Jugendbegegnung im Rahmen einer Süd-Nord-Schulpartnerschaft
Philippinen-Deutschland
Carpus e.V. begleitet vom 25.06.-15.07.2025 eine internationale Jugendbegegnung, die im der Süd-Nord-Schulpartnerschaft zwischen der San-Miguel-National-High-
School Puerto Princesa City, Philippinen und dem Emil-Fischer-Gymnasium Schwarzheide (Brandenburg) stattfindet. Dazu reisen 10 SchülerInnen im Alter von
15 und 16 Jahren sowie zwei Lehrkräfte aus den Philippinen für 21 Tage nach Deutschland. Zur Vorbereitung der Begegnungsreise führt Carpus e.V. mit der Arbeitsgemeinschaft Schulpartnerschaft des Emil-Fischer-Gymnasium vom 29.11.-01.12.2024 in der Jugendherberge Torgau ein Vorbereitungsseminar durch. Daran
nehmen 12 SchülerInnen im Alter von 15 bis 16 Jahren und eine Lehrerin teil. Der vorliegende Antrag bezieht sich auf dieses Vorbereitungsseminar.
Das Thema des Begegungsprojektes lautet „Ein gutes Leben für alle – (Wie) Geht das?“ Zu diesem Thema findet im Rahmen der Begegnung vom 27.6.-4.7.2025 im
Don Bosco Haus Neuhausen eine entwicklungspolitische Jugend-Sommerakademie statt, an der die philippinischen Gäste und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Schulpartnerschaft aus Schwarzheide gemeinsam teilnehmen.
Die Teilnehmenden tauschen sich darüber aus, wie sie sich eine gerechte und nachhaltige Welt vorstellen und wie sie das Zusammenleben auf der Erde wünschen. Sie suchen gemeinsam nach Ideen, wie junge Menschen nachhaltige Entwicklung mitgestalten und sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzen können. Die Ergebnisse aus der Sommerakademie stellen die Jugendlichen im Anschluss an das Projekt ihren MitschülerInnen im Emil-Fischer-Gymnasium vor. Sie entwickeln dafür einen 90minütigen Workshop, den sie mit ihren MitschülerInnen in der Schule durchführen. Darüber hinaus nehmen die Gäste aus den Philippinen am Unterricht teil und wohnen eine Woche lang in Gastfamilien.
Dieser Antrag bezieht sich nur auf die Vorbereitung in 2024. Die Reise selbst wird in 2025 stattfinden, dann über einen neuen Antrag.
2024
Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e. V., Lutherstadt Wittenberg
Fair und Chic - nachhaltige Modewochen anlässlich der globalen Fashion Revolution Week
Fair und Chic - nachhaltige Modewochen anlässlich der globalen Fashion Revolution Week
Die nachhaltigen Modewochen „Fair & Chic“ anlässlich der globalen Fashion Revolution Week in der Lutherstadt Wittenberg und
in Bitterfeld - Wolfen haben die Themen nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum stärker in der ländlich geprägten
Region von Sachsen-Anhalt verankert. Es wurde über transparente Lieferketten, Einhaltung der Menschenrechte, sozialgerechte
Entlohnung, nachhaltige, faire Produktion und bewusstes Konsumverhalten bei verschiedenen Zielgruppen aufgeklärt. Lokale
Netzwerke wurden gestärkt und Kooperationen verstetigt. Somit haben die Projektwochen anlässlich der Fashion Revolution
einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele geleistet.
2024
Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e. V., Potsdam
IOKWE – Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit und über die Menschen auf den Marschallinseln
IOKWE – Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit und über die Menschen auf den Marschallinseln
Mit einer entwicklungspolitischen Bildungsreihe wollen wir junge Menschen für die Folgen von kolonialer Ausbeutung und Klimawandel interessieren und sensibilisieren.
Am Beispiel eines kleinen Inselstaates mitten im Pazifik - den Marshallinseln - wollen wir ganz konkret erklären, welche kulturellen und sozialen Auswirkungen Kolonialismus bis heute hat und wie Menschen viel unmittelbarer den Klimawandel im Alltag erleben.
Wir wollen dabei einmal auf unsere guten Kontakte zu Partner*innen auf den Marshallinseln zurückgreifen und damit auch die Menschen dort zu Wort kommen lassen.
