Geförderte Projekte

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2025Kleine Bildungschance e. V., VerchenWissensvermittlung durch Praxis und Anwendung Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“, KambodschaKambodscha
Projektsumme: 33.240,00 €
Fördersumme: 24.930,00 €
www.kleinebildungschance.de

Wissensvermittlung durch Praxis und Anwendung Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“, Kambodscha

Aufbau und Förderung des Umweltbewusstseins von Kindergarten und Schulkindern durch praktischen Umgang mit Abfall. Das Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“ zielt darauf ab, das Umweltbewusstsein von Vorschul- und Grundschulkindern in Phnom Penh durch praxisnahe Lernerfahrungen zu fördern. Besonders im Fokus stehen Kinder aus sozial benachteiligten Familien, insbesondere aus Müllsammlerfamilien, die oft unmittelbar mit Umweltproblemen konfrontiert sind. An den beiden Projektstandorten, dem Kindergarten SOMERSAULT und der Kindergarten- und Grundschule Happy Chandara, lernen die Kinder durch Beobachten, Experimentieren und aktives Handeln, wie sie Abfälle reduzieren, recyceln und kompostieren können. Durch praktische Aktivitäten wird ihnen die Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft vermittelt. Die Projektumsetzung erfolgt in fünf Schritten: • Pilotprojekt im Kindergarten SOMERSAULT: Entwicklung eines praxisnahen Modellprojekts für Umweltbildung. • Erarbeitung der Bildungsinhalte: Lehrer und Erzieher entwickeln gemeinsam mit den Kindern Konzepte zur Abfallwirtschaft. • Praxisphase mit den Kindern: Die Kinder erstellen eigene Konzepte zur Abfallreduzierung und testen deren Umsetzung. • Evaluierung und Optimierung: Anpassung der Konzepte für eine bessere Integration in den Schulalltag. • Erstellung eines Handbuchs: Dokumentation und Übertragbarkeit des Projekts auf weitere Bildungseinrichtungen. Dabei werden folgende Kernfragen der Umweltbildung bearbeitet und beantwortet: • Welche Abfälle entstehen täglich in der Schule? • Welche Folgen hat eine unsachgemäße Entsorgung? • Wie kann Abfall vermieden oder recycelt werden? • Welche Rolle spielt Kompost für die Umwelt? Die Kinder analysieren den anfallenden Abfall in ihrer Schule und erarbeiten Lösungen für eine nachhaltige Entsorgung. Plastik, Metall und Glas werden recycelt, Papier weiterverwertet und Bioabfälle in Rotteboxen kompostiert. Dies fördert nicht nur ihr Umweltbewusstsein, sondern vermittelt ihnen auch Verantwortungsbewusstsein für ihre Umgebung. Durch die Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischer Anwendung bietet das Projekt einen nachhaltigen Bildungsansatz, der langfristig positive Veränderungen im Umgang mit Abfall bewirken soll.

2025PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e. V., BerlinLandwirtschaft und Freihandel in Paraguay: Bildungs- und Mobilisierungsarbeit für eine gerechte Zukunft im ländlichen Raum, ParaguayParaguay
Projektsumme: 29.688,00 €
Fördersumme: 22.265,00 €
www.power-shift.de

Landwirtschaft und Freihandel in Paraguay: Bildungs- und Mobilisierungsarbeit für eine gerechte Zukunft im ländlichen Raum, Paraguay

„Freihandel und Landwirtschaft in Paraguay: Bildungs- und Mobilisierungsarbeit für eine gerechte Zukunft im ländlichen Raum“ zielt darauf ab, die strukturelle Armut im ländlichen Raum Paraguays, die durch Handelsabkommen wie das EU-Mercosur-Abkommen verstärkt wird, gezielt zu bekämpfen. Im Mittelpunkt stehen Kleinbauern und -bäuerinnen, Indigene, Frauen und Umweltorganisationen im südöstlichen Paraguay, die besonders unter den negativen Folgen des liberalisierten Handels leiden. Diese Folgen äußern sich in Landvertreibungen, sozialer Verarmung und massiver Umweltzerstörung durch Abholzung, Monokulturen und Pestizideinsatz.

