Das hier beantragte Projekt trägt sowohl zur ku nstlerischen als auch zur politischen Bildung der Teilnehmer bei. Der Selbstwert wird dadurch gesteigert, dass die TN erleben, dass sich Menschen außerhalb des Gefängnisses fu r ihre Problemlagen und Meinungen interessieren. Der Podcast wird komplett in Eigenregie produziert und setzt sich im Jahr 2025 zum Ziel, alle zwei Monate eine ca. 30-minu tige Folge zu einem speziellen Thema zu Inhalten des globalen Su den zu produzieren. Die Folgen umfassen Diskussionen in der Redaktion, Interviews mit Fachleuten und Interviews mit Mitinhaftierten sowie eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Thema.
In der hier beantragten Staffel legen wir das Augenmerk auf folgende Themen: Ursachen von Flucht und Migration; Sport im Gefängnis (und ganz konkret die Frage: woher kommt eigentlich ein Fußball); Ernährung im Gefängnis (Ist Fair Food möglich?); Krieg und Aufwachsen in Konfliktregionen.
2026
Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e. V., Potsdam