Workshop LEZ: neue Förderrichtlinien und Kindesschutz (in Zusammenarbeit mit BER)

Für alle Anträge bei der LEZ gilt seit dem 16.07.2021 die aktualisierte Förderrichtlinie (siehe Pressemitteilung des Landes Berlin) und damit treten einige Änderungen in Kraft.

Im ersten Teil des Workshops werden die Neuerungen kurz vorgestellt. Neben kleinen Details sind insbesondere zwei Änderungen interessant und wichtig: Erstmalig können jetzt auch Auslandsprojekte ohne bestehende Schul- oder Städtepartnerschaft gefördert werden, wenn die Maßnahmen im Globalen Süden mit Informations- bzw. Bildungsarbeit in Berlin verknüpft werden. Bei der LEZ können dafür maximal 10.000 € beantragt werden. Zum anderen müssen nun NROs auch bei LEZ geförderten Projekten eine Kinderschutzrichtlinie erarbeiten. Nach einem Input zu den Veränderungen wird es ausreichend Zeit für die Beantwortung von Fragen geben, bevor es im zweiten Teil um die Kinderschutzrichtlinie geht.

Oft sind Kinder und Jugendliche „Zielgruppe“ von Projekten – sowohl in der entwicklungspolitischen Auslandsarbeit als auch in der entwicklungspolitischen Bildungs- bzw. Inlandsarbeit. Entwicklungspolitische NROs stehen in einer spezifischen Verantwortung, ihr Mögliches zu tun um Kinder vor Gewalt zu schützen, indem sie eine ihrer Funktion und Tätigkeiten entsprechende Kinderschutzpolicy (verstanden als Bündel von Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte, physische und psychische Gewalt) entwickeln.

Die Förderrichtlinie der Stiftung Nord-Süd-Brücken und nun auch die neue LEZ Förderrichtlinie legen explizit und verbindlich fest, dass jede antragstellende NGO eine eigene institutionsspezifische Kinderschutzpolicy entwickelt, verabschieden und umsetzen muss. Dies gilt, wenn Projektaktivitäten sich direkt an Kinder und Jugendliche richten, aber auch, wenn diese indirekte Zielgruppe von Maßnahmen sind wie z.B. bei Fortbildungen für Multiplikator*innen. Weitere Informationen finden sich auch hier.

Im zweiten Workshopteil geht es darum, wie NGO in den Prozess zu einer eigenen, organisationsspezifischen Richtlinie einsteigen und diese gemeinschaftlich und partizipativ entwickeln können. Dabei werden die grundlegenden Elemente und Begrifflichkeiten einer Kinderschutzpolicy erklärt.

Wenn ihr bereits erste Schritte im Prozess zu einer eigenen Kinderschutzpolicy gegangen seid und entsprechende Materialien entwickelt habt, dann schickt diese gerne vorab an den BER. Der BER unterstützt und berät auch individuell bei der Erstellung eurer Kinderschutzpolicy.

Der Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Nord-Süd-Brücken (SNSB) mit dem BER.

Referent*innen: Ruth Visser (SNSB), Alexander Schudy, Nicole Andree (beide BER)

Der Workshop findet Online statt und ist kostenfrei. Anmeldung bitte per Email an: projekt@eineweltstadt.berlin.

Die Zugangsdaten werden kurz vor dem Workshop an die Angemeldeten versandt.