Das Projekt wird von PowerShift e.V. in Zusammenarbeit mit der paraguayischen Organisation Heñoi durchgeführt. Es umfasst 12 Bildungs- und Mobilisierungsworkshops in sechs Departements, die stark vom Sojaanbau und den negativen Folgen des „Freihandels“ betroffen sind. Ziel ist es, die organisierte ländliche Bevölkerung zu befähigen, die Zusammenhänge zwischen „Freihandel“ und ihrer prekären Situation zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Teilnehmenden sollen als Multiplikator*innen in ihren Gemeinden fungieren, um ein breites Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und lokale Aktionspläne zur Bekämpfung der Armut und Umweltzerstörung zu erarbeiten.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Entwicklung eines Forderungs- und Lösungskatalogs, der auf einer Abschlussveranstaltung erarbeitet und anschließend in Asunción vorgestellt und an politische EntscheidungsträgerInnen übergeben werden soll. Damit sollen die Belange der ländlichen Bevölkerung sicht- und hörbarer gemacht und politische Maßnahmen zur Schaffung einer gerechten und nachhaltigen Wirtschaft in Paraguay angestoßen werden. Das Projekt stärkt somit die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerungsgruppen und trägt zur aktiven Bekämpfung der durch „Freihandel“ induzierten Armut bei.

2025Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V., BerlinPromotor*in Faires WirtschaftenBRD
Projektsumme: 53.009,20 €
Fördersumme: 53.000,00 €
www.weed-online.org

Promotor*in Faires Wirtschaften

2025Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) e. V., LeipzigBäckerei der Hoffnung, AlgerienAlgerien
Projektsumme: 50.000,00 €
Fördersumme: 45.000,00 €
zeok.de

Bäckerei der Hoffnung, Algerien

In dem saharauischen Flüchtlingslager Camp Laayoun leben rund 48.000 Menschen, die keinen verlässlichen Zugang zu Brot haben. Die Backwaren müssen täglich aus der 32 Kilometer entfern-ten Stadt Tindouf herangeschafft werden. Gleichzeitig verderben jährlich mehrere Dutzend von Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellte Tonnen Mehl, da den Haushalten weder Öfen noch eine stabile Energieversorgung zur Verfügung stehen. Fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze, insbesondere für Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderung, verschärfen die humani-täre Lage, was zu großen Herausforderungen führt. 

Der Leipziger Verein ZEOK e.V. möchte gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Ojos del Sahara die barrierefreie, solarbetriebene „Bäckerei der Hoffnung“ errichten. Das renovierte, 100 m² große Gebäude wird das Lager künftig täglich mit Brot und Gebäck versorgen. Überschüssiges Mehl wird vollständig verarbeitet. Gleichzeitig erhalten jährlich zwei junge Sahrauis bevorzugt BewerberInnen mit Behinderung eine Bäckerei-Ausbildung. Der Betrieb schafft zehn Arbeitsplätze, senkt die CO₂-Emissionen durch solare Energieversorgung und speist fünf Prozent des Gewinns in einen kombinierten Instandhaltungs- und Sozialfonds ein. In Kooperation mit dem in-klusiven „Friendly Center“, drei Schulen und einem Kindergarten erhalten ein- bis zweimal die Woche rund 800 Kinder kostenfreie Frühstücksbackwaren. Für die Projektlaufzeit vom 01.12.2025 bis zum 30.11.2026 werden ca. 45.000 € (90 % der Gesamtkosten) beantragt. Damit werden Renovierung, Photovoltaikanlage, Ausstattung, Schulungen, Monitoring sowie die anfallenden Personalkosten finanziert. Ab dem 13. Monat trägt sich die Bäckerei vollständig durch eigene Verkaufserlöse. Sie wird in der Trägerschaft der Partnerorganisation Asociación Ojos del Sahara weiterbetrieben und Gewinne werden in die sozialen Aktivitäten der Organisation reinvestiert. -Das Vorhaben verbessert die Ernährungssicherheit (SDG 2), schafft eine menschenwürdige Be-schäftigung (SDG 8) und fördert Inklusion. Darüber hinaus demonstriert es ein ökologisch und wirtschaftlich nachhaltiges sowie replizierbares Geschäftsmodell im Exil. Darüber hinaus etabliert es erstmals eine Bäckerei als sozialen Treffpunkt für FreundInnen, Familien und Meetings in den saharauischen Flüchtlingslagern.

2025Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e. V., PotsdamPromotor*in Entwicklungspolitisches Empowerment von MDO-MSO / Flucht und Migration als entwicklungspolitische Themen (Tandem mit OMF e.V.)BRD
Projektsumme: 50.005,39 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.venrob.org

Promotor*in Entwicklungspolitisches Empowerment von MDO-MSO / Flucht und Migration als entwicklungspolitische Themen (Tandem mit OMF e.V.)

2025Freiberger Agenda 21 e.V., FreibergGlobale Brücken in die frühkindliche BildungBRD
Projektsumme: 12.601,91 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.freibergeragenda21.de

Globale Brücken in die frühkindliche Bildung

Zu Projektbeginn wurde mit interessierten Einrichtungen der frühkindlichen Bildung gesprochen. Gemeinsam mit dem IUZ der TU Bergakademie Freiberg wurden Studierende mit Migrationshintergrund angesprochen. Mit diesen wurden in einem Workshop Bildungsmaßnahmen erarbeitet. Diese wurden in Horten und Kitas im Erzgebirge umgesetzt.