Gleichzeitig haben wir uns einige kreative und besondere Formate für die Bildungsveranstalungen entwickelt und wollen mit Rollenspielen, Filmbeispielen, Fotoausstellungen und einem Podcast andere und bessere Zugänge zu jungen Leuten gewinnen. Das Projektteam besteht ebenfalls aus jungen Menschen, was den Zugang zur Zielgruppe noch erleichtert.
Unser erstes Ziel ist es, dass die Teilnehmenden erkennen, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte des Kolonialismus zu beschäftigen. Eine ehrliche und kritische Aufarbeitung ist aus unserer Sicht eine unabdingbare Voraussetzung für eine gerechtere Welt und die notwendige Auseinandersetzung mit Rassismus und Ausgrenzung heute. Das zweite Ziel ist, unterschiedliche Wege und Perspektiven des Umgangs mit der Klimakatastrophe zu erkennen und zu diskutieren. Menschen in einem Land, das viel unmittelbarer betroffen ist als wir, können uns da vielleicht sogar neue Sichtweisen zeigen.
2024
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e. V., Berlin
Umzäunung und Wasserstation für das Rettungszentrum zum Schutz von Mädchen vor Zwangsheiraten, Südsudan
Nachdem unsere Partnerorganisation im Süd Sudan, die Local Church Priority (LCP), ein Haus gebaut hat, in dem sich Mädchen, die zu ungewollten Ehen gezwungen werden, in Sicherheit bringen können, möchte unsere Parteiorganisation dieses Projekt nun erweitern, indem sie einen Maschendrahtzaun um das Gelände errichtet, in dem die Mädchen untergebracht sind.
Zudem soll eine Wasserstation zur Bereitstellung von Wasser für den Hausgebrauch und zur Bewässerung der Ackerfläche auf dem Gelände gebaut werden.
Um die laufende Kosten für die Unterbringung im Schutzzentrum decken zu können, versucht die Partnerorganisation im größeren Umfang Chas-Crop Produktion zu betreiben. In diese Arbeit sollen die Mädchen mit eingebunden werden.
Auch dieses Projekt soll im Sinne der Nachhaltigkeit umgesetzt werden.
2024
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e. V., Berlin
Fachpromotor*in zur Förderung des Engagements für eine nachhaltige Entwicklung
In den letzten Jahren haben sich die Lebensbedingungen in der Türkei sowohl für Einheimische als auch für geflüchtete Menschen dramatisch verschlechtert. Die angespannte politische Lage und die anhaltende wirtschaftliche Krise haben zu großer finanzieller Not sowie zu zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen und Konflikten geführt. Langjährige Projektarbeit im gleichen geografischen und sozio-kulturellen Kontext hat gezeigt, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um den betroffenen Zielgruppen verbesserte Einkommensquellen zugänglich zu machen und zugleich gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Aufgrund der hohen Relevanz wirtschaftlicher Stabilisierung, großem Interesse der Zielgruppen am Nähen und der bereits vorhandenen Fähigkeiten in diesem Bereich wurde ein Projekt entwickelt, dessen Kernelement das Schneidern und die selbstorganisierte Kooperation von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen ist: 12 Menschen aus den Zielgruppen des Projekts bilden ein Team und designen und produzieren gemeinsam Kinderkleidung. Die Produkte werden zur Hälfte an die Teilnehmenden und bedürftige Menschen verteilt, während die andere Hälfte verkauft wird. Mit dem Erlös soll das Fortbestehen der Initiative nach Projektende garantiert werden.So wird nicht nur der Zugang
zu Einkommensquellen geschaffen; Design und Produktion erfordern auch eine enge Kooperation der Teilnehmer, was in den Produkten sichtbar wird. Die selbstorganisierte
Struktur des Projekts fördert durch konstante Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Verantwortungsübernahme ein gutes Zusammenwirken. Dies wirkt sich positiv auf die soziale Dynamik aus und vereint wirtschaftliche und soziale Integration mit der Stärkung gesellschaftlichen Zusammenhalts.