2025Freiberger Agenda 21 e.V., FreibergKarikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“BRD
Projektsumme: 3.029,38 €
Fördersumme: 3.450,00 €
www.freibergeragenda21.de

Karikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“

Vom 16.10. bis zum 25.11.25 präsentierten Stadtbibliothek, Freiberger Agenda 21 e.V. und das Entwicklungshilfswerk Misereor e.V. die Karikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“ in der Freiberger Stadtbibliothek selbst. Die Ausstellung zeigte Karikaturen namhafter Künstler und Künstlerinnen, die einen satirischen Blick auf Konsum, Klimawandel und Gerechtigkeit werfen. Anlässlich der Ausstellungseröffnung war es eine Woche lang möglich, auf einem Mitmach-Parcours in der Bibliothek dem eigenen ökologischen Fußabdruck nachzuspüren. Bei der Eröffnung selbst wird auch einer der Karikaturisten anwesend, was allen Teilnehmenden interessante Einblicke ermöglichte. In der Bibliothek selbst gab es während des Aktionszeitraums noch weitere Veranstaltungen. Es gab aber im Rahmen des Begleitprogramms auch Veranstaltungen an anderen Orten innerhalb Freibergs. An der Universität gab es einen Vortrag zum Thema „Verkehrswendestadt Wolfsburg - VW steht für Verkehrswende“, dabei ging es um einen Wandel in der Automobilindustrie, der auch unsere Region stark betreffen wird oder schon betrifft. Und im Rahmen des Kinofilms „Der Wissenschaftler“ zeigten wir, wie man sein eigenes Konsumverhalten in Bezug auf Mobilität klimagerecht gestalten kann und was das für Vor- und Nachteile in unserer auf Zeit getrimmten Gesellschaft mit sich bringt. Mit Hilfe der Karikaturenausstellung gelang es uns auch Akteure und Akteurinnen mit ins Boot zu holen, die sich sonst nicht im BNE-Bereich verorten. So zählten zu unseren Partnern die Stadtbibliothek, das Restaurant Stadtwirtschaft und die Volkshochschule. (siehe BNE-Landesstrategie Bildungsbereich informelles Lernen 5.5.2. 3. – zweiter Anstrich: „Vorschläge zur Einbeziehung weiterer Akteurinnen und Akteure, die nach ihrem bisherigen Selbstverständnis keine BNE-Akteurinnen und Akteure waren“). Auch konnten wir über diese Partner und durch kreative Maßnahmen Menschen für unsere Veranstaltungen begeistern, die sonst nicht an BNE- und Nachhaltigkeitsthemen interessiert sind (siehe BNE-Landesstrategie Bildungsbereich informelles Lernen 5.5.2. 6. – vier Anstrich: „Anzahl der von den Teilnehmenden als nützlich bewerteten BNE-Weiterbildungsangebote“).

2025V Social Foundation e. V., BerlinZukunft säen: Biologischer Gemüseanbau für die Ernnährungssouveränität der Familien im ländlichen Bambú, Costa RicaCosta Rica
Projektsumme: 12.400,00 €
Fördersumme: 9.300,00 €
www.vsocialfoundation.org

Zukunft säen: Biologischer Gemüseanbau für die Ernnährungssouveränität der Familien im ländlichen Bambú, Costa Rica

2025Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e. V., BerlinFörderung der nachhaltigen Trinkwasserversorgung und autonomen Wasserkomitees in den ländlichen Gemeinden von San Rafael del Sur, NicaraguaNicaragua
Projektsumme: 108.709,30 €
Fördersumme: 6.000,00 €
www.staepa-berlin.de

Förderung der nachhaltigen Trinkwasserversorgung und autonomen Wasserkomitees in den ländlichen Gemeinden von San Rafael del Sur, Nicaragua

Der flächendeckende Zugang zu Trinkwasser in der ländlichen Region San Rafael d. Sur ist unzureichend. Der fortschreitende Klimawandel und steigende Stromkosten für den Betrieb bestehender Brunnen erschweren eine nachhaltige Wasserversorgung. Die bestehenden zivilgesellschaftlichen Wasserkomitees haben veraltete und/oder unzureichende Kenntnisse über die ordnungsgemäße und nachhaltige Verwaltung und Instandhaltung der Trinkwassersysteme. Durch die Installation von zwei Solarbrunnen wird der Zugang zu Trinkwasser für ca. 1.220 EinwohnerInnen in 3 ländlichen Gemeinden in San Rafael del Sur strukturell deutlich verbessert. Nach der Schulung der Wasserkomitees profitieren 26.300 Personen in 26 Gemeinden nachhaltig von der nun qualifizierten Verwaltung der Trinkwassersysteme. Die ländliche Bevölkerung verfügt nur über ein geringes Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels auf die lokalen Wasserressourcen und das (Menschen-)Recht auf Wasser. In Privathaushalten und in der Subsistenzwirtschaft fehlt Wissen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser und Wasserschutz. Capacity-Building Maßnahmen vermitteln 300 engagierten Personen der Zivilbevölkerung und 180 SchülerInnen Kenntnisse über einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Mithilfe gestärkter Führungskompetenzen tragen sie als MultiplikatorInnen zu einer nachhaltigen Wassernutzung in der Region bei. 25 Kleinbäuerinnen/-bauern erwerben Kompetenzen zu Boden- und Wasserschutz und fördern auf ihren im Rahmen des Projekts bewaldeten Anbauflächen aktiv den Schutz natürlicher Wasserressourcen in der Region. Zusätzlich werden die Maßnahmen werden von Öffentlichkeitsarbeit zum Thema begleitet und der lokale Projektpartner in seinen fachlichen und administrativen Kapazitäten gestärkt.

2025Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V., RostockNetzwerkkoordinationBRD
Projektsumme: 87.770,00 €
Fördersumme: 87.770,00 €
www.eine-welt-mv.de

Netzwerkkoordination

2025Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e. V., PotsdamFairgabe-Bündnis BrandenburgBRD
Projektsumme: 59.330,00 €
Fördersumme: 4.000,00 €
www.venrob.org

Fairgabe-Bündnis Brandenburg

VENROB möchte ein Netzwerk als Informations- und Kooperationsstruktur von Kommunen und den nicht-kommunalen relevanten Akteuren (Sozialpartner, NGOs aus dem Umwelt- und entwicklungspolit. Bereich, Kirchen, Wirtschaft) aufbauen, um den Diskurs um die Ausgestaltung einer nachhaltigen Beschaffung zu unterstützen und zu begleiten. Durch Workshops und Fachgespräche soll der Kenntnisstand über das Themenfeld global verantwortliche Beschaffung bei Mitarbeiter:innen der Kommunen, aber auch den zivilgesellschaftl. Partner:innen verbessert und konkrete Maßnahmen vertieft behandelt werden. Vernetzung und Diskurs zwischen den relevanten lokalen Akteuren aber auch unter verschiedenen Kommunen im Bundesland sollen gefördert und durch die Vorstellung vorhandener Beratungsangebote wie die der SKEW das Qualifizierungsangebot für kommunale Mitarbeiter:innen verbessert werden. Insbes. bei der nachhaltigen Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung (AHV) als Startbereich soll auf Synergien mit vorhandenen Programmen wie den Fairtrade Towns, Weltläden, der Fairen Schule, komm. Partnerschaften, der Arbeit der Eine-Welt-Promotor:innen und der Bbg.er Ernährungsstrategie geachtet werden. Insbesondere sollen die Einhaltung der Menschenrechte und des Arbeitsschutzes entlang der weltweiten Lieferketten und damit die globale Verantwortung vermehrt in die Diskussion um eine nachhaltige AHV eingebracht werden und an geplanten Fachtagen u.a. Entscheider:innen der Landespolitik u. Entscheider:innen der Landesregierung und -verwaltung im Bereich der öffentl. Beschaffung gezielt angesprochen werden.Ein eigenständiger Content-Bereich der VENROB-Website soll als Vernetzungsplattform und Informationsangebot dienen, auch zu bundesweiten Entwicklungen und gesetzl. Novellierungen zu fairer,nachhaltiger Beschaffung.

2025MatchLocal e. V., BerlinData4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen stärken, KanerunKamerun
Projektsumme: 12.060,00 €
Fördersumme: 9.660,00 €
www.matchlocal.org