2024
Wothouq e. V., Leipzig
Kollektive Kompetenzen – Stärkung sozialer Verbundenheit und selbstorganisierter Kooperation für gemeinsame Herausforderungen, Türkei
Türkei
Projektsumme:
12.194,39 €
Fördersumme:
10.000,00 €
Kollektive Kompetenzen – Stärkung sozialer Verbundenheit und selbstorganisierter Kooperation für gemeinsame Herausforderungen, Türkei
Kollektive Kompetenzen - Stärkung sozialer Verbundenheit und selbstorganisierter Kooperation für gemeinsame Herausforderungen ist ein Projekt zur Förderung des Zusammenhalts zwischen verschiedenen Gruppen, einschließlich Geflüchteten, MigrantInnen, ethnischen Minderheiten, Frauen und LGBTQI+ Personen. Es wird im wirtschaftlich benachteiligten Basmane-Bezirk von Izmir in der Türkei durchgeführt und befasst sich mit bedeutenden Herausforderungen wie Armut, eingeschränktem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, sozialer Diskriminierung und politischer Unterdrückung mit dem Ziel, eine widerstandsfähige und integrative Gemeinschaft aufzubauen.
Die Mission des Projekts konzentriert sich auf die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen, indem es die TeilnehmerInnen durch die wesentlichen Schritte zur Gründung einer Genossenschaft führt. Regelmäßige Treffen und verschiedene Aktivitäten schaffen einen wichtigen Raum für gegenseitiges Lernen und den Austausch von Erfahrungen, die eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Probleme spielen. Monatliche Zusammenkünfte erleichtern die Identifizierung gemeinsamer Herausforderungen und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen und fördern die direkte Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden.
Um Solidarität zu stärken und gegenseitiges Verständnis zu fördern, sind teambildende Aktivitäten und gemeinsame Mahlzeiten in das Programm integriert. Praktische Workshops befassen sich mit der Entwicklung von Kunsthandwerk, der künstlerischen Produktion und den rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten der genossenschaftlichen Organisation und vermitteln den TeilnehmerInnen wertvolle Fähigkeiten, um sowohl den Einzelnen zu stärken als auch die Gemeinschaft voranzubringen.
Der integrative Ansatz des Projekts deckt nicht nur die unmittelbaren lokalen Bedürfnisse ab, sondern geht auch auf tiefer liegende strukturelle Probleme ein. Es soll über die Projektdauer hinaus wirken und eine Grundlage für eine kontinuierliche Zusammenarbeit und positive Veränderungen innerhalb des Basmane-Viertels und darüber hinaus schaffen.
Ein wesentliches Element der Initiative ist die Vermittlung praktischer Fähigkeiten und rechtlicher Kenntnisse. Workshops zur handwerklichen und künstlerischen Produktentwicklung, kombiniert mit Seminaren zur Gründung und Organisation von Genossenschaften, bereiten die TeilnehmerInnen auf eine selbstorganisierte Zusammenarbeit nach dem Ende des Projekts vor. Mit dieser Betonung des kollektiven Fortschritts werden zugleich unmittelbare Alltagsherausforderungen und umfassendere strukturelle Probleme angegangen.
2024
Cagintua e. V., Potsdam
StiMZu - Stärkung von Migrantenorganisationen für Klimaschutz und Zusammenarbeit
StiMZu - Stärkung von Migrantenorganisationen für Klimaschutz und Zusammenarbeit
Das StiMZu-Projekt hatte zum Ziel, Vertreter von Migrantenorganisationen, Flüchtlingsinitiativen in Brandenburg und Klimafachleuten zusammenzubringen, um einen bedeutungsvollen Dialog darüber zu führen, wie junge Menschen ermächtigt werden können, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen. Das Projekt konzentrierte sich darauf, den Teilnehmern das Wissen und die Werkzeuge zu vermitteln, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen.
Im Rahmen des Projekts wurden Workshops durchgeführt, in denen Vertreter von Flüchtlingsinitiativen praktische Empfehlungen erhielten, wie Einzelpersonen und Gemeinschaften zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beitragen können, zum Beispiel durch nachhaltigen Konsum, Abfalltrennung und Ressourcenschonung. Zusätzlich wurden Klimabotschafter als Trainer eingeladen, um mit den Teilnehmern zu arbeiten, was einige Flüchtlinge dazu motivierte, selbst als Klimamultiplikatoren tätig zu werden und ihr neu gewonnenes Wissen mit anderen zu teilen
2024
glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V., Berlin
Koloniale Spuren in Berliner Geschichte und Gegenwart
Koloniale Spuren in Berliner Geschichte und Gegenwart
glokal e.V. und ISD-Bund e.V. haben in Kooperation mit EPIZ-Berlin e.V. ein Workshopkonzept für Schüler:innen ab der 9. Klasse entwickelt, dass auf der Bildungswebseite www.globalerinnern.org basiert.
Inhalte: Der europäische Kolonialismus ist ein prägender Faktor für die Gegenwart in der globalisierten Welt. Er hinterlässt tiefe Spuren und Kontinuitäten, die bis heute spürbar sind. Viele dieser Spuren können wir in Berlin finden!
In dem Schüler:innen-Workshop „Global Erinnern: Koloniale Spuren in der Berliner Geschichte und Gegenwart“ beleuchten wir die vielschichtigen Folgen der kolonialen Herrschaft: von der Zerstörung indigener Kulturen in den Amerikas über wirtschaftliche Ausbeutung bis hin zu den anhaltenden sozialen Ungleichheiten und aktuellen politischen Konflikten.
Angepasst auf die multimedialen Möglichkeiten des digitalen WeltRaums vom EPIZ im Global Village (BGV) erkunden Schüler:innen selbstbestimmt die Spuren des europäischen Kolonialismus in der Berliner Geschichte, Gegenwart und im öffentlichen Raum.
Die Schüler:innen gehen folgenden Fragen nach:
• Was ist der europäische Kolonialismus?
• Wie manifestierte sich die Gewaltgeschichte des Kolonialismus in unterschiedlichen Epochen und Weltregionen?
• Welche Widerstände gab und gibt es?
• Welche Herausforderungen ergeben sich aus dieser Geschichte für die heutige Welt?
• Welche Lektionen können wir aus der Vergangenheit ziehen, um eine gerechtere Zukunft zu gestalten?
In dem Workshop konzentrieren wir uns auf vier Epochen:
1. Kolonisierung und Widerstand in den Amerikas ab 1492
2. Kolonialismus und Widerstand im Deutschen Reich 1885-1919
3. Kolonialismus, Nationalsozialismus und Widerstand 1933-1945
4. Koloniale Kontinuitäten und Widerstand ab den 1950er Jahres
Methodisch wird mit einem Quiz, Gruppenarbeiten mit Multimedia-Materialien und Statuentheater gearbeitet
2024
Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e. V., Potsdam
Fachpromotor*in Stärkung von Partnerschaften und internationalen Kooperationen
Aufbau traditioneller Anpflanzungen („chagras“) zur Stärkung indigener Frauen in der kolumbianischen Amazonía, Kolumbien
Der indigenen Frauenvereinigung MIAPS („Mujeres Indígenas de AATICAM protectoras de la selva“) ist es mit der Durchführung des Projekts gelungen, Bevölkerungsgruppen indigener Frauen (Cubeos, Guananas, Desanos, Tucanos, Piratapuyos, Sirianos, Cacuas, Yuruti, Tuyucas, Carapana und Bara) zusammenzubringen, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung beitragen.
Die Durchführung des Projekts „Aufbau traditioneller Anpflanzungen (“chagras„) zur Stärkung indigener Frauen in der kolumbianischen Amazonía“ ergibt sich aus den großen Verlusten an Aussaatmethoden, nahrhaften Saatgutsorten, traditionellen Techniken, Saatgutklassifizierung und traditionellem Aussaatsystem, das auf überliefertem Wissen beruht. Die Chagra ist von größter Bedeutung, da sie für indigene Frauen eine traditionelle Apotheke, einen Bildungsraum und einen medizinischen Raum für die Aufbewahrung von Saatgut und landwirtschaftlichen oder medizinischen Produkten darstellt.
Zur Förderung des überlieferten Wissens und der Praktiken für die Verwaltung und Pflege der traditionellen Pflanzungen und deren Stärkung wurden Aktivitäten wie Workshops mit den indigenen Frauen der acht Dörfer im AATICAM-Gebiet durchgeführt.
Dies ist das erste Mal in der Geschichte der indigenen Frauen des AATICAM-Gebiets im Departement Vaupés in Kolumbien, dass diese Art von Projekt unter der Leitung der indigenen Frauen selbst entwickelt wurde. Dies hatte einen großen Einfluss auf die Gemeinden, weshalb sie beschlossen, sich aktiv an der Umsetzung des Projekts in ihren Dörfern zu beteiligen.