Data4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen stärken, Kanerun

Lokale zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiten in fragilen Kontexten an vorderster Front. Gleichzeitig stehen sie unter zunehmendem Druck, internationale Anforderungen an Datenerhebung, Berichterstattung und Projektmanagement zu erfüllen, häufig ohne die dafür notwendigen digitalen Werkzeuge oder das Know-how. Digitale Tools und Lizenzen werden von internationalen Gebern jedoch nur selten finanziert – obwohl diese selbst routiniert mit solchen Tools arbeiten und teils voraussetzen, dass lokale Partner ähnliche Standards einhalten. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, aus dem insbesondere kleine zivilgesellschaftliche Organisationen nur schwer ausbrechen können. Gleichzeitig wächst die digitale Kluft zwischen internationalen Akteuren mit etablierter digitaler Infrastruktur und lokalen Organisationen, die oftmals auf analoge Prozesse zurückgreifen müssen. Genau hier setzt MatchLocal gemeinsam mit der kamerunischen Partnerorganisation HADY an. Mit dem Projekt „Data4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler Zivilgesellschaft stärken“ werden gezielt die digitalen Fähigkeiten lokaler Organisationen in Subsahara-Afrika gestärkt. In praxisnahen virtuellen Schulungen wird anwendungsorientiertes Wissen im Umgang mit zentralen digitalen Programmen und Software (z. B. zur Datensammlung, -verarbeitung, -auswertung, KI-gestützten Analysen, Finanzmanagement, Projektmanagement, Buchhaltung und Online-Kollaboration) vermittelt. Das Projekt trägt damit aktiv zur Verringerung digitaler Ungleichheiten im internationalen Hilfssystem bei und unterstützt lokale Akteure dabei, ihre Arbeit datenbasiert, effizient und unabhängig umzusetzen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI). Die Trainings vermitteln praxisnahes Wissen über den Einsatz von KI-gestützten Anwendungen für Projektplanung, Datenanalyse, strategische Kommunikation und digitale Entscheidungsunterstützung. Damit sollen nicht nur bestehende Lücken geschlossen, sondern lokalen Organisationen gezielt Werkzeuge an die Hand gegeben werden, um im internationalen Vergleich resilienter und innovationsfähiger zu agieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit: Das Projekt identifiziert und fördert lokale Multiplikatorinnen, die mittelfristig das erlernte Wissen in ihren Organisationen als Mentorinnen weitergeben. Dies dient dem langfristigen Kompetenzaufbau in lokalen Netzwerken und der Zivilgesellschaft. Die Schulungsinhalte orientieren sich am klassischen Projektzyklus in der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und werden auf unterschiedlichen Kenntnisniveaus angeboten, um sowohl digitale Grundlagen als auch fortgeschrittene Anwendungsmöglichkeiten abzudecken. Das Projekt leistet einen gezielten Beitrag zur Lokalisierung internationaler Hilfe. Es befähigt lokale Akteure, ihre Projekte datenbasiert, effizienter und unabhängiger zu planen und umzusetzen. Zudem können sie selbstwirksam agieren und sich im nationalen, wie internationalen Wettbewerb um Fördermittel besser behaupten. Das Projekt stärkt ihre digitale Resilienz, fördert Süd-Süd-Allianzen sowie Peer-to-Peer-Lernen im Bereich Digitalisierung und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Einhaltung internationaler Geberanforderungen.

2025Bildung schafft Gerechtigkeit e. V., BerlinKonsolidierung des Schulbetriebs der "Heritage Academy" in Boabeng, GhanaGhana
Projektsumme: 8.000,00 €
Fördersumme: 6.000,00 €
https://bildung-ghana.org/

Konsolidierung des Schulbetriebs der "Heritage Academy" in Boabeng, Ghana

Das Vorhaben unserer Partner besteht im Rahmen des beantragten Projekts in: • Ankauf einer weiteren landwirtschaftlichen Nutzfläche 8ha (20Acre) • Teilnahme an einem Workshop zum Thema: Optimale und nachhaltige Nutzung der Farmfläche • Anbau von Nutzpflanzen

Das Heritage - Schulprojekt basiert auf Eigenleistung der Eltern der Schulkinder. Boabeng liegt in einer ländlichen Gegend Ghanas, umgeben von landwirtschaftlicher Fläche. Die überwiegende Anzahl der Einwohner arbeiten auf Farmen und generieren daher ihr Einkommen. Das Wissen bzgl. Nutzung und Bewirtschaftung der Flächen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Schule geht momentan bis zur Klassenstufe 4. Es wird der Abschluss der Junior High School in Klassenstufe 9 angestrebt. Somit werden jährlich neue Kinder in die jüngeren Klassen aufgenommen. Mehr Kinder bedeutet, dass zum einen mehr Produkte für das tägliche Mittagessen benötigt werden, zum anderen wird mehr Farmland benötigt, dass die Eltern bewirtschaften können, um dadurch das Schulgeld zu erwirtschaften. Die Preise für Lebensmittel unterliegen erheblichen Schwankungen. Um davon weitestgehend unabhängig zu sein, sollen in Zukunft ausreichend Produkte zur Versorgung der Kinder zur Verfügung stehen.

2025Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V., LeipzigÖkologische Landwirtschaft zur Reduzierung der Klimavulnerabilität, KamerunKamerun
Projektsumme: 13.330,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

Ökologische Landwirtschaft zur Reduzierung der Klimavulnerabilität, Kamerun

Dieses Projekt baut auf bestehenden Frauenplattformen in der Gemeinde Foumbot im Westen Kameruns auf. Es konzentriert sich darauf, Frauen zu befähigen, den Einsatz von mykorrhizalen Biodüngern zu übernehmen und auszuweiten, um Erträge, Einkommen und die Nachhaltigkeit von Nahrungspflanzen zu steigern. Durch die Unterstützung kleiner, hauptsächlich Das Projekt zielt darauf ab, ihnen Mykorrhiza-Biodünger zur Verfügung zu stellen, um den Agrarsektor durch die Förderung der ökologischen Landwirtschaft zu revitalisieren, wobei der Schwerpunkt auf der Verwendung von Biodüngern als Alternative zu chemischen Hilfsstoffen liegt, die oft umweltschädlich sind, um die sozial-ökologische Wirtschaft der lokalen Gemeinschaften anzukurbeln. Wir werden mit 5 Frauenverbänden zusammenarbeiten: GIC AEB GIC FESOBA Association des femmes aux coeurs blancs et soumises Association des veuves de Foumbot GIS ASMAS agri-innovation.

Für jeden Verband werden 10 Frauen mit uns zusammenarbeiten, insgesamt also 50 Frauen. Da jeder Verband mindestens 30 Mitglieder hat, können wir durch den Multiplikatoreffekt insgesamt mindestens 150 Frauen erreichen.

2025Drip by Drip e. V., BerlinStärkung der Textilarbeiterinnen in Äthiopien durch Förderung von Menstruationsgesundheit und -hygiene (MHM), ÄthiopienÄthiopien
Projektsumme: 30.030,00 €
Fördersumme: 22.520,00 €
www.dripbydrip.org

Stärkung der Textilarbeiterinnen in Äthiopien durch Förderung von Menstruationsgesundheit und -hygiene (MHM), Äthiopien

Dieses Projekt ist eine umfassende Initiative, die darauf abzielt, Textilarbeiterinnen im Bole Lemi Industriepark (BLIP) in Addis Abeba, Äthiopien, in Bezug auf Menstruationsgesundheit und -hygiene (MHM) zu stärken. Unter Berücksichtigung der einzigartigen Herausforderungen, mit denen diese vulnerable Gruppe konfrontiert ist, zielt dieses Projekt darauf ab, das allgemeine Wohlbefinden, den Gesundheitszustand, die Würde und die Produktivität (und damit das Haushaltseinkommen und die beruflichen Aufstiegschancen) der Arbeiterinnen durch den Fokus auf MHM zu verbessern. Im Rahmen dieses Projekts werden gezielte Aktivitäten umgesetzt, um die Gesundheit und die WASHBedingungen (Zugang zu Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene) in den Fabriken zu verbessern, sowie durch die Vermittlung von Wissen Stigmata zu bekämpfen und die Frauen in ihrem Bestreben nach mehr Unabhängigkeit aber auch Gleichberechtigung zu unterstützen. Dies umfasst die Förderung und praktische Umsetzung von Maßnahmen zum besseren Verständnis von Menstruationshygiene (MHM) sowie die Aufwertung der WASH-Einrichtungen. Darüber hinaus wird die Kompetenz der Fabrikbetreiber gestärkt, um die Bedeutung von adäquater WASH-Versorgung und MHM innerhalb ihrer Fabriken zu gewährleisten. Es besteht ein klarer Bedarf, das Wissen und die Fähigkeiten der Fabrikverantwortlichen im Bereich Menstruationshygiene zu verbessern, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

2025Tech in Ruanda e. V., BerlinTrain-the-Trainers Programm für Facilitators von Coding Clubs, RuandaRuanda
Projektsumme: 13.656,26 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.techinruanda.de