Die angewandte Methode waren Gemeinschaftsworkshops (gemeinschaftliche Bildungsarbeit): eine Form der kollektiven Beteiligung, an der auch die Familien der Gemeinschaft teilnehmen und ihre familiären und gemeinschaftlichen Erfahrungen teilen konnten.
Der Aufbau der Chagras (traditionelle Pflanzungen) wurde von den indigenen Frauen in jeder der Gemeinden geleitet.
2024
Couleurs afrik – Die Farben Afrikas e. V., Schwerin
Für den Schutz der Umwelt und eine saubere Stadt, Togo
Für den Schutz der Umwelt und eine saubere Stadt, Togo
Das Hauptziel der Aktivitäten ist der Schutz der Umwelt durch eine regelmäßige Entsorgung des Hausmülls aus Schulen und aus Privathaushalten, die Trennung des entsorgten Mülls und, wo möglich, durch Recycling.
Im Juli 2023, während des Besuchs von Mitgliedern des Vereins Couleurs Afrik beim Partnerverein Espoir Plus, wurde der Stand der Umsetzung der vorangegangenen Projekte ausgewertet.
Beide Seiten haben festgestellt, dass bereits große Fortschritte erzielt wurden. Nach der Einführung der Mülltrennung und der regelmäßigen Müllentsorgung in den 60 Schulen konnte hier die Abfallmenge um 1/3 reduziert werden. Zwischenzeitlich wurde mit einer regelmäßigen Entsorgung des Mülls in etwa 300 Haushalten in zwei Wohngebieten begonnen, und dies soll weiter ausgebaut werden. Die Partnervereine haben vereinbart, weiter intensiv an der Gründung eines gemeinnützigen Unternehmens in Form einer „Enterprise but non Lucratif“ unter dem Dach des Vereins Espoir Plus zu arbeiten.
Es musste leider auch festgestellt werden, dass die bisher erreichten Erfolge bei der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit noch nicht zufriedenstellend sind. In Vorbereitung der „Ausgründung“ muss mit mehr Nachdruck an der Erhöhung der Einnahmen gearbeitet werden, um das Ziel, eine wirtschaftliche Tragfähigkeit, zu erreichen, die die Existenz des Unternehmens absichert. Ziel des Unternehmens ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Entwicklung der Nachhaltigkeit und die Unterstützung des Gemeinwesens.
Aufbauend auf den bisher gewonnenen Erfahrungen werden die Anstrengungen zur Akquise der Haushalte für die Teilnahme an der regelmäßigen Entsorgung weiter intensiviert. Nach und nach soll ein Wohngebiet nach dem anderen einbezogen werden. Die Fachkraft für Akquise, Herr Tchakongo, wird weitere Informationsveranstaltungen durchführen, um die Einwohnerinnen und Einwohner zu informieren und sie in die Kundenkartei aufzunehmen. Bei seinen Aktivitäten wird er regelmäßig von Mitgliedern der Schülerkomitees unterstützt.
Um die finanzielle Tragfähigkeit zu erreichen und für eine nachhaltig positive Auswirkung auf die Umwelt ist die Teilnahme einer hohen Anzahl an Haushalten erforderlich.
Für die Erhöhung des Aktionsradius und die Verstärkung der Aktivitäten ist ebenfalls eine Stärkung der materiellen Basis erforderlich.
2024
Leapfrog e. V., Berlin
Entwicklung von Strukturen für IT Bildung für Anfänger und Fortgeschrittene in Nairobis informellen Siedlungen Mathare und Korogocho, Kenia
Entwicklung von Strukturen für IT Bildung für Anfänger und Fortgeschrittene in Nairobis informellen Siedlungen Mathare und Korogocho, Kenia
Nairobis quirliges urbanes Leben bietet zahlreiche Möglichkeiten für IT Bildung. Für die meisten Bewohner der informellen Siedlungen Mathare und Korgocho in Nairobi sind diese IT Kurse jedoch nicht erreichbar. Sie können sich die Gebühren und das Fahrgeld dorthin nicht leisten. Aber auch wenn die finanziellen Möglichkeiten für eine Teilnahme gegeben wären, wären die Barrieren für viele jungen Bewohner, sich mit jungen Menschen aus anderen, wohlhabenden Stadtteilen zu mischen, groß.