Train-the-Trainers Programm für Facilitators von Coding Clubs, Ruanda

Unsere Partnerorganisation möchte Train-the-Trainer Workshop-Inhalte sowie Lernpfade zum Selbststudium entwickeln, mit denen Facilitators von Coding Clubs in Ruanda kontinuierlich weitergebildet werden können. Dieses Projekt knüpft an die von der Stiftung Nord-Süd Brücken aus Mitteln des EZ-Kleinprojektefonds geförderten Projekte P20-158 (2021) und P22-158 (2022) an. In diesen Projekten wurden Code + Design Camps mit Follow-up Coding Clubs durchgeführt, die junge Menschen ohne Vorerfahrung im Programmieren für digitale Technologien begeistern. Das Code + Design Camp-Format kombiniert Ideation, Prototyping, Teamwork und Kreativität und schafft damit einen niedrigschwelligen Einstieg in die Welt der Informationstechnologie, der sich insbesondere bei weiblichen Teilnehmenden bewährt hat. Im Anschluss an die Code + Design Camps setzen die Teilnehmenden ihre Lernreise in Follow-up Coding Clubs fort. Diese Coding Clubs treffen sich einmal wöchentlich. In den Treffen der Coding Clubs beginnen die Teilnehmenden, vertieft in das Programmieren einzusteigen. Die Durchführung der Coding Clubs übernehmen die Coding Club Facilitators, die ihrerseits in der Regel Alumni des Programms sind. Aktuell ist die Fluktuation der Coding Club Facilitators hoch, da sie das Gefühl haben, nach 2-3 Monaten an dieser Aufgabe nicht mehr zu wachsen. Dies macht es schwer, die Anzahl der Coding Clubs zu skalieren und sie so mehr jungen Ruander:innen zugänglich zu machen. Um dies zu ändern, will unsere Partnerorganisation mit erfahrenen Didaktik- und Softwareentwicklungs-Expert:innen zusammenarbeiten, und mit ihnen eine Train-the-Trainer Workshop-Reihe und begleitende Selbstlern-Inhalte entwickeln. Diese sollen Coding Club Facilitators 12 Monate lang begleitend zu ihrer Tätigkeit in Coding Clubs durchlaufen. Hierdurch wird sichergestellt, dass sie aus ihrer Facilitator-Aufgabe länger Nutzen ziehen und sich somit länger engagieren.

2025borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinOur Voice: Rechtliche Stärkung, Gesundheit und Sichtbarkeit für Migrant*innen in ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 52.830,00 €
Fördersumme: 47.500,00 €
www.borderline-europe.de

Our Voice: Rechtliche Stärkung, Gesundheit und Sichtbarkeit für Migrant*innen in Ägypten

In den letzten zwei Jahren hat die Madad-Initiative mehr als 5.000 sudanesischen Migrantinnen in Ägypten sowie anderen marginalisierten Flüchtlingsgruppen rechtliche, psychosoziale und gemeinschaftliche Unterstützung gewährt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen aktualisiert das Projekt „Our Voice“ seine Struktur und seinen Schwerpunkt, um sudanesische Frauen, sudanesische junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren, andere Migranten- und Flüchtlingsminderheiten mit ähnlichem ethnischen und sprachlichen Hintergrund sowie gemeindebasierte Anwälte und Anbieter psychosozialer Unterstützung einzubeziehen. Das Projekt reagiert auf den steigenden Bedarf, der durch die sich verschlechternden wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in Ägypten, dem Nahen Osten und Afrika entsteht. Es zielt darauf ab, marginalisierte Stimmen zu verstärken, die Heilung von Traumata zu fördern und den Zugang zu Rechtsansprüchen durch eine Mischung aus Gruppensitzungen, therapeutischem Schreiben, juristischer Peer-Ausbildung, Podcasts und einer Social-Media-Kampagne zu verbessern. Durch die Einbeziehung junger Männer schließt das Projekt eine von den weiblichen Teilnehmerinnen identifizierte kritische Lücke und zielt darauf ab, häusliche Gewalt zu reduzieren, positive Verhaltensänderungen zu unterstützen und die Stabilität der Familie zu stärken. „Our Voice“ unterstützt nicht nur seine Teilnehmerinnen, sondern stärkt auch die Kapazitäten von Madad als einer von Frauen geführten Initiative, die sich um den offiziellen NGO-Status in Ägypten bemüht und bereit ist, langfristige, rechtsbasierte und inklusive Lösungen für vertriebene und marginalisierte Gemeinschaften anzubieten.

2025borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinAufbau von Frieden und sozialer Zusammenhalt in Gedaref, SudanSudan
Projektsumme: 26.880,00 €
Fördersumme: 24.200,00 €
www.borderline-europe.de

Aufbau von Frieden und sozialer Zusammenhalt in Gedaref, Sudan

Der Kriegsausbruch im Sudan im April 2023 löste die größte humanitäre Krise weltweit aus und zwang Millionen zur Flucht. Seitdem leisten zivilgesellschaftliche AkteurInnen unter extremen Bedingungen lebensrettende Hilfe, doch die Angriffe auf die zivile Bevölkerung, zivile Infrastruktur und insbesondere auf Frauen, Mädchen und Aktivisten halten an. Der Krieg, der sich jetzt im dritten Jahr befindet, ist unerbittlich. Massive Verletzungen von Menschenrechten, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe und kontinuierliche Vertreibungen prägen das Geschehen. Rund 30,4 Millionen Menschen – das ist mehr als die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung – benötigen dringend humanitäre Hilfe. Cholera-Ausbrüche aufgrund der zusammengebrochenen Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Energie erschweren die Situation.

Die Gemeinde Gallabat liegt an der Grenze zu Äthiopien. In der Region befinden sich 10 Flüchtlingslager, die ursprünglich Menschen aus Äthiopien, Eritrea und Tigrai aufgenommen haben. Nach Ausbruch des Krieges im Sudan am 15.4.2023, sind dort sehr viele MigrantInnen aus Khartoum untergekommen, allerdings haben auch viele Geflüchtete/ MIgrantInnen die Lager verlassen, insbesondere nachdem die Felder nicht mehr bestellt wurden und daher Verdienstmöglichkeiten in der Landwirtschaft wegfielen. Im Laufe der Vertreibungen durch den Krieg im Rest des Sudan, wurde der Bundesstaat Gedaref zum Zufluchtsort, und eine Vielzahl von Vertriebenen (IDOs) haben sich dort in den Lagern niedergelassen. Das Projekt soll mit Öffentlichkeitsarbeit und Kulturprojekten die sozialen Spannungen durch die Konkurrenz der verschiedenen Bewohnergruppen um knappe Resourcen verringen. Der Zusammenhalt zwischen ursprünglicher Bevölkerung und Zufluchtsuchenden soll gestärkt werden, indem gemeinsam Friedensstrategien entwickelt werden und innerhalb der Kommune zivile Konfliktlösungen erprobt und umgesetzt werden.

2025Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) e. V., LeipzigGlobal vernetzt – Bildungsmaterialien zu globalen Verflechtungen am Beispiel des Westsahara-KonfliktsBRD
Projektsumme: 12.390,00 €
Fördersumme: 9.290,00 €
zeok.de

Global vernetzt – Bildungsmaterialien zu globalen Verflechtungen am Beispiel des Westsahara-Konflikts

Im Rahmen des Projekts wurde eine Wanderausstellung zum Westsahara-Konflikt konzipiert und umgesetzt. Die Ausstellung verbindet historische, politische und menschenrechtliche Perspektiven mit Fragen globaler Migration und globaler Ungleichheiten. Zentrale Elemente sind Interviews mit Betroffenen sowie die Darstellung globaler wirtschaftlicher und politischer Verflechtungen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden. Die Ausstellung wurde in Leipzig der Öffentlichkeit präsentiert (3 Veranstaltungen + mehrwöchige öffentliche Zugänglichkeit) und wird als Wanderausstellung weitergenutzt. Ergänzt wird sie durch eine begleitende Website von ZEOK e. V., auf der vertiefende Interviews und Hintergrundinformationen langfristig abrufbar sind. Das Ziel bestand darin, Wissen aufzubauen, Perspektivwechsel zu ermöglichen und entwicklungspolitische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.

2025Power4africa e. V., DresdenStrom für Perspektiven – Solare Energieversorgung für Näherinnen in SyrienSyrien
Projektsumme: 8.390,00 €
Fördersumme: 6.290,00 €
www.power4africa.de

Strom für Perspektiven – Solare Energieversorgung für Näherinnen in Syrien

Im Rif-Damaskus, der über Jahre unter Belagerung, Krieg und politischer Repression litt, kämpfen Frauen heute weiterhin um wirtschaftliche Unabhängigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Drei von ihnen - Samah, Najah und Rabia - sind alleinige Ernährerinnen ihrer Familien. Mit viel Engagement und Kreativität haben sie begonnen, das traditionelle syrische Aghabani-Handwerk wiederzubeleben, bei dem fein bestickte Stoffe zu Kleidungsstücken und Textilien verarbeitet werden. Inmitten von Stromausfällen und mangelnder Infrastruktur stellt der fehlende Zugang zu Elektrizität jedoch ein massives Hindernis dar. Ihre Werkstätten bleiben oft dunkel, Maschinen stehen still - ihre Arbeit ist dadurch bedroht. Ziel des Projekts ist die Ausstattung der drei Werkstätten mit Solaranlagen, um eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung zu gewährleisten. So können die Frauen ihre Produktion unabhängig fortsetzen, ihr Einkommen sichern und ihre Familien versorgen. Das Projekt stärkt nicht nur ihre ökonomische Existenz, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Rolle in der lokalen Gemeinschaft.

Die Handwerksgruppe vor Ort trägt den Namen "Fäden der Hoffnung" - sie sieht das Handwerk nicht nur als Einkommensquelle, sondern auch als kulturelles Erbe und Ausdruck von Widerstand und Hoffnung. Durch die Solarausstattung wird ein Beitrag geleistet, dieses Erbe zu bewahren und in eine selbstbestimmte Zukunft zu überführen. Langfristig zielt das Projekt auf die Stärkung lokaler Resilienz, Armutsbekämpfung, Klimagerechtigkeit und die Sichtbarkeit der weiblichen Perspektiven im Wiederaufbauprozess ab.

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