Auf Anfrage der Nyoda Initiative aus Korogocho und dem Mathare Community Library Center (MCCL) haben wir gemeinsam dieses Projekt konzipiert, um Strukturen aufzubauen, wiederzubeleben und weiterzuentwickeln, um Bewohnern der beiden informellen Siedlungen Zugang zu digitaler Bildung vor Ort und digitale Teilhabe zu ermöglichen. Als dritten Partner haben wir das African Ad-vanced Level Telecommunications Institute (Afralti) mit dem Ziel hinzugenommen, Anschlussmöglichkeiten für professionelle IT Weiterbildung für die Zielgruppen aus Mathare und Korogocho zu schaffen und Barrieren für eine IT Karriere abzubauen. Das Lernen voneinander, die Replikation erprobter Ansätze sowie die Schaffung von Synergien zwischen den Gemeindezentren in den bei-den informellen Siedlungen ist dabei das Herzstück des Projektes. Das Projekt basiert auf der Idee, dass die gemeinsame Implementierung zwischen den drei Organisation in der Wirkung mehr als die Summe der Einzelteile ist und zudem kosteneffizienter gegenüber dreier Einzelimplementierungen ist. Über eine Laufzeit von 12 Monaten strebt das Projekt unter der Leitung von Leapfrog an, 360 Menschen verschiedener Altergruppen aus Mathare und Korogocho, die Hälfte davon weiblich, mit digitalen Kompetenztrainings und Nachhilfe zur Examensvorbereitung zu erreichen.
2024
moveGLOBAL - Berliner Verband migrantischer-diasporischer Organisationen in der Einen Welt e. V., Berlin
Fachpromotor*in zur Förderung des entwicklungspolitischen Engagements in migrantischen Selbstorganisationen
Die RAA Brandenburg organisiert und begleitet seit 1994 Begegnungen zwischen jungen Menschen in Brandenburg und Sansibar. Projektpartner in Tansania ist der Verein Twende Pamoja Zanzibar.
Es ist wichtig, in Begegnungsprojekten nicht nur Handlungsoptionen zu entwickeln, sondern diese auch umzusetzen.
Die Idee entstand 2022 im Rahmen eines Begegnungsprojektes von SchülerInnen und AbsolventInnen der Hamamni Secondary School in Sansibar Stadt und dem Vicco-von-Bülow Gymnasium Falkensee. Gemeinsam überlegten die jungen Erwachsenen, wie ihr Engagement für eine nachhaltige und faire Welt aussehen kann. Auf der Insel Chumbe lernten sie viel über die Verbindung von Tourismus, Umweltschutz und Umweltbildung. Im „Meeresklassenzimmer“ haben sie interessantes über Korallen, deren Bedeutung und den Schutz der Meere erfahren.
In der abendlichen Reflektion entstand die Idee, ein solches Klassenzimmer mit Fokus auf Pflanzen und deren Nutzung einzurichten, einen Raum, der SchülerInnen und TouristInnen gleichzeitig offensteht. Die Vision ist es, Tourismus und Bildung für SchülerInnen zu verbinden, um nachhaltigen Tourismus zu fördern.
Die Umsetzung begann sofort mit der Suche eines Ortes und der Entwicklung von Ideen. Inzwischen (ein Jahr später) steht der Rohbau des Grünen Klassenzimmers. Gegenwärtig wird an Konzepten gearbeitet, um insbesondere SchülerInnen und Lehrkräfte für einen sorgsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Dabei wollen im Juli/ August junge Menschen aus Brandenburg mit dem Team zusammenarbeiten.
Projektleiterin in Sansibar ist Pili Mfalme. Es ist ihr erstes Begegnungsprojekt, dass sie leitet. Unterstützt wird sie dabei von erfahrenen Kollegen in Sansibar.
Die Gruppe wird punktuell auch mit dem zweiten Begegnungsprojekt Brandenburg/Sansibar zusammenarbeiten. Interessant sind dabei die Weitergabe von Wissen von Peer to Peer, der Austausch und gemeinsames Lernen auf Exkursionen.